Entfernung der Analdrüsen operativ

  • Hallo zusammen


    ich mache hier einen neuen Thread weil wir seit langem (Eigentlich seit Anfang an) das Problem mit den Analdrüsen haben. Diese sind alle drei Wochen total gefüllt und müssen ausgedrückt werden was natürlich für den Hund eine endlose Qual ist. Wir nehmen seit einem Jahr diese Kaudrops zur Unterstützung aber die helfen eigentlich nicht. Der Kot ist hart und zweimal täglich also eigentlich ganz gut. Aber ausgedrückt werden diese Dinger einfach nicht. Die TA ist mit ihrem Latein am Ende und meinte das man so ein Antibiotika direkt reinmachen kann was aber auch sehr unangenehm ist (Eigentlich möchte sie das nicht machen).

    Jetzt haben wir gehört das die Entfernung der Analdrüsen ein letzter Weg wäre und die Medizin hier mittlerweile sehr weit ist das auch die Gefahren von Verletzung des Schließmuskels nur noch minimal bis gar nicht mehr vorhanden sind. Wir haben Mitte des Jahres die Kastration und überlegen nun ob wir das gleich mitmachen sollen wenn er schon sediert ist.

    Gibt es hier welche die Erfahrung oder Erkenntnisse darüber haben?


    Vielen Dank für die Infos

  • Meine Hündin hatte einen Analdrüsenabzess der sich auch direkt nach außen geöffnet hat und soweit ich weiß wurde da auch eine Antibiotikalösung reingespritzt beim spülen.

    Dann passierte der Worst Case und sie kam trotz Trichter und Body an die Wunde und leckte sie sich noch weiter auf.

    Das ganze musste operativ versorgt werden und die Analdrüse war nicht mehr zu retten und wurde entfernt (nur die eine Seite).

    Nach der Heilungsphase (mit ganz genauer Überwachung und viel Maulkorb als Leckschutz) gab es keine weiteren Probleme. Der Schließmuskel funktioniert genauso problemlos wie vorher.

    Dennoch würde ich das nur als absolut letzte Option sehen.

    Ich hoffe Futtermittelunverträglichkeiten würden als Ursache ausgeschlossen?

    Ich würde mir vorher auf jeden Fall eine zweite und ggf dritte Meinung einholen.

  • Ich glaube Donna63 hatte da auch Erfahrung mit. Oder?

    Bei meinem Hund wird auch alle 3,5 Wochen ausgedrückt. Nur eine Analdrüse ist anatomisch versaubeutelt und kann nie natürlich ausgedrückt werden. Ich muss aber sagen, dass bei uns die 2 Minuten Ausdrücken im Monat (noch) ok sind.

  • Mit Hunderfahrung kann ich nicht dienen. Nur mit Katzen. Die erste Katze hatte immer wieder Analbeutabszesse über einige Jahre hinweg. Wir haben den einen Beutel dann entfernen lassen, ist alles wunderbar verheilt und sie hatte im Anschluss keinerlei Probleme.

    Die zweite Katze fing dann ebenfalls an... Wir waren regelmäßig zum Ausdrücken, trotzdem entzündete es sich immer wieder. Seitdem sie nur noch eine einzige Sorte Nassfutter bekommt und Leckerlies und andere schöne Dinge nur super selten, ist das Problem gelöst. Hin und wieder bildet sich ein harter brauner kleiner Krümel am Drüsenausgang, den zupfe ich mit den Fingern weg. Seit über einem Jahr haben wir nun absolut keine Schwierigkeiten mehr mit Abszessen. Toi toi toi. Ich würde daher auch immer wieder erstmal das Futter umstellen.

  • Genau bei Trixie wurden auch die Analdrüsen entfernt und es war eine große Erleichterung für sie, ihr ging es danach viel besser. Wir mussten auch ständig zum Ausdrücken und es hat sich immer wieder entzündet, am Ende war es wirklich nur noch eine Qual für sie und so haben wir uns letztendlich für die OP entschieden. Ihr ging es schon direkt danach sehr gut, am nächsten Tag hat sie bereits wieder Kot abgesetzt. Es ist alles komplikationslos verheilt, ich würde es immer wieder machen, nur nicht mehr solange damit warten, ich hatte auch Bedenken weil es doch keine Routine OP ist und sie sehr sorgfältig durchgeführt werden muss

  • Vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten.

    Das hilft mir wirklich sehr weiter. Wir machen uns diese Entscheidung wirklich nicht leicht und würden es auch nicht machen wenn das Prozedere alle drei Wochen nicht so dramatisch wäre. Also von schnell mal drücken und gut ist da keine Rede. Erstens schreit, bellt und beißt er um sich und ich kann ihn kaum halten (Und ich bin nicht schwach. Männlich und 90Kg). Es tut ihm so weh und es dauert eine gefühlte Ewigkeit bis alles draußen ist. Die TA muss sich auch anschließend immer umziehen weil sie von oben bis unten vollgespritzt ist. Sie sagt auch das sie das so schlimm bislang noch nicht gesehen hat.

    Wir würden das halt gleich mit der Kastration machen denn dann wäre der Aufwand für ihn nur einmal.

    Futtermittel haben wir bereits mehrfach umgestellt und sind aktuell seit einem halben Jahr auf RC Anallergenic dadurch wurden die Ohren perfekt und das Kratzen ist auch weg. Aber mit der Analdrüse blieb es beim alten.

    Wir geben auch seit einem Jahr Lupokräuter und dreimal täglich Canigum Kautabletten für die Analdrüsen. Der Kotabsatz ist sehr hart aber die Anladrüsen bleiben trotzdem voll.

    Eigentlich wollen wir ihn nicht länger quälen und ihn endlich von diesen Schmerzen befreien.

  • Jetzt haben wir gehört das die Entfernung der Analdrüsen ein letzter Weg wäre

    Ich weiß nicht, ob der vorletzte Weg schon gewählt wurde: Ernährung

    Edit: Ich sehe jetzt erst den Beitrag.

    Futtermittel haben wir bereits mehrfach umgestellt und sind aktuell seit einem halben Jahr auf RC Anallergenic dadurch wurden die Ohren perfekt und das Kratzen ist auch weg. Aber mit der Analdrüse blieb es beim alten.

    Schon mal selbst gekocht? Das hat die Analdrüsenprobleme meines Hundes damals für alle Zeiten komplett verschwinden lassen.

  • Eine Analsdrüse wurde unserer Feline letztes Jahr auf Grund von Krebs entfernt. Die OP hatte sie super gut überstanden und die Wunde ist sehr schnell abgeheilt.

    Fast ein Jahr später verliert sie manchmal, wenn sie irgendwo sitzt, etwas Kot (der Boden ist dann leicht schmierig), aber ich weiß nicht, ob das wirklich von der Entfernung kommt.

    Der vorhandene Analbeutel muss seitdem auch jeden 2. Monat ausgedrückt werden. Also wenn ihr über eine OP nachdenkt, dann wirklich beide Beutel entfernen.

  • Ich koche schon sehr lange für Trixie, aber das hatte keine Besserung für die Analdrüsen gebracht. Unsere TÄ meinte, dass es Hunde gibt, die ihre Analdrüsen einfach nicht leeren können

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