Pro und contra Welpenstunden...
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Fräuleinwolle -
25. August 2008 um 15:53
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Hallo Ihr Lieben.
Ich weiß ja, daß die meisten von Euch hier größte Verfechter von Welpenstunden seid. Allerdings habe ich jetzt wirklich langjährige Erfahrungen vor Ort damit sammeln dürfen und inzwischen bin ich kein Freund mehr von diesen Angeboten.Aber erst will ich positiv anfangen:
Pro:
- unerfahrene Hundebesitzer finden Ansprechpartner für alle möglichen Probleme und können sich mit Gleichgesinnten austauschen.
- der Welpe hat die Möglichkeit sein Sozialverhalten zu üben
- der unerfahrene Hundebesitzer wird angeleitet, wie er seinem Hund die verschiedenen Dinge beibringen kann, im Idealfall gewaltfrei und durch positive Motivation
- der Hundebesitzer erhält die Möglichkeit auch andere Hunde beobachten zu können und das Verhalten der Hunde untereinander studieren zu können, um so Körpersprache und Mimik besser lesen zu können.
- der Hundehalter (HH) erhält die Möglichkeit unter Ablenkung mit dem Hund zu üben.
- der HH hat die Möglichkeit sich über die verschiedenen Hundesportarten zu informieren und so seinen Hund artgerecht auszulasten und zu beschäftigen.Contra:
- gerät der HH an eine inkompetente Welpenschule lernt er oft überholte Dinge und der Welpe leidet unnötig unter den diversen sog. Erziehungsmethoden.
- oft erhält der HH von anderen HH Tips, die er unwissend umsetzt, ohne zu hinterfragen
- viele Welpengruppen haben zu viele Welpen, so daß das Spiel ausufert, immer wieder Mobber und ebenso Mobbingopfer entstehen.
- die HH stehen oft rum und unterhalten sich und schauen gar nicht oder nur wenig nach den Hunden, lernen auch so nichts über deren Körpersprache
- viele Welpen sind in den großen Gruppen überfordert.
- je nach Rasse und Temperament lernen die Welpen so ihre Kräfte auszuspielen und auch wie und daß es wichtig ist, ihre Kräfte zu messen.
- Spiele unter Welpen können schnell kippen und dann muß der Trainer eingreifen, was leider zu selten geschieht und wenn, dann oft unverhältnismäßig
- die Hunde lernen, daß Argenossen suuuuper wichtig sind...
- der eigene HH tritt in den Hintergrund und viele HH haben große Probleme ihre Hunde von den anderen weg zu bekommen, da diese regelrecht aufeinander fixiert sind.
- die Wichtigkeit vom Grundgehorsam wird oft nicht genug in den Vordergrund gerückt, es geht meist nur um Spielen der Hunde untereinander, der Bezug zum HH wird unwichtiger...
- Es wird regelrecht vermittelt, daß Sozialisation der Welpen alles sei, was wichtig ist, es wird Bindung zum HH, Gehorsam usw. total vernachlässigt.
- Probleme zu Hause kommen viel zu kurz
- wenige Welpenschulen-Trainer haben wirklich Ahnung von richtiger Hundeernährung.
- die meisten Trainer bilden sich zu wenig weiter, haben überholte Trainingsmethoden..
- wie wichtig ist es wirklich, daß Welpen mit anderen Welpen spielen.????Diese meine eigenen ganz persönlichen Überlegungen und Erfahrungen kommen daher, daß ich selbst seit einigen Jahren Welpenstunden leite und schon bei vielen fremden teilgenommen habe... Auch bekomme ich viel Input von HH, die von anderen Hundeschulen in unseren Verein wechseln...
