Unser kleiner Nachbarsjunge *grrrr*

  • Ich habe es irgendwann mal aufgegeben zu Elternsprechstunden zu gehen, weil es nur noch um die Befindlichkeiten der Eltern ging. Lehrer und Erzieher stehen heute ja nicht mehr als Respektpersonen vor den Kindern sonder erledigen oft einfach nur ihre Arbeit weil sie keine Bock haben sich ständig mit Eltern rumzuschlagen (und leider auch von ganz wenigen Rückendeckung bekommen).

    Klare Ansagen sind hier gefragt. Was die Mutter (die ihrem Kleinen alles durchgehen lässt) dazu sagt ist wurscht. Wenn es ihr nicht passt wird sie sich dann vielleicht darum kümmern das der Kleine sich zurücknimmt.

    Eine Bitte birgt immer die Möglichkeit das der gegenüber stehende dies ablehnen kann. Also Durchführung der Bitte nicht zwingend notwendig. Ansagen sind und bleiben Ansagen und werden ohne Bitte vorgetragen. Das hat nichts mit Unhöfichkeit zu tun.

    Und um eine gute Nachbarschaft darf sich nicht nur einseitig bemüht werden. Ansonsten hilft nur Ignorieren.

  • ja, nachbarskinder sind ein wirklich heikles thema.

    meine erfahrung ist, dass es viel bringt, den kindern klipp und klar zu sagen, was man will! konsequenz klappt bei hunden, klappt auch bei kindern! kinder brauchen klare grenzen und regeln.
    du musst ihn ja nicht gleich anmeckern oder dergleichen, aber ein klares wort reicht. "ICH möchte es nicht!" - basta! denn du siehst ja selbst: freundliches geschwafel kommt nicht direkt an!

    und wenn die nachbars-mama ihr kind derart "vergöttert", wie du es schreibst, dann kann es gut passieren, dass es mal kracht. aber du hast dir doch dann nichts vorzuwerfen! immerhin hast du es sehr lange in einem freundlichen ton versucht. lass dir nicht auf deinen persönlich-gesetzten grenzen rumtrampeln! sag dem kind: "ich bin lange freudlich gewesen, aber wenn du so weitermachst, dann werde ich sauer!"

    und du kannst dem kind auch ruhig mal sagen, dass du ihm nicht glaubst und denkst, dass er lügt, wenn er sagt, dass dein hund laut war und an der tür gekratzt hat. kinder verstehen kein drumrum gerede! man kann (und sollte) das ganze freundlich aber eben direkt sagen.

    lg doremi (erzieherin) ;)

    @ terry: du sprichst mir aus der seele! aber es ist hilfreich zu sehen, dass es solche und solche eltern gibt! und die kinder können nix für ihre eltern! die eltern interessiert nicht, was das kind will, sondern was sie selbst erwarten - teilweise sagen sie ja sogar, dass WIR für die erziehung der kinder zuständig sind! *hust*

  • Hey,

    ok, also dann werde ich schaunen, dass ich ihm es nochmal sage.
    Das mit dem vor die Wahl stellen, ist denke ich schon einmal eine gute Idee.

    mal schauen wie oft er es dann gesagt bekommen muss, weil als das mit dem Auto war (sollte einen tag später verkauft werden), hatten sie auch erst einmal weiter gemacht bis wir sie zum 3. mal wirklich zusammengestaucht hatten, weil es so nicht geht.

  • Die Problematik liegt in dem wie man etwas sagt.

    Auch in deinem letzten Beitrag kommen immer wieder die Abwägungen und Abschwächungen. Nur weil man etwas klar und deutlich sagt muss es keinen Nachbarschaftsstreit kommen.

    Hier mal ein Beispiel: Es regnet, die Mutter zu ihrem Kind: Es regnet, möchtest du deinen Regenmantel anziehen. Das Kind: Nein.

    Was passiert: Die Diskussion geht los, denn die Mutter wollte, dass das Kind den Regenmantel anzieht.

    Wo liegt der Fehler? Ganz einfach, die Mutter hätte nicht Fragen sondern sagen sollen: Es regnet, du ziehst den Regenmantel an.

    Genau so solltest du auch bei deinem Nachbarn und überhaupt grundsätzlich vorgehen. Wenn du etwas nicht möchtest, dann sagt man nicht, och bitte tu das doch nicht, sondern klar und deutlich, das möchte ich nicht.

    Lass die Abschwächungen einfach mal weg und du wirst merken, dass du deine Ruhe hast.

    LG
    Ulli

  • Damit hast völlig recht Ulli. So sollte das zumindest sein.

    Aber ich hab das auch so gemacht, daß ich klar gesagt hab, geht nicht und Ende.
    Nur das Problem war, daß der Kleine das nicht kannte. Er durfte einfach alles und musste auch zu Hause auf klare Anweisungen nicht reagieren. Und dann dauert es eben seine Zeit, bis das Kind das bei anderen versteht, wie ernst sie es meinen.
    Ich find genau da liegt dann die Gefahr drin, daß es doch zum Streit kommt: man ist deutlich, es kommt keine Reaktion und wenn man sich nicht zusammen reisst, dann wirds unter Umständen mal "richtig deutlich".
    Das war jedenfalls der Grund, warum ich vorher schon immer noch 2mal überlegt hab, was und wie ich es sag.

  • meine erfahrung ist, dass die meisten kinder, die zuhause nicht hören müssen, bei klarer ansage trotzdem ganz schnell begriffen haben, dass ich es ernst meine! glücklicherweise, denn ansonsten müsste ich hier auch im zickzack um die kinder herum laufen! ;)

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