Guckt jemand Kabel1 das Magazin

  • Also ich stehe der Sache mit dem Hundeführerschein etwas kritisch gegenüber. Ansich finde ich die Idee eigentlich gut und würde solche Schulungen auch befürworten. Allerdings was passiert wenn man den Führerschein hat?

    Man nehme sich doch mal den Autoführerschein als Beispiel. Jeder der ein Kraftfahrzeug fahren darf hat einen, und? Es gibt massig Idioten auf unseren Straßen, die nicht nur sich sondern auch ihre Mitmenschen gefährden.

    Ich wäre regelmäßigen Kontrollen eher zugeneigt als solch einem Führerschein. Allerdings stellen sich dann andere Fragen und Probleme. Wie setzt man solche Kontrollen überhaupt durch? Woher kommt das Geld für die Kontrollen? Bringen solche Kontrollen überhaupt was?
    Wieviele Hundehalter gibt es in Deutschland? Ich denke solche Kontrollen wären garnicht realisierbar bei der Masse an Hunden und Hundehaltern.

    Und selbst solche Kontrollen wären dann wieder so eine Sache. Während der Kontrolle verhält man sich dann so wie gewünscht und danach lässt man wieder die Sau raus?

  • JimJonson
    Zu deinen Bedenken kann ich sagen:
    in Frankfurt laufen die Ordnungsbeamten rum und lassen sich zeigen, ob die unzähligen Hundehalter eine Kackitüte einstecken haben... (ich sag da mal jetzt weiter nix zu :| )

    Aber die könnten doch, wenn sie da eh rumlaufen, die etwas auffälligen Leute rausgreifen und kleine "unangemeldete Hausaufgabenüberprüfungen" durchführen.
    So eine "regelmäßige" Nachprüfung muss ja nicht unbedingt auf einem Hundeplatz und für viele Kosten durchgeführt werden.
    Langt ja, wenn man die Leute prüft, die nicht den Eindruck machen, sich gesellschaftsverträglich zu verhalten.
    Das würde auch z. B. den Leuten helfen, die ständig jammern "mein Nachbar leint seinen Hund nicht an, wenn wir ihm begegnen, obwohl ich ihn drum bitte, soll ich ihn anzeigen?" Dazu gibts ja unzählige Threads.

    Da wird in Zukunft dann kurz ein Nachprüfer hingeschickt. Wär doch super (*träum*).

    Lg Christine

    P.S. Und zu der Führerschein-Theorie: stell dir mal einfach vor, was hier los wäre, wenn keiner einen Führerschein hätte und jeder fährt, wies im passt.... Für soviel Freiheit sind die Deutschen einfach nicht geeignet....

  • Hallo,

    ich selber bin PRO Hundeführerschein und ich habe ihn aus freien Stücken abgelegt.

    Okay, der HF kostet Geld - na und? Wenn ich sehe, wieviele HH ihren Hund einfach frei umherlaufen lassen, wissentlich, dass es ein "Rüpel" ist, da fang ich an innerlich zu kochen!

    Wir (wirklich bemühten HH) werden durch solche uneinsichtigen Personen zu dem abgestempelt was wir heute in vielen Augen bereits darstellen. Kommentare wie: "asozial" oder "degenerierte" fallen da immer wieder und ich kann da noch nicht mal wirklich böse sein.

    Ich bin einfach nur enttäuscht, dass es HH gibt, die meinen ihre Pflichten hören damit auf, wenn sie ihre Hunde gefüttert und Gassi geführt haben.

    Es mag unverträgliche Hunde geben, gar keine Frage. Meine Frage würde hier jedoch zunächst mal lauten: "WIESO ist der Hund unverträglich geworden und WELCHEN Anteil daran hat der HH selbst?" Solang der HH seinen Hund richtig einschätzt und entscheidet, dass er seinen Hund an der Leine hält, da es sonst zu Zwischenfällen kommen würde, ist doch wunderbar.

    Leider aber schätzen viele HH ihre Hunde falsch ein, glauben dass es das liebste Geschöpf auf diesem Planeten ist und wenn er dann loswetzt, um sich mit Waldi von nebenan zu beissen, wird dumm aus der Wäsche geguckt.

    Dieser HF ist in meinen Augen ein Anfang in einem Prozess, der sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird. Ich persönlich hätte überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn eine regelmässige Kontrolle eingeführt würde, die zeigt, ob ich und mein Hund ein funktionierendes Team sind oder nicht.

    Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob mein Hund absolut umgänglich ist oder nicht. Wichtig in meinen Augen ist, dass der jeweilige HH seinen Hund genauestens kennt und einen Zugang zu seinem Hund hat. Regelmässige Kontrollen würden zumindest die Möglichkeit eröffnen, Defizite aufzuzeigen und ggf. entsprechende Massnahmen (Bsp. Einzelstunden etc) zu ergreifen.

    Diese Argumente hier, wie: "dann auch jedes Jahr den Autoführerschein erneuern..." sind absurd, denn wenn man sich das Verhalten im heutigen Strassenverkehr mal genau anschaut: ES WÄRE DRINGEND AN DER ZEIT, SOLCHE NACHKONTROLLEN ZU VERLANGEN!!! Kaum jemand blinkt heutzutage noch, wer Geschwindigkeitsbegrenzungen einhält, wird wie Freiwild auf die Standspur gedrängelt.

    Und wer im TV Berichte verfolgt, wo Führerscheinbesitzer die theoretische Prüfung nach heutigem Stand wiederholen sollen und sang und klanglos durchrasseln - das wäre für mich Grund genug, eine regelmässige "Nachschulung" einzuführen - gesetzlich vorgeschrieben wenn nötig!

    Das ganze Thema steckt noch in den Kinderschuhen. Im Moment sind nur die HH in solchen "Programmen" zu finden, die sich auch über den Tellerrand hinaus bemühen und informieren. Wenn ich Argumente höre wie:"...dafür habe ich leider kein Geld...." dann sollte dieser HH sich ganz ehrlich fragen, ob er denn auch genug Geld hat, um sich einen Hund zu halten.

    Der HF hat mich alles in allem etwa 170 Euro gekostet. Geld das ich sicherlich auch gut anders hätte verwenden können. Aber ich habe mich für den HF entschieden, weil ich wissen wollte, in wiefern ich mit meinem Hund "funktioniere". Ich habe einige neue Dinge dabei gelernt und umgesetzt und kann heute sagen, dass sich die Ausgaben gelohnt haben, da ich mich jetzt noch besser mit meinem Hund verstehe.

    Schönes WE an alle
    Volker

  • Das hab ich grade entdeckt:

    Wer sich nach dem 1. September 2008 in der Schweiz einen Hund zulegt, muss mit einer Übergangsfrist bis 2010 zuvor einen Kurs besucht haben. Im ersten Jahr müssen Hund und Halter außerdem ein spezielles Training absolvieren. Alle Hundehalter, die Ihren Vierbeiner vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes erworben haben, sind von der Regelung ausgenommen.

    Prüfung für Hundehalter in CH

    Lg Christine

  • Zitat

    Das hab ich grade entdeckt:

    Wer sich nach dem 1. September 2008 in der Schweiz einen Hund zulegt, muss mit einer Übergangsfrist bis 2010 zuvor einen Kurs besucht haben. Im ersten Jahr müssen Hund und Halter außerdem ein spezielles Training absolvieren. Alle Hundehalter, die Ihren Vierbeiner vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes erworben haben, sind von der Regelung ausgenommen.

    Prüfung für Hundehalter in CH

    Lg Christine

    Ich find's positiv!!!

  • Zitat

    Ich find's positiv!!!

    Ich nicht, auf jeden Fall nicht, solange sich jeder Hundetrainer nennen darf.
    Was passiert wenn ich zur Hundeschule verdonnert werde und ich dem Trainer verbiete meinen Hund auf den Rücken zu werfen. Der befindet mich dann ungeeignet einen Hund zu halten, durchgefallen.

    Ich hab auch eine Angelprüfung und eine Sachkundeprüfung zum Erwerb von Waffen und wenn ich halbwegs überzeugt wäre, dass bei einem HF was sinnvolles und ausgegorenes herauskäme, dann wäre ich auch dafür. Aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass sowas die Halter, deren Hund niemanden gefährtet, einschränkt und die anderen interessiert es eh nicht.

    Ich kann mich auch über die ungezogenen Hunde anderer nicht aufregen, finde es eher amüsant. Bedroht fühle ich mich durch diese Hunde auf gar keinen Fall.

    Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Anzahl der Problemhunde in gleichem Maß ansteigt, wie die Hundeschulen aus dem Boden sprießen.

