Unser Problemhund 2
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... denn Unkas besitzt so viel Trieb, dass man das nicht einfach abgewöhnen kann.
Hat denn mal einer von den "Fachleuten" erwähnt, daß sich erlernte/angewöhnte Verhaltensweisen bei einem erwachsenen Hund nicht durch eine Kastration ändern lassen ???
Er zeigt doch seit Jahren dieses Verhalten, das ist nicht mehr / nur hormongesteuert, sondern - wenn es wirklich sooooo dramaisch ist - eine erlerntes Verhalten. Nur, weil man einen Eingriff in seinen Hormonhaushalt macht, wird er dieses Verhalten nicht einfach ablegen.
Bei einem hypersexuellen Hund kastriert man in jungen Jahren, damit sich dieses Verhalten nicht festigt, zumal DIESE Hunde wirklich leiden.
Die Wahrscheinlichkeit einer Verhaltensänderung in diesem Bezug ist gering - selbst das könnte sich sogar verstärken ...
Das einzig sinnvolle ist nach wie vor, ein vernünftiges, konsequentes Training und Handeln des Hundes !!
Gruß, staffy
- Vor einem Moment
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Hi,
und wieder geht es los. Kaum erwähnt nur jemand das Wort Kastration, wird sofort mit der Keule geschwungen.
Vorab: ich selber bin auch kein Freund der Kastration und die "Symptome" die Unkas beschreibt deuten in der Tat darauf hin, dass der Hund unter starkem Stress steht und er nicht wegen seinem Sexualtrieb aufsteigt, sondern um Stress abzuleiten.
Ich stimme den Kastra-Gegnern auch zu, dass eine Verhaltensänderung nach der geplanten Kastra hier wohl kaum Besserung bringen wird, weil der Hund weiterhin im Stress stehen wird.
Entweder wurde es in einem meinem vorangegangenen Posting übersehen oder es wollte keiner gelesen haben. Was ist denn, wenn Unkas statt der "endgültigen" Lösung zunächst mal mit Medis die Testosteronbildung unterbindet und sie sich den Hund dann mal anschaut?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten und gerade Züchter wissen von den Medis, die einen Deckrüden temporär "unfruchtbar" bzw. unempfänglich werden lassen, was die Lockstoffe der Weibchen angeht.
Das wäre doch eine Option, mit der beide Lager hier gut leben könnten oder? Unkas kann sozusagen einen "Probelauf" machen. Schlägt das Medi wie gewünscht an, kann man immer noch den Schritt machen den Hund zu kastrieren. Wirkt das Medi aber nicht, dann sollte der HH von einer Kastra absehen, da diese wohl nichts bringen wird.
Ich persönlich halte das dem Hund gegenüber jedenfalls fairer, als einfach die Eier abzuschneiden. Zudem er dafür in Narkose gelegt werden muss, was ein zusätzliches Risiko birgt. Und das nur, um zu sehen ob es was bringt ??? Wäre mir jedenfalls zu rabiat.
Schönen Gruß in die Runde
Volker -
Das hört sich alles plausibel an und ich denke, wir werden uns das wirklich doch besser noch mal überlegen und mit der trainerin sprechen, was sie davon hält.
Übrigens, das Alleinbleiben klappt immer besser
Haben anfangs immer versucht alles in den Alltag einzubauen, sprich Schuhe anziehen, Tür aufschließen usw.. er sollte lernen, dass es normal ist, wenn wir weggehen. Wir beachteten ihn nicht wenn wir gingen und wiederkamen, damit Unkas denkt, dass es völlig normal so ist. Leider hat das gar nicht funktioniert. Jetzt haben wir einfach das gemacht, was ich bei meinem Hund, zu Hause bei den Eltern, gelernt hatte. Ich schicke ihn auf seinen Platz und sage er soll da sitzen bleiben und dann geh ich einfach und wenn ich wiederkommen belohne ich ihn und siehe da, Unkas schafft es schon eine halbe Stunde allein. Naja wenigstens das klappt.
Mit dem Beißen hat unsere Trainerin den Tipp gegeben, dass wir eine kleine Leine im am Halsband befestigen und wenn er zu uns kommt ihn immer wieder auf seinen Platz schicken, damit er merkt, wer hier die Hosen an hat. Leider trau ich mich nicht die Leine zu nehmen, wenn er uns anknurrt. Unkas läuft den ganzen Tag mit einem Notizblock durch die Gegend und schreibt sich alles akribisch genau auf, wie wir uns verhalten und testet uns auf Schritt und Tritt, aber da hat der kleine Stinker sich geschnitten, denn wir durchschauen ihn. Nur streicheln, wenn er ein Kunststück macht, Fressen geben, aber vorher im SITZ und BLEIB.
Meint ihr wir sollen ihn bestrafen, wenn er uns anknurrt oder sogar zuschnappen will. ich meine auf seinen Platz schicken? Ich weiß nicht so recht ob ich so eine Diskussion mit ihm eingehe, die ja am besten verhindert werden soll. Meine Trainerin meinte auch, wir sollten uns dann einfach wegdrehen und ihn ignorieren, aber ich denke dann eher, dass Unkas sich als Gewinner sieht, weil wir ihn ja dann in Ruhe lassen, was er auch eigentlich wollte. Ach, ist das kompliziert. -
Zitat
Unkas läuft den ganzen Tag mit einem Notizblock durch die Gegend und schreibt sich alles akribisch genau auf, wie wir uns verhalten und testet uns auf Schritt und Tritt
Das solltest Du ändern. Er hat gar nicht permanent zu überprüfen, wann ihr was macht und zu testen.
Im Augenblick rate ich Euch beim Knurren nicht wegzugehen (aus seiner Sicht das Feld räumen), aber auch sonst nichts zu machen, sonst könnte es eskalieren. Wenn Hunde so einen Konflikt haben, dann geht da derjenige "als Sieger" hervor, der sich nicht auf den Konflikt eingelassen hat, aber sich auch nicht getrollt hat.
Das mit den "Tricks" vor dem Streicheln ist völlig egal. Viel wichtiger ist, ob er Euch schon vorher dauernd nah war oder nicht. Ich würde den Hund nur zum Streicheln rufen, wenn seine Aufmerksamkeit deutlich auf etwas anderem lag oder er geschlafen hat.
Viele Grüße
Corinna
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