Ich konnte nun leider beobachten, daß die "Arbeit" des HH mit seinem eigenen Hund in den Welpengruppen viiieeel zu kurz kommt, dabei liegt doch hier der Schlüssel zum Erfolg und Glück der Beziehung zum Hund. Gibt es hier schon Probleme, bleibt der ganze Grundgehorsam auf der Strecke und die Beziehung wird auf Dauer leiden. Den HH fehlt meist schon jegliches Grundwissen. Sie können sich nicht interessant machen, ihnen fehlt das Handwerkszeug für den täglichen Umgang. Sobald solche Welpengruppen-geprägten Welpen einen anderen Hund sehen, denken sie nur noch ans Kräftemessen und balgen, was je nach Temperament und Rasse spätestens in der Pubertät fatale Folgen haben kann. Wie oft sehe ich solche Hunde: Der will nur spielen... Kommen 40 kg angerast, total unhöflich, hat nie von nem anderen erwachsenen Hund seine Grenzen gezeigt bekommen, unter gleichaltrigen ist so ein Verhalten ja noch ok... mit 8-9 Monaten hat dann der Briard-Rüde Gefallen dran gefunden, andere Hunde über den Haufen zu rennen, langsam wird ein testen und raufen draus. Selbst das merkt der unbedarfte HH noch nicht, weil sein "Kleiner" ist ja ach so super sozialisiert, war ja schließlich in der Welpenschule... ist nur ein kleines Beispiel, ich könnte Dutzende ähnliche nennen... Wird solch ein unhöflicher Junghund dann draußen im freien Feld dann mal von einem erwachsenen Hund zurecht gewiesen für sein freches Anpreschen, wird man noch angekeift, ob der eigene Hund etwa nicht ordentlich sozialisiert sei, man wäre doch besser in ne Welpenschule gegangen...
In der Erwachsenen-Gruppe stehen dann diese Leute, ihr Hund baggert alle anderen an, kann sich nicht auf die Übungen konzentrieren, geht im Wald inzwischen jagen, weil HH nie gelernt, wie er sich wichtig für den Hund macht, weil Hauptsache er konnte als Welpe viel mit anderen spielen...So habe ich es jetzt erfolgreich mit dem dritten Welpen gehandhabt:
Ich habe Cattle Dogs, die gerade mit Artgenossen in der Regel nicht so einfach sind. Ich war mit ihnen als Welpe auf öffentlichen Hundewiesen, Parkanlagen und natürlich im Hundeverein. Ich war in keiner speziellen Welpenstunde. Ich habe von Anfang an darauf bestanden, daß meine Hunde/Welpen erst bei mir anfragen, bevor sie zu nem anderen Hund hindürfen, ob an der Leine oder ohne. Das heißt, ich habe auf Blickkontakt gewartet oder gefordert, dann kam erst das ok. War mir ein anderer Hund unsympathisch oder erschien mir nicht "sauber", habe ich mich selbst interessant gemacht und wir sind ordentlich vorbei, auch das will von klein auf gelernt sein, aber in den meisten Welpengruppen ist zu sehen, wie die Welpen davor oder danach jedoch sogar meist an der Leine miteinander spielen gelassen werden, unter großem Leinengezerre geht es aufeinander los und ach wie sie sich freuen, daß das mit nem 45 kg Labrador nachher nicht mehr lustig ist, wenn auf der anderen Hauptstraßenseite die Nachbarshündin läuft, wird nicht vermittelt.
Meine mußten sich von Anfang an ihr Futter durch nettes Benehmen erarbeiten, aber das finden ja die meisten Menschen grausam, lieber nehmen sie in Kauf, daß schon der Kleine Jogger verfolgt und Männer mit Hut anbellt, vor Langeweile und weil die HH nichts besseres zu bieten haben. Aber in der Welpengruppe hat man ja Verständnis, der arme Welpe darf doch keinen Hunger haben... Und immer schön viel Bällchen spielen, weil der Kleine braucht ja seine Auslastung... Ich habe von klein auf hart und zwar wirklich hart am Gehorsam gearbeitet, über positivste Motivation.. Rückruf wird täglich zigmal geübt. Spaziergang ist für mich Arbeit für den Hund spannend und Spiel und Abenteuer, nix so rum laufen... Ich habe meine Hunde immer beschützt vor anderen, wenn sie Streß hatten, habe aber auch mal zugelassen, wenn sie nen sozialen Althund genervt haben und dieser ihnen übers Maul gefahren hat, wenn es berechtigt war. Ich habe aber ebenso sofort eingegriffen, wenn sie andere schwächere gemobbt haben, oder überhaupt, wenn sie Verhalten zeigten, welches ich nicht wollte... Kontakte hatten sie meist zu älteren oder ganz erwachsenen Hunden, was meiner Meinung nach viel sinnvoller ist, da in einem natürlichen Rudel auch nicht so viele Welpen da sind. Außerdem möchte ich gar nicht, daß meine Hunde sich mit jedem vertragen müssen und mit jedem spielen müssen, man weiß ja auch nie, wie der andere so drauf ist.
Mein Erfolg:
Mein Großer ist jetzt 3 und super cool. Er versucht jedem Streit aus dem Weg zu gehen, fängt nie von sich aus an. Ist auf dem Hundeplatz super konzentriert. Hunde auf der anderen Straßenseite interessieren ihn nicht. Mit netten Mädels spielt er, Junghunde ignoriert er oder weist sie souverän in ihre Schranken, andere Rüden ignoriert er, solange sie ihm nicht am Hals hängen... Geht es besser???? Mein Kleiner (jetzt 7 Monate) zeigt schon die gleichen Ansätze...
