muss welpe zum anleinen JAGEN

  • Unsere Welpentrainerin hat seinerzeit eine Weisung ausgegeben, die ich leider nicht befolgt habe (muss ich heute wirklich sagen): Ein Hund kommt in den ersten 12 Monaten nicht von der Leine. Nur dann lernt er tatsächlich, dass nur das, was Herrchen oder Frauchen sagen, wichtig und richtig ist und nicht das, was er machen möchte. Natürlich ist nicht die normale Gassi-Leine gemeint, sondern eine Schlepp, die auch ruhig auf dem Boden schleifen darf, wenn der Hund irgendwann so weit ist, dass er auch wirklich auf Rückruf kommt.

    Was ich aber auf keinen Fall mit meinem Welpen machen würde, ist, ihn auf eine Entscheidung hin an Mülltonnen und sonstigen interessanten Futterquellen ran lassen. Da geht definitiv nur Schleppleine. Und ein 16-Wochen-Welpe kann noch gar nicht zuverlässig zurück kommen. Dafür ist die Welt viel zu bunt und zu aufregend. Aber bei jedem Erfolg lernt er, dass er eigentlich auch gar nicht zurückkommen muss. Wozu auch? Er hat ja seine Belohnung schon.

    Tut euch den Gefallen uns seid grade in dem Alter extrem konsequent. Ihr macht euch sonst das Leben mit eurem Hund für immer schwerer, als es sein muss!!!

  • Da gibt es mehrere möglichkeiten.

    1. Du kullerst (wenn keine Ablenkung ist) ein Leckerli vor dir her und wenn dein Hund hinterher baselt sagst du Voran und wirfst noch eins hinterher damit er noc ein Stück geht.

    2. (und das bietet sicg beim Welpi an)
    Immer wenn der Hund vor dir stehen bleibt (auf Trampelpfaden zum schnuppern oder so), tickst du ihm ganz leicht (!) hinten in die Hacken und sagst voran, dann loben wenn er geht.
    Steht er seitlich zu dir "gehst" du sanft aber bestimmt durch ihn durch, wieder mit den Worten voran.

    3. Dann nimm das Kommando auch wenn du ihn sitzen lässt zum Leine abmachen. Saust er los: Voran!, das Spiel selbst ist die Belohnung.

    4. Wenn er dir in der Whg m Weg liegt- auch antippen mit dem Fuß (einfach um ihm seinen Liegeplatz unbequem zu machen, damit er von selbst aufsteht) und dann wieder das voran!

    Anfangs immer in die gewünschte Richtung zeigen.

    ich finde auch das Kommando VORAN unheimlich wichtig, da ich Lauf zu schwammig benutze (machen auch sämtliche Kunden/ hundebekannte).

    Stell dir vor dein Hund sitzt später mal am tor, dir fällt ein du hast was vergessen und du sagst zu seinem Partner "lauf mal schnell..."- Hund läuft los, straße usw.

    Deswegen das Voran. Ich finds auch super, denn wenn auf der anderen Wiesenhälfte ein Hund ist muss ich nur geradeaus zeigen und dann gehen meine Voran und nicht dorthin...( Naja, der Kleine übt noch*g*)

    Du merkst, ich benutze eine Mischung aus Freiwilligkeit, Bestechung und Drängen um das Voran zu erreichen.

    Lg kathi

  • Zitat

    schade dass der thread jetzt in so eine richtung abschweift, dass wir in der vorgehensweise korrigiert werden. wir lieben unseren hund und wollen ihm nichts boeses. er akzeptiert uns als ranghoehste (futterlieferant, streicheleinheiten,..) aber hat uns nicht auf der nase rumzutanzen.

    wuerden uns ueber ander hilfreiche tips freuen. das mit den superleckerlies werden wir auf jeden fall ausprobieren. Schleppleine machen wir sowieso schon seit er dieses verhalten aufweist. und die von windi vorgeschlagene uebung mit dem pfui und dem leckerli beherrscht er wie gesagt schon. (wir haben die uebung jedoch etwas anders gemacht: er bekommt das leckerli welches auf dem boden liegt NIE... sondern er bekommt eins aus unserer hand, wenn er dem auf dem boden wiederstehen kann)

    Finde das der Thread überhaupt in keine falsche Richtung abschweift.
    Die Leute geben dir wirklich sehr gute und hilfreiche Tipps und äußern eben ihre Meinung über eure Vorgehensweise.

