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Hi Forum,
ich hab nur ein kleines Problem, wo ich ein wenig verunsichert bin.
Mein Hund ist am letzten Sonntag gebissen worden. Das Ohr inclusive Knorpel ist aufgeschlitzt. Den Knorpel mußte der TA Gott sei Dank nicht abschleifen. Der Schnitt war so grade, daß er kleben konnte und die Haut darüber nähen.
Nun meine Frage. Prof hat jetzt seit Montag ne Tüte. Wir hatten sie temporär abgenommen, war ein Drama sie wieder aufzubekommen.
Einige meinen, wenn er unter Aufsicht ist, sollte man die Türe abnehmen. Andere sagen, wenn er sich dran gewöhnt hat, hat er ja, er läuft kaum noch gegen was, man sollte sie dran lassen.
Ich hab ehrlich gesagt auch Schiß. Weil selbst unter Aufsicht. Wie schnell kann er sich kratzen. Es sind ja nur noch 4 Tage bis die Fäden gezogen werden. Was mein Ihr? Glücklich ist er ja nicht mit der Tüte. Soll ich sie ab und zu mal abnehmen oder immer drauflassen?
Danke und liebe Grüße
Angie - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Wenn Du so arge Schwierigkeiten hast sie wieder drauf zu bekommen, würde ich sie dran lassen.
Es ist zwar für den Hund ungewohnt, streßig und er will sie um jeden Preis abhaben, aber wenn man ihn in der Phase auch in Ruhe läßt gewöhnt er sich dann doch an das ungewohnte Ding.
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Unsere Madame musste schon mehrfach ihre Tröte tragen. Inzwischen hat sie sich damit abgefunden.
Ich denke, dass der Hund merkt, wenn man die ganze Zeit mitleidig um ihn herumschleicht, ihm viele Extra-Streicheleinheiten verpasst und mit ganz trauriger Stimme "Ach du armer kleiner Wauzel" sagt. Ich habs nun bewusst etwas übertrieben, aber je eher ihr als Besitzer die Tröte als ganz normal empfindet, umso eher merkt der Hund zum einen, dass sie nichts dramatisches ist und zum anderen, dass unglücklichsein überhaupt nichts bringt. Wie viele Leute haben mich mit MAja schon angesprochen: Ach, das ist aber schön, dass sie damit so unbefangen herumläuft. Meiner hatte auch mal eine, aber der hat sich damit so unwohl gefühlt, dass wir sie ihm nach fünf Minuten ausgezogen haben."
Genau dort liegt m.E. das Problem. Wenn der Hund keinerlei Beachtung kommt für die Tröte, wird es für ihn auch eher zur Normalität werden. Je mehr ihr sie allerdings an- und auszieht und ihn betüddelt, wenn er sie draufhat, desto mehr weiß er, dass was besonderes ist.
Im übrigen verstehe ich deine Bedenken recht gut, ob nicht doch was passiert und denke in solchen Situationen muss die Gesundheit vor dem Mitleid mit dem Hund stehen. Wenn er mal zum Kratzen ansetzt, bist du eh nicht schnell genug bei ihm und wenn er die Wunde nochmal aufbekommt, hast du ihm definitiv keinen Gefallen damit getan, dass du ihm das Dingen abgenommen hast.
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Lasse die Tüte dran!
Die Hunde haben damit weniger Probleme als wir Menschen.
Klar ist es nicht schön, aber diese ständige Tüte dran,Tüte ab ist schlimmer.
Die 4 Tage bekommst Du auch noch herum.
Viele Grüße
Conny -
Danke, Ihr habt mein Bauchgefühl bestätigt. Die Tröte bleibt dran! Sind ja auch nur noch fast 3 Tage.

LG
Angie -
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Keiner meiner Hunde hat je nach einer OP einen Trichter getragen.
Ich habe sie einfach beaufsichtigt und es ist nie zu einem Problem gekommen.