Klar, es kommt auch immer darauf an, was man will. Und ich will mich sorgenfrei mit meinen Hunden durch die Welt bewegen, will mich auf sie verlassen können. Und nicht fürchten müssen, daß der nächstbeste fremde Hund um die Ecke kommt, mit dem sie sich messen wollen, oder spielen wollen... Ich will, daß ich der Nabel der Welt für meine Hunde bin und sie mich nicht für irgendwas anderes im Regen stehen lassen. DAS sollte in Welpenschulen in den Mittelpunkt gerückt werden, dann kommt die GESUNDE Sozialisation von selbst....Nur meine Meinung, und für jeden, der bisher gelesen hat, bin ich froh, und noch froher, für andere Erfahrungen...
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Hallo,
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Dann schreib ich mal meine bescheidene Meinung dazu.
Die oben genannte Contra-Liste liest sich ziemlich heftig, solche Erfahrungen habe ich zum Glück nicht gemacht. Die Pro-Liste würde ich so unterschreiben.Wir gehen mit unserem Lump in die Welpenschule, einmal die Woche. An für sich ist das eine gute Sache, unsere Gruppe ist sehr klein, es sind nur drei andere Hunde da. Merlin hat seinen Spaß und wenn wir mal ehrlich sind, mein Freund und ich auch.
Für mich ist es nicht der erste Hund, für meinen Freund schon. Da unser kleiner ja auch mal ziemlich groß werden will, halten wir es auch für ziemlich wichtig, dem Hund von Anfang an eine ordentliche Erziehung zukommen zu lassen.Nun hab ich aber festgestellt, dass wir nichts Neues in der Welpenschule lernen. Wir machen verschiedene Übungen, die wir aber sowieso schon zu Hause geübt haben. Genauso sieht es beim Leinentraining aus. Das sind alles Sachen, die ich sowieso schon immer gemacht habe; bei manchen anderen Dingen habe ich mich in Büchern und dem Internet schlau gemacht und es dann auch schon alleine umgesetzt.
Das einzige, was wir halt nicht zu Hause machen, sind diese Sachen wie Tunnel, Wippe, Hängebrücke, das haben wir halt nicht. Ob das aber nun so super wichtig ist, dass der Hund durch einen Tunnel rennt wenn man Tunnel sagt, ist die andere Frage.
In der letzten Stunde dann haben wir gelernt, wie man mit seinem Hund spielt. Da wurde uns dann zuerst erklärt, dass einen Ball werfen nicht gleich spielen ist, und dann mussten wir den Rest der Stunde unter Beobachtung mit dem Hund spielen, so richtig halt. Aber auch das haben wir schon vorher gemacht. Ich war noch nie ein Freund davon, nur Ballwerfer für den Hund zu sein.
Ich lasse mir wirklich gerne Tipps geben, aber mehr als klitzekleine Tipps sind es einfach nicht, die ich dort bekomme, weil das eigentliche Lernprogramm nichts Neues für uns bietet.
Diese viel besungene Sozialisation halte ich mittlerweile für eher blödsinnig, ich habe den Eindruck, dass mein Hund viel besser von älteren Hunden lernt und auch dadurch viel besser sozialisiert wird. Außerdem gibts in der Nachbarschaft auch viele Junghunde, mit denen er mal spielen darf.
Wir werden auf jeden Fall im Hundesport weitermachen, ich interessiere mich eher für die Gehorsamkeitskurse, mein Schatzi für Agility, müssen wir mal sehen, was wird. Ich habe mir allerdings schon mehrmals die Frage gestellt, ob es sich das Geld wirklich gelohnt hat, was wir in diesen Welpenkurs gesteckt haben. Geld ist zwar nicht so wichtig, aber irgendwie hatte ich mir doch etwas mehr für diesen Preis versprochen.
Vielleicht liegts aber einfach auch daran, dass ich mich wirklich schon viel mit dem Thema Hund beschäftigt habe und ja auch kein richtiger Anfänger bin. Leider machen sich ja viele Leute so gar keine Gedanken, bevor sie sich einen Hund anschaffen, denen wird da schon geholfen.
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Ich glaube mit der Welpenstunde ist es wie mit jeder Hundeschule, man muss sich diese genau anschauen und nach seine Qualitätsmaßstäben wählen.
