Angst und noch mehr Angst

  • Hallo nochmals

    Hab noch einen kleinen Nachtrag zu meinem Eintrag. Du hast geschrieben, dass Du sie mit zur Arbeit nimmst (hab ich übrigens auch gemacht). Für Champ war es unglaublich wichtig, dass er in der Zeit am Arbeitsplatz völlig ungestört sein konnte, dass ihn keiner in seiner "sicheren" Zone "belästigen" kann oder dass er Angst kriegt. Ich hab ihm dann unter meinem Büropult eine kleine Höhle gebastelt :roll: - Mit Papkarton runrum, damit er abgeschirmt vom ganzen "Jubeltrubel" sein kann. Alternativ dafür wäre sonst auch eine Box. - Auch dazu möcht ich noch eine kleine Anmerkung machen. Ich habe Champ relativ schnell an eine Box gewöhnt und heute ist dies sein "sicherer" Ort. Egal wo die steht fühlt er sich wohl und weiss genau, dass ihm hier niemand etwas tun kann. Natürlich ist es wichtig, dass er die Box wirklich nur mit Positivem vergindet und wirklich niemand an die Box geht.

    Gruss
    Sabine

  • Hallo zusammen,

    Vielen dank für eure Antworten...Ihr seit mir echt eine Hilfe...ich glaub es wir auch besser...geht sie bei Fuss können wir schon an Menschen vorbei gehen. Einzelne Autos sind auch ok....Nun hab ich aber noch viele andere Fragen....

    Zum Beispiel: Im Büro hat sie ein kissen. Auf dem ist sie auch ganz entspannt...sie knurrt nun aber die leute die ins Büro kommen an...ich hab es schon mit einem bösen aus versucht...das funktioniert aber nicht. Wie kann ich das einstellen?

    Nächste Frage: Das kommen...Ich leine sie ab sie rennt vorne weg schaut mich an...ich bin sicher wenn ich sie rufe das sie auch kommt...der Abstand ist ja nich so gross....aber nein. Sie schaut mich an. Ich sag komm und nichts passiert...sie dreht sich rum und geht weiter ihrer Beschäfigung nach. Spielzeug...nö....lieblingsleckerli...ne ne...Ich ruf noch mal...nichts. Dann dreh ich mich rum und gehe...es dauert nicht lang und sie stürzt freudestrahlend an mir vorbei...bleibt vier meter vor mir stehen...selbes Spiel...selbe Reaktion...was mach ich jetzt?

    Dann kommen uns Leute entgegen...sie ist zehn Meter von mir weg ich rufe sie...nichts. Tja die Leute gehen an mir vorbei....jetzt sind sie zwischen uns und sie rennt weg...sie traut sich nicht an den Leuten vorbei...egal wie ich sie rufe oder mit was ich sie locke...wie kann ich das hinbekommen? Läuft sie bei fuss ist es kein Problem. Aber dadurch das ich sie nicht abrufen kann...wird es schwer...soll ich sie jetzt nicht mehr von der Leine lassen? Wenn sie ja nicht mal kommt wenn niemand da ist?

    Noch ne Frage...sie spielt gern ziehspiele...ist das ok oder sollte man das eher lassen wegen der rudelführung?...Ich lass sie auch mal gewinnen...wir raufen auch richtig miteinander ich mach mich klein und wir kugeln über den boden...dann zwickt sie mich auch mal kann auch auf meinen kopf und zwickt mich da auch mal...das ist Spiel und tut auch nicht weh...ist das ok oder soll ich aufhören so zu spielen?

    Woran merk ich eigentlich, das sie mich als Führer anerkennt und nicht doch denkt das sie die dominantere ist und die Führung hat? Also ich geh zuerst durch die Tür, sie isst nach uns und ich hab auch eine Essgebärde...ich tu so als ess ich aus ihrem Napf, das essen kann ich ihr auch wegnehmen. Bin ich dann Rudelführer? Wenn sie nicht an der Leine ist rennt sie immer vorne weg und schaut ob ich komme...denkt sie dann sie muss mich führen? Wenn ja wie krieg ich das weg? Darf sie dann nicht mehr vorne laufen?

    Ohhh man ich hab so viele Fragen...lese bücher und trotzdem hab ich das Gefühl unglaublich viel falsch zu machen...

    Was mach ich denn wenn sie bellt und ich das nich will? Sie hört dann nich auf mich...sie hört eigentlich nur wenn sie will...ich versuch jetzt schon nur ein mal zu rufen...aber wenn sie dann nicht kommt? gehe ich zu ihr rennt sie weg... was soll ich nur machen...

