HILFE mein Hund wird grundlos angegangen

  • Hallo,

    solche Situationen sind grundsätzlich blöd, und wenn man selber ängstlich ist, sieht man vielleicht Dinge, die gar nicht da sind!

    Wichtig zu wissen: Nicht alle Hunde lieben sich, müssen sie auch nicht! Ein kurzes Kräftemessen ist an sich normal. Es kann da auch mal wild zugehen, deswegen ist es keine Beißerei oder ähnliches. Manchmal läuft was zwischen Hunden, das wir nicht sehen. Ein angeblich harmloser Hund macht den anderen an und jeder wundert sich, warum es kracht. Wer hat wirklich gesehen, was los ist?

    Dazu kommt, dass manche Hunde dringend hündisch erzogen werden müssen, auch wenn Frauchen dabei das Herz stehen bleibt. Hündisch gesehen normal. Dann gibt es Hunde, die evtl. noch pupertieren und ihre Grenzen testen. Die muss man Maßregeln.

    Solange es noch im normalen Bereich ist, regeln das die Hunde. Wenn es heftiger wird, aollten die Besitzer ruhig auseinander laufen und ihre Hunde abrufen.

    Wenn aber ein Hund mit Bürste auf einen Hund zurennt und ihn besteigt, dann ist das nimmer lustig. Da sollte der Besitzer dringend seinen Hund runter nehmen. Ich würde mit dem Besitzer reden, dass du keinen Kontakt zu diesem Hund wünschst und er ihn unter Kontrolle nehmen muss. Mein Hund wurde soeben an der Wirbelsäule operert und bin grad auch in der Situation, wo ich blöden Konrtakt meiden muss. Und wenn jemand seinen Hund nicht unter Kontrolle hat, dem spring ich zurzeit schier ins Gesicht. Sag dem Menschen, dass du das unmöglich findest.

    Wenn du mutig genug bist, schicke den Hund weg. Wenn nicht, dann nimm dir ne Wasserfalsche mit wasser mit. Diese leeren O2-Flaschen eignen sich optimal, da sie kaum auslaufen. Befülle sie mit Wasser und wenn der Hund wieder aufreitet, spritze ihn unauffällig nass. Ich deke, das wird helfen.

    Ansonsten hilft es, Bogen zu laufen. Wenn dein Hund langsamer wird, am Boden schnuffelt...macht er instinktiv alles richtig und das musst du zulassen.

    Um mit solchen Situationen besser klar zu kommen, kann ich dir das Buch "Calming Signals" und die DVDs "FrRemdsprache Hündisch" empfehlen. Ich dachte immer, ich hätte einen aggressiven Hund, aber danach wusste ich, dass mein Hund normal ist und andere einen Klaps haben, meistens die Besitzer.

    LG Schopenhauer

  • Struwelpeter, ich finde Deinen ersten Beitrag ziemlich übertrieben. Was ist denn wirklich so schlimmes zwischen den Hunden passiert? Der andere Hund hat mal die Bürste gestellt und geknurrt und hat versucht aufzureiten - na und? Das ist laut meiner Definition zwar kein schönes aber auch kein extrem aggressives Verhalten. Wie sah denn dieses "angehen" nun wirklich aus? Wenn ich das richtig gelesen habe hast Du einen Hovi-Rüden. Hat der wirklich nich nie einen anderen Hund angeknurrt oder mal versucht aufzureiten oder sich sonstwie Respekt zu verschaffen?

    Es kommt zwischen Hundehaltern doch ständig zu missverständnissen wegen unterschiedlicher Erziehungsvorstellungen und der Frage ob und wann und wie man bei Hundebegegnungen einschreitet. Wenn man sich also öfter trifft, sollte man das vielleicht einfach mal abklären, ob man die Hunde zusammen lassen will und wann man da einschreitet. Einige Hundehalter haben nunmal die Auffassung, dass die Hunde das bis zu einem gewissen Grad unter sich regeln sollten, andere schmeissen ihren Hund schon bei jeder Kleiningkeit auf den Rücken. Rede mit den Leuten und oder meide den Hund, wenn Dir dabei nicht wohl ist.

