Problemhund, der ?.

  • Hallo Hermine,

    ich habe meinen Hund in deinem Post wieder erkannt :-) Genauso führt Mäxchen sich auch auf. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass er von sich aus selten auf andere los geht (mit los gehen meine ich "nur" anknurren, ein bisschen keifen und evtl. wenns nichts hilft ein bisschen doller). Meist ist es so, wie du es beschreibst. Die anderen Hunde kommen wedelnd und interessiert auf uns zu, schnuppern und irgendwie legt sich dann bei meinem der Schalter um: Den mag ich jetzt nicht! (gerne genommen werden Mops, Boxer und andere Flachnasen)
    Und los gehts. Bei uns dauert das eine Sekunde und gut ist.

    Ich habe versucht mit einer Trainerin zu arbeiten, allerdings meinte die (im Grunde bin ich ihrer Meinung) es wäre völlig ok, dass sich Max ein bisschen heftiger gegen unliebsame Störenfriede wehrt und Bescheid gibt. Allerdings hat das nicht mein Problem gelöst und genau wie du, schaue ich, dass ich um bestimmte Hunde einen Bogen mache usw.

    Eine andere Trainerin riet mir zu diesen Discs. Die habe ich früher mal verwendet, und ehrlich gesagt, es hat super funktioniert. Allerdings ist Max ein sehr ängstlicher Hund und ich habe lange gebraucht, um ihm zu zeigen, dass nicht alles was klirrt (z.B. Schlüssel) etwas böses ist. Also lehne ich das für mich ab. Ich weiß nicht, wie andere es sehen.

    Ich finde die Idee von Snoop mit den Leckerchen gut, das versuche ich nachher gleich mal. Für jede Begegnung ohne Stress außer verbaler Belohnung (wie sonst) evtl. ein Leckerchen. Ich berichte :-)

    Liebe Grüße
    Andrea

  • Hallo Andrea,
    danke für deinen Eintrag.

    Ja, meiner iast auch recht schreckhaft (Disc) Wie machst du das, wenn du mal andere triffst bzw. wenn jemand hinter dir herläuft und die gleiche Richtung hat. Er näher kommt u. womöglich mit dir zusammen plaudernd den Weg fortsetzen möchte.
    Das sind alles Probleme, an die ich nie im Leben gedacht hätte, bevor ich diesen Hund bekommen habe.
    :???:
    Seit mehr als einem Jahr bin ich am Loben, Ablenken,Ignorieren usw. usw. u. "hampel" mit diesem Hund rum u. irgendwie ist er resistent gegen meine Bemühungen.

    Eigentl. will ich einen gut sozialisierten Hund,dem ich die Möglichkeit geben möchte gute Erfahrungen zu machen(da die anderen Hunde ja nichts böses wollen) aber eh es soweit kommt, hat er mir da wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Hört sich jetzt ziemlich frustig an, aber oft finde ich es sehr nervig.

    LG

  • Hi Hermine,

    ich kann dich gut verstehen, ich bin auch oft einfach nur gefrustet. Da läuft man, denkt an nichts böses und der Hund geht ab wie eine Rakete. Und man selbst ist sich nur noch am entschuldigen.

    Zitat

    Ja, meiner iast auch recht schreckhaft (Disc) Wie machst du das, wenn du mal andere triffst bzw. wenn jemand hinter dir herläuft und die gleiche Richtung hat. Er näher kommt u. womöglich mit dir zusammen plaudernd den Weg fortsetzen möchte.

    Leider bin ich auf die Ideallösung noch nicht gekommen:
    ich schaue zuerst, ob der betreffende Hund dem Feindbild entspricht. Dann rufe ich Max zu mir, das klappt immer gut. Passe ich allerdings einfach mal nicht auf dann stehen die Chancen bei Rüden ca. 50:50. Mein Hund wedelt generell nicht mit dem Schwanz bei Hundebegegnungen. Das ist bei uns leider kein Indiz von mögen/nichtmögen. Naja, und dann gehts halt kurz mal ab, Hund stellt sein Fell im Nacken und drauf.

    Es wurde in diesem Thread ja schon geschrieben, dass dein Hund, und meiner sowieso, einfach nicht sehr gesellig sein könnten. Ich habe tatsächlich das Gefühl, Max möchte am liebsten seine Ruhe haben. Bei hübschen Hündinnen macht er gerne Ausnahmen.

    Ich versuche jetzt wirklich mal den Tipp mit den Leckerchen. Jede friedliche Hundebegegnung wird positiv belohnt, schlechte werden ignoriert.

