Tollwut-Impfung, wenn man nicht ins Ausland fährt?

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  • Ohje, das habe ich nicht gewusst, dass die Hunde dann das Haus nicht verlassen dürfen....wie soll das bitte gehen?

    Ich habe gerade mit einer sehr netten Tierärztin (eine andere Praxis) telefoniert, bei ihr habe ich in zwei Wochen einen Termin gemacht, kann leider nicht eher, aber jetzt kommt es auf eine Woche mehr oder weniger auch nicht an.

    Warum ich auch Zweifel habe/hatte.....wegen der Einschätzung der StikoVet.


    Da heisst es zum Schluß:

    Zusammenfassung
    Die Impfung gegen das Tollwutvirus kann je
    nach Hersteller im Abstand von bis zu 3 Jah-
    ren verabreicht werden. Die Impfung wird gut
    vertragen und schützt sicher vor der Infektion
    und vor einer Weiterverbreitung des Virus. Zu
    den Zeiten, als die Fuchstollwut in Mitteleuropa
    noch weitverbreitet war, war die Tollwutimp-
    fung empfänglicher Haus- und Heimtiere eine
    absolute Notwendigkeit. Mit der erfolgreichen
    Tilgung dieser Tierseuche in West- und Mittel-
    europa ist das Risiko einer Exposition innerhalb
    Deutschlands aber äußerst gering geworden.
    Obwohl in Deutschland nach einer Schätzung
    des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH)aktuell 10,7 Millionen Hunde und 15,7 Milli-
    onen Katzen gehalten werden [36], sind seit
    2008 in ganz Deutschland nur vier Tollwutfälle
    bekannt geworden, allesamt bei importierten
    Tieren. Durch konsequente Kontaktverfolgung
    konnten die Einträge schnell und effizient ein-
    gedämmt werden. Nie ist es zu einem Eintrag
    in die Haus- oder Wildtierpopulation, d. h. Rot-
    füchse, gekommen. Vor diesem Hintergrund ist
    die flächendeckende Impfung der Hunde- und
    Katzenpopulation in Deutschland nicht mehr
    erforderlich, angemessen und tierärztlich ver-
    tretbar. Vielmehr sollte die Impfentscheidung
    von der individuellen Situation abhängig ge-
    macht werden. Entsprechend den eingangs
    zitierten EU-Verordnungen müssen Hunde und
    Katzen sowie andere empfängliche Heimtiere
    über einen gültigen und ausreichend dokumen-
    tierten Impfschutz verfügen, wenn sie innerge-
    meinschaftlich oder in ein Drittland verbracht
    werden sollen. Zudem ist nach wie vor darauf
    hinzuweisen, dass geimpfte Tiere entspre-
    chend der derzeit gültigen Tollwutverordnung
    bessergestellt sind. Im sehr unwahrschein-
    lichen Fall eines Kontaktes mit einem an Toll-
    wut erkrankten oder auch nur seuchenver-
    dächtigen Tier können sie unter behördlicher
    Beobachtung gehalten werden. Nicht-geimpfte
    Hunde, Katzen oder Frettchen sind nach Kon-
    takt mit einem nachweislich infizierten Tier
    zu töten. Bei Kontakt mit einem seuchenver-
    dächtigen Tier kann von der Tötung abgesehen
    werden. Die Hunde müssen dann aber isoliert
    in Quarantäne genommen werden. Das Risiko
    eines solchen Kontaktes ist – wie oben ausge-
    führt – aber so gering, dass die Aufrechterhal-
    tung des Status einer Core-Vakzinierung der
    Tollwutimpfung aus Sicht der StIKo Vet nicht
    mehr gerechtfertigt ist.

  • Ohje, das habe ich nicht gewusst, dass die Hunde dann das Haus nicht verlassen dürfen....wie soll das bitte gehen?

    Nur um das nochmal klarzustellen: das wäre der bestmögliche Fall der eintreten kann bei einem Verdacht. In der Regel darf die Quarantäne nicht zuhause vollzogen werden sondern der Hund muss in einer Einrichtung (Tierheim) untergebracht werden die Quarantänemöglichkeiten haben. Das kostet extrem viel Geld.