    Ich habe selber einen recht unsicheren Hund, der im Umgang mit anderen Hunden sehr viel lernen musste und muss. Dabei ist es mehr als einmal vorgekommen, das er geknurrt hat oder versucht hat bei einem anderen aufzureiten. Natürlich unterbinde ich das Aufreiten - das knurren allerdings nicht.

  • Zitat

    Ja genau ..so weit kommts noch .. wenn ich wo mit meinem laufen will dann lauf ich da ..und wenn die HH mit Ihrem unerzogenen Hund nicht begreifen wollen was da falsch läuft müssen Sie es halt lernen.

    Schön das die das lernen sollen, können die auch gerne, aber nicht mit meinem Hund.
    Es wird immer Hunde geben, die anders reagieren und sich nicht unbedingt mit anderen Hunden verstehen. Aber da muss ich doch nicht unbedingt, wenn ich es weiß, das auch noch forcieren.

    Anzeigen? Was will man denn Anzeigen? Das der Hund aufreitet? Das der Halter es nicht schafft, seinen Hund herauszurufen und es nicht für nötig hält, seinen Hund herauszuholen. Mal ehrlich, dann müsste ich jeden Tag wenigstens 5 Hundehalter anzeigen, die es nicht begreifen, das man Hunde nicht zu jedem x-beliebigen Hunde laufen lässt.

  • Cerridwen, alles mal in Ruhe bis zum ende durchlesen ... dann kannnst du den inzwischen veralterten text gerne nochmal schreiben...
    ich hab jetzt kein bock mehr meinen Text nochmals näher zu erläutern..

  • Selbst wenn ich alles lese, stehe ich noch bei der Meinung, das es sicherer ist, einem Hund aus dem Weg zu gehen, wenn ich dieses Situation nicht möchte. Selbst wenn ich mit dem anderen Besitzer spreche und man sich einigt. Aber wenn ein Hund nicht spurt und das macht, was er gerne möchte, dann nehme ich den Weg ohne Konfrontation.

    Meine Hunde können auch das eine oder andere mal für sich Regeln, da lasse ich sie auch machen. Aber es gibt Hunde, wo es immer Probleme geben wird und wenn ich es kommen sehe, kann ich dem aus dem Weg gehen. Ich breche mir keinen ab und für meinen Hund ist es alle male besser.

    Anzeigen gut und schön. Aber wenn sich 2 Hunde kloppen, dann ist es mit der Anzeige auch nicht so einfach. Zumindest hier, wenn dann die Cop´s mal kommen, dann sind sie dafür nicht zuständig - besonders wenn keine Menschen betroffen sind. Das OA ist hier für den Bezirk so überlastet, das die auch nicht wirklich etwas nach gehen.
    So sind die Hundehalter doch auf sich gestellt. Wo mit man dann wieder bei dem eher Kehrtwendung und wo anders lang ist oder zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Platz geht.

    Oder aber wenn man als verantwortungsvoller Besitzer darum bittet, den offline laufenden Hund zurückzurufen, wird man auch nicht ernst genommen und wenn es dann zu einem Vorfall kommt, ist immer der böse angeleinte Hund schuld. Ja wer soll denn da wen anzeigen? Jeder jeden? Darauf würde es dann ja hinauslaufen.
    Also wenn ich meine Kandidaten sehe, wo ich weiß, das alles Reden nichts nützt, gehe ich einen anderen Weg und wenn ich nur die Straßenseite wechsel.