    Eine Frage an dich:
    Ich glaube, dass dieses ganze Getue meines Hundes einer tiefen Unsicherheit entspringt. Kommt uns zum Beispiel ein sehr dominanter Hund entgegen oder auch eine Gruppe von mehreren Hunden, die ihn dann kurz beschnüffeln, jagen oder auch nur nachlaufen, dann rennt er schreiend entweder zu mir oder in die Büsche. Macht deiner das auch? Max hat quasi zwei Gesichter. Kampfmaschine und Angsthase :-)

    LG

    EDIT:
    was mir noch eingefallen ist:
    In so einer akuten Situation, also wenn ich gerade sehe, Fell geht hoch, Hund wird stocksteif. Anfangs habe ich versucht, ihn abzurufen, bin teilweise schnell auf die Kampfhähne zugegangen. Das hat Max anscheinend noch bestärkt. Bin ich hingegen etwas weiter weg und laufe dann auch noch zügig weg, passiert meist nichts...

  • Zitat

    Gib deinem Hund doch einfach mehr Sicherheit, indem du ihm klare Anweisungen gibst, statt ihn zu fremden Hunden laufen zu lassen, wenn er sich damit nicht wohl fühlt.


    Das ist das Mittel der Wahl, denn, wie ich es lese, scheint Dein Hund unsicher zu sein.

    Zitat

    Von sich aus geht er nicht zu anderen, er läuft dran vorbei.
    Das komische ist, dass er an der Leine mehr Interesse an den anderen hat als ohne.


    Das bestätigt die Unsicherheit. An der Leine weiß er, er hat Dich und Du wirst im Notfall helfen. Er fühlt sich dann sicherer.

    Oder macht er an der Leine Terror?

    Von den Disc-Scheiben würde ich Dir abraten, denn der Schuss kann gewaltig nach hinten losgehen. Wenn Du Pech hast, verknüpft Dein Hund das Geklappere mit dem fremden Hund und dann hast Du ein richtiges Problem.

  • Hallo MäxchenMonster u. Coco,

    also ich habe auch schon so oft gesagt, dass da zwei Hunde drin stecken. Auf der einen Seite voll der Rowdy u. dann schreckhaft u. unterwürfig(bei uns) :irre:

    Ich bin mir auch noch nicht so sicher, wie ich ihnüberhaupt einschätzen soll, eher unsicher oder ist er wirklich ein Rowdy?

    Vorhin bin ich spazieren gewesen u. haben zwei Hunde getroffen. Wir sind uns entgegen gekommen. Er isteinfach dran vorbeigelaufen. Er wollte nicht schnüffeln, der andere zum Glück auch nicht (war auch schon alt!). Ein anderern, kleiner Rüde war an der Leine u. ich habe dann meinen auch angeleint. Da zog er direkt an der Leine, allerdings im großen Bogen rechts herum und wollte dann am liebsten von hinten doch nochmal hin. Total paradox, oder? Was macht die Hunde interessant, wenn man an der Leine ist?
    Mit dem Leckerchen werde ich auch mal direkt versuchen, allerdings füttern wir eh aus der Hand u. er bekommt sein Futter unterwegs. Ich müsste mir dann für solche Situationen einen "jackpot" einpacken.
    Meine Angst bzw. Sorge ist allerdings auch, dass wenn ich mit Jackpot durch die Gegend laufe, er vielleicht meint, dass er besonders auf mich aufpassen muss, damit uns keiner zu nahe kommt, oder?

    Hach, es ist alles ziemlich verzwickt....und ich bin auch hin und hergerissen was die Handfütterung betrifft. Fördere ich damit nicht erst recht den Hüteinstinkt? obwohl man ja immer wieder liest, das man dadurch dem Hund klar macht, wer der Rudelchef ist.
    Was meint ihr dazu??

    lg

  • Hi, solange du deinen Hund unkontrolliert (un angeleint) zu anderen laufen lässt, wird es nicht besser......Wenn du jemanden mit einen Hund begegnest der auch an der leine ist, lass die beiden ruhig schnüffeln. Wenn du aber merkst zb wenn er seinen Kopf über den anderen Hund hält oder sein Fell stellt oder oder oder, gib ihn ein Kommando und gehe einfach weiter. Solange der Hund Auseinandersetzungen erlebt, wird er immer wieder hoch sensibel an andere Hunde ran gehen. Eins ist auch Fakt, der Hund merkt ganz genau das du sehr unruhig wirst wenn ein anderer Hund in der Nähe ist. Dadurch wird dein Hund auch zusehnst nervöser und reizbarer. Die leine ist eine Art Gefühlsverbindung zwischen Mensch und Hund. Damit will ich sagen wenn du zb einen anderen angeleinten Hund oder auch nicht begegnest und die leine straf ist aus vorbeugende Maßnahme, gibst du deinem Hund ein Gefühl von Unsicherheit oder sogar Angst und er wird dich ziemlich schnell verteidigen wollen. Ich habe auf einen ähnlichen Text ne Antwort gegeben, Vllt kannst du in ihm auch etwas nützliches für dich und deinem Hundi abgewinnen.

