Wann ohne Leine?

  • Leila ist 5 Monate und ich lasse sie bisher nur im Garten (1000 m²) ganz ohne Leine laufen, draußen nehme ich die normale Leine oder in den Feldern meist die Schleppleine - ganz ohne habe ich mich noch nicht getraut. Sie kommt zwar meist wenn ich rufe - aber eben nicht immer.

    Heute bin ich von einem anderen Hundebesitzer doof angemacht worden, weil Leine war, ich kam mir echt blöd vor.

    Wann habt Ihr Eure Hunde ohne laufen gelassen? Leila kam mit 4 Monaten zu uns und hörte zu dem Zeitpunkt noch nicht auf ihren Namen - geschweige denn einfach hinterherlaufen.

    LG Dorilys

  • Hey,

    also wir haben eine Jack Russel Hündin, und ich habe sie schon sehr früh, glaube so mit 3 Monaten ohne Leine laufen lassen. Am Anfang jedoch immer auf Wiesen die nicht an Straßen waren und auch gut eingegrenzt. Weil ich anfangs auch etwas unsicher war, hab ich die Leine immer dran gelassen und auf den Boden schleifen, so konnte ich wenn was war sie immer kriegen.

    Ich habe aber in dieser Zeit ganz intensiv das "Hier" geübt. Alle paar Minuten habe ich sie zu mir gerufen, und wenn sie kam, sie ganz doll gelobt. In der Wohnung haben wir anfangs das Hier immer geübt.

    Mittlerweile funktioniert das super, und sie ist auf Wiesen, Waldwege immer frei und zwischendurch wird das Hier immer geübt.

    Ich kann dir nur den Tip geben, dir einen Ort zu suchen, wo DU keine Angst hast, sie frei zu machen und dann üben und üben. Ich würde damit bald anfangen, weil um so eher sie es lernt um so besser klappt es später.

    Lg Sam

  • Hallo Dorilys!

    Ich hatte im Feld auch lange diese Unsicherheit und deshalb die Schleppe dran.

    Meine Trainerin meinte dann jedoch, mein Hund weiß ganz genau, was ich von ihm will. Es liegt also an mir, konsequent das auch durchzusetzen.

    Das funktioniert aber nur, wenn du auch davon überzeugt bist, dass er jetzt das Kommando ausführt!

    D. h. deine Körpersprache und auch deine Stimme müssen überzeugend sein.

    Wir haben dann noch eine genaue Abfolge gelernt, welche mir zumindest super geholfen hat! :^^:


    1. Schritt: Ich rufe den Hund ganz normal (Stimme und evtl Handzeichen)
    er kommt: freuen + Leckerlie

    er kommt nicht:
    2. Schritt: Ich rufe den Hund nochmal. Diesmal mit etwas mehr Elan und Freude

    er kommt nicht:
    3. Schritt: Ich schimpfe irgendetwas laut vor mich hin (nur nicht das Kommando oder seinen Namen!!!) wenn ich seine Aufmerksamkeit habe nochmal freundlich das Kommando

    er kommt nicht:
    4. Schritt: Ich geh ohne etwas zu sagen zielstrebig und hocherhobenen Hauptes auf ihn zu. Wenn er irgendwie versucht dich zu beschwichtigen, brich ab und nenne einfach nochmal normal das Kommando.


    Ganz wichtig ist einfach ruhig zu bleiben und dich genau an die Schritte zu halten.
    Außerdem MUSS er das Kommando ausführen.

    Normalerweise solltest du nach ein paar Mal kaum mehr in Stufe drei oder vier kommen.
    Wenn er einigermaßen zuverlässig kommt, dann gibt es nur noch Leckerchen auf's erste Mal.

    Falls er trotzdem immer erst auf's zweite Mal rufen kommt, dann lass den Schritt zwei einfach weg.

    Wichtig ist auch noch, ihn nicht nur abzurufen, wenn jemand kommt etc.
    Sondern auch einfach so zwischendurch!!

    Und üb am Anfang nicht in zu schwierigen Situationen. Gib ihm die Chance es richtig zu machen! =)

  • Ich bin in unserem gut von befahrenen STraßen abgegrenzten Park viele WOchen lang immer einfach zielstrebig einen bestimmten Weg gegangen.
    Diese Runde ruhig mehrere Male, je nach dem wie viel Zeit und Lust ich hatte.
    Ich habe sie dort von der Leine abgemacht und bin einfach schnellen Schrittes gegangen.
    Hab mich NIE zu ihr umgesehen, mich also auf ihren Folgeinstinkt verlassen.
    Es waren größten Teils Wege, die links von Wasser, rechts von Büschen etc begrenzt waren, also kein unübersichtliches Feld, wo Missy die Möglichkeit hatte, sich großartig nach rechts oder links von mir zu entfernen.

    Ich hab sie nie bei dieser Runde gerufen.

