Schilddrüse, Herz oder was?
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hallo,
ich bin ziemlich trauig und ratlos. mein hund benny, ein 11-jähriger mischlingsrüde ist seit wochen krank. er hatte bisher immer nur kleinere wehwehchen. jetzt schein es aber ernst zu sein. seit januar doktern wir mit ihm rum. Wegen lecken seiner Vorderpfoten waren wir Anfang Januar beim TA. Diagnose: allergisiche Rekation. cortisonspritze! Das war für uns auch so ok. Benny hat sich schon öfter Stellen wundgeleckt. Im November hatte ich einen Allergietest machen lassen. Der war negativ.
Nur lies das Lecken jetzt nicht nach. Anfang Februar wieder zum doc. Diesmal einen anderen TA da unser bisheriger TA leider seine Praxis geschlossen hat. Also neuer TA, wieder Diagnose Allergie, wieder Cortisonspritze.Benny leckt sich weiter und dann wurde er immer schlapper. Es hat überhaupt keine lust mehr auf gassi gehen. Liegt den ganzen Tag ruhig in der Ecke. selbst wenn es an der Tür klingelt , reagiert er nicht. (das ist man gar nicht von ihm gewohnt, normalerweise ist er immer der erste an der Tür und macht radau. jetzt nichts....)
Wieder zum TA. mehrere Blutuntersuchungen. Herz abgehorcht. (Schlägt recht langsam) Diagnose: Schilddrüsenunterfunktion. Nimmt nun Tabletten. TA meinte innerhalb einer Woche müsste es ihm wesentlich besser gehen. Aber die Woche ist fast rum, und ich meine es geht ihm immer schlechter. Er frisst gut und sein Geschäft macht er auch ganz ordentlich. Trotzdem nimmt er ab.
Hat jemand Erfahrung mit solchen Symtomen???
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Hi,
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Wenn die Unterfunktion diagnostiziert wurde, passt vielleicht einfach die Dosis noch nicht?
Wie genau bist du mit der Tablettengabe (Einhalten von der WArtezeit zum Füttern, einhalten der Regelmäßigkeit). Wie viel bekommt er bei wie viel Gewicht?
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Vielleicht mal ein EKG machen oder/und einen Herzultraschall. Das gibt weit mehr her, als abhören.
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Benny wog immer um die 18 kg. heute morgen waren es nur noch 15,6 kg. Er bekommt Forthyron 200. Morgens 1 Tablette und abends 1/2 Tablette. Immer mit seinem Futter zusammen.
heute hat er bis auf seine Leberwurstschnitte (mit tablette) und ein stücken schweineohr noch gar nichts gefressen.
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Hallo,
hmmmm das macht mich alles ziemlich stutzig.
Also, ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion. Nehme auch Thyroxin.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es bei Hunden und Menschen hier Parallelen gibt.
Aber: Bei einer UNTERfunktion nimmt man ZU, nicht ab!
Typische Symptome sind eher Gewichtszunahme (bei gleicher Energiezufuhr wie bei gesunden Menschen), hoher Blutdruck, hohes Cholesterin, bestimmte Blutwerte (T3, T4, TSH) zu hoch/niedrig, Lethargie bis hin zu Depressionen, etc.Also wenn dein Hund abnimmt, KANN es eigentlich keine Unterfunktion sein.
Wenn es an der Schilddrüse liegen sollte, wäre es wohl eher eine Überfunktion (Hyperthyreioditis).Schau mal hier:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?T…02?inhalt_c.htm
Hier ist das Forthyron genau beschrieben, klicke auch die Links auf der linken Seite an.
Hier steht auch, dass Hunde ganz unterschiedlich viel Thyroxin brauchen und unterschiedlich schnell aufnehmen.ZitatDie pharmakokinetischen Variablen für Thyroxin beim Hund variieren individuell stark und sind signifikant verschieden von denjenigen des Menschen. Einige Hunde absorbieren das L-Thyroxin durchwegs besser und/oder eliminieren es langsamer als andere Hunde. Darüber hinaus wird die Absorptions- und Eliminationsrate durch die Höhe der Dosierung beeinflußt (hohe Absorption/geringe Elimination bei einer geringen Dosierung und vice versa im Falle einer hohen täglichen Einnahme von L-Thyroxin).
Zur Dosierung:
ZitatDie empfohlene Anfangsdosis für Levothyroxin beträgt 10 μg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden oral. Infolge von Unterschieden der Resorption und des Stoffwechsels ist in vielen Fällen eine individuelle Dosisanpassung erforderlich, um die erwünschte klinische Besserung zu erzielen. Anfangsdosis und Dosierungsintervall sind lediglich eine Empfehlung. Die Therapie muss individuell erfolgen und dem Bedarf des einzelnen Hundes nach Anweisung des behandelnden Tierarztes genau angepasst sein. Die Resorption von Levothyroxin kann durch Fütterung beeinträchtigt werden. Deshalb sollten sowohl Behandlungszeitpunkt und Fütterung jeden Tag zur selben Zeit erfolgen.