    Dass es hier nicht jeder gut findet wenn dem Hund die Schnauze zugehalten wird bis er winselt hätte dir schon vorher klar sein sollen.
    Ich übrigens auch überhaupt nicht.

    Bis jetzt haben dir die meisten sachlich erklärt was du nach ihren Ansichten nach falsch machst und dir versucht weiterzuhelfen, wo ist das Problem? :ua_nada:

  • Zitat

    schnauze zuhalten tut ihm ja nicht weh, sondern wir bringen ihn in eine unbequeme situation, aus der er gerne wieder raus will.
    seine mutter wuerde ihn in so einer situation einfach kurz beissen und ihm unmissverstaendlich klar machen dass er die respektive handlung zu unterlassen hat

    aha, tut nicht weh, hm...
    warum winselt er dann?

    aha, die Mutter beißt, hm...
    wieso bluten die Welpen dann nicht? Und warum sollte eine Hundemutter das tun?
    Sie deutet an, daß sie beißen könnte - das ist vergleichbar mit unserem erhobenen Zeigefinger.

    aber ich möchte Dich natürlich nicht in Deiner Vorgehensweise kritisieren. Mach ruhig so weiter... viel Spass dabei

    lg
    susa

  • Zitat

    Eigentlich hoert er wirklich gut und kann schon viel mehr als andere welpen seines alters (sitz,platz,beide pfoten,maennchen,bleib!,aus!,fuss!,uvm...) ABER:

    Meinst du nicht, dass es mehr Sinn macht, die Kommandos beim Hund unter Ablenkung zu festigen (speziell das "Nein" bzw. "Pfui" oder das Ranrufen mit Schleppleine) als ihm jetzt nochmal ein neues Kommando (Voran) beizubringen, obwohl die anderen ja noch gar nicht draußen richtig klappen???? :???:


    Lieber weniger "Kommandos", die aber dafür 99 % absichern - meine Meinung....

    LG
    Floweret

  • MiaMarcus:

    Fändest du es nicht auch schön, die Beiträge der anderen zu beantworten bzw. deine Meinung oder ein Kommentar dazu zu schreiben ?

    Da machen sich viele Leute Gedanken um dich, bzw. wohl eher um deinen Hund, und du kümmerst dich nicht darum ???

    Wäre doch gut oder ?

    Wie würde das hier aussehen, wenn jeder der nicht mit den Antworten zufrieden ist oder einer anderen Meinung nicht mehr darauf antworten würde.....


    Ich würde übrigends auch erstmal an der Verfestigung der Kommandos arbeiten die zunächst für deinen Welpi wichtig sind, wie NEIN, AUS und KOMM HER !

  • Hallo,

    jetzt verfolge ich Deinen Thread schon seit gestern und ehrlich :D , wenn es nicht so traurig wäre dann fände ich es amüsant.

    Du verlangst von einem Baby Dinge die der Hund einfach nicht leisten kann.

    Du hast lauter nette und wirklich gute Antworten und Tips bekommen.

    Was genau stört Dich daran und vor allem, wenn Du keine Diskussion willst, warum fragst Du dann ? Verstehe ich nicht wirklich. Dieses Forum ist superklasse und man bekommt sehr schnell einen Berg Antworten. Verschiedene Ansätze und kann dann für sich " zusammenbasteln ".

    Meine Meinung, mach einfach so weiter wie Du es bisher getan hast und in 2-3 Monaten hast Du einen Hund der sich definitiv auf eine Art selbständig macht die Du nicht mehr steuern kannst.

    Was bei Deinem Hund fehlt ist Vertrauen. Du bist so damit beschäftigt eine Art Zirkuspferd aus einem Welpen zu machen d. Du d. vergißt was für einen Welpen am wichtigsten ist, Vertrauen. In Euch, in diese neue große Welt und in vor allem d. d. kleine Hund lernt, hey ich kann mich auf mich verlassen. Sprich er lernt Selbstvertrauen.

    Verständnislose Grüße. Burgit


    PS: eben habe ich in Deiner Vorstellung gesehen d. Du einen Beagle-Mix hast ?

