Junge Hunde Vergleichstest

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  • Hey, ich wollte mal fragen wie eure Hunde bei diesen spezifischen Situationen reagieren als Vergleich,
    hier sind ein paar Beispiele und wie meine Hündin reagiert (Maltipoo 5-6 Monate)

    1. Draußen bietet ein Fremder/Bekannter einen Leckerlie an vor dem Gesicht des Hundes.

    Meine Hündin dreht das Gesicht weg und isst es erst, wenn es aus meiner Hand kommt.

    2. Fremde/Bekannte versuchen die Hündin zu sich zu rufen mit ihren Namen oder dem Befehl.

    Meine Hündin schaut zuerst, aber ignoriert und später dreht sie ihren Kopf weg. Zu mir kommt sie allerdings immer, egal welcher Befehl sie hört immer.

    3. Andere Hunde draußen, die sich nähern.

    Je nach Hund schnüffelt sie erst, ist dieser laut am bellen oder aggressiv, beobachtet sie nur in einer aufgestellten Pose, ist der Hund lieb geht sie hin und schnüffelt und versucht mit diesen zu spielen. Sie mag kleine Hunde lieber als große Hunde

    4. An der Leine und ohne Leine

    An der Leine geht sie perfekt neben einem, ohne Leine erkundet sie frei, immer in der Nähe und schnüffelt ca. 5-15m und Rückruf klappt zu 100, mit einem Befehl geht sie auch ohne Leine hinter oder neben einem

    5. Ein Fremder oder Bekannter nimmt die Leine und versucht mit ihr wegzugehen

    Sie bewegt sich nicht und schaut zu mir fängt an zu winseln und sich loszureißen

    6. Man tut den Hund aufs Bett und tut so als würde man auf dem Boden sterben bzw. man fällt hin und bewegt sich nicht mehr. Davor gibt man ihr einen leckeren Kauknochen damit sie beschäftigt ist

    Die Hündin winselt leicht, ignoriert den Knochen und geht runter vom Bett und beschnüffelt mein Gesicht

    7. Fremde Menschen z.B. Handwerker kommen rein um etwas zu reparieren.

    Die Hündin geht hin, aber hält Abstand in der aufgerichteten Pose, beobachtet ca. 30 Sekunden und geht dann zu mir auf den Schoß und beobachtet weiter

    8. Man lässt die eigene Haustür offen um die Reaktion des Hundes zu sehen.

    Meine Hündin ignoriert die offene Tür zur Freiheit, außer ich gehe raus und rufe sie oder ich gehe selbst raus dann versucht sie mitzukommen

    9. Ich lasse sie z.B. bei einer Freundin die auch Hunde hat für 1 Stunde

    Sie ist erst traurig und winselt, aber lässt sich dann leicht streicheln von ihr und isst irgendetwas auf dem Boden und beobachtet die anderen Hunde. (anpassungsfähig) Bin ich wieder da ist sie wie ausgewechselt und nur in meiner Nähe.

    Sonstige Infos: 5-6 Monate alt (F1B Maltipoo), pinkelt auf Pipimatten drinnen und draußen ins Gras, kennt die Befehle Sitz, Komm, Lass das, Bleib stehen, Beiß (natürlich in ein Spielzeug), Neben mir (draußen) und ihren Namen (für vollständige Aufmerksamkeitsspanne)
    Sie findet andere Tiere interessant im Gegensatz zu fremden Menschen da ist sie skeptisch
    Spielen tut sie mittlerweile auch selten mit ihren Spielsachen und spielt am liebsten mit mir oder kuschelt

    Ich habe auch irgendwo mal gelesen, das Hunde aus dem Tierheim z.B. nur schwer eine richtige Bindung zum Besitzer fassen können und das diese auf jeden Menschen hören, stimmt das oft, oder gibt es auch Ausnahmen? Auch stand irgendwo mal das Futter das wichtigste für den Hund wäre, bei meiner habe ich das Gefühl gar nicht obwohl Maltipoos anscheinend sehr verfressen sein sollten oder kläffen sollten (meine bellt komischerweise nie)

  • Ich wäre sehr irritiert, wenn mein Hund in diesem Alter so ängstlich und abhängig ist von mir.

