Diagnostische Therapie bei Schilddrüsenunterfunktion?
-
-
Hallo ihr Lieben!
Kurze Erklärung:
Bei Paul wurde vor einem halben Jahr ein Vergrößerung des Herzens festgestellt. Wir waren sofort beim besten Kardiologen im Umkreis und er hat Paul´s Herz gründlichst auf den Kopf gestellt. Er hat keine eingeschränkte Funktion, alle Klappen schließen wie sie sollen, alles i.o..
Das einzige was er festgestellt hat, dass Paul sehr bradykrad ist (sein Herz schlägt zu langsam) und auch vom Verhalten her viel zu ruhig. Das ist mir auch zu Hause schon aufgefallen, denn dort schläft er eigentlich den ganzen Tag.
Da sein Herz aber ansonsten in Ordnung ist, vermutet der Doc eine Schilddrüsenunterfunktion, die bewirkt, dass der ganze Kreislauf des Körpers zu langsam ist.
Also folgten diverse Blutuntersuchungen, alle negativ. Und trotzdem kann es sein, dass mein Hund an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, denn die Werte können normal sein trotz Erkrankung (komische Sache, ich weiß). Auch jetzt, ein halbes Jahr später, waren wieder alle Werte normal.
Paul geht es gut, er ist insgesamt im letzten Jahr viel ruhiger geworden, was aber auch mit dem Alter zusammenhängt (grad 2 geworden).
Nun habe ich den Tip von einer TÄ bekommen, eine diagnostische Therapie anzufangen, sprich: ich behandel ihn mit Schilddrüsenhormonen und schau wie sich sein Verhalten verändert. Ob er munterer wird, seine Pulsfrequenz sich erhöht usw.
Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Bin sehr unsicher, ob ich ihm die Tabletten gebe, obwohl ich nicht nachweisen kann, dass er daran erkrankt ist. Das einzige Risiko ist, dass er wenn er nicht erkrankt ist, ins Gegenteil umschlägt, also unruhig und hippelig wird, und dann kann man die Tabletten ja wieder absetzen. Oh mann, schwierig schwierig...

Also wenn jemand sich mit dem Thema auskennt oder nen Tip für mich hat, immer her damit!
Danke schonmal

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Diagnostische Therapie bei Schilddrüsenunterfunktion?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo!
So haben wirs mit Lina auch gemacht.
Uns ist mit der Zeit aufgefallen, dass sie immer motziger wurde unserem anderen Hund gegenüber. Und ab und zu hatte ich das Gefühl, dass sie für nen Terrier recht früh erschöpft ist.
Eines Tages ist sie dann zusammengebrochen, konnte nicht mehr aufstehen. Wir sind sofort zum Tierarzt, der ihr Herz untersucht hat, aber auch nur feststellen konnte, dass es sehr langsam schlägt, konnte aber keinen Grund finden.
Daraufhin haben wir die Schilddrüsenwerte testen lassen, die aber im normalen Bereich lagen. Nach Rücksprache mit unserer Tierärztin haben wir angefangen, ihr die Tabletten zu geben. Erstmal sollte es nur für eine Woche sein, um zu sehen, wie sie sich verändert.
Schon in dieser ersten Woche hat man deutliche Veränderungen am Verhalten bemerkt. Sie war wieder viel freundlicher zu Kasper. Ich denke, dass die Unfreundlichkeit ein deutliches Zeichen dafür war, dass sie sich sehr unwohl gefühlt hat.
Das Herz schlägt auch wieder schneller, und mit dem Kreislauf hatte sie seitdem keine Probleme mehr. Das ist jetzt 1,5 Jahre her.
Wenn Dein Tierarzt Dir zu diesem Versuch rät, würd ichs wohl probieren.
Gruß,
Johanna -
mein hund hatt auch eine schilddrüsenunterfunktion sie hatte abereindeutige blutwerte.
mann kann aber auch ein stimulationstest machen.
-
Hallo Johanna! Das macht mir jetzt mal richtig Mut. Paul hat auch so viele Symptome, die auf eine Unterfunktion passen würden. Z.B. auch seine ständigen Magenprobleme, das viele Schlafen und auch das viel zu ruhige Verhaleten (ist ja auch n Terrier). Von daher würde ich ihm eigentlich gerne die Tabletten geben. Ich denke immer, er ist noch so jung und verschläft nochmal sein halbes Leben. Nicht dass ihn das stören würde...

