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    Kevin war damals sehr agressiv, auch uns gegenüber.

    Wie haben die chemische Kastra ausprobiert ob die richtige Kastra was bringen würde.

    Ich kann Dir leider nicht mehr sagen wann die chemische gewirkt hat und wie lange da es schon einige jahre her ist. Ich konnte eine deutliche Besserung unseres Problemes sehen und wir haben uns dann für die richtige Kastra entschieden und es nicht bereut.

    Probieren würde ich es auf jeden Fall an Deiner Stelle.

    Bei uns war es exakt genauso. Die chem. Kastra hat nach etwa 2 Tagen angefangen zu wirken und hielt 3 Wochen an. Silky bekam noch eine 2. Spritze und danach entschlossen wir uns zur operativen Kastra. Wir haben es nicht bereut (außer daß sich halt, cockertypisch, das Fell verändert hat, aber was ist ein bißchen Optik gegen ein entspanntes Leben)

    Chem. Kastra ist keinesfalls eine Dauerlösung, aber sicher ein Weg, vor dem OP-Eingriff zu testen, ob sich überhaut eine Wirkung zeigt.

  • Zitat

    Wie hat sich denn die Agressivität Eurer Hunde geäussert?

    Es fing bei Kevin mit etwa 2 Jahren an.
    Er war am Anfang nur brummelig uns gegenüber ...dann durfte ich ihm kein Geschirr mehr anziehen, ihn bürsten, Pfoten abputzen ....später sogar nicht mehr an seinem Schlafplatz vorbeigehen ....er knurrte, keifte und sprang uns an und klammerte sich am Oberschenkel fest.
    Gebissen hat er GsD nie, gezwickt ganz selten. Aber die Zähne waren immer gut zu spüren.

    Wir haben es mit verschiedenen Erziehungsmethoden versucht, aber alles ist leider fehlgeschlagen.

    Der TA hat uns zum ausprobieren die chem. Kastra empfohlen, und wir merkten bald, das er etwas ausgeglichener wurde.

    Nach der OP dauerte es ich glaube :???: etwa 3 Monate bis der Hormonhaushalt bissi runtergefahren war ....dann ging es zusehends schneller.
    Nach einem Jahr war er wie ausgewechselt ....hatte zwar noch seine brummigen Momente, aber damit konnten wir beide, Kevin und ich sehr gut umgehen und er ließ sich trotzdem gut lenken.

    Im laufe der Jahre hat er sich zu einem Traumhund entwickelt ....nun wird er am 7. Sept. 10 Jahre. :herzen1:

    Mit dem Wissen über Hundeerziehung welches ich jetzt habe, hätte ich vielleicht dem ganzen ein bissi entgegenwirken können.
    Aber er war so aggressiv, das wir alle nie wirklich entpannt gewesen wären ....eine bessere Entscheidung hätten wir nicht treffen können.

  • Silky ist aus dem TH und hatte eine ziemlich unglückliche Kindheit und Jugend. Er ist ein supersensibles Gemüt und fing, auch mit etwa 2 Jahren an, verstärkt am Rad zu drehen. Aggression gegenüber uns, die teilweise auch mit Löchern in den Händen endeten, verstärkte Aggression gegen über Rüden, bis dahin, das er sofort durch drehte, wenn ein Rüde in seine Nähe kam. Nach einem Test stellte sich heraus, daß er einen erhöhten Testosteronspiegel hatte und somit eigentlich permanent unter Streß stand. Für einen Hund, der mit Streß nicht gut umgehen kann, eine unhaltbare Situation.

    Durch die chem. Kastra war fast sofort eine Veränderung festzustellen. Er wurde entspannter und war längst nicht mehr so aufbrausend. Wohlgemerkt entspannter, nicht aber ruhiger, sein überschäumendes Temperament hat er behalten, aber ist dabei fröhlich und freut sich des Lebens.
    Heute knapp ein Jahr nach der operativen Kastra ist er sehr umgänglich. Er geht anderen Hunden aus dem Weg, er ist eh nicht der gesellige Typ, und sucht keinen Streit mehr, auch nicht an der Leine. Einzige Ausnahme, seine 2 Erzfeinde von vor der Kastrazeit hier aus der Nachbarschaft. Fremden Menschen gegenüber ist er nach wie vor mißtrauisch, was aber auch in seiner Jugend begründet liegt, seine Familie liebt er heiß und innig. Brummige Phasen hat er, ähnlich wie der Kevin von Cockerangie, ab und an auch mal, aber damit kann man Leben.

    Alles in Allem kan ich Cockerangie nur zustimmen, die Veränderungen waren absolut positiv und wir sind auf einem guten Weg. Einzig das Thema Futterneid ist nach wie vor heftig, da kennt er kein erbarmen, aber was soll man von einem Hund erwarten, der seit frühster Kindheit gelernt hat, daß Menschen in diesem Punkt unberechenbar sind und ihm mutwillig das Futter weg nehmen und wie gesagt, fremde Menschen sind noch immer ein Alptraum für ihn. Die sollten tunlichst die Finger weg lassen, denn das könnte sonst Löcher geben.

    Ob das jetzt Cockerbedingt ist, weil es sich hier in beiden Fällen um Cocker handelt, weiß ich nicht, aber wir haben die Kastra bis heute keine Sekunde bereut.

  • Habe vom TA Ypozane Tabletten für meinen Gismo bekommen er hat Altersbedingt vergrößerte Prostata. Das Medikament ist 5 Monate wirksam,es wird über 7 Tage verabreicht. Trotz seines alters 15 Jahre flippt der Kreis immer noch aus wenn er ein Weibsbild richt :irre: , mit den Tabletten ist das dann auch immer erledigt. :D

  • Zitat

    Lustig, genau das Gleiche hab ich mich auch gerade gefragt :???:

    Hmmm, Kevins Vater hatte die selben "Eigenheiten", das erfuhren wir aber erst später. Er wurde dann von der Züchterin auf einen Einzelplatz gegeben und da sollte alles Ok gewesen sein.
    Kevins Bruder hat nix abbekommen davon.
    Macho hatte ich schon, als es bei Kevin "losging".

    Aber das kann natürlich auch Zufall sein :???:

    Übrigens ist auch Kevin immer noch sehr lebhaft und überhaupt nicht dick.
    Er ist auch nur "nicht mehr so angriffslustig" geworden ....an Lebhaftigkeit hat er nix eingebüßt :^^:

  • So, nun hab ich mir mitlerweile einiges angelesen, nur hab ich noch nicht rausgefunden ob es möglich ist einen Hormontest durchzuführen. Anscheinend ist es nämlich wohl so, dass wenn bei Hunden/Rüden das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Testosteron aus den Fugen geraten ist der Rüde zur Agression neigen kann.
    Schonmal irgendwo von einem Test gehört?
    Danke
    Finnrotti

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