• Huhu!

    Ich würde gerne eure Meinung zu Mollys Verhalten wissen:

    Molly ist eine Aussiehündin und grade 11 Wochen geworden.
    Ich hab sie seit 3 Wochen, in denen sie wirklich ein riesiger Engel war. Das heißt sie ist nie hochgesprungen, hat nie geknabbert und war super leicht zu händeln - komplett unkompliziert- bis auf die Tatsache, dass sie wenn sie auf dem Hof ist umit Vorliebe unsere Katzen jagt. :nosmile:

    Seit einigen Tagen dreht sie richtig auf und springt an uns hoch, beißt in die Kleidung und wenn ich ihr das Hörzeichen "Nein" gebe (was ich eigentlich dachte, dass dies schon ganz gut klappt) dann fängt sie an einen anzubellen und weiter an der Hose rumzuzerren. Ich ignoriere sie dann zwar vollständig, aber sie reißt solange, dass die Sachen richtig kaputt gehen.

    - Ich hab überlegt ob es daran liegt, dass man ihr zuviel verbietet - zum Beispiel wird mit ihr immer geschimpft wenn sie auf die Katzen zustürmen will oder die Blumentöpfe umgräbt und in der Wohnung schicke ich sie immer wieder auf ihre Decke, damit sie das lernt dort zu bleiben (sie akzeptiert sie aber nicht) Dass sie also Frust schiebt wegen der vielen Verbote und Regeln?

    - Oder ist sie überfordert? weil ich dieses Verhalten auch schon beobachtet hab nach dem Spaziergang, bei dem sie sich zu sehr ausgepowert hat - dann dreht sie erst richtig auf.
    Ist sie auf dem Hof zu sehr reizüberflutet, dass sie dort nicht zur Ruhe kommt?

    - Kann es auch sein dass dieses teilweise schon leicht aggressive Verhalten ein Test ist wie weit sie gehen kann?

    Was meint ihr und wie würdet ihr euch dann verhalten?
    Liebe Grüße
    Gina

  • Hallo Gina,

    hast Du ne Transportbox oder so was? Also wenn sie total austickt würde ich ihr da ne Auszeit drin verschaffen damit sie wieder runterfährt. Wenn sie sich beruhigt hat kannst Du sie ja dann wieder rauslassen u. natürlich loben nicht vergessen(zur Not wenn keine Box vorhanden in ein anderes Zimmer bringen). Natürlich fängt sie irgendwann an wie weit sie bei Euch gehen kann :roll: Das an den Sachen reißen würde ich vielleicht versuchen umzulenken auf ein altes Kleiderstück was ihr nicht mehr braucht was sie dann zerfetzen darf bei uns sind Socken der Renner(egal ob getragen oder nicht :D ). Ich denke nicht das sie überfordert ist sie muss schon wissen wo die Grenzen sind u. die müsst ihr setzen.
    LG Tanja mit Luna

  • Zitat


    Seit einigen Tagen dreht sie richtig auf und springt an uns hoch, beißt in die Kleidung und wenn ich ihr das Hörzeichen "Nein" gebe (was ich eigentlich dachte, dass dies schon ganz gut klappt) dann fängt sie an einen anzubellen und weiter an der Hose rumzuzerren. Ich ignoriere sie dann zwar vollständig, aber sie reißt solange, dass die Sachen richtig kaputt gehen.

    Die KLeene hat sich nun eingelebt und zeigt ihr wahres Welpengesicht :D
    Das Kommando NEIN mag sie ja kennen, aber nicht Können bzw. hat den Sinn darin noch nicht verstanden. Alles, was bisher so super geklappt hat, kann tatsächlich auf reinem Zufall beruhen - nein, will dir nicht den Spaß verderben.
    Versuche das verhalten zu ignorierenm, sobald sie damit anfängt geh weg.
    In einen anderen Raum. Gib ihr die Möglichkeit sich zu beruhigen.
    je mehr du auf ihr Aktionen reagierst, dest mehr wird sie aufdrehen. Das ist ganz unabhängig von der Rasse. Bisher gaaaanz normales Welpenverhalten.
    Betätige mal die Suchfunktion - über dieses Thema gibts 100 Threads..

