Perdy hat wohl auch Epilepsie

  • Hallo,

    leider war ich beruflich bedingt schon sooo lange nicht mehr hier. :(

    Jetzt schreib ich nach der langen Zeit mal wieder und dann gleich wegen sowas. Naja, ich wollte es einfach mal los werden, dass die Kleine Epilepsie hat. Ich habe hier im Forum schon einiges gelesen, denn bisher dachte ich es wäre so eine Art Todesurteil, aber es gibt wohl Hunde und Herrchen und Frauchen die damit zurecht kommen und der Hund hat noch Lebensfreude. Darüber bin ich schon einmal erleichtert.

    Naja, so, jetzt geht es mir ein wenig besser nachdem ich das geschrieben habe.

    Gut das es das Forum gibt. :-)

  • Ist bei Dalmatinern leider eine immer häufiger auftretende Krankheit, auch wenn sie angeblich auf einen einzigen Rüden zurückgeführt werden kann. Epilepsie ist ein ganz großes Problem bei Belgischen Schäferhunden. Daher kenne ich mich da ein bißchen aus.
    Hunde können mit Medikamenten (so die Anfälle mehr als nur zwei mal auftreten) meist ein sehr gutes Leben ohne große Beschwerden leben. Es gibt einige Hunde bei denen die Medikamente nicht gut anschlagen, oder aber wo die Dosis so hoch ist, daß die Hunde zu "Zombies" werden, aber allgemein ist es durchaus behandelbar. Man sollte einem epileptischen Hund nicht zu viel Streß zumuten, aber es ist nur in den allerseltensten Fällen ein Todesurteil
    Am Besten finde doch mal einen Tierarzt, der sich damit auskennt und guckt was am Besten gemacht werden kann. Und wenn Du keinen findest, dann frag doch eventuell beim Dalmatinerzuchtverein oder eben auch beim Belgische Schäferhunde Zuchtverein an, die können Dir da bestimmt weiterhelfen.
    Ich habe einen ganzen Schwung Informationen zum Thema, allerdings alle nur auf englisch. Falls das für Dich kein Hinderungsgrund sein sollte kann ich sie Dir gerne mal schicken (sind Internetsachen).

  • Hi Kenjada,

    das tut mir leid, dass Perdy Epilepsie hat. Wie viele Anfälle hatte sie denn schon und wie häufig kommen sie?

    Bekommt sie Medikamente?

    Mein erster Hund (Teddy) hatte auch epileptische Anfälle und ist 14 Jahre alt geworden, er bekam sie allerdings erst mit ca. 11 Jahren.

  • So SORRY das ich jetzt erst antworte... mein Internet ging nicht so richtig und ich hatte gar keine Zeit (arbeite im Moment 12 Std. :x ) mich darum zu kümmern.

    Perdy bekommt keine Medikamente, denn der Tierarzt meint das bei 6 Monaten die zwischen den Anfällen liegen er lieber auf Medikamte verzichten würde. Ich muss jetzt ein Tagebuch führen in dem ich jede noch so kleine KLeinigkeit vermerke. In einem Jahr soll ich es dann abgeben und es wird ausgewertet, dann wird entschieden was genau sie hat und wie es weiter geht.
    Das Problem ist mein Freund ist der Meinung ich würde aus einer MÜcke einen Elefanten machen, sie wäre nur erschöpft oder sonst was wenn sie zittert, das wären keine Anfälle.

    Dann ist es im Moment auch noch so das ich mit der Perdy sehr gut klar komme, sie hört sehr sehr gut auf mich ABER sie fängt an nach Menschen zu schnappen, Menschen anzuknurren usw. Wir getrauen uns schon gar nicht mehr jemanden in unsere Wohnung zu lassen. :-(
    Kann mir jemand einen guten Trainer empfehlen, denn wenn sich hier nicht schnell was ändert will mein Freund den Hund vielleicht abgeben. Ich denke zwar nicht das er es machen würde, er liebt Perdy heiß und innig, aber mir reicht es schon das er mit dem Gedanken spielt.
    Ich hatte schon einen Trainer da aber mit dem war ich nicht zufrieden und es muss was geschehen, denn auch ich habe Angst das sie bald jemanden beisst.

