Meine Hündin wird immer aggressiver

  • Hallo zusammen.
    Ich hoffe jemand kann mir helfen oder mir einen Rat geben was ich besser machen kann.


    Ich habe jetzt seit drei Monaten meine fast fünf Monate alte AmStaffordhündin Rahja. Sie kann sehr lieb und brav sein wenn sie das bekommt was sie will. Meine Kleine hat einen sehr, sehr großen Dickschädel, ist sehr dominant und solidarisch.
    Mit Hunden versteht sie sich prima und mit der Familie grundsätzlich auch.
    Doch wenn sie mal nicht ihren Willen bekommt, wie mir scheint, wird sie aggressiv. Vor eins, zwei Monaten war es alles noch nicht so schlimm. Aber mittlerweile ist es jeden Tag so. Dann fängt sie an zu beißen, nicht doll aber es wird dann immer heftiger wenn man Nein sagt. Dann springt sie einen an und beißt. Man kann sie fast gar nicht mehr beruhigen. Nur indem ich sie wegsperre wird sie ruhig, selbst das wegsperren ist immer ein schwerer Kampf.
    Aber es ist nicht nur drinnen im Haus. Als wir draußen im Garten spielten und ich ihr danach den Rücken hindrehte und in Richtung Garage ging um etwas zu holen, kam sie von hinten angerannt und biss mir in meine Jacke die ich in der Hand hielt und zerrte dran und dann fing das rumgebeiße wieder an. Ich weiß nicht was diese täglichen Anstalten sollen.

    Ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt, das sie ihren Willen nicht bekommt.
    Manchmal wurde ich etwas lauter und einmal wäre mir fast die Hand ausgerutscht. Aber ich habe mich immer zurückgehalten. Bin meistens ruhig zu ihr und gebe ihr keinen Grund deshalb zu mir so ausfallend zu sein. Ich mag aber auch nicht das sie denkt sie kann der Chef sein, sie versucht sich immer an oberste Stelle zu stellen. Ich versuche aber auch bestmöglich ihr ihren Rang zu zeigen.

    Ich habe wirklich Angst, wenn sie groß wird, das sie dann auch so ist! Das würde riesen Probleme geben und wahrscheinlich müssten wir Sie aufgeben. Aber ich will nicht aufgeben, vor allem jetzt noch nicht in ihrem jungen Alter, es muss ja irgendeine Möglichkeit geben was ich tun kann.
    Selbst die paar Leute auf dem Hundeplatz beachteten meine Worte nicht wirklich und stempelten es als normal ab. "Die Rasse ja, das ist normal, wahrscheinlich will sie nur spielen"
    Anfangs war es auch noch spielerisch aber mittlerweile fletscht sie ihre Zähne schon richtig zusammen und hört gar nicht mehr auf auf mich ( oder meine Mutter ) loszugehen.
    Aber an der Rasse liegen tut es sicherlich nicht, da werdet ihr mir sicher zustimmen! Wenn ich so etwas schon höre: "Ihr habt euch einen Kampfhund zugelegt, ohje in einem Jahr begrüßt sie mich sicher nicht mehr so lieb."
    Nunja. Soviel dazu. Ich hoffe ihr könnte mir helfen, mir einen guten Rat geben oder mir sagen ob ich evtl. etwas falsch mache o.ä.!


    Ganz liebe Grüße
    Sophia

  • Ich denke das sie mit ihren 5 Monaten spielen will, und nicht gelernt hat wann schluss ist.

    Ich würde mal eine Hundeschule besuchen und mal sehen was der Trainer dazu sagt.

    Dazu würde ich immer mal wieder Spiele abbrechen und dann konequent ignorieren, das sie merkt das Du bestimmst wann was gemacht wird.

    Aber Hundeschule ist schon besser.

  • Seit sie 10 Wochen alt ist gehen wir schon in die Hundeschule!
    Das ist auch die einzige im Umkreis. Ich habe Probleme weiter weg zu fahren, da mich nicht immer jemand fahren könnte und da ist die in meiner nahen Umgebung die einzige die ich nutzen kann. Allerdings viel gemacht wird dort auch nicht. Wie gesagt, groß helfen oder mir einen Rat geben konnten die nicht.

    __

    Wenn ich sie ignorieren tu, dann kommt sie erst Recht wieder an und beißt zu. Ich kann machen was ich will, aufstehen, weglaufen, sie kommt sofort hinterher und springt mich an und schnappt zu.
    Ist alles zwecklos. =(