    Zitat


    - Ich hab überlegt ob es daran liegt, dass man ihr zuviel verbietet - zum Beispiel wird mit ihr immer geschimpft wenn sie auf die Katzen zustürmen will oder die Blumentöpfe umgräbt und in der Wohnung schicke ich sie immer wieder auf ihre Decke, damit sie das lernt dort zu bleiben (sie akzeptiert sie aber nicht) Dass sie also Frust schiebt wegen der vielen Verbote und Regeln?

    ich pesrönlich handhabe es immer so, dass soviele NEIN -Situationen wie möglich vermieden und auf ein Minimum reduziert werden. Blumentöpfe z.B. mit Alufolie abdecken.
    Denn zuviel Nein bedeutet zuviel Negative erfahrung in dem jungen Alter

    Zitat


    - Oder ist sie überfordert? weil ich dieses Verhalten auch schon beobachtet hab nach dem Spaziergang, bei dem sie sich zu sehr ausgepowert hat - dann dreht sie erst richtig auf.
    Ist sie auf dem Hof zu sehr reizüberflutet, dass sie dort nicht zur Ruhe kommt?


    Reizüberflutung, Übersprunghandlung. Achte darauf, dass der HUnd erst gar nicht so weit hochfahren kann. Beobachte ihn genau. Nach kurzer Zeit kannst du erste Anzeichen dafür sofort erkennen.
    Wieviel Ruhe bekommt Hundi? Sorgt ihr dafür, dass er ungestört das Erlebte verarbeiten kann?

    Zitat


    - Kann es auch sein dass dieses teilweise schon leicht aggressive Verhalten ein Test ist wie weit sie gehen kann?

    NEIN

    Ist es dein erster Hund?

  • Vielen Dank für eure Tipps!
    Molly ist der erste Hund, den ich selbst erziehen möchte, ja. An das Welpenalter meines letzten Hundes kann ich mich gar nicht mehr gut erinnern, da war ich erst 10 :D

    Ich hab es jetzt auch schon versucht, sie dann aus der Situation rauszunehmen und sie in ihre Schlafecke in die Waschküche gebracht wo sie am tag so gerne ruht. Komischerweise scheint sie fast dankbar - denn sie pennt dann sofort weg.
    Ich war nur so besorgt wegen ihres Verhalten, weil es besonders bei meinem Bruder und meinem Vater schlechte Stimmung verbreitet. Denn es waren die beiden, die nicht so sehr pro-Hund waren und denen ich versichert habe, dass ich das mit der Erziehung perfekt machen werde....ja ja
    Molly war auch so die Liebste aus dem Wurf, während die anderen bereits schon bei meinen Besuchen ihre Zähne in meiner Hose verkeilt hatten und immer wieder hochsprangen, zeigte Molly ein mustergültiges Verhalten - na ja vielleicht hat sie ja einiges Nachzuholen...

    Irgendwie bin ich dann aber auch so traurig wenn sie mich anbellt- weil ich alles mit ihr mache - wir schlafen zusammen, gehen spazieren, spielen, üben Gehorsam und unternehmen Ausflüge- bin also ihre Bezugsperson und hab sie so lieb...

  • Immer cool bleiben. :joint:
    Ein Team entsteht nicht über Nacht - es wächst an seinen Aufgaben.

    Leider hast du dir als Ersthund nicht gerade die ganz einfach Sorte ausgesucht.
    Aber, wie bereits erwähnt, ist das von dir Beschriebene eine ganz normale "Welpenerscheinungen"

    Geduld.
    Und das gilt für alle Familienmitglieder.

  • Zitat

    Irgendwie bin ich dann aber auch so traurig wenn sie mich anbellt- weil ich alles mit ihr mache - wir schlafen zusammen, gehen spazieren, spielen, üben Gehorsam und unternehmen Ausflüge- bin also ihre Bezugsperson und hab sie so lieb...


    Du darfst das Anbellen nicht als etwas negatives sehen.....Bellen ist eine Kommunikationsform.....und was Du beschreibst hoert sich lediglich nach einer Spielaufforderung von Seiten des Hundes an.

    Wau-wau-wau-wau-woof = hop-hop-hop-komm' spiel mit. :D

    Un-sinniges Verhalten und Rumalbern ist ein Privileg von Welpen....Erziehung und Training und Konsequenz ist zwar wichtig, aber genau so wichtig ist auch das sie eben auch mal nur Welpe sein darf.

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