Ich bin so verzweifelt
-
-
Hallo zusammen,
am 12.1.26 mußte ich mein über alles geliebtes Labbimädchen Dhanya einschläfern lassen. Sie war fast 12 Jahre alt. Sonntagabends hatte sie plötzlich einen epileptischen Anfall. Ich habe sie in eine Klinik gebracht. Dort wurde vermutet, daß sie einen Gehirntumor hat. Ich mußte sie über Nacht da lassen und am nächsten morgen wurde ich um 8.00 Uhr angerufen, ich solle sofort kommen, ihr Zustand hatte sich über nacht drastisch verschlechtert und sie lag im sterben. ich bin sofort hingefahren, sie war nicht mehr ansprechbar und ich habe sie einschläfern lassen. Ich konnte mich noch nicht mal richtig von ihr verabschieden, sie reagierte nicht mehr. es zerreißt mich, wenn ich daran denke, daß sie die Nacht allein in der Klinik verbracht hat. ich wäre in ihren letzten Stunden so gerne bei ihr gewesen. Aber ich hatte ja keine andere Wahl, aufgrund ihres Zustandes konnte ich sie sonntagabend nicht mit nach Hause nehmen.
Dhanya war für mich etwas ganz besonderes. Wir hatten von Anfang an eine sehr innige Beziehung und haben uns ohne Worte verstanden. Ihr Tod hat mir komplett den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich habe schon mehrere Tiere verloren. 5 Katzen und einen Hund. Aber so was habe ich noch nicht erlebt. Das ist das schlimmste was ich in meinem bisherigen Leben erlebt habe. Ich bin total orientierungslos, weiß nicht wie es ohne Dhanya weiter gehen soll. da ist nur noch Leere,Schmerz und eine unbeschreibliche Sehnsucht. Ich habe körperliche Beschwerden. Atemnot, Appetitmangel und Schlafprobleme. Alles ist fremd. Ein neuer Hund kommt für mich nicht in Frage. Ich bin 71 Jahre alt und kann nicht mehr so gut laufen. Gott sei Dank habe ich noch meinen Kater Willi. Der ist aber auch schon ca. 17 Jahre alt. Was mich derzeit aufrecht erhält, ist der Gedanke, dass es irgenwann besser wird.
Wie lange hat es bei euch gedauert, bis das schlimmste überstanden war und der Schmerz weniger wurde?
-
15. März 2026 um 11:46
schau mal hier:
Ich bin so verzweifelt - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Wie lange hat es bei euch gedauert, bis das schlimmste überstanden war und der Schmerz weniger wurde?
Erst einmal mein aufrichtiges Mitgefühl zu deinem Verlust.
Es gibt keine Vorschriften für Trauer. Sie kommt und geht. Der eine trauert sein Leben lang, der andere nur kurz.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Trauer in Wellen kommt. Mal ist sie weg, dann kommt sie wieder und manchmal überrollt sie einen, schlägt über einem zusammen. So wie im Meer.
Ich möchte nicht in Trauer ertrinken und möchte sie in dankbare Erinnerung umwandeln. Dieser Gedanke hilft mir bei jedem Trauerfall.
Aber mein Weg wird dir in deiner Trauer vermutlich nicht helfen, du wirst deinen eigenen finden müssen.
Ich wünsche dir dafür Kraft und Verständnis.
-
Ich kann dir keinen Rat geben.
Trauer ist unglaublich individuell. Das unfaire ist, dass die ganze Welt sich weiter dreht und man eigentlich denkt, dass soll sie nicht.
Die Dramatik eurer Situation kommt noch hinzu.
Ich musste Rufus vor 3 Monaten gehen lassen, geplant, und es ist immer noch schwer. Er fehlt einfach jeden einzelnen Tag.
In meinen Augen hast du das gemacht, was jeder verantwortungsvoller Hundehalter gemacht hätte. Du hast zu ihrem Wohl entschieden, auch bei dem Punkt, sie in der Klinik zu lassen. Denn das war ihre einzige Chance vielleicht wieder gesund zu werden. Du bist hin gefahren, als klar wurde dass sie gehen wird. Und mach dir klar, sie war nicht allein. Der wichtigste Mensch in ihrem Leben war da. Du hast aus Liebe gehandelt und diese Liebe ist nun leider orientierungslos.
Hast du jemanden mit dem du dich ehrlich austauschen kannst? Mit dem du reden kannst? Lass die Trauer zu, diese Wunde braucht Zeit zum heilen.
-
flying-paws
15. März 2026 um 12:19 Hat das Thema aus dem Forum Sonstiger Talk rund um den Hund nach Abschied nehmen verschoben. -
Erst einmal mein herzliches Beileid!
Auch ich mußte meine Hündin in ihrer letzten Nacht in der Tierklinik lassen. Das hatte ich mir vorher nie vorgestellt, mir war immer klar, daß ich bis zur letzten Minute bei ihr sein wollte. Ich weiß also aus eigener Erfahrung, wie bitter das ist und es geht mit immer noch nach.
Trotzdem - was hättest du oder was hätte ich anders machen sollen? Die Behandlung in der Tierklinik war eine letzte Chance, die unsere Hunde verdient haben.
Hast du Menschen um dich herum, die dir Unterstützung geben können?
-
Ich habe körperliche Beschwerden. Atemnot, Appetitmangel und Schlafprobleme.
Meine Ärztin hatte mir, in der gleichen Situation zu hochkalorischer Trinknahrung geraten,
da ich nichts mehr essen konnte. Ich habe trotzdem sehr viel abgenommen, aber dadurch jedenfalls genügend Vitamine etc. zu mir genommen. Das ist wichtig. Vielleicht sprichst du deine Ärztin mal an, wenn du es nicht schon getan hast.
