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Nüchterne Frage - wohin mit Tierkadaver

  • hallo zusammen,


    ich weiss die Threadüberschrift klingt makaber, aber mal ganz nüchtern betrachtet, wo darf man einen Tierkadaver in Grösse eines deutschen Schäferhundes begraben?


    Unsere Schäferhündin ist jetzt 13,5 Jahre alt und körperlich noch sehr fit für ihr Alter. Sie hat alle Ihre Sinne noch zusammen und bewegt sich wie ein um Jahre jüngerer Hund, ohne jegliche Hüftgelenksprobleme.


    Wir wissen das Glück zu schätzen, einen bis ins Alter so agilen Hund zu haben, wissen aber auch, dass der "Altersverfall" und auch schwere Krankheiten sehr plötzlich kommen können.


    Vor knapp zwei Jahren hätten wir sie beinahe einschläfern lassen, da sie eine eitrige Gebärmutterentzündung hatte und zwei voneinander unabhängige Tierärzte sie aufgrund ihres Alters bereits aufgegeben hatten, und auch keine OP mehr riskieren wollten (bzw. uns nahegelegt es nicht zu tun da ihre Überlebenschancen < 35% lag). Sie hat es mittels starker Medikamente (Spritzen & Tabletten) und eisernen Lebenswillen dennoch geschafft.


    Seitdem mache ich mir Gedanken darüber was wir mit ihrem Kadaver machen, wenn sie dann irgendwann tot ist. Einfach beim Arzt lassen? Sicherlich die einfachste Möglichkeit, denn letztendlich ist es dann nur noch die leblose Hülle und nicht mehr "unser Hund".


    Aber was für Möglichkeiten gäbe es sonst noch? Begraben ist soviel ich weiss nur auf eigenen Grundstück erlaubt (und selbst dies nur mit Einschränkung), der bei uns nicht vorhanden ist.
    Tierfriedhof kommt für uns nicht in Frage, auch wenn ich es gut finde, dass damit Menschen die es brauchen eine "Trauer- und Besuchsstätte" für ihr Tier finden.


    Vielen Dank vorab für euer Feedback.


    Thinha

    Wer Ironie findet, darf sie behalten.


    charming | black | beauty - and the beast


    Benji - DSH Hündin - September 1993 bis 03.04.2007 | Sam - Mittelspitz Rüde - 2006 - ... | Odin - DSH Rüde - 2002 bis 25.05.2014 | Bronz - Boxer/RhodesianRidgeback - Juni 2012 bis ... | Inge - Labrador - April 2018 - ...

  • Hallo,


    zuerst einmal hoffe ich, daß eure Hündin sich noch eines langen, glücklichen Lebens erfreut. Nun zu deinem Problem. Ich musste leider auch schon einige Hunde beerdigen, und habe mich deswegen informiert.
    Wie du richtig geschrieben hast, ist das Beerdigen von Tieren (auch Kaninchen etc.) nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt, falls das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt. Das Grab muß ziemlich tief sein. Ich glaube es waren zwei Meter, aber das weiß ich nicht genau. Eventuell unterscheidet sich das auch von Gegend zu Gegend.
    Die zweite Möglichkeit wäre der Tierfriedhof, der dir ja nicht gefällt, und die dritte Möglichkeit ist, das Tier beim Tierarzt zu lassen, bzw. hinzubringen. Von da kommt der Kadaver dann in ein Krematorium für Tiere.
    Andere Möglichkeiten gibt es meiner Meinung nach nicht.


    Ich hoffe ich konnte helfen
    Bärbel und Lana :flower:

  • Hallo,


    wir hatten leider im letzten November den Fall, als unsere Jana fast 13jährig gestorben ist.
    Bärbel hat eigentlich schon alles geschrieben, wollte nur noch die Meterzahl nachreichen, wie tief das Grab sein muss. Es ist 1m, zumindest hier in Niedersachsen.
    Es gibt auch inzwischen Tierkrematorien. Du bekommst dann die Asche in einer kleinen Urne mit. Ich habe aber keine Ahnung was das kostet. Wir hatten das für Jana eigentlich geplant, und wollten die Asche dann am Fluss (ihr Lieblingsplatz) verstreuen. ... aber wie es so ist, verstarb sie an einem Freitag Abend. Wir hätten das nicht gekonnt, - sie 2 Tage irgendwo zu lagern, und dann den toten Hund wieder in den Wagen legen, um zum Krematorium zu fahren.
    Genau so wenig kam es für uns in Frage, sie beim Tierarzt "entsorgen" zu lassen.


