SDU? T4 niedrig, aber TSH nicht erhöht + andere Auffälligkeiten
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Hallo ihr Lieben,
nachdem ich schon einiges hier im Forum gelesen habe, weiß ich, dass es hier ein paar Blutspezialistinnen gibt und wollte euch mal um eure Meinung bitten.
Es geht um eine knapp einjährige (also sehr junge) Wolfsspitzhündin, unkastriert, sie war noch nicht läufig.
Sie hat einige Symptome, die einzeln betrachtet tlw. nicht so sehr aufgefallen sind, in Kombination aber doch auf Schilddrüsenprobleme hindeuten könnten bzw. in der Summe schon recht viele sind, auch wenn wir eine zeitlang gebraucht haben, sie als solche zu erkennen:
- sie trinkt mehr als normal (14 kg, regelmäßig mehr als 1,5 Liter)
- wenn sie wach ist, muss sie sehr oft und viel (nicht mini Markier-Pipi). Oft heißt etwa jede Stunde, tlw. auch schon nach 45 Mins, tlw. "erst" nach 1,5h. Seit kurzem hält sie auch nachts nicht mehr durch und muss dann 1x raus
- seit kurzem schläft sie tagsüber oft recht lang und ist unmotiviert rauszugehen oder weiterzugehen, was gar nicht zu ihr passt und hier auch zu Sorge geführt hat.
- Ihr Aktivitäts- und Stimmungslevel ist sehr diffus. In einem Moment ist sie noch super entspannt, im nächsten Moment flippt sie, ohne erkennbaren Auslöser (zB zuhause im HomeOffice, sie liegt im Wohnzimmer, man sitzt im Nebenraum am arbeiten) komplett aus. Läuft bellend herum, beißt in alles mögliche in der Gegend und jagt plötzlich ihren Schwanz und schnappt tlw. auch nach uns. Sie wirkt dabei allerdings absolut kopflos und meiner Ansicht nach sehr seltsam. 10 Minuten später ist wieder alles in Ordnung. Wir haben das eine zeitlang auf "Junghund-Crazyness" geschoben, (die sie natürlich auch teilweise hat), aber diese Episoden kommen mir mittlerweile sehr seltsam vor. Insgesamt schwanken wir zwischen Phasen der Lethargie und Hyperaktivität, wobei es wenig dazwischen gibt. Auf äußere Reize (Besuche zB) reagiert sie total extrem (fiepen, springen, anpinkeln,..) wobei das auch einfach eine Verhaltenssache sein könnte.
- Sie hat gefühlt immer Hunger und will alles fressen, obwohl sie ausreichend bzw. eig. verhältnismäßig sogar sehr viel Futter bekommt. Das kann natürlich auch Typsache sein, ich weiß. Sie ist allerdings eher dünn, deshalb bekommt sie auch mehr Futter als empfohlen.
- Sie verschluckt sich sehr oft bzw. würgt auch oft, sowohl beim hastig trinken, als auch wenn man ihr zB Leckerlis gibt
- Sie hechelt vermehrt auch im Ruhezustand
- Im Sommer hatten wir lange mit diffusen Magendarm-Problemen zu kämpfen (Durchfall und Erbrechen), der Auslöser wurde trotz Kotuntersuchung usw. nie gefunden. Es hat etwa vier Wochen gedauert, mittlerweile ist sie allerdings wieder stabil.
- Im Vergleich zu ihren Wurfgeschwistern ist sie sehr klein und leicht und auch "hinterher" was die Läufigkeit betrifft (muss kein Symptom sein)
Wir waren bei der Tierärztin, ihr Harn wurde untersucht und dort war nur die Harndichte auffällig, allerdings wurde das nicht näher spezifiziert. Abgesehen davon wurde ein großes geriatrisches Profil und ein Schilddrüsenprofil gemacht. Ich habe eigentlich explizit nach "allen" Werten gefragt, T3 fehlt allerdings.
Der Tierärztin sind die erhöhten Leberwerte aufgefallen und auch der niedrige T4, Schilddrüse hat sie aber aufgrund des nicht erhöhten TSH ausgeschlossen. Zudem sind eigentlich auch andere Werte außerhalb der Norm, hier die Links:
Wir haben morgen noch einen Ultraschall der Leber. Was ich mich frage: Kann man durch den nicht erhöhten TSH eine Schilddrüsen-Sache wirklich ausschließen? Welche Rolle spielen die Leberwerte? Insgesamt irritiert mich auch, dass bei dem Blutbild für einen so jungen Hund doch einige Werte außerhalb der Norm sind...
Mein nächster Weg wäre grundsätzlich eh zu einer Tierklinik, aber ich würde mich über eure Einschätzung freuen, um auch genauer nachfragen zu können. Ich mache mir doch recht große Sorgen, auch weil sie noch so jung ist und möchte mich genauer informieren bzw. entsprechend vorbereitet sein. Was wären eure nächsten Schritte, auf welche Untersuchungen würdet ihr bestehen? Worauf sollen wir achten?
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3. Dezember 2025 um 16:11
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Vielleicht noch eine Zusatzinfo (auch aufgrund der doch sehr schlechten Blutwerte), gefüttert wird aktuell morgens Josera Sensi Plus und abends Nassfutter von Vetconcept (Huhn, Sensitive Forelle, Lamm.. etwas abwechselnd).