Außerdem haben mir soziale Kontakte geholfen, und wenn es nur Telefonate sind.Wie lange die starke Trauerphase geht, ist nicht zu sagen. Vielleicht geht es dir etwas besser,
wenn du dir klar machst, dass du sie in die Klinik gebracht hast, weil du ihr helfen wolltest. Und das war auch richtig und wichtig so.
Mein aufrichtiges Beileid 🕯️ -
-
Ich habe über die menschliche Intensivpflege sehr viel über Trauer gelernt. Sie ist ganz individuell, aber dennoch gibt es manchmal kleine Anzeichen, dass man sich professionelle Unterstützung holen sollte. Bei so massiven körperlichen Beschwerden, wie Du sie schilderst, wäre das mit Sicherheit der Fall.
Allererste Ansprechpartner könnte die Telefonseelsorge sein, dort gibt es auch eine Chat-Funktion, falls Telefonieren schwer fällt.
Aber auch der Hausarzt kann ein guter Ansprechpartner sein, der einem weitere unterstützende Stellen nennen kann und einem bei den körperlichen Beschwerden zur Seite stehen kann.Fühl Dich ganz fest in den Arm genommen, wenn Du magst.
-
Das tut mir sehr leid und Dein Verhältnis zu Deinem Mädchen gleicht meinem zu meiner Bondi, die ebenfalls mit 12 Jahren plötzlich ging, aufs Haar. Sie war (und ist) meine Freundin, meine Liebste, mein Mädchen, meine Gefährtin - einfach alles. Ich hab ihr einen Abschiedsbrief geschrieben, der alles das beinhaltet, was ich fühlte, als sie gegangen ist:
"Ich kann dich nicht zurückholen. Aber ich kann dich in mir weitertragen. Du hast mir die Welt verändert und etwas dagelassen, das bleibt - Liebe, die meine Heimat geworden ist. Nun gehe ich weiter, Schritt für Schritt. Aber ich gehe nicht weg von dir.
Mein Mädchen, meine Große, meine Liebste, meine Freundin, meine Gefährtin - das Band, das uns verbindet wird uns eines Tages wieder zueinander führen. Und dann ist es gut.
Danke, dass du in meinem Leben warst und in meinem Sein bleiben wirst."Bestimmt findest Du Dich in in einigen Formulierungen wieder. Liebe Angelika, ich bin 2 Jahre älter als Du und verstehe Deine Situation. Meine Bondi ging vor 4 Jahren und die Trauer ist nicht weniger geworden. In letzter Zeit denke ich ganz viel an sie - es ist, als würde sie mich rufen wollen. Ich weiss, ich sehe alle mein Hunde irgendwann wieder und wenn Du daran fest glaubst, wird vieles leichter. Ich habe gemerkt, dass man intensiver trauert, je älter man ist. Aber gleichzeitig fühlt man auch die Nähe zu unseren Liebsten viel mehr. Sie war sehr krank. Deine Dhanya, jetzt geht es ihr wieder gut. Und Sie hat ganz bestimmt Deine Nähe gespürt, als sie gegangen ist, da musst Du Dir keine Vorwürfe machen.
Ich verstehe, dass Du Dir keinen Hund mehr anschaffen willst - aber vielleicht hast Du ein Tierheim in der Umgebung, in dem Du Kontakt zu Tieren haben könntest - Du könntest Dich in Hundezwinger setzen, streicheln, reden, Tierheimmitarbeiter sind für Alles dankbar.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und wenn Du Kontakt haben möchtest, kannst Du Dich immer per PN bei mir melden.
-
Ich kann dich so gut verstehen. Eigentlich bin ich jemand, der mit Todesfällen gut umgehen kann und diese schnell verarbeitet, aber als ich meine geliebte Tara hab gehen lassen müssen ist für mich die Welt untergegangen. Ich hab wochenlang ständig weinen müssen und kann bis heute kaum über sie sprechen, ohne dass mir wieder die Tränen kommen. Sie war für mich der tollste, schönste und liebste Hund auf der Welt -mein Seelenhund eben- und wärend ich hier sitz und schreib bin ich schon wieder am heulen.
Vielleicht ist es auch die Tatsache, dass sie -wie deine Dhanya- in der Klinik gehen musste und nicht friedvoll daheim, wie ich es mir für sie gewünscht hatte. Aber es war halt Weihnachten und der Haustierarzt natürlich nicht zu erreichen. Dazu noch Corona, d.h. bis klar wurde, dass sie nicht mehr zu retten war, musste mein armes kleines Mädchen die ganzen Untersuchungen alleine durchmachen, während mein Mann, Carlos und ich im Auto hockten. Als wir dann endlich zu ihr durften bestand der Abschied eigentlich nur daraus sie festzuhalten, während die Narkose eingeleitet wird, weil sie unbedingt wieder heim wollte und schreckliche Angst hatte. Sie nochmal für ein paar Tage mit heimzunehmen war leider keine Option, sie wäre in der Nacht jämmerlich erstickt.Das ist jetzt über 5 Jahre her und ich glaube nicht, dass ich jemals aufhören werde um meine Tara zu weinen. Aber wann das Schlimmste überstanden war fragst du? Ich weiß es ehrlich gesagt nimmer. Dass ich immer öfters nicht mehr nur an sie dachte und mich an den neuen Tagesablauf gewöhnt hab war glaub ein schleichender Prozess.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!