Freundin mit Problemhund!!!

  • Ich sag nur Konsequenz und Beratung vom Fachmann, ich weiß ja nicht ob es ihr erster Hund ist, wenn ja unbedingt Beratung suchen. Hundeschule oder so.
    Der zweite Punkt wäre Konsequenz und training, man kann Hunden, trotz solch ein Alter noch etwas bei bringen, man muss nur zeigen, dass man vertrauen in ihn hat und etwas Gedult mirbringen :p

  • Für mich wär das ganz klar:

    - Auslastung für den Kopf (Nasenarbeit, Suchspiele, Dummyarbeit, Clicker etc.)
    - Grunderziehung mittels POSITIVER Bestärkung
    - regelmässige Besuche in einer guten HuSchu oder bei einem Trainer (möglichst Ihr alle drei)
    - Klare Linien in der Wohnung, welche nicht nur für DICH akzeptabel sind, sondern mit welchen auch Deine Freundin 100% einverstanden ist (Kompromisse müssen überall eingangangen werden)
    - viele Unternehmungen mit der Hündin zu dritt, welche ausgefüllt sind mit Abwechslung, Spiel und Spass
    - Gegenseitige Akzeptanz
    - Geduld und Verständnis gegenüber der Hündin (sie hat es ja nicht anders gelernt!!)

    LG
    Sabine

  • Hallo noch mal,

    Deine Mindesterwartungen sind nicht zuviel verlangt.
    Und wenn die nicht erfüllt werden, was dann? Da hängt doch der Haussegen gleich schief....
    Also ganz ehrlich: ich würde an ein Zusammenziehen nicht denken wollen, solange das mit dem Hund nicht geklärt ist. Das gibt doch ständig Reibereien.
    Nachwievor ist es für mich auch kein Problemhund, sondern ein Hund der von Euch als Rudelführung klare Strukturen und Regeln braucht. Was er bei Dir nicht darf, darf er bei Deiner Freundin auch nicht und umgekehrt. Es nützt doch nichts, wenn Ihr Euch beim Aufstellen solcher Regeln auch noch in die Haare bekommt.

    An die Aufnahme eines Welpens würde ich da ganz ehrlich gar nicht denken, denn für den gilt das gleiche. Und solange Ihr Euch bei dem jetzigen Hund nicht einig seit, könnt ihr Euch doch nicht auf die Erziehung eines Welpen konzentrieren. Dann fällt die Erziehung des jetzigen Hundes womöglich ganz flach.

    Bitte, geht die Probleme mit Eurer Hundin gemeinsam an, arbeitet als Team. Dann habt Ihr eine Chance auf ein wunderbares Zusammenleben.

    Viele Grüße aus HH
    Silke

  • Schönen Dank erstmal für alle hilfreichen Antworten!
    Ich muß mal etwas zitieren jetzt:

    blackridgi: Dein Avatar zeigt eine verblüffende Ähnlichkeit mit "unserem" Problemhund... und ja, es ist Frauchens erster Hund.

    Zitat

    viele Unternehmungen mit der Hündin zu dritt, welche ausgefüllt sind mit Abwechslung, Spiel und Spass

    Im Moment hab ich 120% Hund. Die einzige Hundefreie Zeit für mich ist die Arbeit, danach werde ich bzw. wir jede freie Sekunde, Tag und Nacht von dem Hund belagert. Er muß auch überall mit hin, ob nun beim essen, schlafen, gemeinsamen baden/duschen oder... ihr wisst schon. Mir ist das schon etwas zuviel, weil der Hund eigentlich ständig zugegen ist und auch nicht eine Sekunde lang einen Abstand von mehr 50cm zu Frauchen hält. Ich würde mir mal ein wenig Zeit der Zweisamkeit wünschen, aber das muß ich wohl woanders zur Sprache bringen.


    Zitat

    Also ganz ehrlich: ich würde an ein Zusammenziehen nicht denken wollen, solange das mit dem Hund nicht geklärt ist. Das gibt doch ständig Reibereien.

    Sicherlich wahr und auch schon oft passiert. Aber klären kann ich das doch nur in der neuen/ukünftigen Umgebung, oder nicht?