  • So, um mal nochmal an dem Ursprungstherad zu bleiben:

    Zitat

    Hallo Dogforum,

    wir haben folgendes Problem mit unserem 16-woechigen Yoshi:

    Eigentlich hoert er wirklich gut und kann schon viel mehr als andere welpen seines alters (sitz,platz,beide pfoten,maennchen,bleib!,aus!,fuss!,uvm...)

    Meiner Meinung nach ist es zu viel verlangt insbesondere "bleib" und "fuss" zuverlässig von einem Welpen zu verlangen.
    All das üben wir auch mit Paula seit sie bei uns ist, d.h. wir belegen z.B. "fuss" mit diesem Wort, wenn sie es von alleine macht. Es zuverlässig zu verlangen, beginnt aber erst jetzt so langsam ...

    Zitat

    ABER:

    wenn wir im stadtpark sind und ihn ableinen, damit er mit den zahlreichen anderen hunden spielen kann, wird es fuer uns zum verhaengnis.
    am anfang fand er andere hunde interessant, aber seit beginn der grillsaison sind muelleimer mit grillresten ueberfuellt, und er interessiert sich nicht fuer spielfreudige andere hunde, sondern rennt immer, wenn wir kurz weggucken/uns unterhalten, zum muell.


    Auch bei meinem Hund passiert das aktuell, aber so sehr es mich auch nervt, kann ich es einem noch nicht gefestigtem Hund nicht verdenken, dass ein weggeworfenes Steak interessanter ist als alles andere. Fressen steht nun mal äußerst weit oben bei den Hunden. Und einen 16 Wochen alten Welpen da abzurufen ist aus meiner Sicht eine Sache, die nicht funktionieren kann. Überlegt doch mal, wie oft ihr die anderen Kommandos üben musstet, bis sie sitzen. Also hier: Verständnis haben für das, was im Welpen abläuft und dem Ganzen konsequent begegnen (verbieten, direkt mit der Leine dort üben - was auch immer).

    Dass euch so ein Spaziergang "zum Verhängnis wird" kann ich nicht verstehen. Euer Hund ist 16 Wochen alt, das sind keine 4 Monate! Er macht sich gerade mal mit der großen weiten Welt vertraut ...


    Zitat

    UND DANN GEHT DIE PARTY AB:

    wir wollen ihn dann zur strafe an die leine nehmen und haben gehoert, man soll ihn nicht rufen und bestrafen sondern hinterher-rennnen und bestrafen.

    Hierzu wurde schon viel geschrieben. Hinterrennen eröffnet genau die "Party", von der du schreibst. Aber als Chef bist ja auch du, die die Party eröffnet, was? *lach* Sorry, das war etwas böse, konnte es mir aber nicht verkneifen ;).

    Zitat

    waehrend er nichtsahnend auf plasik/papier/kohle/knochen rumkaut schleichen wir uns von hinten an und schreien PFUI & leinen ihn an,


    Hat er vorher jemals gelernt, dass das, was er da macht, von euch unerwünscht ist? Woher soll er denn wissen, dass er diese Leckerein, die er da erbeutet hat, nicht fressen darf?
    Kann er vielleicht mit seinen 16 Wochen auch schon hellsehen?

    Zitat

    wenn er uns aber bemerkt hat RENNT ER WIE EIN BEKLOPPTER MIT DEM ESSEN IM MUND WEG und sieht es als amuesantes spiel.


    Schlauer Hundi!

    Zitat

    locken, vor ihm schnell in richtung parkausgang rennen, rufen,.... NICHTS HILFT!


    Auch hierzu wurde was geschrieben. Wer kommt freiwillig zurück, um sich nen Rüffel abzuholen, von dem der Hund eh nicht kapiert, wofür der gedacht ist. Ihr seid unberechenbar für ihn in dem Moment.


    Zitat

    WER KANN UNS HILFREICHE TIPPS GEBEN? wir wollen ihn schliesslich auch mal losmachen koennen im park....


