Problemhund, der ?.

  • Hallo zusammen,
    wir haben einen BC-Schäferhund-Mix. Er ist kastriert u. ca. 17Mon alt.
    Wir gehen von anfang an zur HuSchu. Wie ich finde, ist sein Grundgehorsam sehr gut (wenn kein anderer Hund uns zu nahe kommt). Wir clickern u. legen Fährten u. er ist pro Tag mind. 2 Std. spazieren.

    Jetzt zum Problem: Man liest ja immer wieder, dass, wenn der Grundgehorsam stimmt (zuhause u. draussen) dann gibt sich dass auch mit der Stänkerei draussen, da die Rangordnung klar ist. Nur leider klappt, dass bei uns nicht immer. Wenn wir spazieren gehen u. wir treffen einen anderen Hund, der nicht sofort nach dem ersten Beschnüffeln weiter geht, dann geht unser auf diesen los. Er knurrt nicht grß, sondern hat da eine eher geringe Toleranzgrenze. mir wirdhäufiger geraten, dass ich ihn zu mir rufen soll, aber er soll doch Kontakte zu anderen Hunden haben.

    Was meint ihr dazu? Ich möchte im Grunde es ihm ermöglichen zu schnuppern, aber wie bringe ich es ihm bei gelassen im Umgang mit anderen Hunden zu bleiben.
    Ich habe immer öfters das Gefühl, dass er andere Hunde in seiner Nähe nicht akzeptiert. Ich gehe meistens alleine spazieren, würde aber gerne entspannt auch mal mit anderen Hunden (u Besitzern) entspannt spazieren gehen, ohne Angst, meiner fühlt sich angemacht.

    Ist jetzt doch etwas länger geworden, aber ich hoffe ihr hab ein bisschen Zeit für mein Problem

    LG

  • HalloHermine,

    macht er das nur bei Rüden oder ist das Geschlecht bei diesen Angriffen egal?

    Du sagst, er knurrt nicht und hat eine niedrige Toleranzgrenze? Was heißt niedrige Toleranzgrenze für Dich?

    Wie zeigt sich der Angriff?

    Beißt er zu oder droht er nur?

    Ich glaube auch nicht, dass dieses Verhalten etwas mit Rangordnung zu tun hat.
    Was es ist, kann man aus der Entfernung, ohne den Hund zu sehen, schlecht sagen,a ber vielleicht Unsicherheit.?
    angriff ist die beste Verteidiung???

  • Huhu!!

    Wie wurde er denn sozialisiert?? Was sagt die Huschu dazu?
    Verhält er sich nur auf dem Gassi so oder auch in der Huschu, wenn die hunde dort miteinander spielen dürfen?

    lg Christine

  • Vielen Dank für eure schnelle Antwort,

    es ist eigentl. egal ob Rüde oder Weibchen. Aber ich meine bei Rüden ist es schneller vorbei.

    Mit Toleranzgrenze meine ich, kurz schnüffeln o.k., aber dann ist hier bitte Schluß!
    "Gespielt "hat er übrigens nie. Es wurde aus wildem Herumgetobe schnell eine Keilerei.


    In der HuSchu bleiben wir auf Abstand. Ist natürlich nicht gerade entspannend, wenn man immer Angst hat, der Hund geht in die Ketten, wenn uns einer zu nahe kommt.

    Noch mal 'ne andere Frage: Was macht ihr, wenn ihr etwas "Unterbindet". Also man soll ja ungewolltes Verhalten unterbinden. Was macht ihr in solchen Momenten? AUS? Starker Leinenruck? Schnauzgriff? ?????
    Bin da nicht sicher, wenn meiner knurrt u. ich dann "aus" sagen, ob das dann überhaupt ankommt u. ob er es irgendwann rafft, es ganz zu lassen.
    Habt ihr 'nen Tip?

    LG Hermine :roll:

  • Könnte es sein, dass er bei den Begegnungen immer angeleint ist und Du an der Leine ziehst/ruckst, wenn er anfängt zu knurren?

    Gibt es in Eurer Hundeschule kein Freilauf?

    Vom wem gingen denn die Keilereien aus, wenn es dazu mal kam?

    Wann wurde er denn kastriert und warum?

    Viele Grüße
    Corinna

  • Also die Angriffe gehen von meinem aus.
    Das Problem tritt auf, wenn er ohne Leine läuft u. wir treffewn andere Hunde. Die kommen, schnüffeln ( ab da steht er schon ziemlich angespannt) u. wenn die anderen dannnicht weiter gehen, dann geht er drauf los. Ich gehe (versuche) zügig mit ihm an anderen vorbei zu gehen, aber wie gesagt, wenn die anderen hinter uns herlaufen, was ja irgendwo normales Interesse ist, dann kann es passieren das es knallt. Ich möchte, aber ihn nicht schon im Vorfeld immer anleinen, wenn wir Hunde sehen sondern möchte eigentl. diese Kontakte zulassen, damit er lernt, dass ihm Nichts passiert. Da ihn wirklich noch nie einer angegriffen hat, verstehe ich sein Verhalten auch nicht so ganz.

    In der HuSchu gibt es z.Zt. keinen Freilauf. Grundgehorsam, Fuß gehen usw. steht auf dem Programm.
    Was aber auch o.k. ist.

    Er wurde mit gut einem JAhr kastriert. Auf anraten von Huschu u. TA, da wir befürchteten, dass er sonst noch aggressiver wird. Hat Nichts gebracht, ausser, dass er nicht mehr leidet, wenn eine heiße Hündin in der Nähe ist. Das war schon ziemlich extrem, obwohl er noch so jung ist.

