Alltag mit meinem Junghund

  • Es wurde schon viel gesagt und ich glaube, du bist auf dem richtigen Weg.

    Wegen der Kausachen würde ich schauen, wie er drauf reagiert. Kauen ist ja auch sehr stresslösend. Wenn Hunde an sich sehr überdreht sind, spulen sie sich daran aber auch Mal selbst hoch. Bei uns gab es die Dinge (ein Kauholz, ein Stofftier und ein "Schnuffeltuch") immer zur freien Verfügung, weil Karla sie zur Selbstregulation genutzt hat und ansonsten aber auch gut zur Ruhe kam.

  • Zu viel Kauzeug kann ins Gegenteil umschlagen und zum Schnuller werden. Dann kann der Hund nicht mehr ohne. Wenn der Hund nicht normal kauen kann, sollte auch nichts frei rumliegen. Man kann die kausüchtig machen.

    Die brauchen nicht dauernd was zum kauen . Bei dem was der Hund bisher intus hat, würde ich dem rein zur Zahnpflege 1x pro Woche etwas geben. Ansonsten entwöhnen von dem ganzen Kram.


    Den Hund einfach ma machen lassen und punktuell unterstützen wo es nötig ist, ist etwas vom wertvolleren was du aktuell für ihn tun kannst

    Hunde müssen lernen, dass sie Wahlmöglichkeiten haben sonst werden sie zu unselbstständigen Individuen, die total abhängig sind vom Besitzer. Nicht schön.
    Wenn du das also hin kriegst , weiter so probieren.

  • So, jetzt sind wieder ein paar Tage vergangen und ich habe mich noch durch einige Threads mit ähnlichen Themen wie meinen gelesen und bei mir ist auch der Groschen gefallen.

    Das Mitleid über seine „Langeweile“ ist eher in Verständnis für seine von mir erzeugte Erwartungshaltung umgeschwungen und ich möchte ihn unterstützen und ihn in Ruhe lassen.

    Kurze Leine habe ich eigentlich nie verwendet, da das Ziehen dann so anstrengend wurde, das es mich Mega genervt hat und ich ihn nicht so einschränken wollte. Aber die 3m Alltagsschlepp wurde für Alltagssituationen ( wohne in einer gut belebten Spielstraße) zu stressig und wenn er da die ganze Zeit am Ende hängt, kann er das auch an seiner Führleine, aber ich kann wenigstens noch etwas mehr auf ihn einwirken und habe ihn bei mir, ich hoffe das bringt etwas Ruhe rein. Bringt ihn ja auch nichts, da vorne so alleine durch die Welt zu hetzen.
    Noch zieht er da wie ein Ochse, aber ich möchte nicht noch mehr Stress reinbringen und ewig rumkorrigieren. Leider verbinde ich Korrekturen mit Stress, weil ich das noch nie in ruhig und konsequent gezeigt bekommen habe und mich beim aversive korrigieren Mega unwohl fühle. Aber ich verstehe auch, das er sich nicht so verhalten kann, wie ich es wünsche, wenn ich ihm kein Feedback gebe, was nicht fair ist. Um gut zurecht zu kommen, braucht es gute Anleitung. Also versuche ich folgendes: Ich gehe ruhig aus dem Haus mit ihm, gehe ein Stück zusammen und gebe dann frei, lass mich dabei aber nicht gezielt zu Stellen ziehen, sondern gehe den Weg in Ruhe mit ihm lang. Bleibe an dem Weg, gehe mein Tempo und halte mit ihm an, wenn er eine spannende Stelle gefunden hat und lasse ihn in Ruhe schauen.Ich hoffe das er so lernt, das er auch an der kurzen Leine seinen Bedürfnissen nachkommen kann und mehr ziehen nicht schneller ans Ziel führt. Klappt bis jetzt ganz gut, aber werde nen längeren Atem brauchen. Dieses drei Meter vor mir durchs Dorf hetzen fand ich nicht mehr der Situation angemessen und um meinem Wunschverhalten näher zu kommen. Wir gehen jetzt immer die gleichen Strecken. Morgens und abends die Löserunde und mittags die etwas größere Runde mit Freilauf, allerdings jeweils keine „Runden“, sondern eine Strecke hin und zurück, um auch nochmal etwas Reize rauszunehmen.

