Bitte um Erfahrungsberichte !!

  • Hallo.
    Ich kann irgendwie nicht mehr :|
    Mein Hund.. (alles läuft katastrophal) ist SO extrem schwierig.
    Ich weiß einfach nicht was ich machen soll.

    Ich brauche dringend Leute, die ähnliche Probleme haben wie ich zum reden. Vielleicht fallen mir dadurch Dinge auf, die ich falsch mache.

    Eines der größten Probleme ist, dass mein Hund schon öft fremde Menschen angekläfft hat, die sich ihm näherten oder ihn anfassen wollten. Einmal hat er auch geschnappt.

    Außerdem kann ich bei mir zu Hause niemanden Fremden, bzw. für ihn Fremden rein lassen. Der wird gnadenlos angekläfft und angesprungen.
    Ich hab Angst, dass er mal beisst.

    Ich brauch Hilfe..

    Bitte nur Erfahrungsberichte und gerne auch noch weitere Fragen.
    Hundetrainer hab ich. Mir würde es aber sehr helfen, mal mit Menschen zu reden, die ähnliche Probleme haben.

    Viele Grüße,
    Hanna

  • Guten morgen,

    oki, ich habe vor kurzem hier was geschrieben. Vielleicht hilft das ;) .
    Wir selber haben einen sehr selbstbewussten, sicheren Hund, vielleicht hilft d. Bericht wie wir d. geschafft haben.


    https://www.dogforum.de/fpost7151693.html#7151693


    Aus meiner Sicht, Dein Hund ist 2 Jahre und irgendwie ist er halt der Meinung d. er überall mitreden kann. Ich hasse d. Wort " Dominanz ", aber an Deiner Stelle würde ich mal sehr energisch klarstellen wer d. " meckern " hat. Ruhig und konsquent, aber stur. Sturer als der Hund eben.

    Du schreibst in einem Deiner Post d. Du bissi unsicher bist wegen eines Beißvorfalls bei dem Carlson gebissen wurde. Das überträgt sich natürlich und deswegen "meckert" er.

    L. G. Burgit

  • Ich reihe mich hier ein, weil ich mit Corey ein ähnliches Problem habe.
    Ich habe ihn aus 3. Hand (da war er 8 Monate alt), ursprünglich stammt er aus Polen :/ .
    Mittlerweile ist er 3 Jahre alt.

    Von Anfang an vertraut er erstmal niemandem, den er nicht kennt. Vor allem ältere große Männer findet er sehr suspekt.
    Im Freilauf rennt er auf Fremde zu und verbellt sie, klemmt dabei den Schwanz ein un d bleibt immer auf Distanz.
    Stehen wir irgendwo, wo einige Menschen sind und er ist natürlich an der Leine, hat er Angst, setzt sich nah an mich ran. Kommen Leute auf die beknackte Idee, einen kleinen Hund müsse man streicheln, knurrt er und schnappt auch.
    Zuhause muss ich ihn auf den Platz verweisen, wenn Besuch kommt, das klappt mittlerweile ganz gut. Er knurrt von dort aus weiter, aber er dreht nicht mehr so am Rad wie früher.

    Freilauf hat er zwar noch, aber nur in Gegenden, wo ich weit einsehen kann. Ich sehe herankommende Menschen dann zuerst, rufe ihn, lasse ihn sitzen oder platzen ;) und es regnet Leckerlis. Dann können Menschen uns passieren. Ansonsten läuft er oft an der Schleppe.

    2 große Fehler habe ich gemacht, die uns sehr zurückgeworfen haben:
    einmal saß Corey beschwichtigend neben mir auf dem Boden (ich auf dem Sofa), ein Kumpel (riesengroß und langhaarig->Metaler) kam herein und gab mir die Hand. Ich hatte Coreys Körpersprache keinen Blick geschenkt und eigentlich auch gar nicht an den Hund gedacht. Da springt er los und will dem "Fremden" in die Hand beißen.