Hallo Ginici! Wir haben alle Tests gemacht die mit der Schilddrüse zu tun haben, und alle waren normal/negativ. Danke. Was hat sich bei deinem Hund verändert nachdem du Tabletten gegeben hast?
-
Wir machen derzeit etwas ähnliches - allerdings erst seit 2 Wochen, sind also noch voll in der Anfangsphase.
Meine JRT Dame zeigte lediglich leichte Symptome, es äußerste sich mehr in allgemeinen Fehlfunktionen des Körpers (unvermittelte Angstattacken, Verdauung, Atmung, Herzschlag unregelmäßig, Behaarung, Pigmentierung...)
Nach absolviertem Vortrag und intensiver Recherche habe ich mir eine gute TÄ gesucht, den Test gemacht und jetzt schluckt Madame 2x am Tag Thyroxin. Die Werte waren durch die Bank "schlecht", will heißen im unteren Viertel der "Sollwerte", das Freie Trijodthyroxin war lediglich bei 2,2. Meine Ärztin sagt in so Fällen immer: Krank bist Du nicht, aber gesund ist das auch nicht. Die ersten Veränderungen seit Einnahme des Thyroxins sind eine stabilere Verdauung, die Pigmentierung und Behaarung am Bauch verbessert sich bereits und die Angstattacken werden weniger.
Man muss sich einfach vor Augen halten, dass die "Sollwerte" zum einen von Labor zu Labor unterschiedlich sind und wenn man sich schlau macht, wo und wie die ermittelt wurden....
Ich habe für meine JRT Dame, die jetzt die Tabletten bekommt, von 6 Jahren schon mal einen Test gemacht. Damals war ich noch auf die Angaben des Labors und der TA angewiesen und wusste nicht diese in Frage zu stellen. Ich hätte meinem Hund über 6 Jahre eine Menge ersparen können....
Also *toitoitoi* dass ihr auf dem richtigen Weg seid *daumendrück*
-
-
Danke für deine Antwort! Ja, wir hatten auch schon n nettes Gespräch mit einer (meiner Meinung nach unfähigen) Dame vom Labor, die dann meinte wenn der T4 Wert niedrig ist, hat der Hund auch nix mit der Schilddrüse, vor allem haben so junge Hunde allgemein nix mit der SD. Was die sich anmaßt! Aber leider waren wir halt auch auf die Werte angewiesen, so dachte ich. Bis heute.
Also ich denke wir versuchen es. Vielleicht kriegt mein Hund echt noch Portion mehr Lebensfreude und Ausdauer. Das wär echt toll! :^^:
-
Aeneas hat auch eine Unterfunktion. Anfangs waren seine Blutwerte echt schlecht. Mit Forthyron haben wir das aber gut eingestellt bekommen. Er ist jetzt auch 2 Jahre und bekommt seit 15 Monaten Forthyron...
Seine letzten Werte waren so super, das die TA meinte, wir können die Dosis verringern. Daraufhin schlug er aber wieder sein altes Verhalten ein. Wieder einen Bluttest, die Werte waren immer noch gut, aber wir haben die Dosis wieder erhöht, und nun ist er wieder ganz der Alte...
Ich habe auch immer wieder gelesen, das die Unterfunktion bei jungen Hunden nicht vorkommen soll. Aeneas war 9 Monate alt, als diese festgestellt wurde. Es gibt ja verschiedene Arten, wie die Unterfunktion entstehen kann, z.b. kann die auch angeboren sein...
-
So viel zum Thema junge Hunde haben nix mit der Schilddrüse! :x
Ich würde dann auch Forthyron nehmen, da wir damit gute Erfahrung haben in der Praxis. Man fängt glaub ich eher mit ner niedrigen Dosis an und steigert die dann oder hab ich das falsch im Kopf?
Auf jeden Fall ist die Dosis glaub ich Einstellungssache und von Hund zu Hund individuell verschieden.
Was ich mir etwas schwierig vorstelle, denn wenn die Werte normal sind kann ich echt nur nach dem Verhalten gehen. -
Ja, wir haben mit 2 x 200µg angefangen, nach 4 Wochen sind wir zum Bluttest und dann haben wir weiter erhöht. Am Ende sind wir bei 2x400µg gelandet. Aeneas war ja auch noch im Wachstum und die Tablettengabe ist vom Gewicht abhängig...
Wie das bei Euch ist, weiß ich nicht. Ich würde mit 2x100µg anfangen und schauen was sich ändert, evtl auch Notizen machen... Aber dazu befragt lieber Eure TA!
-
Zitat
Wie das bei Euch ist, weiß ich nicht. Ich würde mit 2x100µg anfangen und schauen was sich ändert, evtl auch Notizen machen... Aber dazu befragt lieber Eure TA!Genau diese Dosis hatte ich ausgerechnet.
Allerding wiegt Paul nur 11 kg. Ok, aber dass lass ich dann auf jeden Fall meinen TA bestimmen. Ich denke ich werde Montag damit anfangen. Besser als zuzusehen, wie Paul immer ruhiger wird und nix tun zu können. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!