    Wenn er etwas spannendes sieht, lasse ich ihn schauen und belohne eigenes Zurückorientieren. Wenn er sich doch mal reinsteigert, schaue ich ob er es selbst rausschafft oder helfe ihm durch Ansprache und zu mir nehmen. Setze ihn dann zwischen meine Knie und halte ihn an der Brust. Hatten zwei Hundebegegnung, die ich nicht vermeiden konnte, da hat er zwar gebellt und sich aufgeregt, aber ich konnte selbst ruhig bleiben, ihn zwischen die Beine nehmen und halten und dabei Leberwust verabreichen, so kam er viel schneller runter und wir konnten danach auch weiter. Ist zwar nur Management, aber hilft mit enorm erstmal selbst ruhiger zu bleiben. Wenn er schon in der Leine hängt, warte ich bis er nicht mehr nach vorne geht und sich mit zu wendet und fange den Moment dann ein. Oft kann er mittlerweile aber schon bei entfernten Hunden (andere Straßenseite) schauen sich umdrehen, belohnen und in Ruhe weiter. Und macht es auch gerne. Da bin ich richtig stolz auf ihn.

    Ziel ist es bei Begegnungen aller Art, ruhig zu Seite zu gehen und abzuwarten. Bei Autos und Radfahrern kann er das schon wunderbar, also bleibt es eine Übungssache. Muss da konsequent bleiben, damit er sich auf mich und meine Reaktion verlassen kann.

    Freilauf ist auch so schön, erstmal läuft er einen richtigen Sprint nach vorne, kann ihn daraus aber abrufen. Der Dampf muss abgelassen werden. Ist ja immerhin nen fitter Junghund. Danach wird gebummelt und sich mit allem was ihm so begegnet beschäftigt. Dabei lasse ich ihn machen und freue mich an ihm und höre meinen Podcast. Tut mir gut 😊

    Drinnen ist es auch schon besser, konzentriere mich auf meine Dinge und Menschen und versuche mich auch wieder mit anderen Themen abseits Hund zu befassen. Mache wonach mir ist und schaue und spreche ihn nicht an. Er nimmt das gut an, aber wenn es ihm nicht passt, fährt er jetzt ziemlich hoch, finde eine Erstverschlimmerung aber okay, wenn die alten Strategien nicht mehr funktionieren, muss man sich ja ausprobieren 😂 merke mittlerweile auch, ob er rumgeistert, oder er wirklich muss. Wenn er kuscheln kommt, darf er das auch gerne, bespaße ihn dann aber nicht groß sondern lasse ihn einfach bei mir sein und mache meine Sachen weiter.

    Habe mir jetzt mal eine Zeit von 4 Wochen zurechtgelegt, in der wir uns an den neuen Alltag gewöhnen. Ins Büro muss ich leider trotzdem und er dann in die HuTa, aber ansonsten steht nichts spannendes an. Kauteil gibt es nach dem großen Spaziergang. Fährt er sich nicht hoch dran. Bälle und Ähnliches habe ich weggeräumt. Sein Kauspielzeug ( Laboni) und Kuschelbär darf er aber behalten.

    Arzt lasse ich erstmal weg, wenn’s nicht besser wird schaue ich. Futter wird gegessen und er hält sein Gewicht, die Suche nach Futter hat auch abgenommen, da nicht ständig darauf eingegangen wird.

    Mann, es ist echt schwer für mich den Fokus von ihm zu nehmen, aber ich möchte das ändern und freue mich, schon mehr Gelassenheit bei ihm und auch mir zu sehen. Zu verstehen, das ich ihm kein Gefallen tue, sondern ihn massiv stresse, war nicht so schön.

    Die Trainerin hat nicht geantwortet, aber ich habe nochmal nachgehakt. Vielleicht habt ihr Empfehlungen für den Heidekreis?

  • Zu verstehen, das ich ihm kein Gefallen tue, sondern ihn massiv stresse, war nicht so schön.


    DAS ist Reflexion. Und das ist so so so wichtig. Aber ja, das kann weh tun. Daher: gut gemacht. Klopf dir mal auf die Schulter!


    Nur wenn man versteht, was genau man selber tut, kann man daran was ändern. Das ist mega schwer und daher: :applaus:

    Zu den Korrekturen: du kannst den Hundnur korrigieren, wenn er bereits weiss, was er falsch macht.
    Solange er also noch nicht verstanden hat, wie "an der Leine gehen" funktioniert, nützt es nichts ihn zu korrigieren. Weil er nicht weiss, warum er gegängelt wird.
    Er wird dadurch nur unsicher.

    Verstehst du wie ich es meine?

    Manche Hunde sind tatsächlich einfacher zu führen, wenn sie sehr "schwarz/weiss" geführt werden.

    Einer meiner Hunde ist auch so einer. Mit halb langen Leinen hat der mega Steess.
    Aber ganz kurz neben mit geht sehr gut, dann ist klar jetzt wird nicht geschnuffelt.
    Dann lasse ich ihn gezielt lang, an der 4m Leine, dann darf er schnuppern und pinkeln. Damit fahren wir viel besser.