    Hier der besagte Text:

    Hi,
    du hast einen entscheidenden Fehler gemacht. Du warst zu dicht an den anderen. Dein Hund wird immer wieder ausrasten wenn ihm nicht oder nicht genügend gezeigt wird, dass die anderen keine Gefahr darstellen. Wenn du mit dem Hund trainierst (was du an sich sicher gut machst) darfst du dich den anderen Hunden auf keinen Fall soweit nähern das deiner mit dem Theater anfängt. Immer soweit Abstand lassen bis du merkst dein Hund wird nervös und fängt an zu knurren etc. dann wird es recht schnell wieder besser. Immer wenn dein Hund zum anderen Hund Blickkontakt aufnimmt, musst du ihn ablenken, wendet er dann den Blick ab sofort loben. Am besten geht das wenn du jemanden hast, der auch einen Hund hat und dir beim Training hilft. Das Training sollte dann jedesmal woanders stattfinden. Hat dein Hund schon mal schlechte Erfahrungen gemacht das er sich anderen gegenüber so verhält?


    LG Dani

  • Zitat

    (...) Und man selbst ist sich nur noch am entschuldigen (...)


    Das ist auch noch ein wichtiger Punkt.
    Wenn Snoop so ausgerastet ist, war mir das total peinlich. Ich wurde unsicher (was denken die Leute?) und das hat Snoop gemerkt. Also wurde er auch noch unsicherer.
    Hab ich mich entschuldigt, hat er das an meiner Stimme noch verstärkt gemerkt.
    Hab ich versucht ihn zu beruhigen, dachte er an Lob.
    Hab ich ihn geschimpft, hat er lauter gebellt.

    Erst als ich gelernt hatte mit einem "lass die Leute denken, was sie wollen" emotionslos weiter zu gehen, wurde Snoop auch merklich gelassener.

    Das gilt für das Pöbeln an der Leine, und Begegnungen ohne Leine würd ich vorerst eh auf Leute und Hunde beschränken, die ihr kennt und einschätzen könnt.

    Lg Christine

  • Hallo Hermine,

    wie ist die Körpersprache Deines Hundes?

    Ein unsicherer Hund, der aus Angst reagiert, hat meist eine eingezogene Rute, angelegte Ohren und seine ganze Körperhaltung drückt Angst aus, während ein Rowdy sich aufbaut, leicht nach vorn gebeugte Körperhaltung, Rute hoch, Ohren gespitzt.

    Aus einem unsicheren Hund kann natürlich auch ein Mobber werden, wenn er Erfolge zu verzeichnen hat. D.h. er hat andere Hunde in die flucht geschlagen, also gemerkt, dass dieses Verhalten für ihn günstig ist.

  • Hallo Hermine,

    sicher kann man da etwas machen, nur Du musst sehr konsequent und geduldig sein, denn Dein Hund hat dieses Verhalten erlernt und es dauert länger, es wieder abzubauen.

    Clickerst Du?
    Damit geht es eigentlich recht gut.

    Ohne natürlich auch.

    Beginne damit, Deinen Hund jedesmal wenn Euch ein anderer Hund entgegenkommt für ruhiges Verhalten zu belohnen.

    Also:
    Du siehst den fremden Hund, Dein Hund ist ruhig und Du lobst. Nicht erst, wenn der andere Hund weg ist, denn damit verknüpft Dein Hund, dass er für das Sitz oder Platz belohnt wird und nicht, für das Ruhigbleiben.

    Wir haben ein ähnliches Problem mit Dago, der vor 2 Monaten von einem Hovawart verletzt wurde (Anbruch des 2. Schwanzwirbels). Jedesmal wenn Dago einen großen schwarzen Hund sieht, rastet er aus.
    angriff ist die beste Verteidigung.

    Ich mache es so, wie oben beschreiben.

    Sollte er doch mal durchstarten, gehe ich in die andere Richtung und lasse Hund, Hund sein. Allerdings mache ich das nur bei Hunden , die ich kenne.
    Sonst gehe ich hin und hole ihn kommentarlos zurück.

    Ein Abbruchsignal könntest Du anbringen, z.B. ein He oder so was, denn damit bekommst Du die Aufmerksamkeit und kannst ihn zurückrufen.

    Macht er Platz auf Entfernung?

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