• Bei Raphael wurde vor ner Woche auch Anaplasmose gefunden. wobei vorgestern der Test mach dem Virus kam und der war negativ d.h. laut Labor das der akute Infekt ca. ein halbes Jahr her ist. Behandeln aber noch mit Doxy weiter, da er gut drauf anspricht (hat noch diverses anderes grad, u.a. ne Lungenentzündung)
    Ich bin auch in dem Forum, hab aber grad nit so viel Zeit mich da viel reinzulesen, hab aber das Gefühl das da viele kompetente Menschen unterwegs sind. WErd bei Gelegenheit die Blutwerte vervollständigen und dann mal sehn was die noch so sagen..
    alles gute für deinen Hund!
    polli

  • Oh je, Anaplasmose.... :sad2: das ist gar nicht schön.

    Meine Erfahrungen damit: bei unserer Hündin wurde im März Anaplasmose festgestellt, Titer 1:50 also eher gering. Trotzdem hatte sie Nasenbluten, das letztendlich nicht zu stillen war und wir mussten sie leider über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Sie wurde anfangs drei Wochen mit Doxycyclin behandelt, zustäzlich mit Cortison und Vitamin B, außerdem bekam sie Schilddrüsen-Tabeltten. Zuerst sah es so auch, als ob die Behandlung Erfolg hätte, sie nahm zu, hatte keine Gelenkprobleme mehr und war munter und vital. Nur das Nasenbluten kam immer wieder. Manchmal leicht, dann wieder heftig, so dass wir in die Klinik fahren mussten und zwei Mal half auch nur noch der Tropf. Die Behandlung mit Cortison wurde fortgesetzt, auch die Doxycyclin-Behandlung wurde verlängert. Leider ohne Erfolg.

    Ich möchte hier keine Panik verbreiten, aber meiner Erfahrung nach kennen sich viele Tierärzte mit dieser Krankheit zu wenig aus. So wurde mir im vergangenen Jahr auf mein Nachfragen mitgeteilt, Borreliose käme bei Hunden jetzt nicht sooo oft vor. :irre:

    Ich würde auf jeden Fall versuchen, das Immunsystem zu stärken und - wenn man aufgeschlossen ist dafür - einen guten Homöopathen hinzuziehen, möglichst einen, der sich mit Borreliose und Co. auskennt. Außerdem würde ich evtl. einen TA kontaktieren, der sich mit solchen Krankheiten speziell auskennt.

    Ich drücke Euch Betroffenen die Daumen, dass Ihr diese heimtückische Krankheit in den Griff bekommt.

    L. G.

    Andrea

  • Tildra: Das tut mir schrecklich leid was mit deiner Maus passiert ist. Ab einem Titer von 1:50 gilt die Krankheit als ausgebrochen. Da ist es schon sehr heftig das es so enden musste :( Tut mir furchtbar Leid.
    Dazu muss ich auch sagen das du recht hast. Viele TA kennen sich überhaupt nicht mit dieser Krankheit aus. Eine Bekannte geht zu einem TA im Nebenort und wollte sich über Anaplasmose informieren. Dieser rümpfte nur die Nase und meinte er kenne diese Krankheit nicht und das es diese Krankheit in Deutschland gar nicht gibt. :/ Und bei solch einer Unwissenheit macht es mir doch auch des öfteren Angst, da einer neuen Statistik nach fast jede 20. Zecke den Anaplasmoseerreger überträgt.

    Jetzt zu meiner Maus. Ihr geht es schon viel besser. Sie bekommt jetzt seit 2 Wochen Doxycyclin und es geht ihr weitestgehend gut. Vor 2 Tagen haben wir ihr nochmal Blut abnehmen gelassen um bestimmen zu können, ob der Erreger aktiv oder passiv im Körper tätig ist und wie lange er etwa im Körper ist. Unser TA ist immernoch sehr schockiert über den hohen Titer von 1:3200. Wir sind guten WIllen, das die Maus wieder gesund wird. Da sie sonst keinerlei Symptome zeigt. Auser das sie etwas matt ist und ab und an ganz leicht humpelt.
    Den "dicken" haben wir nun auch auf Anaplasmose untersuchen gelassen und er ist zum Glück negativ.
    ALs kleine Info: Unser TA hat sich in seinem Urlaub nochmal intensiv mit Anaplasmose beschäftigt und in den meisten Fällen ist starker Durchfall mit Fieber der Anfang. Das tritt in der Regel in schüben auf. Man sollte diese Krankheit auf jeden Fall nicht unterschätzen, da man mittlerweile sogar davon ausgeht, dass die Krankheit genauso "schlimm" wie Ehrlichiose ist.....