    Was meinst du mit ängstlich? Sie hat keine Angst, das sie keine Leckerlies vom Fremden annimmt ist gesunder Verstand. Oder würdest du es gerne haben wollen wenn dein eigenes Kind in ein fremdes Auto einsteigt weil es nicht skeptisch hinterfragt und du es dann nie wiedersiehst?

  • Wir haben doch schon vor einigen Wochen festgestellt, dass dein Hund einfach überdurchschnittlich intelligent und krass und treu ist und du einfach unfassbar außergewöhnlich gut darin bist, Hunde zu erziehen.

    Selbstverständlich würden andere Hunde in diesem Alter sowas nicht ansatzweise hinbekommen und alle anderen Hundebesitzer sind einfach nur viel zu dumm um es ihren Hunden beizubringen.

  • Wir haben doch schon vor einigen Wochen festgestellt, dass dein Hund einfach überdurchschnittlich intelligent und krass und treu ist und du einfach unfassbar außergewöhnlich gut darin bist, Hunde zu erziehen.

    Selbstverständlich würden andere Hunde in diesem Alter sowas nicht ansatzweise hinbekommen und alle anderen Hundebesitzer sind einfach nur viel zu dumm um es ihren Hunden beizubringen.

    Verstehe das nicht was es mit den Fragen zu tun hat wenn du meinst das sie überdurchschnittlich ist dann ist das halt so, ich bin gespannt wie sich diverse Rassen von Junghunden anders verhalten, der Junghund einer Freundin war in dem Alter extrem verspielt hat trotzdem auf Rückruf gehört

    Keine Ahnung wieso manche Fragen nicht einfach normal beantworten können

    Gibt leider Leute die sich krass fühlen wenn sie andere provozieren und sich das im echten Leben nie trauen würden, dafür gibt's ja das Internet

  • Ich wäre sehr irritiert, wenn mein Hund in diesem Alter so ängstlich und abhängig ist von mir.

    Was meinst du mit ängstlich? Sie hat keine Angst, das sie keine Leckerlies vom Fremden annimmt ist gesunder Verstand. Oder würdest du es gerne haben wollen wenn dein eigenes Kind in ein fremdes Auto einsteigt weil es nicht skeptisch hinterfragt und du es dann nie wiedersiehst?

    Redem wir hier von Hund oder Kind? Erst willst du einen "Vergleichstest" (übrigens, dass sind Tiere, keine Handys), wenn man dir dann aber nicht sagt das dein Hund cool und krass ist, wirst du sauer? :grinning_squinting_face:

  • Wir haben doch schon vor einigen Wochen festgestellt, dass dein Hund einfach überdurchschnittlich intelligent und krass und treu ist und du einfach unfassbar außergewöhnlich gut darin bist, Hunde zu erziehen.

    Selbstverständlich würden andere Hunde in diesem Alter sowas nicht ansatzweise hinbekommen und alle anderen Hundebesitzer sind einfach nur viel zu dumm um es ihren Hunden beizubringen.

    Verstehe das nicht was es mit den Fragen zu tun hat wenn du meinst das sie überdurchschnittlich ist dann ist das halt so, ich bin gespannt wie sich diverse Rassen von Junghunden anders verhalten, der Junghund einer Freundin war in dem Alter extrem verspielt hat trotzdem auf Rückruf gehört

    Keine Ahnung wieso manche Fragen nicht einfach normal beantworten können

    Gibt leider Leute die sich krass fühlen wenn sie andere provozieren und sich das im echten Leben nie trauen würden, dafür gibt's ja das Internet

    Also gut, dann einmal ganz ausführlich. Auch wenn ich mir sehr sicher bin, dass du zu jedem einzelnen Punkt Widerworte finden wirst.

    1.

