Erst 8 Jahre und wird schon blind

  • Ich komme eben mit Quintus aus der Tierklinik Kaiserberg/Duisburg.

    Seit kurzem hat er manchmal bei schlechten Lichtverhältnissen Probleme. Wenn er auf den Schoß oder auf´s Sofa springen will schätzt er länger wie sonst ab bis er springt und letzdens ist er vor das Tischbein gelaufen.

    Vermutlich hat er PRA, der Sehnerv sieht nicht gut aus und die Gefäße im Augenhintergrund haben sich schon deutlich zurückgebildet.
    Es besteht eine kleine Chance das es eine chonische Sehnerventzündung ist, aber sehr warscheinlich ist das nicht.

    Ich hab am Donnerstag noch mal einen Termin mit ihm, dann wir in Narkose ein ERG gemacht um zu schauen wie viel aktivität der Sehnerv noch hat und ob es vieleicht eine Entzündung ist, dann könnte der Prozess evt. noch gestoppt werden.
    Aber vermutlich ist es eine PRA und dann wird er blind und ich kann nichts dagegen machen.

    Ich find das echt schei....e, er ist doch noch so jung.

  • Hi Ilona,

    ich kann Deine Angst verstehen und wünsche Quintus, daß sich alles noch zum Guten wendet.

    Gib doch am Donnerstag mal Bescheid wie es gelaufen ist.

    Daumendrückende Grüße und toi toi toi Brigitte.

  • Hallo!

    Zu deiner Beruhigung kann ich dir sagen, dass Hunde sehr sehr gut damit auskommen, wenn sie nicht sehen können. Sie orientieren sich dann über ihre anderen Sinne.

    Natürlich ist das kein wirklicher Trost für euch, aber ihr solltet euch bewusst machen, dass eine Erblindung des Hundes nicht das Ende seines aktiven Lebens sein muss (weil du sagtest, er sei doch noch so jung...).

    Wenn ihr wisst, dass er blind wird, dann könnt ihr euch darauf einstellen. Zum Beispiel die Möbel so stellen, dass er wenig anstoßen kann oder schonmal gezielt Befehle beibringen, die ihn in Richtungen dirigieren oder vor Bordsteinkanten oder Stufen warnen.

    Aus eigener Erfarung weiß ich, dass man selbst viel mehr Probleme mit der Blindheit des Hundes hat, als der Hund selbst. Aber wenn man sich darauf eingelassen hat, dann ist es nicht viel anders, als mit einem sehenden Hund.

    Alles Gute!

  • Er wird natürlich lernen mit seiner blindheit zu leben.

    Zum Glück muss er weder durch den Verkehr (lebe direkt am Wald) noch muss er Treppen laufen, aber trotzdem wird es sicher schwer für ihn.

    Ob er in der Zukunft auf Reisen mit dem Wohnmobil (was er ja zum Glück kennt) und wechselnden Umgebungen klarkommt muss ich dann sehen. Ich nehme meine Hunde auch auf Besuch zu Freunden mit, ob und wie das dann in Zukunft geht ......

    Ist alles echt schei..e

  • Zitat

    aber trotzdem wird es sicher schwer für ihn.

    Wie schon gesagt wurde, haben Hunde damit wesentlich weniger Probleme als man denkt. Sie denken nicht wie wir nach dem Motto, oh, jetzt werde ich blind, sondern gehen da eher pragmatisch ran, so eine Sch**, jetzt wird alles immer finsterer. Gut, dass ich meine Umgebung im Blindflug erkennne und erstaunlich, dass die anderen damit klarkommen, dann halte ich mich doch mal an die.

    Dazu hat er auch noch richtig gute Kumpels (Deine anderen zwei), an denen er sich mit Sicherheit orientieren wird.

    Ich drück Dir auch ganz fest die Daumen, aber falls doch, sieh das nicht so pessimistisch, sondern Ihr werdet da sicherlich einen guten Weg finden.

    P.S.: Ich habe letztens eine Reportage über einen Collie gesehen, der in der Tierklinik vorgestellt wurde, weil er scheinbar schlecht sieht. Dabei stellte sich heraus, dass er blind ist und das schon seit einiger Zeit. Das war den Besitzern nicht wirklich aufgefallen.

  • Hallo Ilona,

    mein Hund ist seit 10 Monaten blind und es macht ihm überhaupt nichts aus! Niemand glaubt es, alle fragen, ob er nicht wenigstens hell und dunkel unterscheiden kann, aber es geht einfach nicht. Beide Augen sind entfernt worden, übrigens auch in Duisburg.

    Mein Hündchen fährt mit in Urlaub und auch in fremder Umgebung merkt man nichts. Ich rede mehr und mein Hund hört endlich mal auf mich :D .
    Der Hund ertastet sich die Welt mit Pfoten und Tasthaaren.

    Die Vorstellung, dass das geliebte Wesen erblindet und man nichts dagegen tun kann ist schlimm :knuddel: , ich habe auch viel geheult deswegen. Aber der Hund ist weiterhin fröhlich und guter Dinge.

    Also Kopf hoch, auch wenn unsere Hunde etwas anderes verdient hätten.
    Sie sind sowieso nicht so auf den Gesichtssinn angewiesen, wie wir.

    Weißt du was? Mein kleiner Köter rennt ohne Leine in fremdem Wald herum, ohne anzustoßen oder in Gräben zu fallen! Und spielt mit dem geliebten Ball, ich hab einen mit Glöckchen drin besorgt.

    Nur Mut, es wird!

    LG

    Eureka23

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