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ich glaube auch:Eine Pro und Contra Liste einfach allgemein zu erstellen funzt nicht.

Es ist wie überall:Man muss genau gucken und sich eben im Vorfeld schon informieren was genau Sinn und Zweck der Welpenstunde ist,was ,man erwartet,was dort Praktiziert wird usw...Schnupperstunde machen,persönliches Gespräch suchen mit den Trainern-mMn ganz wichtig...
Wir waren auch in der Welpengruppe und sind jetzt in den Grundkurs umgewechselt-wir sind superzufrieden..

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Ich glaube auch, dass man sich die Hundeschulen einfach angucken muss. Klar ist es schade, wenn gerde unerfahrene HH in Schulen landen, die voll und ganz in deiner Contra-Liste aufgehen. Das gehört leider zu den vielen Fehlern, die man machen kann.
Aber verteufeln würde ich Welpenstunden nunmal nicht. Es ist eben so, dass der Welpe quasi aus seinem Sozialverband heraugerissen wird und er viele Dinge nur von anderen Welpen oder gut sozialisierten Hunden lernen kann. Letztere gibt es allerdings viel zu wenig!
Wenn ich ganz alleine mit meinem Welpen lebe, wie soll ich ihm alles zeigen und ihn so spielen lassen wie er es in der Welpenstunde kann? Leider wohnt nicht jeder so gelegen dass er tolle andere Hunde trifft, mit denen der Welpe spielen kann bzw man üben kann. Wenn ich frischgebackener Hundebsitzer bin KENN ich die Gassi-Geher in meiner Ecke doch überhaupt nicht. Es gibt da viel zu viele ignorante Hundebsitzer, die ein keifendes etwas an der Leine haben oder einen Rabauken. Sowas brauche ich nicht als Dauer-Erlebnis für meinen Welpen. Habe ich dagegen schon einen anderen Hund weiß ich ja eigentlich Bescheid was so in meiner Ecke rumläuft und kann die Notwendigkeit, meinem Welpen andere Spielgefährten zu zeigen, besser einschätzen. Zudem gibt es ja noch den erwachsenen Hund, sodass der Welpe gernell mehr "hundeansprache" hat. Dann ist in meinen Augen eine Welpenstunde nicht so zwingend.
Und die eine Stunde Welpenspiel in der Woche macht auch nicht die ganze Erziehung kaputt. Klar, wenn man sowieso nicht wirklich was mit dem Hund macht, wie in deinen Beispielen, dann wohl schon. Natürlich sollte in einer guten Hundeschule auch die Arbeit mit HH + Welpe nie zu kurz kommen, aber selbst wenn, ich habe noch so viele andere Stunden Zeit mit dem Welpen zu üben. Auch unter Ablenkung, dann kann ich nämlich auch die Rabauken im Park als "Übungsobjekte" sehen.
Mit unserem Labrador waren wir in einer Schule, da wurde auch was von Alphawurf + Schnautzengriff erzählt und die Welpen haben fast nur gespielt. Da waren wir ein paar Stunden weil wir nix anderes in der Ecke gefunden hatten. Einfach weil unser Hund mal mit Welpen in Kontakt kommen sollte - bei uns liefen eben nur alte und an Welpen überhaupt nicht interessierte Hunde herum. Aus unserem Hund ist trotzdem ein sehr sehr gut erzogener, sozialisierter und freundlich-zuverlässiger Hund geworden. Einfach weil wir ganz viel mit ihm gemacht und geübt haben und uns nicht auf irgendwelchen Spielstunden ausgeruht haben.Wir werden jedenfalls mit unserem Welpen in eine Welpenstunde gehen.
Wenn man von Hunden keine Ahnung hat ist es wie gesagt schade, dann nichts mit so einer Stunde anfangen zu können sondern sie als Klönschnack zu benutzen und die Hunde einfach machen zu lassen. Sowas habe ich persönlich aber noch nicht gesehen bzw erlebt.
Wenn man aber ein bisschen Ahnung von Hunden hat kann man selbst so eine reine Spielstunde ganz gut nutzen.Ich sehe einfach nicht so ganz ein warum mein 8 Wochen alter Welpe keine Spielkameraden haben soll. Und die Welpen sind sicher nicht schlimmer als ein mir unbekannter möglicherweise unsozialisierter Rüpel im Wald den ich dann treffe...