    Nebenbei haben wir an der Schlepp mit Ball und ohne das "hier" geübt.

    Ich muss sagen, an der Schlepp klappte das hier relativ schlecht.

    Egal, bin weiterhin die Runde gegangen ohne Leine und hab irgendwann angefangen, sie zu rufen... nie ohne Grund - entweder es gab einen STock, oder wir haben uns auf dem Weg umgedreht oder eben auch mal Leckerlis.

    Ich weiß, meine Methode ist anders, aber es hat wunderbar geklappt.

    Sie hatdadurch gelernt, dass ich sie nie ohne guten Grund rufe, das heißt, das HIER hat immer eine Bedeutung.

    Es muss schon eine enorme Ablenkung sein, damit sie nicht aufs Hier hört, aber dann mache ich es ähnlich wie kakadus es beschrieben hagt, also nie mehr als zwei mal rufen und dann geh ich einfach weiter.

    Oder ich gehe zielstrebig von der Seite auf sie zu und dräng sie von dem interessanten Etwas ab, knurr vielleicht noch, dann nochmal das HIER.

  • Zitat

    er kommt nicht:
    4. Schritt: Ich geh ohne etwas zu sagen zielstrebig und hocherhobenen Hauptes auf ihn zu. Wenn er irgendwie versucht dich zu beschwichtigen, brich ab und nenne einfach nochmal normal das Kommando.

    hmm, mal ne Frage:
    Warum geht man denn auf ihn zu???
    Dann lernt er doch, dass wenn er nicht kommt, dass Du dann kommst und ihm hinterherläufst...schönes spiel :)

    wäre es nicht sinnvoller, dann einfach in die andere Richtung zu laufen?
    Dann folgt er und mensch hat sein Ziel erreicht.

  • Ich gehe auf sie zu, bzw umrunde sie "knurrend" und mit in die Seite gestemmten Armen, wenn sie zum Beispiel an einem WOCHEN ALTEN Kadaver rumschleckert und sich grad drin wälzen will (ich lass sie sich in allem wälzen, aber bei dem Ding hört der Spaß auf).
    Ich gehe da nicht frontal auf sie zu, sondern dräng sie ab, sichtlich nicht zum Spiel bereit, sobald sie von dem DIng ablässt wird HIER gerufen, dann kommt sie auch.

    Frontal zu ihr hinrennen würd ich auch nicht, das fordert wirklich zum SPiel auf

  • ich habe meine mit 10 Wochen bekommen, hab sie zuhaus und Hof einleben lassen und dann bin ich Hundeschule. Da hatte ich zum Welpenspiel das Ableinen zum 1.Mal, war das schööööön. Von dem Moment an, bin ich mit ihr immer am See gelaufen, wo keine Autos sind, Leine ab und losgedüst. Immer wieder freundlich gerufen, so dass sie auch gerne kommt. Wir treffen da zu jeder Tageszeit viele andere Hunde und meiner Meinung nach, kann nur so ein Hund absolut sozial erzogen werden. Die toben dann meist eine Stunde miteinander, groß und klein gemischt und meist sind sie dann auch so "fertig" dass Anleinen auch leicht fällt (war bei uns nicht immer so einfach)
    Wenn sie dann auch mal mit jemanden anderen mitgelaufen ist, hab ich sie gerufen und bin einfach in die andere Richtung gelaufen. Inzwischen ist sie gute 5 Monate und kommt immer auf mein Rufen :roll: megastolz bin :ops:

  • Hallo!

    ich hab auch sehr große Bedenken meinen 9 wochen alten Hund von der Leine zu lassen.
    Zum Pipi machen usw gehen wir immer ohne Halsband und Leine vor die Tür ( also im innenhof).
    Gestern waren wir auf der Peißnitz-eine große Grünanlage. Und haben uns da mit Freunden getroffen und ihr Hund war nicht an der Leine. Also haben wir ihn auch abgeleint. Dann kamen aber immer wieder Menschen vorbei die meinten unbedingt ihn locken zu müssen :irre: :motz:
    Ich HASSE das.. Klar- Welpen sind süß aber man soll keine fremden Hunde anlocken :motz:
    Da hab ich dann natürlich Angst gehabt weil Kusko nicht mehr auf mich reagiert hat und dann hab ihn ihn erstmal an die Leine genommen.

    Andererseits ist er ein Welpe und der trennt sich nicht vom Rudel-das wäre sein sicherer Tod.
    Als mir das wieder bewusst gemacht wurde ( hier danke an Villete ) durfte er auch weiter rumtoben.

    Ich lasse meinen Hund eh nur da von der Leine wo es gestattet ist und dort gibt es eben meistens eine Umzäunung.
    Ansonsten üben wir weiter das "komm" oder wenn er eben wegläuft rennen wir schlagartig in die andere Richtung und dann kommt Kusko immer.

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