  • Huhu!

    Habt ihr mal ihre Schilddrüse testen lassen? Das kann auch häufig Auslöser für Anfälle sein und auch ihre Unsicherheiten erklären. Schau mal auf die Liste hier: http://www.gtvt.de/ueberweisungsliste/index.htm Das sind TÄ für Verhaltenstherapie, alles eben auch Schilddrüsen-FAch-Tierärzte. Ich denke, mit einem Problem wie eurem würde ich in jedem Fall so einen aufsuchen, da ja auch die Anfälle und ihre Verhaltensprobleme zusammenhängen könnten. Fände ich ganz generell erstmal sinnvoller als "nur" einen Hundetrainer.

  • Hi Kenjada,

    das mit dem Tagebuch ist gut, das hab ich damals auch gemacht.

    Übrigens hatte Teddy auch eine Schilddrüsenunterfunktion, die haben wir aber mit Tabletten ganz gut in den Griff bekommen.

    Ansonsten schließe ich mich Silvia´s Beitrag an.

  • Das mit dem Tagebuch ist eine gute Idee. Das kann sehr gut helfen. Wenn sie nur selten Anfälle hat, dann ist es schon wahr, daß es ohne Medikamente besser ist. Bei Schäferhunden kenne ich es so (ich habe KEINE Ahnung, ob es da Unterschiede gibt zu andern Tieren, wahrscheinlich nicht), daß man sagt wenn ein Hund "nur" ein oder zwei Anfälle hat/hatte soll man es beobachten und dabei belassen, wenn es sich häuft und mehr als einmal alle sechs Monate ist, und wenns nur "kleine" Anfälle sind, sollte man über Medikamente nachdenken. Ich würde an Deiner Stelle mal noch einen anderen Tierarzt hinzuziehen und andere mögliche Gründe ausschließen.

    Hunde die an Epilepsie leiden brauchen viel Ruhe und sind viel schneller genervt oder gestreßt. Eventuell kann es daran liegen, daß sie aggressiv reagiert. Ich kenne eine Frau die hatte vier Hunde, einer davon war Epileptiker. Letztlich ist Lady (der Hund) dann zur verwitweten Mutter der Besitzerin gezogen wo sie sehr viel Ruhe hatte und bei Besuch wenn sie unruhig wurde einen ruhigen Ort angeboten bekam, bzw den sehr deutlich zugewiesen bekam. Das hat geholfen. Epilepsie kann auch bei HUnden zu "Verwirrung" führen, insbesondere wenn der Hund schon mehrere Anfälle hatte, insbesondere wenn es viele "leichte" Anfälle sind und man sie nicht bemerkt. Zum Beispiel ist es so, daß die meisten epileptischen Hunde die schlimmsten und regelmäßigsten Anfälle zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens. Wenn Dein Hund nicht in Deiner Nähe schläft und/oder Du einen sehr festen Schlaf hast kann es sein, daß Du eventuell gar nicht alle Anfälle mitbekommen hast.

    An Deiner Stelle würde ich mich mal genau informieren, andere mögliche Gründe für das Verhalten ausschließen und dann weiter sehen. Die meisten Hunde mit Epilepsie können ein sehr normales Leben führen, wenn sie entsprechende Medikamente bekommen und entsprechend von ihrer Umwelt behandelt werden. Man kann sich mal Berichte von Menschen mit Epilepsie anschauen. Oftmals kann man daraus ein bißchen besser verstehen was möglicherweise in einem Hund vorgeht.

  • Hallo

    wir haben hier auch einen Epilepsiepatienten.

    Nach dem ersten Anfall riet unsere TÄ genau das selbe wie deine - wenn die Anfälle nicht zu häufig sind, sollte man wegen der evtl. Nebenwirkungen von Medikamenten absehen.