    Meine Tipps sind:
    - Entwicklungsstufen des Hundes nachlesen und verinnerlichen
    - eigene Erziehungsziele festlegen und gucken, wie ihr eurem Hund diese im Alltag näher bringen könnt
    - konsequent und berechenbar sein
    - immer bedenken, dass ein Hund erst mit frühestens ca. 2 Jahren wirklich als gefestigt bezeichnet werden kann
    - bedenken, dass euer Hund Vertrauen aufbauen muss -> ihr zeigt ihm die Welt!
    - denkt auch dran, dass der Hund auf euch reagiert und sein Verhalten euch anpasst -> gerade in solchen Situationen liegt der Ursprung oft bei uns Hundehaltern (oder aber zusätzlich bei dem leckeren Müll *g*)
    - etc. pp

    Was ich damit sagen will: setzt weit aus vorher an und überdenkt euer Erziehungs- und Anspruchsverhalten statt an diesen konkreten Situationen zu doktorn.
    Lebt den ALLTAG mit eurem Hund, denn im Alltag begegnen uns mehr als genug Übungsmöglichkeiten.

    Zitat

    /////// und er nimmt die selben essensreste wieder in den mund, beim naechsten ableinen,


    Warum sollte er es auch lassen? Mir scheint, als könne er das gar nicht verknüpfen, was ihr da macht (s.o.).

    Zitat

    obwohl wir auch schnauze zuhalten bis er winselt und AUS oder PFUUUI schreien. er merkt es sich einfach nicht (oder es ist ihm egal), dass das konsequenzen hat!!!!!!\\\\\\\\\\\\\\\\\\ :kopfwand:


    Wenn er es sich nicht merkt, dann überprüft mal GENAU eure Handlungsabfolge. Wenn ein Hund was nicht kapiert, dann haben wir als Besitzer es ihm vermutlich nicht gut beigebracht oder ihm nicht genug Übungsmöglichkeiten sowie Wiederholungsmöglichkeiten eingeräumt.

  • Von einem 16 Wochen alten Hund zu erwarten, daß er in jeder Situation und unter jeglicher Form von Ablenkung bekannte Kommandos ausführt, ist utopisch. Das kann nicht funktionieren. Selbst wenn der Hund mit einem "Nein" verknüpft hat, daß es verboten ist, ein Leckerlie vom Boden aufzunehmen, heißt das noch lange nicht, daß er ein Stück Fleisch, das er irgendwo auf einer Wiese findet, liegen läßt.
    Hunde generalisieren schlecht. Daher muß man Übungen variieren - unterschiedliche Orte, unterschiedliche Bedingungen, verschiedene Reize. Und das dauert, es klappt nicht von heute auf morgen. Da braucht es keine zusätzlichen Kommandos. Gerade beim Welpen sollte man die Anzahl der Kommandos überschauber halten und sich in erster Linie darum kümmern, die grundlegenden Dinge zu festigen. Das dauert (Pubertätsphasen, in denen dann gar nichts mehr klappt eingschlossen) durchaus Monate. denn was nützt es mir, wenn mein Hund zwei Dutzend "Spaßbefehle" wie "High5" und Co. kennt, aber die entscheidenden Sachen nicht richtig gefestigt sind udn nur in reizarmer Umgebung funktionieren? Für Spielereien ist später noch mehr als genug Zeit - der erwachsene Hund will ja auch gefordert werden ;).
    Natürlich begreift auch ein Welpe schnell, was mit "Nein", "Sitz" oder "Platz" gemeint ist, aber das heißt eben noch lange nicht, daß er diese Kommandos jederzeit sofort umsetzt - egal, in welcher Sitauation er sich befindet. Und genau das sollte aber das Ziel sein.
    Ein Beispiel dafür ist z.B. auf ein "Platz" auf Entfernung. Viele Hunde laufen bei der Übung anfangs zum Hundeführer zurück, um sich vor dessen Füße zu legen. Sie wissen zwar das "Platz"=Hinlegen ist, haben aber noch nicht begriffen, daß es bedeutet, sich sofort an dem Punkt, an dem sie stehen, hinzu legen. Das muß meist gesondert geübt werden und irgendwann legt der Hund sich dann tatsächlich an jedem Ort und jederzeit hin.
    Ähnlich mit dem "Bleib" - der Hund hat irgendwann begriffen, daß er an Ort und Stelle verharren soll. Das heißt aber noch lange nicht, daß er das auch tut, wenn ein Hase vorbeigesprintet kommt ;). Da kann man noch so schön trainiert haben - viele Hunde sind dann erstmal weg.
    Auch da hilft dann nur üben, üben, üben und viel Geduld. Irgendwann klappt es, man muß nur dran bleiben.

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