    Dass sie nichts von Fremden nimmt, ist erstmal weder gut noch schlecht… manche Hunde machen das, manche nicht. In dem Zusammenhang wirkt es aber eher wie Unsicherheit und Vermeidung. Ein souveräner Hund kann Futter annehmen oder ablehnen, ohne sich dabei komplett zu entziehen. Dieses konsequente Ablehnen passt eher zu „ich traue mich nicht“ als zu „ich bin gut erzogen“.

    2.

    Fremde ignorieren und den Kopf wegdrehen ist klassisches Meideverhalten. Das wird gern als „sie interessiert sich nicht für andere“ verkauft, ist aber oft genau das Gegenteil: der Hund ist überfordert und geht in Rückzug. Dass sie dann nur zu dir kommt, zeigt eine starke Abhängigkeit aus Unsicherheit, nicht aus Stabilität.

    3.

    Dieses „erst beobachten, dann entscheiden“ klingt schön, ist aber häufig einfach Anspannung und Kontrollversuch. Aufrechte Haltung, Fixieren, Abwarten… das ist kein entspanntes Einschätzen, sondern ein Hund, der sich nicht sicher fühlt und versucht, die Situation irgendwie zu managen.

    4.

    „100 % Rückruf“ in dem Alter ist schlicht eine Momentaufnahme ohne Wert. Kaum Ablenkung, wenig Eigenständigkeit, noch keine echte Pubertät… das hat nichts mit einem stabil trainierten Verhalten zu tun. Wenn das kippt, wird oft dem Hund die Schuld gegeben, obwohl nie echte Sicherheit aufgebaut wurde.

    5.

    Nicht mitgehen wollen und sich losreißen ist kein Zeichen von Bindung, sondern von Stress und Kontrollverlust. Ein Hund, der sich sicher fühlt, kann auch mal bei einer anderen Person bleiben, ohne in Panik zu geraten. Dieses Verhalten zeigt eher: ohne Bezugsperson bricht das System zusammen.

    6.

    Diese „ich falle um“-Übungen sind ehrlich gesagt einfach unsinnig. Der Hund kann die Situation nicht einordnen, wird verunsichert und lernt nichts Verwertbares. Im schlimmsten Fall schwächt man damit sogar Vertrauen, weil man sich für den Hund plötzlich unberechenbar verhält. Dass sie dich dann checkt und den Knochen ignoriert, ist kein Zeichen von besonderer Bindung, sondern eher ein „was stimmt hier nicht“-Moment.

    7.

    Abstand halten, beobachten und sich dann auf deinen Schoß zurückziehen ist ein ziemlich klares Bild von Unsicherheit mit Tendenz zur Abschirmung. Dieses „auf den Schoß flüchten“ ist kein süßes Verhalten, sondern Rückzug. Gleichzeitig kann sich daraus schnell entwickeln, dass der Hund dich als Ressource sieht und andere aktiv fernhält.

    8.

    Die offene Tür zu ignorieren wird gern als „perfekt erzogen“ verkauft, ist aber oft einfach fehlender Mut oder Radius. Der Hund traut sich nicht, weiter wegzugehen oder hat noch gar kein Bedürfnis danach. Das kann sich mit wachsender Sicherheit oder Pubertät sehr schnell ins Gegenteil drehen.

    9.

    Das Winseln am Anfang und spätere „Anpassen“ ist klassischer Stress, der runterreguliert wird. Der Hund ergibt sich der Situation, weil er keine andere Strategie hat. Dass er danach extrem an dir hängt, ist kein Zeichen von tiefer Bindung, sondern davon, dass du seine einzige Sicherheit bist.

    Und noch zum Thema:

    Pipimatten in dem Alter sind kein Feature, sondern ein Problem. Der Hund lernt, dass drinnen lösen okay ist, und bekommt keine klare Orientierung. Das macht den Weg zur echten Stubenreinheit unnötig kompliziert und zieht sich oft länger, als nötig wäre.

