Whippet Welpe treibt mich gerade an meine Grenzen, wird es besser?

  • Hallo zusammen,

    ich hoffe sehr auf ein bisschen Zuspruch, Erfahrung und vielleicht ein paar Tipps von euch, vor allem von anderen Whippet Besitzern.

    Ich bin Neumama eines zehn Monate alten Whippet Rüden und ehrlich gesagt bringt mich dieser kleine Kerl im Moment ziemlich an meine Grenzen. Ich liebe ihn sehr, aber aktuell bin ich wirklich erschöpft und laufe gefühlt auf dem Zahnfleisch.

    Er ist extrem aktiv und findet kaum zur Ruhe. Selbst regulieren kann er sich natürlich noch nicht richtig, aber er fährt praktisch gar nicht runter. In seiner Box randaliert er, jault und kommt überhaupt nicht zur Ruhe. Schlaf findet er tagsüber fast gar nicht, nur nachts schläft er bei mir im Bett halbwegs entspannt. Neben mir ruhig liegen oder einfach mal entspannen ist unmöglich. Er ist dauerhaft aufgedreht und unruhig, egal was wir machen.

    Wir versuchen wirklich viel. Kleine Spaziergänge, mehr geht aktuell wegen Wetter und Durchfall nicht. Klickertraining und Beschäftigung. Bewusstes Ruhetraining. Versuche ihn auszulasten und danach wieder runterzufahren. Aber egal was wir tun, er wirkt ständig überdreht und kommt nicht in einen entspannten Zustand. Dazu kommt, dass er alles anbeißt.

    Aktuell macht uns zusätzlich seine Gesundheit zu schaffen. Er hat Würmer und leider auch Giardien, also auch noch Durchfall und Bauchprobleme. Draußen bei Schneeregen, Wind und Kälte möchte er überhaupt nicht raus. Selbst wenn man mit ihm auf den Balkon geht, hält er ein und macht dann kurz darauf lieber wieder drinnen im Warmen.

    Ich bin gerade emotional ziemlich am Limit und frage mich wirklich, wird das besser. Wann wurde es bei euren Whippets ruhiger. Hattet ihr auch so eine Phase mit einem sehr aktiven Junghund, der kaum zur Ruhe kommt.

    Ich freue mich über jede Erfahrung, ehrliche Worte oder Tipps und auch einfach über ein bisschen Zuspruch von Menschen, die diese Phase kennen.

    Vielen Dank euch, Nadine

  • Bewusstes Ruhetraining. Versuche ihn auszulasten und danach wieder runterzufahren.

    Was kann man sich denn darunter vorstellen? Für mich widersprechen sich "Ruhe" und "Training" in sich. Entweder es ist Ruhe, oder es wird trainiert. Beides gleichzeitig verstehe ich nicht.

    Als meine jetzige Hündin in dem Alter war, war sie von sehr wenig schon komplett drüber, so dass wir in dieser Zeit überhaupt gar nichts gemacht haben außer sehr reizarmen Spaziergängen ohne jegliches Training aber mit viel körperlicher Bewegung, möglichst ohne meinem Einfluss. Einfach im eigenen Tempo den Stress abschütteln.

    Für mich klingt die Beschreibung nach einem Hund, der absolut überreizt ist. Dazu passen auch die Darmprobleme. Giardien machen nämlich vor allem dann Schwierigkeiten, wenn der Verdauungstrakt nicht gesund ist. Was häufig bei Hunden so ist, die sehr gestresst sind.

  • Wie lange ist der Kleine denn bei euch? Und woher kommt er?
    Ich habe keine Erfahrung mit Windhunden. Die Bauchproblem sind aber sicherlich auch ein Auslöser für die Unruhe. Das ist bestimmt sehr anstrengen. Aber, wenn sich der Bauch stabilisiert hat, wird bestimmt vieles einfacher.


    Habt ihr eine ordentlich Hundejacke?

    Solange er krank ist, ist das folgende natürlich KEINE Option: habe glaube ich auch mal hier im Forum gelesen, dass jemand den Hund mal in einer Reithalle sprinten gelassen hat. Vielleicht gibt es ja eine option, dass ihr da vlt jemanden kennt aus dem Pferdesport. Manche Hundeschulen bieten an ihren Platz oder ihre Halle stundenweise zu mieten. Hallen gibt es nicht so oft. Wir haben aber ganz tolle Erfahrungen gemacht mit dem mieten von einem Hundeplatz. Da konnte ich Hank richtig rennen lassen, bis der Rückruf gesessen hat.

  • Ich habe ihn schon mit giardien bekommen.
    Und natürlich machen wir nicht alles gleichzeitig. Es ist aber auch egal was ich mache oder eben auch gar nichts. Der Welpe ist ständig unter Strom. Unser Kleiner bewegt sich bei Kälte, Regen etc so gut wie gar nicht und wehrt sich wo er nur kann..

  • Mit 10 Monate ist er kein Welpe mehr, sondern ein junger Hund in der Pubertät. Es klingt so, als wäre er tatsächlich total überreizt.

    Habt ihr schonmal Kontakt zu einem Hundetrainer gehabt?

    Wie alt war der Hund, als er zu euch kam?

    Seit wann zeigt er das Verhalten?

    Ich würde mich drauf konzentrieren, den Hund wieder gesund zu bekommen und in der Zeit nix trainieren. Ruhiges Spazieren gehen, wenig Reize, schnüffeln lassen,...

  • Das klingt ja alles sehr stressig für euch beide. Krankheit und Bauchschmerzen sind natürlich alleine schon Grund für Stress und Unruhe beim Hund, dazu noch die Umstellung durhc Bersitzerwechsel, das ist nicht einfach.

    Seit wann ist der Hund bei dir?

    Wie und in welchen Berhältnissen ist er aufgewachsen? Hast du ihn direkt vom Züchter oder von privat? Was war der Abgabegrund?

    Du verwendest eine Box, ist er überhaupt daran gewöhnt vom Vorbesitzer her?

    Hast du einen warmen und wasserdichten Mantel für Spaziergänge draußen?

    Was genau meinst du mit "auslasten"?

    Wie ist gegenwärtig euer Tagesablauf: Ruhezeiten, Spaziergänge, Training wann, wie oft, wie lange?

  • Er ist jetzt seit über einer Woche bei uns.. noch recht kurz... aber alle die wir kennen mit Hund, haben uns gesagt, so war ihrer nicht.

    Ja klar er hat warme Kleidung..

    ja ich hoffe auf besseres Wetter und dann würde ich ihn auch mal gerne toben lassen.
    Leider haben wir keinen Garten.

  • Du bist net seine Mama und mit 10 Monaten ist dat kein Welpe mehr. Der hat ganz andere Dinge im Kopf als seine Mama.

    Mit 10 Monaten nicht selbständig runter fahren zu können zeigt eigentlich nur, dass bei euch auf sozialer Ebene etwas gewaltig falsch läuft. Also nein: es wird nicht auf magische Weise einfacher mit dem Alter, es wird nur deutlicher.

    Kann es sein, dass du deinen Hund mit deiner Aufmerksamkeit und deinen Sorgen überschüttest?

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