    Ich blocke im übrigen auch Hunde ab, die aggressiv auf uns zu rennen, in dem ich meinen Hund ablege und mich dann zwischen die beiden stelle und den heranstürmenden stoppe und dann von meinem Hund ablenke, damit ich mich dann aus der Situation stehlen kann. Aber auch dafür wurde ich schon von einem Halter beschimpft, das ich dann mit meinem Hund halt nicht in ein Hundeauslaufgebiet fahren sollte, wenn er eine zünftige Beißerei nicht vertragen kann. Ganz toll sind solche Antworten an einem schönen sonnigen Sonntag Nachmittag.

    Problem ist doch einfach, keiner von uns hat die Situation gesehen und kann diese entsprechend beurteilen. Der Threadstarter macht nicht gerade einen sicheren Eindruck und hat Ängste. Da ist es doch wohl das sicherste zu raten, solche Situationen zu meiden - besonders wenn es sich nur um einen Hund in der Umgebung handelt. Es ist doch bekannt, das die eigene Unsicherheit auf den Hund überträgt und das es nicht förderlich ist.

  • Cerridwen,

    deinem (ausführlichen) text stimme ich so voll und ganz zu ...WENN
    es sich um eine "normale" zufällige Hundebegegnung oder eine begegnung mit einem bekannten aber nicht unbedingt "befreundetem" Hund handelt.. solchen Kanditaten gehe ich auch aus dem weg oder lauf mal einen Bogen.. klare Sache zumindest wenn der Kontrahent dann der guten Sitte wegen auch angeleint wird.

    Ich bin davon ausgegangen das wenn der TE hier um Hilfe ruft es schon über das übliche hinausgeht...so eine Art Exzessives Mobbing mittels Hund :D
    Mehrfaches "angehen" , unbelehrbare HH die es auch noch darauf anlegen obwohl sie schon mehrfach gebeten wurden diese Konflikte nicht zuzulassen.. ich hatte hier ein Bild von einem TE im Kopf der völlig verängstigt zu Hause hockt und sich kaum noch vor die Tür traut .. gegen sowas kann und muss man sich wehren.. und ich bin mir sicher das würde ernst genommen werden...

  • Also.

    Ja, es ist richtig, ich habe einen Hovi-Rüden. Aber nein, er hat noch nie bei einem anderen Hund aufgeritten oder anders versucht, sich Respekt zu verschaffen. Ich muss auch sagen, dass er als Welpe sich immer sofort unterworfen hat und dies auch während des Spiels mit erwachsenen Hunden gelegentlich wiederholt hat. Der Hund der meinen angeht, Lucky, hat von so etwas, wie unterwerfen noch nie etwas gehört.

    Ich bin im übrigen kein unsicherer Hundehalter!! Aber dieses Sache mit Lucky macht mir etwas zu schaffen, wahrscheinlich weil mein Hund keine derartigen Aggressionen zeigt und ich vorher bei jedem Hundehalter nachfrage, ob ihre Hunde verträglich sind und mit meinem Rüden spielen dürfen. Ich bin noch nie in eine solche Situation gekommen, dass mein Hund so angegangen wird.

    Und es war wie gesagt kein leichtes Aufreiten mehr, sondern der versucht dauerhaft meinen Hund zu dominieren und ist meinem Buben letztes Mal frontal angegangen. Ich hab gedacht, der beißt ihn gleich.

    Den Tipp mit der Wasserflasche werde ich beherzigen. Ich werde meinen Hund, sollten wir Lucky wieder begegnen, auch ablegen und mich dazwischen stellen. Mein Problem ist nur, dass ich Lucky wie gesagt nicht traue. Ich trau mich auch nicht ihn von einem Buben runterzuziehen, weil ich davon ausgehe, dass er mich beißt.

    Da ich das Gespräch mit dem Hundehalter bei solchen Begegnungen kaum führen kann, habe ich nun einen Brief aufgesetzt, den ich ihn im Briefkasten werfe. Ich werde ihm sagen, dass ich keine Begegnungen wünsche und ihn bitten, seinen Köter anzuleinen, wenn er uns sieht.

