Mammatumor operieren lassen?

  • Hallo ihr Lieben,

    war heute mit meine 14-jährigen Labbihündin beim Doc, und das sieht nicht gut aus. Sie hat in den letzten 14 Tagen einen faustgroßen Tumor an der Milchleiste entwickelt, der aufgrund des schnellen Wachstums mit ziemlicher Sicherheit bösartig ist :( . Ich hab, bzw. Ronja hat jetzt zwei Optionen: Nix machen und ihr noch ein paar schöne Wochen gönnen oder operieren, wobei ihr Alter und ihre damit verbundenen Krankheiten (schwaches Herz, Schlaganfall) ein hohes Risiko darstellen und deshalb die Gefahr besteht dass sie aus der Narkose nicht mehr aufwacht, oder sich nicht mehr richtig davon erholt. Da der Tumor aber weiter wächst und wahrscheinlich bald aufgeht, werden wir dann sowieso um eine OP nicht drumrum kommen, oder?

    Was würdet ihr machen? :hilfe:

    Katharina mit Ronja & Carlos

  • Puh, das ist eine ganz schwere Frage...
    Du kennst deinen Hund am besten, daher wirst nur du die richtige Entscheidung treffen können.

    Ich würde, wenn der Hund noch halbwegs fit ist und noch ein bis 2 Jahre leben könnte (natürlich kann man da nur nach Bauchgefühl gehen), diesen Tumor sofort entfernen lassen in der Hoffnung, dass sich noch keine Metastasen gebildet haben. Eine Röntgenaufnahme der Lunge und das Abtasten der Lymphknoten würde ich vorher machen lassen, dazu braucht man ja keine Narkose. Wenn dort alles gut aussieht, würde ich mit einer Inhalationsnarkose und Monitorüberwachung operieren lassen.

    Wenn der Hund aber sehr wahrscheinlich die Strapazen einer OP nicht überstehen kann, würde ich ihr noch möglichst schöne Wochen und Monate machen und sie dann gehen lassen, wenn es an der Zeit scheint.

    Nur die Alternative wachsen lassen bis es aufbricht, käme für mich nicht in Frage. Ich denke einfach, dass ein Tumor bereits in den letzten Wochen/Tagen bevor er aufbricht, Schmerzen bereitet. Die würde ich vermeiden wollen. Und dann operieren, wenn es gar nicht mehr anders geht, empfinde ich als zu spät. Dann sind bei einem so aggressiv wachsenden Tumor Metastasen zu erwarten und die OP würde nur große Strapazen bei wenig bis keinem Zeitgewinn bedeuten.

    So, das ich meine Meinung aus dem Bauch heraus. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit. Da du nicht den Kopf in den Sand steckst, wirst du den für euch richtigen Weg finden!

    Alles Gute!
    das Schnauzermädel

  • Du Ärmste, das ist wirklich eine schwierige Entscheidung.
    Ich kann mich eigentlich nur Schnautzermädel anschließen.

    Zitat

    Ich würde, wenn der Hund noch halbwegs fit ist und noch ein bis 2 Jahre leben könnte (natürlich kann man da nur nach Bauchgefühl gehen), diesen Tumor sofort entfernen lassen in der Hoffnung, dass sich noch keine Metastasen gebildet haben. Eine Röntgenaufnahme der Lunge und das Abtasten der Lymphknoten würde ich vorher machen lassen, dazu braucht man ja keine Narkose. Wenn dort alles gut aussieht, würde ich mit einer Inhalationsnarkose und Monitorüberwachung operieren lassen.

    Wenn der Hund aber sehr wahrscheinlich die Strapazen einer OP nicht überstehen kann, würde ich ihr noch möglichst schöne Wochen und Monate machen und sie dann gehen lassen, wenn es an der Zeit scheint.

    Nur die Alternative wachsen lassen bis es aufbricht, käme für mich nicht in Frage.

    Besser hätte ich meine Gedanken auch nicht schreiben können.
    Ich drücke ganz fest die Daumen und wünsche euch alles Gute.

  • Liebe Katharina,

    du hast eine schwere Entscheidung vor dir und egal wie du handelst einen schweren Weg zu gehen.
    Wenn die Zeit knapp wird, die dem geliebten Vierbeiner noch bleibt, ist man als Halter besonders gefragt und auch besonders hilflos.
    Ich kenne das und kann mit dir fühlen.
    Es tut so weh.

    Die Vorgehensweise, die Schnauzermädel beschrieben hat, finde ich sehr gut und würde auch so handeln wollen.

    Ich wünsche dir viel Kraft,
    Friederike

  • Liebe Katharina..

    du hast wahrlich eine schwere Zeit vor Dir, und egal was ist, eine der schwersten Entscheidungen zu treffen..

    Ich persönlich würde erst alle anderen Möglichkeiten nutzen, um eine klare Diagnose zu bekommen.. Röntgen.. ct (um evtl. Metastasen auszuschließen)..

    Und vor allem würde ich von dem Mamatumor nen Schnellschnitt bzw. eine Punktion machen lassen, um wirklich die Gewissheit zu haben, ob nun bösartig oder nicht.