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hallo,
ich finde eine GUTE welpengruppe sehr wichtig. das problem ist nur, dass ein anfänger das gar nicht erkennen kann, ob die gruppe gut geführt wird.eine gruppe, in der die welpen nur toben dürfen, wie sie lustig sind, käme für mich nie in frage, damit macht man mehr kaputt, als es nützt.
deine pro-liste finde ich so in ordnung.
gruß marion
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Nun jeder hat seine eigenen Vorstellungen, was er möchte und was nicht.
Wir waren mit Feyd einmal die Woche beim Welpentoben und einmal die Woche in einem Welpenkurs. Ich fand beides wichtig.
Jetzt wo ich die Gruppe von dem Welpentoben - erst mal für den Urlaub übernommen habe, habe ich schon öfter gehört, das viele gar nicht wollen, das die Welpen in dem Alter schon all zu viel lernen. Die sollen lieber toben, wie sie lustig sind und wenn die Besitzer fragen haben, dann fragen sie mich und dazu habe ich ein Auge auf die spielenden Welpen.
Für mich nicht befriedigend, ich würde gern was ändern, darf es aber nicht. Also halte ich mich dran und versuche das beste daraus zu machen. -
[quote="eine gruppe, in der die welpen nur toben dürfen, wie sie lustig sind, käme für mich nie in frage, damit macht man mehr kaputt, als es nützt.
rotti-frauchen"][/quote]Und genau in so einer Gruppe war ich damals mit Janosch und fand es für meine Bedürfnisse perfekt!
Als ich Janosch übernommen habe war ich nun wahrlich kein Hundeanfänger mehr, mir musste keiner erklären, wie ich eine Bindung zu einem Welpen aufbaue, mich interessant zu machen oder ihm das ABC des Grundgehorsams beizubringen. Allerdings trifft man bei uns in der Umgebung relativ wenige Hunde auf den Spaziergängen und da ich es für einen Welpen wichtig finde sich mit Gleichaltrigen im gemeinsamen Spiel zu messen, hab ich halt ne Welpengruppe gesucht bei der das Hauptaugenmerk auf dem "Freispiel" lag.
Klar, wäre ich Hundeanfänger gewesen, wäre diese Gruppe mit Sicherheit an meinen Bedürfnissen vorbeigegangen, aber da hätte ich ja gar nicht nach so einer Gruppe Ausschau gehalten! -
Eigentlich mehr eine Frage wie eine gute Welpenstunde aussehen sollte.
@Fräuleinwolle
Deine Kontrakriterien ensprechen denen für eine indiskutable Welpenstunde. Es hält einen aber keiner davon ab, sich vorab zu informieren, das ganze in Ruhe anzuschauen und mit den Trainern mal ein paar Worte zu wechseln. Sind sie und ihre Methoden mir schon nicht richtig sympatisch brauche ich garnicht mehr hinzugehen. Eine Schnupperstunde sollte auch immer drin sein.Ist halt alles mit etwas Mühe verbunden, aber wenn ich dazu schon keine Lust habe, wo nehme ich dann die Nerven her einen Welpen zu erziehen.
@Sleinpnir
Deine Einstellung:"...Als ich Janosch übernommen habe war ich nun wahrlich kein Hundeanfänger mehr, mir musste keiner erklären, wie ich eine Bindung zu einem Welpen aufbaue, mich interessant zu machen oder ihm das ABC des Grundgehorsams beizubringen...."
finde ich fatal. Ich bin immer bemüht dazu zu lernen, lerne auch immer wieder Neues, obwohl ich mich doch schon ein paar Jahrzehnte mit der Thematik beschäftige.
Ich bin allerdings auch der Meinung, lieber keine Welpenstunde als eine schlechte.
LG
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Warum ist denn meine Einstellung fatal? Ich hab doch nicht geschrieben, dass ich der "Hundeguru" überhaupt bin und nicht mehr bereit bin zu lernen...

Natürlich bin ich an neuen Erkenntnissen zum Lernverhalten des Hundes und zur Hundeerziehung allgemein interessiert, aber deswegen brauch ich doch trotzdem niemanden, der mir zeigt wie ich die Aufmerksamkeit eines kleinen Welpen auf mich lenke, wie ich einem Hund "Sitz" beibringe oder wie ich Spiel von Mobbing unterscheide.
Die typischen Welpengruppen sind doch ganz klar auf Hundeanfänger ausgelegt - was ich auch gut und gerechtfertigt finde - und es werden die absoluten Basics erklärt. Vielleicht hört sich das jetzt vermessen an, aber für diese Basics gebe ich kein Geld aus, die kann ich nämlich! - Vor einem Moment
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