Mysteriöse Beule nach dem Essen

  • Heute waren wir bei einem anderem Tierarzt. Von der Technik her, scheint er wie eine Klinik selbst, gut ausgestattet zu sein. Immerhin hat er einen eigenen Ultraschall Raum und keinen Laptop auf Rädern.

    Er hat ihn wirklich süß begutachtet und auch die Assisstentin war sehr Hundelieb. Mein Hund war absolut entspannt und hat sich 20 Minuten untersuchen lassen ohne einmal zu knurren.

    Leider hat der Arzt die Vermutung geäußert, dass es wieder Tumore sein können. Am Mittwoch ist Ultraschall angesagt. Ich hoffe das beste und im schlimmstenfall, hoffe ich das es noch nicht zu spät ist zum operieren... Ich will garnicht mit dem Googlen anfangen.

  • Ein Update in Tränen. Nicht für empfindliche Nerven.


    Es sind Metastasen, offenbar zu viele zum operieren. Der Ursprüngliche Arzt Dr. L. hätte es sehen müssen. Seine Tollwutimpfung war demnach auch unnötig. Mein derzeitiger TA Dr S. meint zwar, das die 2 3 Wochen nichts verändert hätten, aber so richtig sicher bin ich mir da nicht.

    Was mich wirklich ärgert, und ich denke das hat den Heilungsprozess nicht gefördert, war die Verschiegenheit das seine Bauchspeicheldrüse geschwächt oder entzündet ist. Die Blutwerte zeigten das bereits im Mai. Jetzt mit den Enzymen bleibt alles drin.


    Ein wenig hab ich noch die Hoffnung das ein Wunder passiert. Wir geben verschiedene Präparate. Derzeit muss ich meine Trauer im Griff halten und meine Mutter vor einem kollaps bewahren. 2 Panikattacken haben wir bereits hinter uns. Mein Hund wirkt zwar müde, aber er reagiert, frisst, kuschelt und kotet noch gut. gestern waren wir schwimmen und gleich versuch ich noch bisschen zu spielen. Vielleicht fühlt er auch einfach unsere Negativität. Andererseits fordere ich ihn auch nicht zum spielen heraus. Dafür fehlt mir jetzt doe Kraft.

    Ich verspüre eine leere und kriege sie nicht gefüllt. Ich hab in Erwägung gezogen einen anderen Hund zu besorgen aber habe Angst, dass seine kleine Seele sich verraten fühlen wird. Der Hund soll ihn nicht ersetzen, viel eher ein kleiner Anker sein der meine Mutter nicht in tiefste depressionen stürzt.

    Hätte ich das klein Geld übrig würd ich noch in eine klnik fahren aber der TA hat da wenig Hoffnung gegeben und ich fürchte das wird ein Kampf der ihn noch mehr schwächt.

    Immerhin hab ich die Gewissheit das es Symptome geben wird zum einschläfern, bei denen er keine schmerzen fühlen wird.

    Ich hab Angst vor dem Tag der Erlösung. ich weiß nicht ob ich es aushalte ihn sterben zu sehen. Ihn ins Auto zu legen und 100km zum begraben zu fahren. Mein TA sagt es reicht aus wenn ich dabei bin während er einschläft. Ich fänds besser wenn er ihm schlaf zuhause von uns geht. Gewohntes Umfeld ohne Angsthormone beim TA.

    zusätzlich plagen mich schuldgefühle nicht früher zum anderen TA gegangen zu sein, nicht noch mehr mit ihm gespielt und geschmust zu haben. jede überstunde die ich zu viel geleistet hatte wäre in meinen Vierbeiner besser investiert. Andererseits liegt er gerade atmend bei mir und ich schreibe so einen beitrag.

    ich verstehe nicht wie die 12 Jahre so schnell vergehen konnten. Mein Wunsch das er mal meine Kinder kennenlernt (sind keine Unterwegs) geht wohl nicht in Erfüllung. Richtig geholfen hat er dabei nicht. Jede hübsche Frau die ich ansah oder anquatschte wurde konsequent angepinkelt, ignoriert oder angeknurrt. Bei allen anderen ist er immer lieb. Wahrscheinlich war nie die richtige dabei.

    Aber wer weiß, vielleicht kriegt sein kleiner Körper die notwendigen Kräfte und wir haben noch einige Wochen, Monate oder gar Jahre zusammen und ich back ihm zum 13. Geburtstag einen dicken Hundeknochen.

    ich versuch optimistisch zu bleiben.

  • Das tut mir sehr leid. Wenn ich die Krankengeschichte richtig verstehe, kämpft ihr schon seit längerer Zeit gegen Krebs an. Dass dieser Kampf irgendwann nicht mehr gewonnen werden kann, ist leider harter Fakt. Ich habe auch schon Hunde an Krebs verloren. Vor ca. einem halben Jahr wurde meine jetzt 11jährige Hündin wirklich aufwändig operiert und sie hat es gut verkraftet. Man merkt ihr gar nichts an. Einer der Tumore war bösartig und recht aggressiv. Ich würde es natürlich gerne ausblenden, muss mir aber immer wieder bewusst machen, dass es sein könnte, dass irgendwo gerade etwas wächst, was ich nicht mitbekomme. Ich kann den Hund ja nicht im drei Wochen Takt durch ein MRT schieben.