    Im schlimmsten Fall (was nicht super unwahrscheinlich ist, je nach Behörde halt) wird der Hund auch nur bei Verdacht sofort eingeschläfert wenn er nicht geimpft ist. Hatte da vor 2 oder 3 Jahren mal Kontakt mit dem Veterinäramt und bei uns wird das je nach Amtsvet definitiv noch so gehandhabt.

    Bei dem Fall neulich wurde übrigens auch die im Haus lebende, ungeimpfte, Katze mit eingeschläfert.

  • Ich habe tatsächlich auch beim Veterinäramt angerufen, der Amtstierarzt war sehr entspannt. Die Impfung wäre sicher und in den 40 Jahren, die er geimpft hat, wäre nie was passiert. Dann habe ich gesagt, ich hätte Angst, was passiert, wenn ich auf einen ungeimpften illegalen Welpen treffe.....er hat gesagt, nein, da brauche ich keine Angst haben, weil das nicht passieren wird, es gäbe aufgrund der strengen Einreisebestimmungen gar keine Tollwut mehr.....ok. Hab schon gedacht, wenn der Mann bald in Rente geht und ein junger Nachfolger kommt, der vielleicht strikter ist, stehen wir doof da.

    Das mit dem Welpen aus Russland war schlimm, hatte ich auch gelesen.

    Michael Sehr
    Wenn ein Einsatz eine ganz andere Dimension bekommt Es war einer dieser Einsätze, bei denen man bereits am Telefon spürt, dass etwas grundlegend nicht stimmt.…
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    (Ich hatte bisher nur Freigänger, die gegen Tollwut geimpft waren. Wahrscheinlich gibt es mehr Leute als man denkt, die Wohnungskatzen eben nicht impfen lassen.)

  • Dann habe ich gesagt, ich hätte Angst, was passiert, wenn ich auf einen ungeimpften illegalen Welpen treffe.....er hat gesagt, nein, da brauche ich keine Angst haben, weil das nicht passieren wird, es gäbe aufgrund der strengen Einreisebestimmungen gar keine Tollwut mehr.....ok

    Lustige Aussage angesichts der Tatsache, das genau dieses Szenario mit dem Hund aus Russland doch gerade erst eingetreten ist...

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, mag extrem gering sein, aber angesichts der möglichen Folgen, würde ich kein Risiko eingehen. V. a., wenn der Hund die letzte Impfung problemlos vertragen hat :ka:

  • Das und du willst ja nicht wissen wie viele ungeimpfte Hunde da draußen rumlaufen. Da wird geschummelt und gefälscht ohne Ende.

    Irgendwo habe ich gelesen, dass nur noch 70%? der Tiere geimpft werden. Weiss aber nicht mehr, wo und warum. Kann ja auch finanzielle Gründe haben. Ich weiss es nicht.

  • Dann habe ich gesagt, ich hätte Angst, was passiert, wenn ich auf einen ungeimpften illegalen Welpen treffe.....er hat gesagt, nein, da brauche ich keine Angst haben, weil das nicht passieren wird, es gäbe aufgrund der strengen Einreisebestimmungen gar keine Tollwut mehr.....ok

    Lustige Aussage angesichts der Tatsache, das genau dieses Szenario mit dem Hund aus Russland doch gerade erst eingetreten ist...

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, mag extrem gering sein, aber angesichts der möglichen Folgen, würde ich kein Risiko eingehen. V. a., wenn der Hund die letzte Impfung problemlos vertragen hat :ka:

    Das war Ende des Jahres, als die Impfung abgelaufen ist und ich nicht wusste, was ich machen soll. Da war der Fall in Rheinland-Pfalz noch nicht. Aber wie gesagt, der Mann war entspannt, aber ich denke jetzt doch nach Euren Beiträgen, dass da schnell ernst gemacht wird. :-(

  • Ich hatte mir über Tollwut in Deutschland, ehrlich gesagt, auch nicht mehr sooo viele Gedanken gemacht (meine Hunde sind allerdings geimpft, da wir viel im Ausland unterwegs sind) und als ich dann vor kurzem mit meiner Tierärztin und deren Helferin ins Gespräch kam sagten beide, dass sie gegen Tollwut geimpft sind.....das hat mir zu denken gegeben....

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