    LG


    Belana

  • Hallo,
    durchaus ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen sollte.
    Wenn ich nicht auf dem eigenen Grundstück beerdigen könnte, hätte ich auch kein Problem damit, mein totes Tier im Wald zu begraben. Vielleicht nicht am Sonntag Nachmittag direkt am Waldlehrpfad, damits alle mitkriegen!
    Beim TA würd ich es auf gar keinen Fall lassen, so anständig wie Bärbel es formulierte, daß das Tier ins Krematorium kommt, isses halt nicht. Die Einrichtung heißt hier TBA und ist die Abkürzung für Tierkörper Beseitigungs Anstalt. Und genauso wie es klingt, ist es natürlich auch. Also für mich kein Thema....
    Der Tierfriedhof, nunja, wenn ich mal so über den hiesigen gehe.... Mir persönlich zu plüschig und zu vermenschlicht. Damit kann ich mich nicht identifizieren.
    Unsere (Klein) Tiere liegen im Garten begraben, die meisten haben auch ein selbstgezimmertes Kreuz von den Kindern bekommen.


    LG Sanny

    fides esperantia caritas
    1 Kor 13 13

  • Also meine Deutsche Schäferhündin habe ich auf einem in der Nähe gelegenen Tierfriedhof anonym begraben lassen.Ohne Grabstein oder ähnliches.Ich weiss wo sie liegt und besuch sie ab und an.
    Mit den nächsten Hunden(ich will nicht dran denken)würde ich ganz genauso verfahren.
    LG Ulrike

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hallo,
    also wir haben unseren Collierüden in einem Krematorium verbrennen lassen und anschließend wurde die Asche dort auf dem Feld verstreut.
    Würde das bei meinem jetzigen Hund auch wieder so handhaben, wenn es irgendwann mal so weit ist.
    Beim Tierarzt lassen und dann in die Tierkörperbeseitigungsanstalt (zur Weiterverarbeitung) :tear: wäre für mich nicht in Frage gekommen!
    Tierfriedhof ist nicht so mein Ding.
    Aber ich denke mal, das muß jeder für sich selbst entscheiden, wenn jemand sein Tier beim Tierarzt läßt kann ich das auch akzeptieren, viel wichtiger finde ich, das man beim Einschläfern auf jeden Fall bis zum Ende dabei ist. Gibt leider viele Menschen, die sich vor diesem letzten Schritt drücken, dafür habe ich dann kein Verständnis :motz:
    Grüsse
    Sandra

  • Hallo zusammen!


    Also, ich stimme Sanny zu. Der Tod gehört nun mal auch zum Leben und finde, dass es kein Tabu-Thema ist.


    Als mein 1. Hund alt und älter wurde und ihm sein Herz immer mehr Probleme bereitete, habe ich mich auch recht früh mit dem Gedanken befasst, weil ich wusste, wenn dieser Moment kommt, dann kannst du keinen klaren Gedanken fassen und bist einfach nur noch schrecklich traurig.


    Also habe ich mich gründlich informiert. Beim TA lassen kam auch für mich überhaupt nicht in Frage. Dann käme das Tier in diese besagte Beseitigungsanstalt und hier in der Gegend wird Seife draus gemacht. Ja wunderbar! Fast 16 Jahre haste dich um das Tierchen liebevoll gekümmert und dann sowas. NEE! Das war schonmal klar. Tierfriedhof? Naja, ich wusste ja nicht, ob ich am Ort bleibe. Einen Garten habe ich nicht. Also blieb mir nur ein Krematorium.


    Dafür fuhr ich allerdings in die Niederlande - ein Freund fuhr mich hin, denn ich war nicht in der Lage. Die Familie dort war äußerst einfühlsam und lieb. Ich konnte mich von Johnny verabschieden, ich suchte mir eine Urne aus, mein Wunsch war eine Einzeleinäscherung und so konnte ich ihn schon nach 2 Stunden mit nach Hause nehmen. Und das hat gut getan. Das musste ich für mich so haben.


    Übrigens: Johnny starb auch an einem Freitag. Ein Anruf in den Niederlanden genügte und ich bekam für denselben Tag noch einen Termin. Trotzdem wir uns aufgrund von Staus um eine ganze Stunde verspätet hatten, wurde mir geholfen.


    LG und alles Gute
    Bettina

    Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht. (Heinz Rühmann)

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