  • Hey, Toni,
    also der Ansatz ist schon mal gar nicht schlecht: Du siehst ganz klar, das etwas passieren muß. Hört sich wie ein Alptraum an Hundeerziehung an....
    Aaaaber: da kann ausschließlich dann was passieren, wenn der Halter selbst, also Deine Freundin, dies tut! Stell Dir vor, Du hättest einen Hund, und Deine Künftige fängt an, dran herumzuerziehen, und will dies so ändern und das dort nicht akzeptieren. Dann würdest Du ganz schnell beschließen: so nicht!
    Mein Tip: zieh SO auf gar keinen Fall mit ihr zusammen, das kann nur schiefgehen! Du wirst genervt vom Hund sein, bist zwar vielleicht konsequent, aber die Freundin hintertreibt das mit Sicherheit dann, indem sie sagt, "Hundi mach nur", sobald Du weg bist- Hund auf dem Sofa etc.- dann ist die ganze Erziehung für den A.....
    Warum der Hund nicht in die Küche sollte, ist mir nicht ganz klar. Bei mir ist die Küche der erste Ort, wo der Hund hinkommt, wenn ich nicht will, daß er etwas anstellt: keine wertvollen Möbel oder offene Regale, aus denen was rausgezogen werden kann, der Mülleimer unter der Spüle sicher eingeschlossen, die Arbeitsflächen zu hoch, um dranzukommen (für meine beiden ;-) ), wisch- und kehrbarer Boden etc. - absolut hundesicher, die kommen nur an das ran, was sie auch haben dürfen (Hundespielzeug) und der Hund kann keinen Fehler begehen - ich geb ihm die Chance gar nicht! Darf halt nur nix rumstehen auf dem Tisch, das einen großen Hund zum Drauflangen animieren könnte, und vor dem Essen kannst den Tisch für alle Fälle nochmal reinigen, und fertig, dafür gibt´s doch Wasser und Putzmittel... allerdings benehmen sich meine beim Essen auch..... Entweder kriegen sie parallel, oder liegen ruhig am Boden, jedenfalls wird nicht dauernd gebettelt.
    Zum Zerfleddern kriegen sie was, das Dir nicht "wehtut" (putztechnisch und zerstörungstechnisch gesehen): Mini-Wurststückchen in Zeitschriftenblätter verpackt zum Auspacken als Beschäftigung etc. Kannst die Reste dann abends einfach zusammenkehren und in die Papiertonne kippen --> Hund glücklich, Küche sauber. Oder alte Geschirrtücher zum Zerkauen und Zerreißen. Anschließend wegwerfen. --> Hund glücklich, alte Tücher sinnvoll verwertet, Möbel geschont und Küche immer noch sauber.
    Du möchtest keinen Hund im Bett? Da kann ich Dir total zustimmen - voll widerlich.......bis man selbst einen hat und die Rehäuglein einen so lieb angucken...... :D Aber natürlich nur nach ausdrücklicher Aufforderung von Frauchen, von alleine würden sich meine nie trauen! Kann aber gut verstehn, wenn das einer nicht mag. Da muß man sich halt einig sein, einseitige Verbote bringen nichts, dann macht der Hund, was er will - wie Kinder halt auch.....
    Also, überleg Dir gut, ob Du Dir das antun willst, ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Zusammenleben unter diesen Voraussetzungen auch nur ansatzweise klappen kann! Das müßt Ihr unbedingt vorher klären, und wenn die Freundin da nicht 100% mitzieht, würde ich´s lieber bei getrennten Wohnungen belassen.
    LG,
    BieBoss

  • Hallo Toni Korn

    Es ist in Deutschland verboten den Hund mit dem Auto Gassi zu führen.

    Du schriebst der Hund ist ein Labrador-Windhund-Mischling, das bedeutet da sind 2 Jagdhundrassen vereinigt. Beide werden zwar für unterschiedliche Aufgaben gezüchtet, aber ich vermute der Hund hat einen enormen Jagdtrieb. Jetzt wäre es interessant zu wissen in welche Richtung er tendiert. Eher Labrador mit Apportieren und mit der Nase suchen oder Windhund mit Laufen und Sichtjäger. Je nachdem kann man dem Hund andere Aufgaben stellen.
    Einfache Sachen die ihr zur Auslastung gut in der Wohnung machen könnt, sind kleine Suchspiele, also Leckerli verstecken und den Hund suchen lassen. Ihr könnt auch Futter in einen leeren Eierkarton legen, Deckel zu und dem Hund hinstellen, so dass er selbst herausfinden muss wie er an das Futter kommt.
    Ansonsten würde ich auch dringend eine Hundeschule oder einen Hundeverein empfehlen.