    Unterm Strich ist das kein „besonders gut erzogener“ Hund, sondern ein Hund, der – wie viele aus dieser Mischung – einfach sehr unsicher ist und für den die Welt ein großer, böser Ort ist, in dem man ohne Frauchen nicht überleben kann. Das ist eine ungesunde Abhängigkeit und nichts, worauf man stolz sein sollte.

  • Danke für die ausführliche Antwort, da kann man es ja doch etwas mit anderen Augen sehen

    wegen dem Auto Vergleich:

    Meinte damit eine Skepsis zu haben ist allgemein gesund, egal ob bei Tier oder Mensch

    Gibt ja auch Giftköder die von Idioten verteilt werden und wenn ein Hund da mal auf dem Boden was frisst hat man ein riesengroßes Problem

    Wegen der Pipimatte:

    Da macht sie eigentlich nur wenn ich nicht mit ihr rausgehe z.B. am schlafen bin, sonst geht sie zuverlässig pinkeln, da sie manchmal auch innerhalb 2h pinkeln muss wenn sie viel getrunken hat

    Ich persönlich finde Unsicherkeit besser als komplette Offenheit, da die Welt leider kein Spielplatz ist und überall Gefahren lauern könnten

  • lia lu hat es ja ganz gut getroffen, wenn man unbedingt einen Hund will der so richtig von einer Person abhängig kann man so Zeugs trainieren, aber da ist ganz schön viel dabei an Verhalten das ich dringend abtrainieren würde und keinesfalls fördern, angefangen damit dass ein gesunder (nehme ich jetzt mal an) Hund der dem Welpenalter entwachsen ist in die Bude pinkeln soll. Wenn du mal ausfällt (reicht ja was relativ harmloses das aber wirklich jeden treffen kann und du für paar Tage ins Krankenhaus musst) ist es ja auch dem Hund gegenüber absolut unfair wenn er dann bei anderen so komplett unsicher ist, weil er von dir so emotional abhängig ist.

    Und deinen Hintergedanken (Hund frisst nix, geht nicht mit anderen mit) kann ich ein Stück weit nachvollziehen, aber bei meinem Hund übernehme ich diese Funktion und passe auf wer da gerade in welcher Form mit ihm agiert. Der Hund ist nicht irgendwo alleine wo Fremde den einfach mitnehmen können und was bei nem Maltipoo das sich selbst weigern bringen soll erschließt sich mir auch nicht, den trägt man doch auch einfach weg sollte man illegale Absichten haben?

  • Unsicherheit ist für einen Hund einfach scheiße, weil er sich in seiner eigenen Welt nicht sicher fühlt. Er läuft nicht entspannt durch den Alltag, sondern ist ständig damit beschäftigt, alles zu beobachten und irgendwie klarzukommen. Für ihn kann vieles schnell zu viel werden, fremde Menschen, andere Hunde oder neue Situationen.

    Dadurch ist er innerlich dauernd angespannt. Selbst wenn er ruhig wirkt, ist er es oft nicht wirklich. Er weiß nicht, wie er reagieren soll, weicht aus, zieht sich zurück oder reagiert irgendwann über, weil es ihm zu viel wird. Oft klammert er sich dann extrem an seinen Menschen, weil das der einzige Ort ist, an dem er sich sicher fühlt. Das wird gern als „Bindung“ gesehen, ist aber eigentlich eine Abhängigkeit.

    Und das bleibt nicht nur im Kopf. Wenn ein Hund ständig unter Stress steht, läuft sein Körper dauerhaft auf Hochtouren. Stresshormone werden immer wieder ausgeschüttet, das schwächt das Immunsystem, macht anfälliger für Krankheiten und sorgt oft für Probleme mit der Verdauung. Viele unsichere Hunde haben empfindlichen Magen, schlafen schlecht und stehen permanent unter Spannung.

    Ein sicherer Hund dagegen hat es einfach besser. Der kann Dinge wahrnehmen, ohne gleich Stress zu haben, bleibt ruhig, trifft klare Entscheidungen und kann sich wirklich entspannen. Der lebt nicht im Dauerstress, sondern hat einfach ein gutes, stabiles Leben.

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