    Das Ziehen an der Leine ist, weil er bisher Erfolg damit hatte.
    Du müsstest ihm also beibringen, was er tun soll wenn Zug auf das Halsband kommt.

    flying-paws hat eine wunderbare Anleitung hier im Netz, wie du ihm das beibringen kannst. Ganz entspannt und nett.

  • DAS ist Reflexion. Und das ist so so so wichtig. Aber ja, das kann weh tun. Daher: gut gemacht. Klopf dir mal auf die Schulter!

    Danke!

    Zu den Korrekturen: du kannst den Hundnur korrigieren, wenn er bereits weiss, was er falsch macht.

    Genau das ist der Grund, weswegen ich bis jetzt nicht wirklich oder nur mit schlechtem Gefühl versucht habe zu korrigieren.

    Mir war dabei immer bewusst, das er sich nicht fehlverhält, sondern schlicht kein anderes Verhalten kennt und von mir vermittelt bekommen hat. Danke, dass du das so gesagt hast und damit für mich formuliert hast, was ich nicht konnte. Aus diesem Unvermögen, ihm fair zu zeigen was ich möchte, stammt auch eine Menge Verzweiflung. Aber ich wollte lieber selbst verzweifelt sein, als es an ihm auszulassen, wodurch er oft so führungslos durch die Welt geht. Das wünsche ich mir für uns anders, und hoffe eine Trainerin kann mir das vermitteln.

    Ist jetzt etwas überspitzt formuliert, körpersprachlich orientiert er sich gerade in Freilauf super an mir, rückversichert sich und ist super abrufbar, aber die Leine macht es oft schwer, da ich anfangs vieles über ziehen gelöst habe, anstatt ihm zu zeigen oder sagen was ich möchte. Das mache ich mittlerweile aber nicht mehr, sondern versuche die Leine nur als Absicherung zu verwenden. Bei so einem Kleinteil ist es immer ein leichtes alles körperlich zu lösen, aber finde ich eigentlich blöd.

    Mit Stop und Go haben wir uns eine blöde Verhaltenskette aufgebaut, er rennt vorne an die Leine, bleibt dort stehen, wartet auf mich und rennt dann wieder rein.
    Also er nutzt die 3 Meter selten zum bummeln aus, sondern rennt ans Ende und geht da. Und vorallem soll er nicht immer der erste am Tatort sein, habe ich ja garkeine Chance mehr zu agieren. Deswegen möchte ich ihn gerade hier an der Spielstraße, bei der es ja keinen Fußweg gibt, jetzt lieber kürzer halten. Dann kann er bei mir ziehen, was er ja sowieso macht, und bummeln, muss aber nicht bei jedem Auto etc. so weit zurück kommen.

    Also Wunschverhalten an der Leine und ohne: in meiner Nähe aufhalten, Radius bis 15 m ohne Leine im Freilauf, mit Leine ganzen Radius ausnutzen und nicht am Ende hängen und ziehen, egal wie lang. Aber ich bekomme nicht vermittelt, das er nicht reinbrettern soll und was er stattdessen tun soll. Achtung vor Ende der Leine hilft zwar, aber das kann ganz schön viel werden und ist halt immer wieder Ansprache. Generell putscht ihn viel Ansprache draußen auf. Blockieren auch. Kann aber auch die Überforderung sein. Kurz vorher zurückrufen ginge auch, aber ich weiß dann immer nicht, was er anschließend machen soll. Zurückkommen, loben und wieder los würde wieder im Ende der Leine enden. Stop & Go war wie gesagt nichts, habe ich nicht gut aufgebaut.
    Führe ihn nur am Geschirr, Halsband ist einfach noch nicht möglich, dafür zieht er mir zu viel.
    Im Freilauf wird der Radius manchmal auch zu groß, aber dann so weit weg abzurufen ist ja auch keine langfristige Lösung, dann schaffe ich nämlich einen neuen Radius.

    Ziehen kann er natürlich schon, muss er nicht mehr lernen 😅 wenn er einen entspannten Tag hat, geht es besser und er hängt nicht vorne drin und läuft auch nicht rein. Bei anderen Leuten, zum Beispiel meiner Mutter oder der HuTa geht es auch.

    Wenn ich ihn wirklich bei mir führe und zügig voran gehe, nicht viel runter schaue und zielstrebig voran gehe, geht er auch gut mit. Aber das mache ich eigentlich nur, wenn wir eine Straße überqueren. Da würde viel Lob, Leckerlies und Quatschen auch nur Unruhe reinbringen.