    VG Yvonne

  • Hi, Toni,

    nochmal ich ;-)
    NEIN, klären mußt Du unbedingt vorher. Nicht erst einziehen lassen, und dann mit der Diskussion anfangen. Wenn die Freundin vorher schon sagt, für sie ist das Verhalten des Hundes ok, wird sie nicht, nur weil sie bei Dir einzieht, plötzlich dazu bereit sein, am Hund (und sich!!) zu arbeiten. Denn sie sagt ja, das ist so, weil der Hund schlechte Erfahrungen hat, das könne man nicht ändern. Ein Einzug bei Dir wird ihre Meinung nicht einfach so ändern! Denn: "der Hund ist halt so!"......
    Also: VORHER klären, ob sie 100% dazu steht, dem Hund endlich Grenzen zu setzen und bereit ist, an der Erziehung zu arbeiten. Wenn nicht: nicht zusammenziehen.
    LG,
    BieBoss

  • Voraussetzung fürs Zusammenziehen ist ganz klar, daß mit dem Hund was passieren muß. Ich denke das weiß sie auch, ich werde das aber nochmal deutlich machen, denn so wird das nie klappen, da bin ich mir auch sicher.

    Zitat

    Du schriebst der Hund ist ein Labrador-Windhund-Mischling, das bedeutet da sind 2 Jagdhundrassen vereinigt. Beide werden zwar für unterschiedliche Aufgaben gezüchtet, aber ich vermute der Hund hat einen enormen Jagdtrieb. Jetzt wäre es interessant zu wissen in welche Richtung er tendiert. Eher Labrador mit Apportieren und mit der Nase suchen oder Windhund mit Laufen und Sichtjäger.

    Tja, da hat sie wohl die goldene Mitte getroffen. Sie jagt sofort hinter allem her, Kaninchen, Hühner, Fahrradfahrer... dann ist sie erstmal weg und man kann sehen, wie man sie wiederbekommt. Wenn sie dann allerdings merkt, daß Frauchen weg ist, dann kommt sie zurück.
    Andererseits steht sie auch total auf Stöckchen werfen, wühlen, buddeln, apportieren.

  • Ich finde nicht nur die Freundin muss 100% mitziehen, sondern, wie bereits geschrieben sollten beide Kompromisse eingehen. Ich kann gut verstehen, dass sie den Hund und sich nicht zu 100% umdrehen will... (auch wenn ich natürlich nicht alles unterschreibe, wie sie ihre Hündin führt)

    Natürlich ist es lästig, wenn Hund ständig an Deiner Freundin klebt. Aber ich sehe nach wie vor, dass die Hündin unterbeschäftigt ist und finde die geschriebenen Vorschläge toll, um den Hund wenigstens ein wenig zu beschäftigen daheim (gibt Euch auch etwas "Bewegungsfreiheit").

    Als ich schrieb, dass Ihr mit dem Hund zu dritt viel unternehmen solltet meinte ich eigentlich Unternehmungen in erster Linie mit und für den Hund. Ich meinte damit nicht, dass, sobald Du nach Hause kommst der Hund ständig um Dich rum ist....

    LG
    Sabine

  • Zitat

    Tja, da hat sie wohl die goldene Mitte getroffen. Sie jagt sofort hinter allem her, Kaninchen, Hühner, Fahrradfahrer... dann ist sie erstmal weg und man kann sehen, wie man sie wiederbekommt. Wenn sie dann allerdings merkt, daß Frauchen weg ist, dann kommt sie zurück.
    Andererseits steht sie auch total auf Stöckchen werfen, wühlen, buddeln, apportieren.

    Dann kann man nur hoffen, dass Ihr nie mit dem Hund in Gegenden GASSI-FAHRT :irre: , wo es schießwütige Jäger gibt. Denn dann - sorry für die Ironie - hat sich Euer Problem sowieso erledigt.

    schlaubi

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