    Danke für eure Hilfe...die Fragen wurden sicher schon gestellt aber ich habe sie nicht gefunden und dachte, wenn ich es euch genau beschreibe könnt ihr vielleicht besser helfen :ops:

  • Hallo lylliana,

    Du hast jetzt mehrere Fragen gestellt, kann leider aus meiner Erfahrung nicht auf alle antworten :???: :???:

    Zum Kommen auf Zuruf: EIne sehr gute Hilfe war mir da die Kosmos Hundeschule von Führmann/Hoefs nebst toller DVD (Vielleicht ja bei Euch in einer Bibliothek erhältlich?)
    - zunächst würde ich konsequent mit SChleppleine arbeiten; der Hund lernt, dass Du quasi am längeren Hebel sitzt, da Du das Kommen auch durchsetzen kannst
    - Kommen soll anfangs immer belohnt werden und etwas Positives darstellen, d. H. Du rufst sie nicht, wenn sie dafür auch noch an fremden Leuten vorbei muss (das kann man später angehen)
    - wenn Du rufst, lauf ihr nie hinterher, sondern bewege Dich eher noch von Deinem Hund weg; der Anreiz zu komen ist dann höher
    - motivieren sie freudigst, wenn sie unterwegs zu Dir ist (Ja super! Tolle Maus! Klasse!!!, ......)
    - das LEckerchen aber erst geben, wenn sie nah an Dir dran ist, denn "hier" oder "Komm" heißt eben "hier" bzw. "komm" und nichts anderes
    - zur Körpersprache: beug Dich nicht nach vorne, wenn Du sie rufst bzw. sie auf Dich zukommt, lieber seitlich stellen; alles Vornüberbeugen könnte ein ängstlicher Hund als Bedrohung empfinden; der Hund wird nicht kommen, wenn Deine Körperhaltung sagt "Bleib blos weg!"
    - nie umsonst rufen; wenn Du das Kommen nicht durchsetzen kannst, dann ruf auch nicht (anfangs jedenfalls), denn dann lernt der Hund womöglich: Frauchen ruft - ich komme nicht - es passiert nichts - also ist "Komm!" Blablabla

    Zu den Zerrspielen: denke das ist ok, und man soll den Hund auch ruhig hin und wieder gewinnen lassen, aber Du beginnst das Spiel und Du beendest es auch (ich halte Sallys Spielzeug unter Verschluss, es steht nicht zur freien Verfügung)

    Mit der Tür ... ja das nehme ich nicht so genau ... Wie schonmal gesagt 1000 Einzelheiten machen nicht automatisch ein gutes Leittier -der Gesamteindruck zählt. Was ich versuche, ist, dass ich zu bestimmten Zeiten beim rausgehen vorausgehe (falls Leute im Flur sind) und damit für Sicherheit sorge (da geht es also weniger um das Privileg, vorzugehen, sondern um Fürsorge); wenn Sally quengelt und sich vorquetschen will, lass ich das allerdings generell nicht durchgehen; Beim Reingehen (in die eigene Wohnung) halte ich es genau andersherum: Sally darf als "Schützling" zuerst in die sichere "Höhle", ich gehe nach; also: in die vermeintliche Gefahr gehe ich vorneweg, in die Sicherheit geht Sally vor.

    Soweit erstmal dazu. Ich weiß, es sind nicht alle Fragen beantwortet, aber immerhin. Zum Schleppleinentraining: da ist es sicher sinnvoll, eine gute Hundeschule aufzusuchen, was ich geschrieben habe ist sehr rudimentär! - Sollte auch nur ein Impuls sein.

    Dann liebe Grüße und Gute Nacht,
    Kerstin (und Sally)

  • Hallo Lylliana,

    Mensch, deinen Hund hab ich doch sofort erkannt. Mit deiner Maus habe ich auch schon geliebäugelt (vorm pc).

    Wir wollen uns als Zweithund auch einen Hund aus dem Tierschutz holen. Da dies noch ein Weilchen warten muss ... naja, da guck ich wenigstens schon mal ... Kann``s doch nicht so gut abwarten... Und das "wenigstens mal schauen" ... hilft irgentwie.

    Schön, dass die kleine Maus ein schönes zu Hause bei euch gefunden hat.

    Hab jetzt nichts Hilfreiches beigetragen ... Wünsch euch aber viel Erfolg ...
    Und viiiel Freude mit der kleinen, süßen Maus.

    Ganz liebe Grüße von mir und unserem Mops Elvis. :winken:

  • Hallo Janat,

    Ja sie ist eine ganz süsse Maus und ich hatte mich auch auf den ersten Blick verliebt...und dann musste ich noch schwitzen, weil sie eigentlich schon jemand anderes haben wollte und das hat dann gott sei dank nicht geklappt...

    Ich glaub auch bei Ihr war es liebe auf den ersten Blick...sie ist sofort zu mir gekommen und hat geschmusst und mich abgeleckt...seither hat sie das nie wieder bei irgendjemandem gemacht. Ausser von mir und meinem Mann lässt sie sich von niemandem anfassen, bis heute hat es keiner geschafft sie zu streicheln und ich hab sie jetzt seit acht Wochen...das ist doch echt irre und macht unser erstes zusammentreffen echt zu was besonderem. Auch die Pflegemamma war damals ganz erstaunt gewesen, das sie zu uns gekommen ist.... Sie ist ein echter Schatz und hat schon unglaubliche Vortschritte gemacht.