    Leinenführigkeit ist in hoher Erregungslage schwer, aber ich denke mittlerweile, das die nicht nur durch die Umgebung entstanden ist, sondern auch durch meine Unzuverlässige Reaktion und Handling. Ich habe unterschiedlich lange Leinen, Strecken und Methoden ausprobiert, da wusste er ja nie was kommt.
    Stand jetzt habe ich eine 1,20m lange Führleine für Löserunden, 3m Schlepp für die große Runde und eine 15m Schlepp falls ich merke Rückruf sitzt garnicht, hing er aber zuletzt auch nur am Ende. Die wäre aber auch in der Brut- und Setzzeit im Einsatz.
    Ich hadere manchmal damit ihn so einzuschränken, weil ich den Frust von ihm fürchte, aber der Frust kann auch dadurch kommen, das er nicht weiß, wie er sich verhalten soll.

    Das Video von flying-paws suche ich nochmal raus. Danke!

  • Zu den Korrekturen: du kannst den Hundnur korrigieren, wenn er bereits weiss, was er falsch macht.
    Solange er also noch nicht verstanden hat, wie "an der Leine gehen" funktioniert, nützt es nichts ihn zu korrigieren. Weil er nicht weiss, warum er gegängelt wird.
    Er wird dadurch nur unsicher.

    Hm, das sehe ich etwas differenzierter. Ein Hund kann durch faire und gut sitzende Korrekturen (damit meine ich nicht aversive Reize! Ein Leinenruck ist für mich keine Korrektur!) durchaus lernen, was er tun soll und was er bleiben lassen soll. Ich bin sicher, ich erzähle dir hier nichts Neues, aber vielleicht jemanden, der mitliest:

    Das ist das Prinzip der Operanten Konditionierung mithilfe des negativen Verstärkers. Was nicht so heißt, weil der Verstärker negativ ist, sondern dass der unangenehme Reiz (eine Korrektur) verschwindet, sobald gewünschtes Verhalten gezeigt wird. Negativ also, weil der Verstärker entfernt wird. Ob das jetzt der beste Weg ist, Leinenführigkeit zu trainieren, sei Mal dahin gestellt. Aber es kann grundsätzlich, sinnvoll eingesetzt, funktionieren.

    Manche Hunde sind tatsächlich einfacher zu führen, wenn sie sehr "schwarz/weiss" geführt werden.

    Ja. Meine verstorbene Hündin war so. Die kam Zeit ihres Lebens nicht mit der langen keine klar. Für die gab es nur Freilauf oder kurze Leine. Das war auch irgendwann okay für mich, weil es selten die Notwendigkeit einer längeren Leine gab. Entweder sie lief halt knapp neben mir oder war offline. Bei den anderen Hunden war das kein Thema.

  • MischkasFrauchen das klingt doch insgesamt super ich finde es echt toll wie du dich und besonders sein Mindset in der kurzen Zeit verändert hast

    Beim Thema Leinenführigkeit ist Konsequenz in meinen Augen das A und O. Das bedeutet nicht dass man aversive Methoden anwenden muss sondern nur dass du jedes einzelne Mal verhindern musst dass sich an der Leine ziehen lohnt und gleichzeitig muss es sich für den Hund lohnen nicht zu ziehen.

    Das fiese daran ist, wenn dein Hund zieht und damit da hin kommt belohnt er sich dafür jedes Mal selbst.

    Ich finde es auch einfacher den Hund anfangs gar nicht vor laufen zu lassen. Ich arbeite ganz gerne mit Körpersprachlichem zurückschicken sobald er versucht mich zu überholen. Alternativ kann man auch jedes Mal abbiegen oder umdrehen sobald der Hund vorläuft. Jedes neben mir laufen belohnen oder lobe ich.

    Ich finde das richtige Timing dabei zu lernen aber schwierig nur mit Text oder Videos. Das funktioniert am besten mit Hilfe eines Trainers. Wäre die Hundeschule von flying-paws für dich erreichbar?

    Laut Website ist sie hauptsächlich in Melsungen unterwegs, aber sie hat noch eine Trainerkollegin die in Alsfeld aktiv ist. Ich habe mit ihnen zwar noch keine persönlichen Erfahrungen gemacht, aber von dem was ich bisher im Forum gelesen habe bist du da glaube ich an keiner schlechten Adresse

  • Entweder sie lief halt knapp neben mir oder war offline.

    Das wäre eine tolle Vorstellung! Aber auch hier wäre das Problem das schnelle vorangehen, da ich nicht weiß wie ich ihn nach vorne eingrenze wodurch er an der Leine zieht und im Freilauf eher weiter vor mir ist. Wie habt ihr das aufgebaut?