    Diazepam immer im Haus haben!!!!!!

    Auch wir haben Tagebuch geführt und die Anfälle dokumentiert, die wir mitbekamen. Das ist wirklich schwierig, denn wie schon gesagt wurde, bekommst du einige Anfälle gar nicht mit .

    Problem der Medikamente ist, dass es Hunde gibt, die überhaupt nicht daruf ansprechen und die Anfälle häufiger werden und welche, bei denen der status quo erhalten bleibt. Klasse, wenn der Hund mit Medikament keine Anfälle mehr hat.

    Die Wesensveränderungen sind leider häufig. Dazu habe ich in einem anderen Thema schon berichtet - musst du mal hier in "Krankheiten" wühlen. Das Zittern kenne ich auch nur zu gut.

    Unser anderer TA meinte, es könne teilwiese auch an der Leber liegen. Schildrüse wurde ja schon genannt. Aber ich denke ein Blutbild wird ja auf jeden Fall gemacht worden sein.

    Wir haben das Glück, dass unser Hund mittlerweile optimal medikamentös eingestellt ist (Myolepsin) und keine Anfälle mehr hat. Inzwischen hat er auch wieder etwas Zutrauen bekommen und ist wieder lebensfreudiger.

    Falls ihr das gut in den Griff bekommt, steht einer langen gemeinsamen Zeit nichts im Weg. Unser Hund hatte den ersten Anfall mit 3 Jahren - jetzt ist er 9. Wir leben also seit 6 Jahren mit der Krankheit.

    Alles Gute!

  • Vielen lieben Dank für die vielen Antworten und das Gedrückt werden :liebhab: !!

    Also ich fang jetzt mal an:

    Blutbild wurde gemacht als sie auf ihr Allergien und noch einiges anderes getestet wurde, werde aber wohl noch mal eines in Auftrag geben müssen.
    Schildrüsenfehlfunktion hatte ich eigentlich für mich aufgeschlossen, sie frisst nicht soviel und hält ihr Gewicht sehr gut, aber man weiß ja nie.
    Werde wohl im neuen Jahr mal ein paar Tierärzte aufsuchen müssen, meine arme Maus. Sie mag es nicht zu anderen Tierärzten zu gehen, nur bei unserem Stammtierarzt ist sie im Wartezimmer cool.

    Die Zitter-Anfälle hat sie schon seit sie ein Welpe war, da waren die Anfälle sehr häufig und zum Teil auch etwas stärker als jetzt. Aber damals war sie dann "nur" aggressiv gegen HUnde, habe es aber nicht auf die "Anfälle" zurück geführt. Jetzt ist der Zeitraum zwischen den Anfällen etwas länger aber die Aggressivität hat halt zugenommen, aber der Streß von meinem Hund auch, dadurch das sie mich auf die Arbeit begleitet. Leider geht es im Moment nicht anders. Aber gegen Hunde ist sie nicht mehr aggressiv, gut da verhalte ich mich jetzt glaub ich auch anders als damals.

    Angefangen habe ich jetzt damit das ich keinen Menschen Perdy anfassen lasse ausser die Leute kennen Perdy schon länger bzw. wissen bescheid das sie spinnen kann. Leute die Perdy noch nicht so lange kenne aber Bescheid wissen dürfen sie nur streicheln wenn sie sich in die Hocke begeben und dann auch nur wenn Perdy zu ihnen kommt. Wenn wir Besuch bekommen muss sie auf ihren Platz und keiner darf sie stören und sie darf auch nicht zum Besuch, im Geschäft hat sie jetzt anstatt einen Platz gleich 3 Plätze die sie aufsuchen kann, je nachdem wieviel Ruhe sie will.


    Gestern hatten wir BEsuch und Perdy war total sauer und hat angefangen ihr Revier zu verteidigen und geknurrt, wollte sich nicht anfassen lassen usw. WAr über das Verhalten etwas erschrocken, denn bis vor ein paar Wochen hat sie sich über jeden Besuch gefreut.

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