    Gruss Liane

  • Zitat

    JimJonson
    Zu deinen Bedenken kann ich sagen:
    in Frankfurt laufen die Ordnungsbeamten rum und lassen sich zeigen, ob die unzähligen Hundehalter eine Kackitüte einstecken haben... (ich sag da mal jetzt weiter nix zu :| )

    Aber die könnten doch, wenn sie da eh rumlaufen, die etwas auffälligen Leute rausgreifen und kleine "unangemeldete Hausaufgabenüberprüfungen" durchführen.
    So eine "regelmäßige" Nachprüfung muss ja nicht unbedingt auf einem Hundeplatz und für viele Kosten durchgeführt werden.
    Langt ja, wenn man die Leute prüft, die nicht den Eindruck machen, sich gesellschaftsverträglich zu verhalten.
    Das würde auch z. B. den Leuten helfen, die ständig jammern "mein Nachbar leint seinen Hund nicht an, wenn wir ihm begegnen, obwohl ich ihn drum bitte, soll ich ihn anzeigen?" Dazu gibts ja unzählige Threads.

    Da wird in Zukunft dann kurz ein Nachprüfer hingeschickt. Wär doch super (*träum*).

    Lg Christine

    P.S. Und zu der Führerschein-Theorie: stell dir mal einfach vor, was hier los wäre, wenn keiner einen Führerschein hätte und jeder fährt, wies im passt.... Für soviel Freiheit sind die Deutschen einfach nicht geeignet....

    Ja hast schon recht. Ich hab da auch eher aus meinen eigenen Erfahrungen mit dem OA geschrieben. Bei uns seh ich die zwei Mal im Jahr wenns hoch kommt. Das mit den Tüten find ich total ulkig...


    Zitat

    Ich nicht, auf jeden Fall nicht, solange sich jeder Hundetrainer nennen darf.
    Was passiert wenn ich zur Hundeschule verdonnert werde und ich dem Trainer verbiete meinen Hund auf den Rücken zu werfen. Der befindet mich dann ungeeignet einen Hund zu halten, durchgefallen.

    Ich hab auch eine Angelprüfung und eine Sachkundeprüfung zum Erwerb von Waffen und wenn ich halbwegs überzeugt wäre, dass bei einem HF was sinnvolles und ausgegorenes herauskäme, dann wäre ich auch dafür. Aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass sowas die Halter, deren Hund niemanden gefährtet, einschränkt und die anderen interessiert es eh nicht.

    Ich kann mich auch über die ungezogenen Hunde anderer nicht aufregen, finde es eher amüsant. Bedroht fühle ich mich durch diese Hunde auf gar keinen Fall.

    Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Anzahl der Problemhunde in gleichem Maß ansteigt, wie die Hundeschulen aus dem Boden sprießen.

    Gruss Liane

    Naja wenn die Hunde nur ungezogen sind ist das eine andere Sache. Aber was wenn aus dem ungezogen sein sich plötzlich eine Beisserei entwickelt? Ich fände das überhaupt nicht mehr amüsant und schon garnicht wenn mein Hund dadurch verletzt werden würde. Und sowas passiert nicht selten. Man siehe sich doch mal die ganzen Threads an, in denen genau solche Situationen geschildert werden. Hier gibt es unzählige denen sowas schonmal passiert ist.

    Aber ich denke kaum, dass "Hund-auf-den-Rücken-werfen" einer der Kriterien für den Führerschein sein werden. Natürlich versteh ich die Problematik und kann sie auch nachvollziehen aber ich bin der Meinung, dass es alle mal einen Versuch wert wäre. Man wird sehen wie sich das in der Schweiz entwickelt und vielleicht schauen wir Deutschen uns was davon ab.

  • Zitat

    Ich nicht, auf jeden Fall nicht, solange sich jeder Hundetrainer nennen darf.
    Was passiert wenn ich zur Hundeschule verdonnert werde und ich dem Trainer verbiete meinen Hund auf den Rücken zu werfen. Der befindet mich dann ungeeignet einen Hund zu halten, durchgefallen.

    In dem link stand ja nicht drin das einem ein bestimmter Hundetrainer vorgeschrieben wird....stand nur das es ein Trainer sein muss der vom Veterinaeramt zugelassen ist.......und ich kann mir nicht vorstellen das diese Trainerlizenzen wahllos verteilt werden.

    Auch wenn durch solche Massnahmen die eigene Freiheit etwas eingeschraenkt wird finde ich das es im Grossen und Ganzen ein sehr gutes Gesetz ist, eben weil sich viele HH's nicht im Klaren darueber sind wie man einen Hund richtig erzieht und welche Ansprueche ein Hund hat.

    Da beiss' ich doch lieber in den "sauren Apfel" wenn es fuer viele Hunde vom Vorteil ist....da sollte man schon an die Sache ansich denken und nicht lediglich an die eigenen Vorteile oder Nachteile.

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