  • Beim Thema Leinenführigkeit ist Konsequenz in meinen Augen das A und O

    Das sehe ich auch so! Habe ihn konsequent ziehen und machen lassen 😂 also das kann er super

    jedes einzelne Mal verhindern musst dass sich an der Leine ziehen lohnt und gleichzeitig muss es sich für den Hund lohnen nicht zu ziehen.

    Ich arbeite ganz gerne mit Körpersprachlichem zurückschicken sobald er versucht mich zu überholen. Alternativ kann man auch jedes Mal abbiegen oder umdrehen sobald der Hund vorläuft. Jedes neben mir laufen belohnen oder lobe ich.

    Das ziehen zu verhindern habe ich anfangs versucht aber da haben wir uns wieder so aufgeschaukelt leider. Bin da auch sehr gestresst und perfektionistisch rangegangen. Jetzt würde ich versuchen ruhig und geduldig zu sein,

    An sich finde ich Stop & Go sinnvoll, müsste dann aber beim losgehen jedes mal darauf achten, das er nicht mit so viel Schwung ins Ende knallt.
    Abbiegen und umdrehen gefiel mir nicht so.
    Körperlich zurückschicken fände ich toll, wenn ich es ihm freundlich erklären könnte ohne blocken oder bedrohen.

    Aber es macht nur Sinn, das mit ihm wieder anzugehen, wenn ich mir sicher bin, was ich möchte und es ihm vernünftig vermitteln kann. Sonst bringt es wieder Stress rein.

    Wäre die Hundeschule von flying-paws für dich erreichbar?

    Laut Website ist sie hauptsächlich in Melsungen unterwegs, aber sie hat noch eine Trainerkollegin die in Alsfeld aktiv ist

    Leider nicht, ich komme aus Niedersachsen 😳

  • An sich finde ich Stop & Go sinnvoll, müsste dann aber beim losgehen jedes mal darauf achten, das er nicht mit so viel Schwung ins Ende knallt.
    Abbiegen und umdrehen gefiel mir nicht so.
    Körperlich zurückschicken fände ich toll, wenn ich es ihm freundlich erklären könnte ohne blocken oder bedrohen

    Aus Stop and Go hat bisher keiner meiner Hunde was gelernt. Dann standen sie halt auf Zug in der Leine und haben nach vorne geglotzt. Warten, bis sich da einer umdreht brachte genau nichts. Frustration auf allen Seiten. Selbst auf sich aufmerksam machen ist eher nicht zielführend, weil man dann eigentich nur das Umorientieren auf Kommando übt.

    Hunde reagieren extrem gut auf Körpersprache. Wo siehst du das Problem im Blocken? Bedrohen ist ja nun wirklich etwas ganz anderes und auch meiner Ansicht nach nicht zielführend. Körpersprachlich klar machen, dass an mir vorbei gehen nicht erwünscht ist, geht durchaus völlig Schmerz- und schreckfrei, wenn das Timing stimmt. Hast du mal gesehen, wie Hunde miteinander kommunizieren? Mir ist schon klar, dass ich kein Hund bin. Und ich will Hundeverhalten auch nicht imitieren. Ich will nur sagen: unter Hunden ist das arztspezifische Kommunikation, davon nimmt kein Hund seelischen Schaden. Und am Ende habe ich lieber einen Hund, der zeitnah versteht, wie es für uns alle entspannt läuft, als einen, der ständig in der Leine hängt (Hallo Wirbelsäule) und wir beide ständig unendlich gestresst sind.

    Ich lobe im Grunde jede Orientierung an mir von Anfang an. Später, wenn es um sittsames Laufen geht, habe ich immer ausschließlich verbal gelobt. Leckerlies wurden gerne als "danke, reicht jetzt" interpretiert und dann wieder in die Leine gebrettert 😄 ich habe aber auch durchaus deutlich gemacht, dass überholen an kurzer Leine nicht in meinem Sinne ist.

    Und ganz ehrlich.. für die ganz schlimmen Junghundphasen habe ich ganz stumpf die Flexileine genommen, wenn ich nicht erwartet habe, dass die Knete im Hirn noch auf halbwegs lernwilligem Niveau war. Hat uns beide entspannt und dann haben wir neu angefangen.

    Um jemandem etwas beizubringen finde ich es wichtig, klar zu machen was man will, aber auch, was man nicht will. Ich vergleiche das manchmal mit einem Job, wo der Chef so nett ist, dass er einen rausfinden lassen möchte, was er will. Aber einen vollkommen im Unklaren lässt, was er auf keinen Fall will.

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