    MfG

  • Hmmm, das Problem ist, dass man nicht wirklich auf Deine Schilderungen hin Tipps geben kann, denn ich bin der Meinung, dass man dazu den Hund immer sehen muss ! Alles andere ist nicht gut, denn man muss gerade den Hund zusammen mit Dir/Euch in der konkreten Situation sehen. Ich kann auch nur raten eine andere Trainerin zu suchen, auch wenn das schwer ist, und zwar bevor "das Kind in den Brunnen gefallen ist". Vielleicht kannst Du einfach - was ich auch noch besser fände - ein paar Einzelstunden buchen, denn die Probleme sind ja auch hauptsächlich zuhause. Wo wohnst Du denn ? Gibt es vielleicht jemanden, der Direine gute Trainerin/Trainer empfehlen kann ? Schau auf jeden Fall, dass mit dem Hund und euch gearbeitet wird und nicht nur "Dominanztheorien" die Hauptsache sind... Mit Gewalt und Druck kommst Du auf Dauer nicht weit und es geht gerade nach hinten los mit dem Problem. Ich wünsche Dir viel Glück bei der Problemlösung.
    LGR Jenny

  • Zitat

    Ich habe Probleme weiter weg zu fahren, da mich nicht immer jemand fahren könnte

    hallo, es gibt trainer, die kommen zu euch nach hause.
    was sagt denn deine mutter zu dem ganzen? kümmert sich sonst ncoh jemand um die erziehung?
    gruß marion

  • Wirst nur du attakiert oder auch andere Personen, die in eurem Haushat leben?
    Es ist sehr schwierig, hier eine Ferndiagnose zu stellen - wie bereits schon gesagt wurde, man müsste den HUnd in den einzelnen Situationen sehen.
    Wer steht dir noch zur Seite? Wer kümmert sich - ausser dir - noch um das Tier?

    Denke nicht, dass dieses Problem von alleine verschwindet. Hier muß dir auf jeden Fall vor Ort und professionell geholfen werden.

  • ..

    In meinem Ort ( Gotha ) gibt es nicht viele Trainer. Zumindest soviel wie ich weiß. Ich bin halt nur auf dem Hundeplatz, ich weiß nciht ob die auch Kurse für zu Hause geben o.ä.! Dieser Hundeplatz ist eh sehr komisch und dort wird wie schon erwähnt nicht viel gemacht, aber etwas anderes blieb mir vorerst nicht übrig.

    Am meisten kümmere ich mich um den Hund. Ich wollte sie ja auch, weil ich nicht ohne konnte. Meine Eltern machen sich nicht allzuviel drauß, die denken es wäre noch normal in dem Alter und das sie ja eh noch ruhiger werden würde. Also wäre für die der ganze Aufwand für einen professionellen Trainer für zu Hause vorerst irrelevant.
    Aber beim nächsten Tierarztbesuch hatte ich sowieso vor mich zu erkundigen, was ich tun kann, welche Möglichkeiten es noch gebe. Weil ein Trainer schließlich auch denk ich mal dementsprechend noch mehr kostenverbindlich wäre. Das wäre aber hoffentlich kein großes Problem.
    Es ist halt nur schwierig erstmal eine Anlaufstelle zu einem Trainer zu finden.


    Meine Mutter und mein Vater werden zu dem nicht so oft von ihr attakiert, so wie ich es mitbekomme. Ich bin halt streng mit ihr und erlaube ihr nicht alles, meine Eltern gehen da etwas locker mit um und wissen auch nicht richtig umzugehen in manchen Situationen.
    Aber wenn ich zum Beispiel mit meinem Freund im Garten sitze, und sie mit ihm spielt, dann wird sie manchmal auch sehr grob und fängt das gleiche Spiel wieder an und beißt, springt überall hoch und schnappt das was sie zu schnappen bekommt.
    Momentan geht es, es hat alles schon etwas nachgelassen zumindest in den letzten Tagen. Aber das war schon öfter so, manchmal ging es und manchmal nicht.

  • :hallo:


    Was mich mal interessieren würde, wie Du reagierst in so einer Situation. Versuch sie doch mal ganz genau zu schildern. Außerdem: mit welchen Methoden wird in dieser Hundeschule denn gearbeitet?

  • Zitat

    ..
    Am meisten kümmere ich mich um den Hund. Ich wollte sie ja auch, weil ich nicht ohne konnte. Meine Eltern machen sich nicht allzuviel drauß, die denken es wäre noch normal in dem Alter und das sie ja eh noch ruhiger werden würde. Also wäre für die der ganze Aufwand für einen professionellen Trainer für zu Hause vorerst irrelevant.

    ich bin entsetzt, über die einstellung deiner eltern. was glaubt ihr, was noch auf euch zukommt, wenn deine eltern so wenig interesse an einer ordentlichen erziehung dieses tieres haben? da sind die ausgaben für ein paar trainerstd. eine lächerlich kleine summe.
    deine eltern scheinen auch nicht wissen zu wollen, dass du so einen hund noch gar nicht halten darfst - oder?
    schlimm finde ich, dass nicht nur ihr die leidtragenden seid, wenn was passiert, sondern dann wieder alle, die diese rasse halten, den kopf mehr oder weniger dafür hinhalten müssen. dann ist das geschrei wieder groß. ich könnte.

    ist nicht gegen dich bös gemeint, aber ich verstehe echt nicht, warum alle "kinder" plötzlich so einen hund halten wollen und ihn auch bekommen, die eltern sich aber einen dreck um die erziehung kümmern wollen.

    gruß marion

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!