    Wir laufen jetzt seit zwei Wochen nur noch an der Schlepp...das geht prima und funktionier sehr gut. An belebten Orten trage ich sie in der Tasche...da zittert sie immer noch sehr. Lass ich sie an solchen Orten an der Leine laufen dreht sie total durch und hängt sich in die Leine. Ansonsten wird sie langsam Mutig. An der Schlepp gibt es kein Problem mit Joggern oder Menschen sie weicht ein wenig aus geht aber vorbei und rennt ihnen sogar mitunter nach. Ich habe viel Komandos geübt und geb bei jedem Komando leckerchen (Leberwurst, da steht sie drauf) seither klappt das kommen viel besser und wenn sie Angst hat hab ich von der HuSchu auch ein neues Komando bekommen, da versuche ich sie so abzulenken das sie meine Nase angukt und dafür wird sie dann belohnt. Auch das klappt schon super toll. So arbeiten wir jeden Tag ein wenig an der Angst und sie ist schon viel enspannter. Ich gehe immer ruhige Strassen und vermeide Menschen, soweit es geht...denn wenn viel los ist ist sie immer sehr ängstlich...aber wie gesagt wir haben viel geschafft. Ich hock mich jetzt immer hin und hab mir angewöhnt klarere befehle zu geben. Ich sag komm wenn sie mir folgen soll und hier wenn sie zu mir kommen soll und mit viel leberwurst klappt das supper...denn sie kommt im Moment zu 90% wenn ich sie rufe. Auch für das rein gehen hab ich eine neue strategie...ich ruf sie nicht mehr sondern spiel mit ihr, da kann ich sie anfassen und wenn ich dann hoch will streichle ich sie bis sie ein wenig runter kommt und nich mehr so wild ist und nehm sie dann auf den arm...das klappt ebenfalls sehr supper. Im Moment haben wir nur das Bellproblem noch nich in den Griff bekommen.

    Sie bellt abends jetzt immer Ihren Schatten an und ich weiss einfach nich was machen, sie lässt sich nich beruigen...ein strenges nein uder ruhe nutzt nichts...sie ist dann wie aufgezogen und rennt wild rum und springt und bellt immer wieder ich spiel dann ganz kurtz unser fang spiel und wenn sie bei mir ist schnapp ich sie und geh mit ihr nach oben...

    Vor zwei Tagen war ein Igel im Garten...der Feind...sie wollte sich nicht einkriegen...sie ist bis auf zwei Meter ran gebellt und schnell wieder weg...so ging das immer wieder und der Abstand wurde immer kleiner. Ich wollt dann zeigen das es nichts schlimmes ist und bin ganz dicht ran und hab ruhig versucht auf sie einzureden aber alles ohne erfolg. sie ist zwar näher ran gegangen und hat ihn auch beschnuppert auber wollte einfach nich mit bellen aufhören...habt ihr da einen Tipp wie man das hinbekommt? Ich denke sie hat in den Situationen angst und weiss sich nich zu helfen...

  • ich würde dem gegenstand/person vor dem sie angst hat nicht so viel beachtung schenken. und vorallem würde ich in diesen situationen nicht auf sie einreden. sie versteht deine worte ja nicht, eher kommt das so bei ihr an:"jaaaa das ist wirklich was ganz schlimmes, schau merk es dir und hab angst davor." ignorieren und daran vorbei gehen, fertig. loben wenn sie ruhig ist!
    ich würde auf dauer auch nicht alle situationen meiden die ihr angst machen. vorallem für einen kleinen hund ist es wichtig zu lernen dass auch mal viele, grosse menschen um ihn herumstehen können.

  • Das ist relativ schiewirig...ich meide die Situationen sicher nicht auf dauer. Im Moment ist es jedoch so, dass sie regelrecht in Panik gerät. Sie versucht zu flüchten zieht und springt in die Leine. Ich ignorier in der Regel Situationen welche sie ängstigen und ich rede auch nicht auf sie ein. Bei dem Igel hab ich nur Komandos gegeben und bin mit meiner Hand an den Igel gegangen...
    Ich bin ja schon froh, dass sie an Menschen vorbei geht...das ging vor einigen Wochen auch noch nicht, da hat sie bei jedem Menschen versucht gnadenlos zu flüchten, daher denk ich ist es schon sehr viel besser geworden. Sie ist in allen Situationen dabei und dadurch arbeiten wir auch viel an ihr. Alle Menschen, sei es auf Arbeit oder im Privaten haben inzwischen strikte Anweisungen sie zu ignorieren, seither wird die Angst vor Menschen viel besser. Ich hab sie ja praktisch 24h am Tag bei mir. Bin ich mit ihr in der City unterwegs ist sie in Ihrer Tasche, ich denk das ist schon echt hart für sie, da sie da schon echt fertig mit den Nerven ist...würde ich sie laufen lassen...währe es die absolute Panik und damit mache ich es nicht besser sondern schlimmer...daher gewöhn ich sie langsam an die Dinge die ihr Angst machen. Angst vor Hunden zum Beispiel haben wir durch die Welpengruppe und HuSchu prima in den Griff bekommen. Farräder gehen inzwischen auch schon besser und die Autos auch...aber weil sie vor so vielem Angst hat such ich mir lieber ruhigere Gefilde...sozusasgen Angst in weniger grossen Mengen, damit fahr ich bisher auch ganz gut.

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