Für mich käme der Trichter nur in Frage, wenn der Hund total hibbelig und absolut nicht zu kontrollieren und ständig an die Wunde wollte ansonsten denke ich, ist es die Aufgabe des Halters auf den Hund aufzupassen.
Pauls Hundefreundin ist nach der Kastration auch geklebt worden und auch sie hat nie einen Trichter tragen müssen.
Wir machen uns oft viel zu viele Sorgen.
LG
Ulli -
Ich finde auch, dass es darauf ankommt, wie der Hund auf Wunden/Nähte reagiert, ich kenne meine Hunde ja und weiß, wie sie sind. Abgesehen davon sind alle an die Tüte gewöhnt...klar kann man das als überbesorgt darstellen, aber sehr schnell kann schon EINMAL kratzen die Fäden/Klammern rausziehen! Und von daher tragen meine Hunde wenn es nötig ist, das Teil.
Corey fand z.B. das Tragen von Geschirr oder Halsband (habe etliche Modelle ausprobiert) entsetzlich. Aber da musste er auch durch und hat es nun akzeptiert. Er guckt allerdings immer noch unglücklich, wenn ich ihm sein Geschirr ummache, auch wenn er Leckerli dafür bekommt...
abends kommt das Geschirr ab, aber ich mache alles immer mit völliger Normalität. -
Das geht unseren Hunden auch nach 2 Jahren immer noch so mit den Geschirren. Wenn wir sie anlegen, laufen sie die ersten 5 Minuten wie geprügelte Hunde rum. Danach ist dann alles vergessen.
Sonst bin ich da auch nicht so ängstlich. Als Prof an der Pfote operiert wurde, hat er den Verband nach ein paar mal "pfui" nicht mehr angerührt. Als der Verband ab kam, hatte er sich allerdings während der 20 Minuten Fahrt von der Tierklinik bis nach hause schon selbst die Fäden gezogen *lol
Das mit dem Ohr empfinde ich allerdings anders. So wie Coreys Mami schrieb. Eine Sekunde unbeaufsichtigt und er kratzt sich (muß ja mal manchmal für kleine Mädchen oder ähnliches) und die ganze Wunde reißt wieder auf.
Mittlerweile behindert ihn das auch noch kaum und was Niani schon bemerkte, er empfindet die als "fast" normal. Okay beim Toben auf den Feldern, sieht es etwas unbeholfen aus. Und Grabenspringen ist tabu, damit er sich die Tüte nicht mit aller Wucht in die Schulter rammt.
Aber lieber die letzten 3 Tage noch aushalten und hoffen, daß alles okay verläuft, als noch ne Woche oder mehr dranzuhängen.
Ich war ja schon froh, daß der Schnitt besser war, als der Tierarzt es erst vermutete. Der meinte vor der OP, der aufgeschnittene Knorpel müsse abgeschliffen werden, weil er sonst nicht genug Haut hat, die er über der Wunde zusammennähen kann.
LG
Angie -
Ich wünsche schnelle Genesung für den Hund,damit er den lästigen Trichter bald wieder los ist und natürlich nicht nochmal so eine Begegnung.
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Hallo Angie,
Nachdem ich inzwischen (ungewollte) Expertin für Wundinfektionen bin, kann ich Dir nur raten: LASS DAS DING BLOß DRAN!
Auch wenn es dem Hund missfällt - eine Entzündung mag er bestimmt noch weniger.
Und die können lästiger Weise auch noch dann zustande kommen, wenn die Wunde schon geschlossen ist und "gut aussieht". Grade in der Heilungsphase und Verschorfung jucken Wunden ziemlich doll (kennt man ja vielleicht selbst), da sind Hunde mit Kratzen und Scheuern recht schnell dabei.Gute Besserung für den Herrn Patienten und
Liebe Grüße, Sub. - Vor einem Moment
- Neu
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