• Wow. Erst mal vielen vielen Dank für die vielen Reaktionen! Damit habe ich so schnell gar nicht gerechnet.

    Das macht mich für meine nächste Begegnung mit ihr viel sicherer. Normalerweise lasse ich nicht all zu viele Hundebegegnungen zu. Es gibt hier im Dorf 3 Hunde, mit denen versteht sich Bronko sehr gut. Da waren die ersten Begegnungen auch viel harmonischer und ruhiger. Es ist eine 6 jährige deutsch Langhaarhündin von Freunden. Die beiden lieben sich. Ein Malteser von gegenüber und ein Mops. Bei anderen Hunden vermeide ich den Kontakt und mittlerweile lässt er sich auch gut „ablenken“. Lasse ihn entweder dicht bei mir gehen oder im Sitz warten, bis der andere Hund vorbei ist. Das klappt gut.

    Zu dem Kontakt von gestern: vom Bauchgefühl hätte ich es schon nach wenigen Sekunden abgebrochen. Als sie meine Reaktion bemerkte fing sie aber gleich an mich zu beruhigen und sein Verhalten als völlig normal und hundetypisch darzustellen. Da müsste jeder Hund durch, der mit ihm zutun habe. Und dass der ältere meinen erst mal dominieren würde und meiner sich unterordnet, waren ihre Worte. Es ist für mich als Ersthundehalter eben total schwierig, wenn andere Hundebesitzer immer so tun, als würden sie alles über Hunde wissen. Und irgendwie ist es immer so. Jeder weiß alles besser aber jeder hat zu allem eine andere Meinung. Statt zu denken, dass ich davon was lernen könnte, sollte ich das wohl einfach nicht als bare Münze nehmen und mir mein eigenes Bild machen.

    Von dem was ihr so geschildert habt denke ich, ist er ein ziemlich rüpeliger junger Hund. Es gab zwar auch eine Mini spielsequenz aber im großen und Ganzen war es für mich und meinen Hund einfach absolut unangenehm. Das anscheinend kein Vertrauen kaputt gegangen ist beruhigt mich. Ich habe ihm ja dieser Situation ausgesetzt. Deswegen dachte ich, dass es klar wäre, dass ich dafür verantwortlich bin.

    Vielen Dank noch für die Tipps zur Distanzlosigkeit von Labrador Retrievern. Daran werden wir arbeiten.

    Eine Frage hätte ich noch zu geplanten Hundegruppen: wir wollten am Sonntag mal wieder eine Hundeschule ausprobieren. Die letzte Trainerin hat immer an der Leine gezerrt und wollte meinen Hund auf die Seite legen. Da habe ich die Einheit abgebrochen. Nun habe ich eine Hundeschule gefunden die Junghundetreffen anbietet. Ihr sagt alle, dass es Sinn macht ihn mit älteren, ruhigen Hunden zusammenzuführen. Wäre es denn überhaupt sinnig, ihn mit anderen jungen Hunden zusammen zu bringen? Stacheln die sich nicht noch mehr gegenseitig auf?

  • Als sie meine Reaktion bemerkte fing sie aber gleich an mich zu beruhigen und sein Verhalten als völlig normal und hundetypisch darzustellen. Da müsste jeder Hund durch, der mit ihm zutun habe. Und dass der ältere meinen erst mal dominieren würde und meiner sich unterordnet

    Ja, solche Aussagen kommen gerne von Leuten, die ihren Hunden gerne immer alles machen lassen. Ganz besonders dann, wenn dieser dazu noch größer und stärker ist, als der andere. Und auch bißchen die Erziehung schleifen lassen lassen.

    Wehe, der andere ist ein komplett anderes Kaliber, dann kann es durchaus vorkommen, daß sie doch viel lieber den eigenen Hund beschützen wollen :hust:


    Diese Dominanz Geschichte ist ohnehin Quatsch! Wieso muß deren Hund den Deinen unterwerfen? Aus was für einen Grund? So zieht man sich nur Raufer groß.

    . Und irgendwie ist es immer so. Jeder weiß alles besser aber jeder hat zu allem eine andere Meinung

    Daran wirst Du Dich gewöhnen müssen, denn das wird Dir ab jetzt immer passieren! Egal, ob im Netz, oder im Alltag. Da wirst Du zwischen den Zeilen lesen müssen und eine Art Filter entwickeln, damit Du nützliches von nutzlosen Infos unterscheiden kannst, bzw ein Gefühl dafür entwickelst, was zu Dir und Deinem Hund passen könnte.

    Die letzte Trainerin hat immer an der Leine gezerrt und wollte meinen Hund auf die Seite legen

    Ach, herrje! :flucht:

    Da habe ich die Einheit abgebrochen

    Gut so!

  • Unsere Hündin ist im Welpenkurs mehrfach von Labradoren überrannt worden. Seitdem hasst sie Labradore. Pudel sind zwar sensibler als Labradore, aber ich schätze, auch Dein Hund fand es nicht so lustig, überrannt zu werden. Das ist auf keinen Fall eine erstrebenswerte Erfahrung.

    Wenn Hunde sich im Spiel jagen, geht das immer abwechselnd. Unsere besteht sogar darauf, wenn wir mit ihr spielen, obwohl es für sie ja aufgrund unserer Langsamkeit völlig witzlos ist, hinter uns her zu rennen, aber das gehört halt so.

    Wenn Hunde zum Spielen einfach respektlos auf unsere zustürmen, und sie keine Angst vor denen hat, macht sie sogar Scheinattacken auf diese Hunde. Da würde ich, an Eurer Stelle, bei erwachsenen Hunden aufpassen.

    Ok, ich hätte gleich gesagt, dass mein Hund nicht mit Deinem spielen möchte, aber manche Halter lassen das trotzdem zu. Allgemein habe ich den Eindruck, dass nicht wenige Halter ihre Hunde schlecht lesen können und dass auch viele mit größeren stärkeren Hunde es locker sehen, wenn ein kleinerer Hund von ihrem Hund bedrängt wird und/oder Angst hat. Die Hunde sollen das dann "unter sich ausmachen". Irgendwie glaube ich nicht, dass die das auch zu Leuten mit Kangalen, Rottweilern und ähnlichen Kalibern sagen...

    Ich kann Dir nur raten, eher Deinem Bauchgefühl zu vertrauen, als dem, was andere Halter sagen. Man muss seinen Hund nicht mit jedem anderen Hund spielen lassen, egal, was deren Halter sagen. Wichtig sind gute Hundekontakte, nicht möglichst viele.

    Bei den Kontakten zu dem Malteser und dem Mops musst Du übrigens gucken, dass Euer Hund nicht zu rumpelig wird, sonst kann es irgendwann für die Kleinen gefährlich werden.

  • Und dass der ältere meinen erst mal dominieren würde und meiner sich unterordnet, waren ihre Worte.

    Woher soll die "Dominanz" kommen? Es gibt ja keine Beziehung zwischen den beiden, sondern nur das Treffen. Würde ich eher damit vergleichen, dass dich ein bulliger Kerl auf der Straße grob anrempelt und zur Seite schubst. Das ist nicht Dominanz, das ist pure Respektlosigkeit und zeugt weder von guter Erziehung, noch von Selbstbewusstseit. Der ist einfach nur aggressiv und darauf aus, seine Interessen in dem Moment durchzusetzen.

    Abends, im Dunkeln, würde ich meine Hunde so einer Situation gar nicht aussetzen, weil ich sie nicht sehen und kontrollieren kann.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!