Mein Welpe schnappt bei Frust

  • Vielen Dank für die netten Tipps! Wir versuchen s gleich heute Abend umzusetzen und dann morgen berichten, wie s geklappt hat!

    Dass ihr das gleich umsetzen wollt, ist großartig!

    Aber tatsächlich wird das eine ganze Weile dauern, bis das alte verhalten überschrieben wird.

    Das heißt ihr müsst da konsequent dranbleiben und nicht das ganze ausprobieren und nach zwei Tagen sagen, dass das nicht klappt und wieder eine andere Methode anfangen.

    Gebt dem kleinen Mann die Chance das ganze zu lernen und zu verarbeiten. Das ist eine große Aufgabe für ihn.

  • Ich habe ja inzwischen auch ein bisschen Erfahrung mit einem gefrusteten Junghund und was mMn am meisten bringt, ist, die frustende Situation gar nicht erst entstehen zu lassen. Vielleicht könnt ihr ja vorerst das Sofa nicht zugänglich machen, indem ihr etwas davor stellt. So kommt es gar nicht erst zu einem komischen „Machtkampf“, der dann eskalieren muss.

  • Das heißt ihr müsst da konsequent dranbleiben und nicht das ganze ausprobieren und nach zwei Tagen sagen, dass das nicht klappt und wieder eine andere Methode anfangen.

    Gebt dem kleinen Mann die Chance das ganze zu lernen und zu verarbeiten. Das ist eine große Aufgabe für ihn.

    Danke, ja wir versuchens. Gestern hat es ganz gut geklappt, dass wir die Situation gar nicht erst haben entstehen lassen. Wahrscheinlich wollte er so Aufmerksamkeit bekommen und fand unsere Idee von abends ruhig werden und entspannen doof. Hat ganz gut geklappt, dass wir uns abwechselnd mit auf den Boden gesetzt haben. Da ist er dann auch oft auf den Schoß gehüpft und hat uns geknuddelt :hugging_face:Später hat er s trotzdem versucht, wenn der "falsche" bei ihm war. Da haben wir uns dann geräuspert oder ihn mit einem "Komm" zu uns geholt und gelobt. Mal hat s funktioniert, mal eher weniger.

    Wir haben ihn, wenn er doch mal hochgehüpft ist, konsequent kurz in den Flur gebracht und haben ihn (auch wenns schwer war...) ohne große Reaktion ausschnappen lassen. Ohne eine hektische / frustrierte / schnelle Reaktion unsererseits ist das aber viel ruhiger geblieben. Nach höchstens einer Minute hat er sich dann beruhigt und in sein Körbchen gelegt oder sich mit seinem Lieblingsspielzeug beschäftigt. In dem Moment, wo er von selbst "runtergekommen" ist, haben wir ihn dann gelobt und haben uns wieder zu ihn gesetzt.

    Beim Schnappen hat er s anscheinend als Spiel gewertet, wenn ich ihn von mir weg habe. Ohne Reaktion fand er s nämlich gleich doof und ist nicht weiter aufgedreht / hat fester zugeschnappt. Habe also so das Gefühl, dass es ein ganz großer Teil unser Fehler (zu wenig Aufmerksamkeit, wegheben als Spielaufforderung, wenn mein Freund kommt ein weiterer Spielpartner und dann noch verrückter) war, dass er sich in einen kleinen Piranha verwandelt. Wir werden den Weg so auf jeden Fall weiter gehen und habe da gerade auch ein gutes Gefühl, dass es so klappt.

  • Du gehst ja in eine Hundeschule, sagst Du. Dort sollte man in der Lage sein Euch ein brauchbares Abbruchkommando beibzubringen, das man natürlich jenseits der Situationen, wo man es wirklich braucht, auftrainiert.

    Ich wäre gern so optimistisch wie du. Die drei Hundeschulen, die ich kenne, können das nicht.

    Als ich noch selbst Welpengruppen gegeben habe, hab ich das gemacht.

    Die wirklich feinen ( in meinen Augen) Welpengruppen, die ich selbst besucht habe, haben Spielen, Geräte, Sitz und Platz gelehrt. Und noch nettes anderes Zeug.
    Abbruch?

    No! Und dementsprechend sortieren sich da auch Hunde und Halter mit den Nicht super netten Hunden raus.