    Wichtig ist es in meinen Augen es anzunehmen wie es ist. Ein Hund lebt im Vergleich zu uns Menschen eh relativ kurz. So zu tun, als würde er ewig leben, ist nie ratsam. Wenn Krankheiten dazu kommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es noch kürzer wird. Ich kann Euch nur dazu raten, nicht in wilden Aktionismus zu verfallen um Euch selbst ein besseres Gefühl zu machen, denn das wäre für die verbleibende Zeit für Euren Hund vermutlich eher unschön. Für die meisten Hunde ist es dagegen in meinen Augen am besten, wenn ihr Leben genauso geregelt weitergeht wie zuvor. Zumindest ich lebe jeden Tag mit meinen Hunden so, dass all ihre Bedürfnisse gestillt werden und sie zufrieden sind. Und so mache ich es weiter.

    Ganz wichtig ist in so einer Phase die palliative Behandlung, vor allem Schmerzfreiheit. Lasst Euch da vom Tierarzt wirklich gut ausstatten. Und noch etwas: Ab einem bestimmten Punkt "bastelt" man sie nur noch für sich selbst durch den Tag. Weil man sie nicht loslassen möchte. Aber das darf und sollte nicht so kippen, dass es für den Hund Quälerei wird. Ich selbst habe diesen Punkt bei meinem ersten Hund verpasst, der auch voller Krebs war am Ende und bereue es heute noch zutiefst.

    Als letztes noch: Alle dürfen über diesen Zustand tieftraurig sein und es schlimm finden. Das muss man nicht umgehen.

  • Er hatte erst zwei Weichteilsarkome und jetzt wohl ein Gefäßsarkom. Ich hatte mir eingeredet das das Labor falsch diagnostizierte, wegen der vielen schlechten Bewertungen, aber das war wohl nur wunschglaube.

    ich würde ihn noch operieren, wenn ich zumindest die Gewissheit hätte es füge 6 Monate hinzu...

    Vielleicht ist dieser Gedanke auch egoismus. ich weiß es nicht.

    danke für deine Anteilnahme, deiner Hündin wünsch ich noch das beste.

  • Ich verstehe, dass Du das alles nicht wahrhaben möchtest. Bei meiner Hündin war ein großer Tumor ein absoluter Zufallsbefund, den weder ich noch meine Tierärztin erwartet hatten. Es sollte eigentlich nur ein Kontrollröntgen sein und dann so etwas. Das will man erst mal nicht glauben.

    Aber es nützt nichts die Augen vor der Realität zu verschließen. Bei der von Dir genannten Tumorart handelt es sich leider um eine der aggressivsten. Die Zellen sind vermutlich bereits leider überall. An einer Stelle etwas wegzuoperieren macht dann leider keinen Sinn mehr, weil zu erwarten ist, dass der Hund die Heilungsphase evtl. gar nicht mehr überlebt.

    Ich verstehe, dass Du lieber kämpfen würdest. Dann ist man nicht so ohnmächtig.

  • Krebs ist ein A******

    Es ist sehr hart damit umzugehen.

    Melin unser zweite Hund hatte Krebs, letztendlich überall ( Lunge , Leber...)

    Es hat mich schon Mühe gekostet Ihm zu zeigen Hey alles in Ordnung und zu wissen, ne ist nicht so.

    Als der Krebs anfing Ihm das Atmen schwer zu machen , habe ich mich entschlossen Ihn gehen zu lassen

    Möglich er hätte noch eine, zwei Wochen gehabt, aber der Preis war zu hoch. Ihm ging es auch mit Schmerzmitteln schlecht. Er ging noch gerne Gassi, frass gut, aber ich hatte mich auf die kleinen Zeichen konzentriert. Er ist friedlich in meinen Armen gegangen.

    Die Trauer hatte ich, aber er durfte friedvoll gehen.Das war mir wichtig.

    Fühl Dich ganz feste gedrückt.

  • Mausi Danke, dass Du die Kraft finden konntest, Deinen Hund "zu früh" gehen zu lassen. Du hast FÜR Deinen Hund entschieden und ihm eine gute, letzte Zeit ermöglicht.

    Lucky2013 Dir wünsche ich die Kraft, noch eine schöne Zeit mit Deinem Hund verbringen zu können und ihn nicht nur mit Trauer anzuschauen. Macht noch, wenn es geht, viele "das fand er so toll, das müssen wir nochmal machen"-Dinge. Deine Schuldgefühle kenne ich auch - es ist schwer, diese Gefühle zu überwinden. Aber jetzt denke an Euren Hund und achte nur darauf, dass er keine Schmerzen, Luftnot oder andere schlimme Symptome erleiden muss. Denke daran, dass es ein Geschenk ist, einen Hund erlösen zu können, bevor es zu schlimm wird - Menschen müssen bis zum Ende leiden, da darf man nicht helfen (in D).

  • Ich hab nun was zum thema metronomischer chemo gefunden.


    Hat da jemand Erfahrungen mit?

    Besprich so etwas am besten mit einem Onkologen. Die haben da viel mehr Überblick. Anekdotische Erfahrungen aus einem Forum würde ich da zur Entscheidung eher hinten anstellen.

  • Ich hab nun was zum thema metronomischer chemo gefunden.


    Hat da jemand Erfahrungen mit?

    Ja, meine Hündin hat sie damals allerdings nicht vertragen (vermutlich, das ließ sich nicht einwandfrei klären, aber wir wollten kein Risiko mehr eingehen). Sie war zu dem Zeitpunkt aber auch schon 15.

    Ich würde das mit nem Onkologen besprechen. Nicht in allen Fällen ist so ne Chemo sinnvoll. Wenn da allerdings grünes Licht kommt, würde ich es versuchen - viel zu verlieren hat man ja nicht.


    Alles Gute für euch! :)

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