    LG

  • Hallo Hermine.
    Es könnte sein, daß Euer Hund einfach nicht so viel Bock auf fremde Hunde hat. Mein Großer wird bald drei und er ist super sozialisiert. Hatte immer Kontakte zu vielen verschiedenen fremden Hunden, aber je älter er wurde, desto weniger wollte er mit fremden Hunden zu tun haben. Er fängt keinen Krach an, aber er will genauso seine Ruhe haben. Er hat halt einfach keinen Bock auf andere. Er hat so ne handvoll richtig guter Kumpels mit denen er spielt und sich super versteht, aber fremde braucht er nicht. Das geht dann ähnlich ab, wie bei Dir. Nur meinem konnte ich beibringen, daß er erstmal zu mir kommt, damit ich ihn von den lästigen Fremden befreie.. Wenn das nicht geht, weil so ein fremder Rüde meint, er müsse gucken, ob er stärker ist und Bluey nicht zu mir gelangen kann, fängt der andere sich eine. Kurz und schmerzlos. Allerdings versuche ich Kontakte zu vermeiden, nehme meinen an die Leine, weil gerade fremde Rüden das nicht aktzeptieren wollen, daß meiner keinen Wert auf Statuskämpfe legt und er schon öfter heftig attackiert wurde, wenn er aus dem Weg gehen wollte.. Es ist halt auch nicht jeder Hund "sauber". Ich würde versuchen Deinem Hund Sicherheit zu geben und ihm eben fremde Hunde vom Hals zu halten... Wenn er doch mal keinen Bock drauf hat, tust Du ihm ja nix gutes damit...
    Und wenn er wirklich andere nicht mag, dann passiert ihm ja sehr wohl was durch deren Annäherung: es wird seine Individualdistanz unterschritten, was er sehr wohl als Angriff werten könnte... Es mag halt nicht jeder Hund auch alle anderen. Wie bei den Menschen, da gibt es Everybodys Darling und den Eigenbrödler....

  • Lieben Dank für deine Antwort

    aber dass ist es ja gerade! Wir gehen relaxt u. uns kommt ein anderer friedlicher Hund "nur" entgegen. Wir grüßen u. die Hunde beschnuppern sich. Soweit geht alles gut, dann geht der andere aber nicht weiter (was ich leider ja vorher nicht weiß) sonder möchte weiter schnüffeln u. eh ich meinen dan abrufen kann, ist es schon zu spät u. meiner geht drauf los.

    Ich würde es halt ganz gerne so hinbekommen, dass er, so wie deiner, die anderen ignoriert u. einfach weiter geht.
    Im Moment traue ich mich nicht, wenn ich jemanden mit Hund treffe, zusammen den Weg fortzusetzen, aus Angst meiner macht Theater, weil der andere mitläuft.
    Wir gehen also nur vorbei..

    Vielleicht hast du ja einen Tip?
    LG

  • Hi,
    das klingt ähnlich, wie Snoops Verhalten früher.

    Warum gehst du nicht mit andern Hunden zusammen? Ihr könnt die Hunde ja eine Weile an der Leine miteinander laufen lassen. So können sie sich nichts tun und gewöhnen sich an die Anwesenheit des anderen.
    Und wenn ihr später die Leinen los macht, dann lauft weiter, bleibt nicht stehen.
    Wer sagt denn, dass die Hunde immer zusammen spielen müssen, oder dass deiner sich anschnuffeln lassen muss? Hauptsache er macht mal die Erfahrung, dass andere Hunde einfach nur da sind und ihm nichts passiert.
    Das musste Snoop auch lernen.
    Wir sind viel mit anderen gelaufen, auch in großen Gruppen. Und sein Verhalten hat sich extrem gebessert.

    Außerdem hab ich jede Begegnung mit einem Hund mit einem Leckerchen belohnt. Auch wenn der Hund nur auf der anderen Straßenseite gelaufen ist. So hat Snoop den Anblick anderer Hunde positiv erlebt.

    Ich hab drauf geachtet, dass er nur Kontakt mit unaufdringlichen Hunden hatte, so dass er nicht durch endloses Schnüffeln genötigt wurde.

    Und mittlerweile erträgt er die Schnuffelei anderer Hunde genervt aber geduldig und holt sich direkt danach stolz grinsend ein Leckerchen bei mir ab.

    Es hat lang gedauert, man muss halt Geduld aufbringen. Aber es hat geklappt.

    Du musst ihn übrigens nicht zu jedem Hund lassen. In der Regel muss Snoop an anderen Hunden vorbei gehen, ohne sie zu begrüßen. Und ich glaube das ist ihm sogar recht.

    Nur wenn andere Hunde zu ihm laufen, geb ich ihn frei und die beiden begrüßen sich halt.

    Gib deinem Hund doch einfach mehr Sicherheit, indem du ihm klare Anweisungen gibst, statt ihn zu fremden Hunden laufen zu lassen, wenn er sich damit nicht wohl fühlt.

    Lg Christine

  • Hi Snoop,
    vielen Dank für deine Antwort.

    Wahrschl. hast du recht u. ich muss mich nur trauen öfters mit ihm und anderen (fremden) zu laufen.

    Von sich aus geht er nicht zu anderen, er läuft dran vorbei.
    Das komische ist, dass er an der Leine mehr Interesse an den anderen hat als ohne.
    Normalerweise laufen wir ohne Problem dann vorbei, bei einigen gößeren Hunden merke ich leider auch, dass er kurz vorm "Platzen" ist, aber dadurch, dass wir weitergehen, geht das dann.


    LG

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