    Die sind dann in den Problemkursen zu finden😆

    Vielleicht ist das auch das Geschäftsmodell... wer weissssssd

  • In dem Moment, wo er von selbst "runtergekommen" ist, haben wir ihn dann gelobt und haben uns wieder zu ihn gesetzt.

    Seid vorsichtig, dass ihn das nicht wieder aufpusht.
    Meine Aufmerksamkeit ist eine Ressource, die ich von mir aus verteile. Und gerade be Welpen bin ich zwar wohlwollend, aber auch konsequent und klar, damit der Kleine weiß, was geht und was nicht geht, das muss so ein Knopf ja erst lernen.

    Will ich also, dass er abends runterfährt, weil jetzt für uns Feierabend ist, dann geh ich auf Spielaufforderungen nicht mehr ein, so wie du es machst, und das wird dann schnell langweilig. Geht der Welpe weg, spreche ich ihn aber auch nicht mehr an und setze mich auch nicht zu ihm. Sonst zwicke ich ihn wieder auf und das Ganze fängt von vorn an.

    Hier hat jeder seinen Bereich, wo er ungestört ist, der Hund seinen Donut und seinen offenen und abgehängten Kennel, Ich mein Bett und meine Couch (mein Hund darf auf die Couch auf seine Decke in der Ecke, aber nur wenn er Ruhe gibt).

    Ruht der Hund, lasse ich ihn in Ruhe und umgedreht (außer er muss raus, dann sagt er mir Bescheid und starrt mich so Lage an bis ich aufsehe).

  • Sehr viel besser!

    Wir sind gerade dabei, tagsüber seine Decke als Ruheplatz zu etablieren, Tipp aus der Hundeschule. Da sind wir aber noch nicht soweit, dass wir ihn aus der Situation abrufen könnten. (Logisch, nach nicht mal einer Woche!!)

    Bei der Couch klappt es gut, die Situation mit am Boden knuddeln gar nicht erst entstehen zu lassen. Wenn es doch mal dazu kommt, dass er hochhüpft heben wir ihn runter, mittlerweile grummelt er dann vor sich hin und schnappt während wir ihn runter heben nach uns, aber sobald er wieder Boden unter den Füßen hat, ist es für ihn okay. Manchmal schnappt er dann zwar noch, aber nur 1/2 Mal und merkt dann selber, dass das doof ist. Mussten da die letzten 2 Abende auch keinen Spaziergang in den Flur unternehmen:smiling_face:

    Denke, dem Kleinen hat vor allem Liebe am Abend gefehlt. Das hat gefühlt den größten Unterschied gemacht :smiling_face_with_heart_eyes:

  • Das klingt doch ganz gut!
    Denkt bitte daran, den Hund nicht ewig auf seiner Decke fest zu tackern. Die liegen ja doch gern immer mal (wo)anders, zwischendrin auch gern mal kühler oder gemütlich eingekugelt in einer Ecke, wo sie durch Wände oder so begrenzt werden.

    Statt eines Deckenkommandos habe ich meinem Hund beigebracht, dass er nicht dran ist. Heißt bei uns "leg dich irgendwo hin" und bedeutet auch genau das. Mach, was du willst, aber geh mir von den Füßen, es gibt hier nix zu holen. Am Anfang hab ich geholfen und den Hund immer mal irgendwo hingebracht und eingeladen, sich da hinzulegen. Gelobt, weggegangen und ggf. wieder körpersprachlich unterstützt weggeschickt, wenn man mir hinterhergetappt ist. Finde ich irgendwie alltagstauglicher, als ein Deckenkommando, was man entweder verwässert, weil man vergisst, aufzulösen und der Hund dann selber entscheidet, wann er da weg geht oder aber den Hund "quält", weil er ewig da liegt und man verpennt hat, ihn zu erlösen.

  • Bisher habe ich ihn dort immer nur ein paar Sekunden gelassen und das Kommando dann mit "Frei" (unser Auflösekommando) beendet. Werden das aber auch wieder langsam steigern. Bei Sitz, Platz und dem Füttern (Napf ist nach Frei für Bruno, damit wir ihn ohne Chaos abstellen können) hat das ganz gut geklappt, er hat also auch bei "Decke" gewusst, was wir von ihm wollen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!