Morgens Nassfutter verträgt sie nicht wirklich und das Sensi Plus von Josera hat uns im Sommer letztendlich irgendwann "gerettet", weil sie es sowohl verträgt als auch gerne frisst.
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Huhu,
bei der klassischen SDU wäre tatsächlich der TSH höher. Er muss nicht über der Referenz sein, aber die SDU-Spezialisten sagen, er sollte nicht über 0,1 gehen.
Es gibt aber halt auch Erkrankungen und Medikamente, die den T4 drücken können. Ganz klassisch Cortison.
Da bei Euch aber auch ALT und AST erhöht sind und ALP auch eher am oberen Rand kratzen, würde ich zumindest mal in Richtung Morbus Cushing denken:https://www.selectavet.de/fileadmin/sele…xis%2012-12.pdf
https://www.anicura.de/fuer-tierbesit…morbus-cushing/
LG
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Wenn ich mich noch richtig erinnere, kann ein geringer T4-Wert auch im Zusammenhang mit einer Lebererkrankung stehen. Da die Leberwerte und korrespondierende Werte auffällig sind, würde ich als erstes die Leber und nicht die Schulddrüse in Verdacht haben. Tierklinik ist da auf jeden Fall eine gute Idee

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Falls jemand nachlesen sollte:
Nach sehr viel hin- und her (Ultraschall bei Haustierärztin ohne größeren Befund abgesehen von vergrößerten Lymphknoten, Bestehen auf Überweisung zum Fachtierarzt, weitere Blutuntersuchungen, CT) wurde im CT heute die Verdachtsdiagnose portosystemischer Shunt leider bestätigt und wir bekommen in den nächsten Tagen noch weitere Infos zu den Möglichkeiten. Wir hatten das nach viel Recherche und der weiteren Blutuntersuchung schon vermutet, aber es ist natürlich trotzdem erstmal ein Schock.
Falls jemand Erfahrungen hat, v.a. mit der OP bei einem extrahepatischen Shunt würde ich mich sehr über Rückmeldung freuen.
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Ich kann keinerlei Erfahrungen bieten, hab gerade erstmal nachgelesen, was das eigentlich ist. Ich drück Euch die Daumen, dass die OP schnell Besserung bringt.
Das hier hast Du ja sicher schon gefunden:
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Ich schreibe hier mal weiter, nachdem ich auch mal auf der Suche nach Erfahrungsberichten war (@Mods vl könnt ihr den Titel auf "Portosystemischer Shudn" oÄ umbenennen?)
Bei uns wurde der Shunt durch ein CT bestätigt, es handelt(e) sich um einen extrahepatischen Shunt, allerdings leider sehr ausgeprägt. Die Leber wird/wurde bei unserer Hündin kaum bis gar nicht durchblutet, weil das Gefäß zur Leber hin im Vegleich zum Shunt-Gefäß miniklein ist.Da unsere Hündin noch sehr jung ist haben wir uns für eine OP entschieden und das Shunt-Gefäß wurde nun mit Cellophan umwickelt und soll sich dadurch langsam schließen und dazu führen, dass das Blut durch das andere (aktuell noch sehr kleine) Gefäß in/durch die Leber fließt, was wiederum dazu führen soll, dass die Leber besser durchblutet wird, ihre eigentliche Funktion der Entgiftung erfüllen kann und dass die Maus wieder gesund (oder jedenfalls gesünder) wird. Bis dahin (bzw. schon vor der OP) bekommt sie Leberdiät-Futter und Leavolac (soll das durch die fehlende Leberfunktion entstehende Ammoniak binden).
Die OP fand Anfang der Woche statt und unsere Hündin hat es glücklicherweise gut überstanden. Sie war nach der OP über Nacht in der Klinik, am nächsten Tag konnten wir die müde und noch etwas beduselte Maus abholen. Am Tag nach der OP hat sie erbrochen, das hat sich aber gegeben (wir haben es natürlich sofot sicherheitshalber abklären lassen). Mittlerweile (Tag 4 post-op) hat sie all ihre Lebensgeister wieder und unsere größte Sorge ist eher, wie wir die 14 Tage Schonung bis zum Nähte ziehen gut rüberbringen

In vier Wochen wird ihr Blut nochmal kontrolliert, um zu sehen, ob sich die Ammonium-Werte nach der Fütterung gebessert haben. Während der OP wurde wohl auch Gewebe aus der Leber entnommen, die Ergebnisse der Biopsie bekommen wir aber erst. Insgesamt zeigt sich erst in frühestens vier Wochen, vermutlich aber erst in einem halben Jahr/Jahr, ob das Ganze erfolgreich war. Das ist für uns natürlich etwas unangenehm, aber wir hoffen mal das Beste :)
Eine Randnotiz noch und ich weiß, das klingt jetzt nach Werbung, ich möchte es aber erwähnen, weil wir sehr erleichtert (und fast positiv überrascht) waren: Die OP Kosten wurden von unserer Versicherung (Agila, Vollversicherung, Österreich) vollständig und ohne Diskussion übernommen, obwohl es sich um eine angeborene Krankheit handelt. Shout out an dieser Stelle, selten so positive Erfahrungen mit einer Versicherung gemacht.
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