knurren wegen Futter

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    Hallo erst mal!
    mein Mann un ich sind seit ca einem monat stolze Tierheimhundmischungs Besitzer. kenan ist ca ein Jahr alt und ein mittelgrosser brauner kurzhaariger Hund. Er ist eigentlich ein absoluter schatz und hat uns bis jetzt viel freude bereitet. Am anfang war er sehr mager und hat sein futter runtergeschlungen und hat geknurrt wenn man sich ihm waehrend des fressens genaehert hat. mittlerweile ist das kein problem mehr. er frisst sehr langsam, und man kann ihn anfassen, streicheln usw.
    gestern hat er einen kauknochen bekommen. ich kann ihm den kauknochen wegnehmen, er ist dann allerdings sehr angespannt und definitiv nich gluecklich damit. bei meinem mann hat er angefangen zu knurren und er hat sogar nach ihm geschnappt. natuerlich haben wir ihm den knochen weggenohmen. danach ist kenan zu meinem mann gekrochen (das macht er oefters, wenn er nah vor dir auf dem boden liegt steht er nicht auf um zu uns zu kommen, sondern er robbt, aber nicht aus angst sondern aus bequemlichkeit,er kennt jetzt auch das kommando "krabbeln') und hat sich an ihn gekuschelt, fuer den rest des abends. generell bin ich der chef fuer ihn, was wohl daran liegt das ich den ganzen tag zuhause bin und mein mann erst nachmttags von der arbeit kommt.
    So eigentlich wollt ich fragen wie wir ihm dieses verhalten abgewoehnen koennen.
    danke schon mal

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  • Direkt zum Kauknochen habe ich keinen Tipp. Dafür zum Futterschüssel verteidigen: Öfter mal beim Fressen an die Schüssel gehen und ihm etwas richtig Leckeres reinwerfen! Wenn Dein Hund das Buch auch gelesen hat, dann sollte er bald merken, daß es überhaupt nicht schlimm ist, wenn sich jemand seinem Futter nähert - ganz im Gegenteil. Vielleicht klappt das ja auch beim Kauknochen. Oder Du bietest ihm z.B. getrockneten Pansen oder irgendwas, was noch toller ist als der Knochen, zum Tausch an! Wenn er das erstmal verstanden hat (selbstverständlich mit 'aus', wenn er sein eigentliches Objekt der Begierde fallen läßt), dann kannst Du versuchen, ihn zum hergeben des Knochens zu bringen, 5 Sekunden warten lassen und ihm dann erst das genialere Leckerchen anbieten. Zeitspanne erweitern und dann auch mal variieren: Manchmal bekommt er was Tolleres, manchmal den Knochen zurück oder einen Ball geworfen... Das Hergeben des Knochens (oder was auch immer) muß sich richtig für ihn lohnen - er muß begreifen, daß es spannend wird, wenn er sein Ding hergibt. Wenn das sitzt, dann gibt es manchmal auch gar nix zum Tausch - damit würde ich allerdings lange warten und das auch nur ganz selten machen.
    Meine beiden bekommen ihr Fressen nie einfach so, sie müssen dafür schon ein bißchen was machen (Sitz, Platz, Abklatschen, Kreisel etc.) - auch für das kleinste Leckerchen. Nachdem sie das Spiel verstanden hatten habe ich ihnen ab und zu ihren Knochen weggenommen, sie nochmal 'turnen' lassen und dann gings ans weiterknabbern.

  • Beim Futter haben wir das mit den leckerchen gemacht, und das hat auch geklappt. Heisst wohl unser hund kann lesen :lol:
    Auch unser hund muss bevor er fressen oder irgendetwas anderes bekommt erst einmal artig sein sitz oder so machen. Wenn er einen kauknochen hat ist fuer ihn alles andere essbare uninteressant, da kann ich ihm sogar dosenfutter vor die nase halten (sonst sein absolues lieblingsfressen, er bekommt immer zwei loeffel unters trockenfutter gemischt)und es interessiert ihn nicht, die leckercken tuns nicht, kaese und erdnussbutter auch nicht. Das haben wir schon probiert, mit kauknochen ist er einfach im himmel.