    2. Fall:
    Ich sitze auf dem Sofa, Corey neben mir, ebenfalls auf dem Sofa.
    Eine Freundin kommt durch die offene Terrassentür herein und geht auf mich zu, umarmt mich vornübergebeugt, weil ich noch sitze, Corey schnellt vor und beißt ihr in die Nase.
    Ganz üble Sache. Und mein Fehler. Ich kenne meinen Hund.
    Und ich hätte es machen sollen wie sonst auch: Corey auf seinen Platz schicken, loben und wenn er knurrt und wufft, ganz ruhig"ist schon ok" sagen.

    Ich bin durch Corey sehr aufmerksam geworden. Achte viel auf unsere Umwelt aber auch auf ihn. Wie verhält er sich, was sagt seine Körpersprache mir gerade?
    Mittlerweile klappt es besser, wir haben uns eingespielt.
    Aber es ist noch ein sehr weiter Weg, den wir gehen müssen...und wollen!

    Was immer wieder toll ist: es gibt Menschen, die verstehen sofort was los ist. Hocken sich hin, gucken Corey nicht an und sprechen leise und ruhig.
    Dann geht er hin und schnüffelt, setzt sich teilweise neben diese Leute und lässt sich streicheln.

    Fragen an dich:

    Wie lange hast du deinen Hund schon?
    Seit wann zeigt er dieses Verhalten?
    Hat er Angst und verhält sich deswegen so?

    Mein Trainer sagte zu mir (womit er völlig Recht hat), dass ich Corey scheinbar keinen Schutz bieten kann, wenn er sich bedroht fühlt. Mein Hund traut mir nicht zu, dass ich das im Griff habe. Das hat mich traurig gemacht, aber auch motiviert.
    Es ist nur nicht so einfach, das zu ändern *seufz*. Vielleicht hat noch jemand gute Tipps...

  • Hallo :).

    Es sind ja schon sehr wichtige Beiträge geschrieben worden.

    Klingt so, als hättest du auch einen Dickkopfhund, wie die Vorredner und ich :D. Ich denke auch, dass wir bei solchen Hunden immer wieder klar machen müssen, wer das Sagen hat. Und das nicht nur in extrem kritischen Situationen (die meiner Meinung nach nur die Spitze des Eisbergs sind), sondern in vielen alltäglichen Situationen.

    Paula (Deutscher Pinscher, knapp 11 Monate alt) ist extrem neugierig und wird hier tagtäglich in Sachen Selbstbeherrschung gedrillt ;). Auch sie will immer zuerst hin, wenn Besuch kommt. Sie meint z.B. im Moment immer mal extrem aufpassen zu müssen und bellt dann, wenn Fremde im Treppenhaus sind. Das ist super, ich habe nichts dagegen, aber es ist in diesen Situationen auch wichtig ihr klarzumachen, dass ICH diejenige bin, die dann letztlich entscheidet, dass die Situation OK und harmlos ist. D.h. ich könnte mir bei ihr gut vorstellen, dass wenn ich sie mit diesem Aufpassen ganz alleine lasse, sie irgendwann denkt, es sei ihr Job. Dann würde sich das vermutlich ausdehnen, sie würde "ihren Job" dann auch in anderen Situationen machen. Und hier ist z.B. bei uns ein klares STOPP, denn wir sind die Chefs und sie soll einfach nur Hund sein.

    Mmmh ... war das einigermaßen verständlich?

    Ich denke halt, dass an kleinen Situationen angesetzt werden sollte, damit der Hund nicht meint, er müsse sich um dieses und jenes kümmern.

    Anspringen und ankläffen gibt es bei uns nicht. Bellen macht sie eh nicht, wenn Besuch kommt, aber Springen ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Da wird eben an der Impulskontrolle geübt - bis zum Abwinken. Und wenn Hundchen ruhig ist bzw. nicht springt, wird sie auch begrüßt. So langsam kapiert sie das, wenn auch begleitet mit einem "Ärmster Hund der Welt-Blick".