    Sollten keine Metastasen da sein, der Tumor aber bösartig und ihr schmerzen bereiten würde ich eine OP in Betracht ziehen (oft kann man erst während der OP genau beurteilen ob operabel oder nicht).. Sollte während der Op herauskommen, daß inoperabel, würde ich die Maus aus der Narkose nicht mehr erwachen lassen und sie friedvoll über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

    Ich schick Euch ganz viel Kraft und drück dich ganz fest
    alles Liebe
    Alexandra mit Emma

  • Hallo,

    danke für euren Zuspruch! Das tut echt gut! Also, ich hab gestern noch ein kleines Blutbild machen lassen, um Leber und Nierenwerte zu testen und das sieht mittelprächtig aus: Nieren und Blutzucker sind top, was wichtig ist, damit Ronja die Narkose verträgt, Leber ist allerdings superhoch, das sind zwei Werte, wenn ichs richtig verstanden habe, der eine ist 300 (10-100 ist normal), der andere 930, wo bis zu 212 normal ist :schockiert: . Ich hab mich dann für die OP entschieden, weils jetzt auch vom Herzen her noch vertretbar ist, soll jetzt noch Mariendistel geben um die Leber zu stärken, und die nächsten (warmen) Tage abwarten, und nächste Woche Freitag dann kommt sie unters Messer, da kann ich mir auch freinehmen, hoff ich, und sie am WE gut behüten.
    OP wird auf jeden Fall mit Inhalationnarkose gemacht und sie wird auch an son Überwachungsgerät gehängt, die TÄ will den Tumor so unterspritzen(?), anscheinend ist das schonender? Muss nochmal nachfragen...
    bluemchen: Im Grunde hast du recht, aber ich will gar nicht wissen, obs bösartig ist oder nicht, wobei die Wahrscheinlichkeit ja schon sehr groß ist. Denn was hilfts mir, das zu wissen? Behandeln kann man ja nicht weiter (nicht ihn dem Alter)...und punktieren/Biopsie/röntgen und ct sind alle mit Stress verbunden und gehen z.T auch nicht ohne Narkose. Dann lieber nur einmal in Narkose, das Ding komplett entfernen lassen, und abwarten wie lange es noch weiter geht.

    Danke nochmal,
    bis dann Katharina

  • Zitat

    Hallo ihr Lieben,

    war heute mit meine 14-jährigen Labbihündin beim Doc, und das sieht nicht gut aus. Sie hat in den letzten 14 Tagen einen faustgroßen Tumor an der Milchleiste entwickelt, der aufgrund des schnellen Wachstums mit ziemlicher Sicherheit bösartig ist :( . Ich hab, bzw. Ronja hat jetzt zwei Optionen: Nix machen und ihr noch ein paar schöne Wochen gönnen oder operieren, wobei ihr Alter und ihre damit verbundenen Krankheiten (schwaches Herz, Schlaganfall) ein hohes Risiko darstellen und deshalb die Gefahr besteht dass sie aus der Narkose nicht mehr aufwacht, oder sich nicht mehr richtig davon erholt. Da der Tumor aber weiter wächst und wahrscheinlich bald aufgeht, werden wir dann sowieso um eine OP nicht drumrum kommen, oder?

    Was würdet ihr machen? :hilfe:

    Katharina mit Ronja & Carlos

    oh je, das hört sich ja fast so an, wie bei meiner letzten Hündin :-(
    Ich hab sie damals einschläfern lassen, weil sie schon höllische schmerzen hatte, und auch deine wird keinen schönen Tod haben, denn das scheiß ding wächst ja...
    Habt ihr eine OP-Versicherung?
    Wenn der letzte Hund von mir, mein eigener Hund gewesen wäre, hätte ich sie trotz Herzfehler operieren lassen, an deiner Stelle würde ich auch zu einer operation tendieren, dann hast du wenigstens alles versucht und hast vielleicht noch schöne Tage mit deinem Hundi.

  • Zitat

    Ich hab, bzw. Ronja hat jetzt zwei Optionen: Nix machen und ihr noch ein paar schöne Wochen gönnen oder operieren, wobei ihr Alter und ihre damit verbundenen Krankheiten (schwaches Herz, Schlaganfall) ein hohes Risiko darstellen und deshalb die Gefahr besteht dass sie aus der Narkose nicht mehr aufwacht, oder sich nicht mehr richtig davon erholt.


    Da schreib ich mal eine nüchterne Meinung...
    Ich würde mir eine sehr gute Klinik aussuchen und operieren lassen. Die Chance dass sie ohne Hilfe ihr Leben beendet hast du sowieso nicht. Ob das Leben in den letzten Wochen dann so lebenswert ist wage ich zu bezweifeln.

    Ansonsten drücken wir dir Daumen und Pfötchen für die Entscheidung die Du fällst, es ist die Richtige. Schreibst Du weiter was so passiert?

    Gruß
    Herbert & Bellini

  • Oh je,
    ist wirklich schwer, weil mit so nem älteren Hund weiß man ja auch nicht wie der das verkraftet :/ . Ist sie kastriert? Und ist nur eine Milchleiste betroffen? Weil es ja so ist, das an Mammatumoren meistens die Hormone schuld sind, und wenn deine Hündin operiert wird wird doch sowieso sofort mitkastriert oder nicht? Weil sonst würde es ja nichts bringen, wenn sich wieder neue Tumoren bilden können aufgrund der ganzen Hormone :???: . Also ich habe sogar mal von einer TÄ gehört, das sie meistens nur kastriert, und das die Tumore dann von alleine verschwinden. Besonders wenn beide Milchleisten betroffen sind, dann muss man ja sowieso zweimal operieren.
    Aber ich wünsche euch beiden viel Glück. Und man kann ja auch noch Homöopathische Mittel zur Unterstützung geben.
    lG Sophie

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