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  • Hm. Kannst du ihn reinlegen und ihm einen neuen Kauknochen anbieten? Wenn er tatsächlich nur den mag, den er gerade in der Schnauze hat, dann würde ich über Beziehungsarbeit und Dominanz (nicht Schmerz und Strafe, sondern DU bist der Chef) versuchen weiterzukommen.
    Ich habe gerade Deinen Anfangsbeitrag nochmal gelesen - sein erstes Kauknochentrauma hat er ja erst gestern gehabt. Vielleicht Kauknochen wegnehmen und sofort wiedergeben (wenn er nicht schon genöhlt hat, dann erst wiedergeben, wenn er sich wieder freundlich verhält, bzw. wenn er einen Befehl befolgt hat). Oder erstmal Kauknochenverbot und 'aus' mit anderen Gegenständen festigen?

  • Huhu!


    Für einen Hund ist es immer schwer etwas abzugeben. Grad solche Sachen wie Kauknochen! Ronja ist fast 5 und bekommt für alles, was sie abgibt eine Kleinigkeit, obwohl es für sie selbstverständlich ist alles abzugeben, was ich haben möchte. Da es aber nicht in der Natur des Hundes liegt "teilen" wir die Beute zumindest. Ich bekomme den Kauknochen, das Spielzeug, was auch immer und Ronja ein Leckerchen! Natürlich tausche ich nicht. Ronja sieht erst, dass ich beabsichtige ihr etwas dafür zu geben, wenn ich den Kauknochen, Spielzeug etc. schon von ihr bekommen habe.


    Das zweite was für den Hund nicht schön ist, ist die Tatsache, dass man ihm etwas offensichtlich zur Verfügung stellt und es ihm ein paar Minuten später wieder abluxen will! Liegt auch nicht in der Natur des Hundes! Wenn der Chef gefressen hat, dann ist er satt und den Rest können die anderen haben. Er lässt sich nicht nach 5 Minuten einfallen "Naja, war doch nicht genug!"


    Also für's Abgeben bekommt der Hund immer etwas, egal wie alt, egal was er abgegeben hat. Wenn der Hund das mal kennt ist es auch mal nicht schlimm, wenn man nichts hat. Aber in der Regel bekommt Hund etwas für's Beute abgeben...


    Das abgewöhnen würde ich ähnlich machen, wie es Veela schon geschrieben hat durch Tauschen. Ihr müsst etwas finden, wofür euer Hund sterben würde! Im Äußersten Notfall tut's auch Katzenfutter. Wenn er das annimmt ein bisschen davon füttern, danach den Knochen gleich wieder geben. Viele Hunde können da gar nicht anders mit Katzenfutter ;)
    Wenn euer Hund dann tauscht und das verstanden hat, könnt ihr anfangen ihm den Knochen weg zu nehmen und zur Belohnung wieder geben ohne Super-Leckerchen. Der Hund soll merken, dass ihm der Knochen nicht weg genommen wird. Wenn er das kann und ihr wollt ihm den Knochen abnehmen für den restlichen Tag, bekommt er etwas dafür - allerdings ohne, dass ihr ihm das vor die Nase halten müsst ;)


    LG murmel

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ähm - also ich würde auch knurren, wenn mir jemand meine Schokolade einfach so mal eben weg nimmt.


    Der Hund ist seit VIER (!!!) Wochen bei euch und kann schlichtweg noch kein Vertrauen zu euch haben! Er muß erstmal lernen, daß ihr ihm das Futter nicht streitig macht.


    Übt doch lieber über Tauschgeschäfte ein Kommando ein. Z. B. gebt ihm den Kauknochen und präpariert Super-Leckerlies (meist Leberwurstbrot *gg*) und übt mit ihm das Kommando "Aus" oder "Nein" oder "Abgeben" oder sonstwas. Sprich tauscht mit ihm. Dazu begebt euch erstmal NICHT mit ihm auf eine Ebene, sondern stellt euch hin und lockt ihn quasi erstmal von dem Knochen weg. Er bekommt das "bessere" Gutzi, wenn er die Klappe hält. Und das alles in ruhigem Ton und ohne rumgemecker.


    Und wenn du ihm den Knochen weg nehmen kannst ist das eindeutig ein Zeichen dafür, daß er zu dir bereits mehr Vertrauen gefasst hat.


    Ich finde es auch wichtig, immer an meine Hunde heranzukommen. Allerdings habe ich eh keine Chance dazu, wenn der Hund nicht das Vertrauen hat - denn sonst heißt irgendwann ein "Aus" eh nur "Schlucks schnell runter, sonst kommt die Olle und klauts dir eh nur". Wenn er sich aber drauf verlassen kann, erstmal was besseres zu kriegen, später dann, daß er sein Gutzi wiederkriegt, dann geht das wie Butter.


    Pebbles spuckt sogar ihre heißgeliebten Pferdeäpfel auf Kommando wieder aus mittlerweile *g*

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

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