    Da ich aber davon ausgehe, dass er nicht kommt, wenn sie ihn rufen, ist die Wasserflasche sicherlich nützlich.

    Ich werde mit Sicherheit nicht umdrehen, wenn die uns begegnen. Ich werde einen großen Bogen gehen, bin aber der Überzeugung, der läuft uns beim Bogen hinterher, sowie wenn wir umdrehen. Wir haben in unserem Dorf etwa zwei Gassiwege und die gehen mal da mal da, ich begegne ihnen deshalb immer mal wieder. Aber mein Hund muss auch mal raus.

  • Huhu,
    wollte nur einwerfen:
    seid mit sowas wie "runterziehen" bitte extrem vorsichtig. Bzw, übt es vielleicht mal "trocken", einen Hund, vielleicht von Gassibekanntschaften, an Halsband/Geschirr zu halten. Was macht der Hund, wie bewegt ihr euch, wo ist sein Kopf, wie nah ist er?

    Ich habe gerade eine Woche Krankenhaus mit zwei OPs hinter mir, genau wegen sowas. Mein Hund wurde völlig attackiert, lag drunter, der andere (größer) immer weiter drauf und drauf, und die Leute haben nicht einen Fitzel gesagt, weder nein noch hierher oder sonstwas, einfach still und stumm stehen geblieben, die waren auch noch zu zweit. Da bin ich hin und hab den anderen Hund runtergezogen, er hatte ein Geschirr an. Er war überrascht, hat mich einen Bruchteil einer Sekunde angesehen, dann in mein Bein gebisssen und dann wollte er meinen weiterbeißen. Der war bloß schon ein paar Schritte weggegangen.

    Ich stand total unter Schock, die Leute haben mir eine Fantasietelefonnummer gegeben und ich hab jetzt den Spaß mit liegen bleiben müssen, Verdienstausfall und allem weiteren. Anzeige werde ich trotzdem erstatten, aber das ist ein anderes Thema.

    Fazit: sehr souverän auftreten, wenn man fremde Hunde anfassen will und ganz genau aufpassen, wie man den Hund von sich weghält.

    Viele Grüße
    Silvia

  • @ Silvia

    Dein Einwand ist super, auch wenn es mir sehr leid tut, was dir passiert ist. Zwei Hunde, die sich attakieren ist, da ist es nämlich wirklich extrem gefährlich dazwischen zu gehen. Deswegen mein Tipps mit der Wasserflasche, ich persönlich habe aber auch schon Discscheiben geworfen.

    Im Training trennen wir Hunde im Extremfall immer mit Wasser! Aber reingreifen würden wir eigentlich nie. Die Hundeführer springen auseinander, laufen weg und rufen ihren Hund und schon ist der Spuk vorbei.

    Wünsche dir weiterhin gute Besserung!

    Viele Grüße
    Schopenhauer

  • Hi Schopenhauer,
    ich bin mir im Klaren, dass das nicht so das Optimale war. Wie soll ich sagen, ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als ich die Leute sah, mir war blitzartig klar, dass da kein Gehorsam seitens des Hundes oder eine Reaktion der HH zu erwarten war, so komisch wie die rumgeschlichen sind und so kommentarlos, wie sich der Hund aus dem Platz am Wegrand erhoben hat. Nur deshalb bin ich selber dazwischen gegangen.
    Ich hab nur ne leichte, lange Leine gehabt (brauch ich eh kaum), und ich denke, ein geworfener Schlüssel hätte den anderen nicht abgehalten, der war voll in Rage. Gut zielen kann ich nicht, vielleicht hätt ich sogar meinen getroffen :sad2: :sad2:

    Ich hab in dem Moment nur gedacht, super, ein Geschirr, ein Griff an den Rückensteg und die Sache ist geklärt. SCHADE!! Wieder was gelernt :/

    Viele Grüße
    Silvia

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