Angst vor Treppenhäusern

  • Linus ist ein Labrador, 7 Monate alt und ganz lieb. Neuerdings zeigt er extreme Angst vor Treppenhäusern - nicht unser eigenes sondern das von anderen Häusern. Zweimal ist es nun passiert, dass er sich weigert das Treppenhaus zu betreten. Das heisst, die Tür öffnet sich und er zieht wie verrückt in die andere Richtung und "kämpft" ums Draussenbleiben. Selbst mit Guten Worten und Leckerchen ist nichts zu machen. Wer hat ähnliches erlebt und hat einen guten Tipp um ihm die Angst zu nehmen ?

  • Hi,

    ich würd dem "Theater" den dein Hund macht keine Aufmerksamkeit in Form von "gut zureden und durch Leckerchen anlocken" schenken. Damit demonstrierst du dem Hund, dass er mit seiner Angst genau richtig liegt und das Betreten des Treppenhauses etwas Besonderes, Beängstigendes ist.

    Geh einfach ruhig und gelassen voran, ruf den Hund mit Kommando und lauf. Zieh den Hund dabei ruhig auch ( am Besten wenn er ein Geschirr trägt, mit Halsband nicht zu sehr, dass er dann husten muss ) und wenn er kommt und nur mit einem Fuß die Schwelle übertritt lobe ihn ruhig, geh dann aber weiter.

    Ist die letzte Zeit in einem fremden Treppenhaus irgendwas passiert, dass er dieses Verhalten jetzt zeigt? Was passiert, wenn du ihn hochhebst und reinträgst und dann im Treppenhaus bei geschlossener Tür wieder runtersetzt? Vielleicht versuchst du das ja auch mal, dann aber wieder der Angst keine Beachtung schenken sondern so tun als sei alles ganz normal ( was es ja auch ist ).

    Gruß

    Carina

  • Hallo,

    unsere Leja hatte kurzzeitig auch so eine Phase, wo sie nicht ins Treppenhaus wollte (auch Treppen machten ihr plötzlich Angst). Da war sie ein wenig jünger als Dein Hundi

    Wir haben es genauso wie Carina beschrieben hat gemacht. Treppensteigen haben wir dann bei jeder Gelegenheit geübt, inzwischen ist die Phase vorbei.

    Mache Dich auf andere Ängste gefasst, wir haben Kinder, Steine, Holzstämme, Alte Menschen (vor allen mit Stock), Halsband, Geschirr, Kirchenglocken, einige Kollegen und noch ein paar andere Sachen hinter uns gebracht. Mache Ängste haben wir mit viel Übung überwunden, bei anderen Sachen ist es von alleine weg gewesen (manchmal ein paar Tage später).

  • Hallo,
    tja da könnte ich eine wirklich verrückte Geschichte erzählen von unserem Berni. Nicht nur, dass er nachdem wir nach der "Bernischonzeit was das Treppen steigen angeht im Welpenalter" andere Treppenhäuser mied, wollte er auch überhaupt keine Treppen steigen.
    Ich habe dann damals mit unserer Züchterin gesprochen und sie um Hilfe gebeten. Sie hat mir damals gesagt, dass man wirklich die Angst der Hunde einfach nicht beachten solle und wenn nötig auch mal mit Ziehen ein wenig nachhelfen kann.
    Habt ihr schon mal einen Berner gesehen, der sich mit allen 4en wehrt zu gehen? Ich hatte beim ersten Versuch wirklich Angst, die Nachbar die mich an unserem Treppenaufgang sahen, rufen den Tierschutz an. Nein im Ernst, unser Balu hat wirklich gezittert vor Angst. Nach einigen erfolgreichen Gängen durch fremde Treppenhäuser hat er nie wieder Probleme damit gehabt. Also ich glaube einfach üben, und vor allem selbst keine Unsicherheit anmerken lassen, sondern ganz bestimmend vorangehen, wie hier bereits beschrieben wurde.

    Viel Glück

    Gruß

    Gaby mit Balu und Luna

  • Hallo! Ich glaube auch, das wichtigste in einer Situation in der dein Hund Angst hat, ist deine eigene Souveränität. So hab ich mit Paul auch schon einige Ängste überwunden (Regen zum Beispiel :lachtot: ).

  • Mach dich ganz groß, achte mal auf deine Körperhaltung, Brust raus, Kopf hoch, Hund nicht beachten und einfach ab dafür :D
    Gib dem Zögern nicht nach, in der Regel merkt der Hund das allerkleinste Zögern, das von dir ausgeht. Also einfach rein gehen und wenns klappt, loben !
    Wenn du ihn auch ein bissl ziehen musst, stirbt der Hund nicht gleich davon :D

  • Yuna hatte das auch ne zeit lang! allerdings bin ich dann drauf gekommen das sie keine angst vor den treppen hat sondern ganz einfach nur noch mal pinkeln musste und desdwegen nicht rein gegangen ist..
    nur so ne überlegung! das macht sie heute auch noch wenn wirm vom spaziern zurück kommen und sie noch mal muss :roll:

  • Hmmm, sag ich's oder nicht :???:

    Mein schwarzer Wichtel (knapp zwei Jahre alt !) hatte letzte Woche auch wieder mal die Anwandlung "NEIN, diese Treppe geh ich nicht rauf!!".

    - mit Anlocken versucht - nix da

    - mit Loslassen und Treppe weitergehen versucht - nix da, Hund "verpfeift" sich in die andere Richtung

    - mit Stöckchen animiert (war zum Glück da grad rumgelegen) - auch nix

    - ziehen ging schon gar nicht (schon mal versucht, einen Panzer zu ziehen :D )

    Letzter Ausweg:
    Ich trag den Hund die ersten drei Stufen und setz in ab. Und schwupp, konnte der die Treppe laufen, als wäre es selbstverständlich. Oben angekommen hat er sich über seinen "Erfolg" gefreut wie blöd und wir haben erstmal 5 Minuten rumgekaspert.

    Runter und nochmal rauf, war dann kein Problem mehr (manchmal komm ich mir etwas "veräppelt" vor).

    Nur mal so als kleiner "Vorschlag", ich bin der Meinung, dass bringt den Hund nicht "um".

    LG
    Sabine

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