Wurde eine Nebennieren-Insuffizienz ausgeschlossen? Das wäre laut Vetpharm kontraindiziert.
Ich kann jetzt nur von mir und meiner SD-Unterfunktion sprechen:
Die Diagnose war recht einfach.
Die Behandlung allerdings würde ich nur von einem Profi machen lassen - die Bestimmung der richtigen Menge Thyroxin, die Gabe von Jod (oder eben nicht!), eventuelle Selen und Vit. B12-Gaben sind abhängig von den Blutwerten: eben T3, T4, TSH, Entzündungswerten, etc. und vom neuesten Stand der Forschung.
Ach ja: Ich muss meine Tablette eine halbe Stunde VOR den Mahlzeiten einnehmen.Wie gesagt, ich kann nur von mir sprechen.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
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Hallo Steffi!
Bei Hunden ist das mit der Schilddrüse leider nicht so einfach. Häufig weisen sie eher die äußerlichen Symptome einer Überfunktion auf - haben dennoch eine UF. Und auch die Diagnostik ist weitaus problematischer als beim Menschen

Dennoch würde ich sagen, mit dem Hund sollte man dringend zum TA gehen, denn das hört sich einfach irgendwie nicht gut an. Ich würde vielleicht auch mal Kontakt mit einer Tierklinik aufnehmen, die mehr Erfahrungen aufweist.
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Benny leckt sich die Pfoten wie verrückt.
Es wird immer schlimmer. Morgen gehe ich wieder mit ihm zum TA.
Es kann doch nicht normal sein, dass er trotz der Tabletten so schlecht drauf ist. heute ist es ganz schlimm. Ich habe angst!!!
Was kann das pfotenlecken bedeuten? Das es mit der Schilddrüse zusammenhängen. Oder mit dem herzen. Oder hat er es mit den nieren?. Er geht nur wenig pippi machen. trinkt aber wohl. ??
Hilfe!!
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Hallo Silvia,
danke für deine Aufklärung! Das wusste ich so nicht gewusst - jetzt bin ich auch wieder ein bisschen schlauer.
Also könnte man sagen, dass es Parallelen gibt, aber auch erhebliche Unterschiede?
Ich hoffe, ich habe deutlich genug gemacht, dass ich da bei Hunden wirklich keine Ahnung habe, nur meine eigenen Erfahrungen bereit stellen wollte.Gibt es denn Endokrinologen für Hunde?
Hallo Fellbenny,
kannst du denn nicht in eine Klinik fahren? Ich meine, wenn du dir solche Sorgen machst, wäre das doch das beste.
Eine Ferndiagnose ist unmöglich, du solltest das wirklich von einem Arzt abklären lassen.
Ich wünsche dir und Benny eine baldige und gute Besserung!
Berichtest du, wie es bei euch weiter geht? -
Zitat
Benny leckt sich die Pfoten wie verrückt.
Es wird immer schlimmer. Morgen gehe ich wieder mit ihm zum TA.
Es kann doch nicht normal sein, dass er trotz der Tabletten so schlecht drauf ist. heute ist es ganz schlimm. Ich habe angst!!!
Was kann das pfotenlecken bedeuten? Das es mit der Schilddrüse zusammenhängen. Oder mit dem herzen. Oder hat er es mit den nieren?. Er geht nur wenig pippi machen. trinkt aber wohl. ??
Hilfe!!
Ich schließe mich an. Ich würde SOFORT heute noch in eine Klinik fahren.
Das Lecken kann u.a. auch eine Übersprungshandlung sein, weil es ihm so schlecht geht. Klar KANN es auch was mit der Schilddrüse zu tun haben (wäre ein Symptom), aber ganz ehrlich, bei dem was du schilderst habe ich ein ganz komisches Gefühl.
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Aeneas hat auch SD-Unterfunktion. Bei ihm war das auch so schlimm mit den Pfötchenknabbern und diese Unlust zu allem... Er lag nur noch rum, wollte nicht mehr raus und wenn wir dann aber draußen waren, hat er total aufgedreht... War in der Hundeschule total Unkonzentriert und der Haarausfall und die vielen Ängste...
Nach der Diagnose hat es bei Aeneas 4 Wochen gedauert, bis sich alles wieder normalisiert hat...
Ich denke auch das die Dosis erstmal noch angepaßt werden muss. Wir haben nach 4 Wochen noch mal einen Test machen lassen und da war der Wert dann super...
- Vor einem Moment
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