  • Mir ist noch was eingefallen, was ich eben vergessen habe, zu schreiben.

    Mir ist aufgefallen, dass Corey sich fast immer anders verhält, wenn ich meine Körperhaltung ändere.
    Konkret gesagt:
    Ein Mensch nähert sich uns, ich grüße ihn und wir unterhalten uns. Corey findet es furchtbar, ist unsicher und knurrt ggf.
    Ich stehe dem Menschen gegenüber.

    Stelle ich mich nun während der Unterhaltung schräg seitlich zu diesem Menschen oder gar ganz neben ihn, entspannt Corey sich und schnüffelt auch mal an dem Fremden.
    Diese frontale Körperhaltung scheint er genau zu registrieren, ich habe mal darauf geachtet und es klappt jetzt alles viel besser als sonst. (Ich muss den Leuten bloß erklären, warum ich auf einmal neben ihnen stehe :roll: )

  • Polly (1 jahr alt) rennt im freilauf auch fast immer zu menschen hin und bellt sie an. (nur menschen ohne hund, menschen mit hund sind immer gute menschen;-)) wenn sie auf leute los rennt ruf ich sie zurück und je öfter ich rufe umso strenger wird auch mein tonfall-gestern ist mir dann aufgefallen, dass wenn ich "freundlich" weiter rufe bellt sie den menschen nicht an, sonder hat sich gefreut!!!! kann natürlich ein zufall gewesen sein, aber ich werde mal weiter beobachten. meine trainerin meinte sie ist ängstlich (sie lässt sich auch von ihr nicht anfassen).
    ich denke wenn man viel übt, im verein und zu hause diese kleinen sachen- was ich oft vergesse- wird das irgendwann besser und hört hoffentlich auf.

  • Hallo,

    ich habe auch so ein "Exemplar" hier. Ronja ist (seit gestern) ein Jahr alt. Sie ist ängstlich und unsicher...vertraut fremden Menschen absolut null. Wenn ich nicht rechtzeitig die Situation kontrolliere übernimtm sie das und bellt die Leute an, stellt die Bürste auf und hüpft mit Sicherheitsabstand um die Leute rum.

    Wir arbeiten dran und versuchen grade mit einer Trainerin Ronja's Gefühlslage in diesen Situationen umzukehren. Habe auch das Buch "Trau nie einem Fremden" von McConnell gelesen. Kann ich sehr emfehlen. Momentan ist Ronja gefühlsmäßig bei "Scheiße, da kommt jemand, geh bloß weg, komm mir nicht zu nahe, ich hab Angst". Wir wollen daß sie positiv fühlt "Hey, guck mal, da ist jemand, jetzt krieg ich wieder was Leckeres bei Frauchen". Wenn ich Ronja in meinem Einwirkungsbereich habe und sie füttere, während uns Menschen, Radfahrer ect. entgegenkommen, entspannt sie sich langsam. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns.

    Wenn Besuch kommt ist es genauso...sie bellt, flüchtet aber gleichzeitig, meistens ins Schlafzimmer oder unter den Eßzimmertisch. Menschen, die sie kennt und die sich Ronja schon "schöngefüttert" haben, werden freudig begrüßt. Es funktioniert also. Problem ist nur, daß die Menschen, die einem so täglich entgegenkommen, keine Leckerchen fallen lassen, sondern meistens noch zusätzlich bedrohend wirken, weil sie sich dann vorbeugen und Ronja ansprechen "Mußt doch nicht schimpfen, ich tu Dir doch nix...". Dann ist Ronja erst recht verunsichert.

    Bist also nicht alleine mit Deinem Problem (außer daß Ronja noch nie geschnappt hat, gottseidank).

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

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