    Danke für eure lieben und aufmunternden Worte!!!

    L.g. Helen

    Edit: Wir geben zur Zeit auch viele Homöopathische Mittelchen um das Immunsystem beider Hunde zu stärken!

  • Kürzlich wurde bei meinem Hund auch ein Anaplasmosetiter festgestellt. Da die Symptome nicht ganz und auch die dazugehörigen Blutwerte nicht passten, hat man von einer Anaplasmosebehandlung abgeraten. Ich wollte es nicht glauben, da es meinem Hund immer schlechter ging.

    Auch im Leishmanioseforum meinte man, dass da keine Anaplasmose aktiv sei.

    Nun denn, als mein Hund fast nimmer laufen konnte fuhr ich zu einem Tierneurologen. Da war ich schonmal und er erklärte mir, dass ein Anaplasmosetiter keine wirkliche Aussagekraft hat. Er sagt nur, dass der Hund mal Kontakt zu Anaplasmen hatte und er einen Titer aufgebaut hat, je höher, desto größer die Abwehrkraft. So wie wenn man eben Tollwut impft. Je höher der Titer, desto größer der Schutz.

    Wichtig sind die Blutwerte, ob der Hund Fieber hat und ob es zu Gelenksentzündungen kommt. Da gibt es wohl eindeutige Symptome. Wenn ein Hund Anaplsamose hat, und es werden bei uns immer mehr, muss man mind. 28 Tage lang diese Antibiotikum geben. Anaplasmose sei aber heilbar.

    Mein Hund hatte übrigens keine Anaplasmose, es war ein ganz krasser Bandscheibenvorfall. Durch eine Op konnte ihr dann geholfen werden.

    Also, wenn ein Hund Probleme hat, kann es auch was anderes sein.

    LG Schopenhauer

  • Bei Aisha hat es auch mit starkem Humpeln und Schwer-Aufstehen-Können angefangen. Dazu kam ganz leichtes Fieber und leichtes Nasenbluten. JETZT ist mir klar, dass das der Anfang der Krankheit war. Damals kannte ich sie nicht und meine Frage wegen Borreliose - was ja immerhin schon die richtige Richtung gewesen wäre - wurde abgetan :kopfwand: Arthrose und ein Infekt war damals die Diagnose. Und der Hund sei ja schon älter (8 ! Jahre - ihre Mutter ist dieses Jahr 16 Jahre alt :sauer: ) Nach diesen speziellen Krankheiten Leishmaniose/Erlichiose/Borreliose und Anaplasmose wurde nicht weiter untersucht da wir ja nicht im Süden waren.

    Ich weiß nur für die Zukunft: sobald mein Hund auch nur ein leichtes Humpeln zeigt oder sonstwie unklare Symptome hat lasse ich sofort diese Krankheiten testen.

    BoxerSchnautze - Danke schön. :/ ach schön, dass es doch gut bei Deiner Maus aussieht. Der Titer ist wohl nicht entscheident für den Verlauf der Krankheit. Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen.

  • Hallo,
    kann gut nachvollziehen wie Du Dich fühlst.
    Max hat sich im letzten Sommer auch die Anaplasmose eingefangen.
    Er hat 9 Wochen Doxy bekommen, danach war der Thrombozytenwert wieder einigermaßen.
    Wichtig ist das Du sehr genau darauf achtest wo Du spazieren gehst.
    Viel schlimmer als die Gelenkentzündungen ist die verminderte Blutgerinnung.
    Ein Tritt in eine Scherbe oder eine Kollision mit einem Radfahrer kann für Deinen Hund jetzt sehr gefährlich sein.
    Der Erreger der Anaplasmose setzt sich im Knochenmark fest und ist dort sehr schwer zu erreichen, daher die lange Antibiose.
    Der Titer ist bei Max die ganze Zeit rauf und runter gegangen, das sagt anscheinend nicht so wahnsinnig viel aus. Erst ein stabilisierter Thrombozytenwert gibt etwas Sicherheit.
    Ob damit alles ausgestanden ist weiß, laut TK, bisher noch keiner so genau da die Krankheit noch nicht so lange bekannt ist und noch reichlich geforscht werden muß um zuverlässige Aussagen machen zu können.
    Viele Hunde sterben einfach an unerklärten inneren Blutungen weil die TÄ keinen Schimmer haben auf was sie achten müssen.
    Wir hatten Glück.


    LG
    Quendolina

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