Diagnostik: Wann gerechtfertigt? Wann lasst ihr etwas untersuchen?

  • Wie zum Kuckuk soll eine Eigenbluttherapie eine „rotierte“ Hüfte „grade“ stellen?

    Da hast du was falsch verstanden, darum geht es nicht. Sondern um die empfohlene Epiduralinfiltration (sollte beim aufgrund der kinetischen Messung empfohlenen CT sich seine Verdachtsdiagnose "Bandscheibenvorwölbung" bestätigen)

    Okay.

    Würde nichts tatsächlich an meinem Vorhaben ändern!

    Zweitmeinung einholen! Vor allem wenn du eh schon zweifelst.

  • Ich update hier gerne mal:

    Wir hatten, als ich den Thread hier gestartet habe, etwa ein 3/4 Jahr Ruhe und meiner Hündin ging es sehr gut. Gegen Herbst hatte ich dann plötzlich das Gefühl, dass sie wieder vermehrt schlecht läuft und teilweise auch Schmerzen hat. Physio hat nicht mehr so lang hingehalten, wie ich es mir gewohnt war. Ich weiss auch nicht, inwiefern noch die kältere Jahreszeit mitspielt oder der Umstand, dass ich während der Schwangerschaft keine anspruchsvollen Touren mit Höhenmetern gemacht habe. Klar waren wir super viel draussen und ich bin in meinem Leben wohl noch nie so viel spaziert (viel Zeit sei Dank) wie ein paar Wochen vor der Geburt, aber halt alles im Flachen. Daraufhin gabs 6 Tage NSAR und sie lief deutlich besser, nach Absetzen aber auch ein Stück weit wieder schlechter. Das zeigte mir: Irgendwas ist da im Argen.

    Ich war heute also mit Looney zum zweiten Mal in der von meiner Physio empfohlenen Tierklinik. (Der Orthopäde, bei dem wir ein paar Mal waren, sieht mich nie wieder- mittlerweile zweifle ich seine Diagnostik und seine Methoden an und menschlich war er mir eh immer seeeehr unangenehm).

    Das letzte Mal wurde eine Lahmheitsuntersuchung gemacht (Tasten, Gangbeurteilung und neurologische Reflexe) und dann zum CT geraten. Das hatten wir nun heute. Sie hat tatsächlich (wie vermutet) mehrere leichte Degenerationen an verschiedenen Wirbeln (Bandscheiben). Nichts aktutes, nichts, was nach unten auf den Nerv drückt. Einfach Bandscheiben, die teils kalkifiziert und spröde sind und nicht mehr dort ihre Aufgabe erfüllen, wo sie dies sollten. Nämlich zwischen den Wirbeln zu puffern. Das ist nun doch die Erklärung, für ihren phasenweise unrunden Gang. Schmerzbedingt, weil da ja dann dauernd irgendwo eine kleine Entzündung ist, entlastet und schont sie dann eben teilweise. Akut ändert sich für uns nichts- ausser dass ich nun einen hochreinen Lipidkomplex aus Grünlippmuschel geben werde und NSAR bei Bedarf. Mantel bei Kälte trägt sie eh, Physio und gymnastizieren machen wir schon, Stop und Go machen wir nicht und ins und aus dem Auto wird sie seit Wochen gehoben.

    Ich bin froh, nun Klarheit zu haben. Vorallem ging es mir aber drum, nichts zu verpassen, wäre da plötzlich was Akutes gewesen. Ich muss ehrlich sagen, beim Erstellen des Threads habe ich mich noch nicht für weitere Diagnostik bereit gefühlt, weil es ihr ja so gut ging. Aber für mich war immer klar, sollte sich was verschlechtern, gehen wir dem auf den Grund.

  • Schon genial, dass der Orthopäde direkt am Anfang (also im 1. Post) die Bandscheibenproblematik erkannt hat! Finde ich wirklich erstaunlich von so wenig auf die richtige Problematik zu kommen.

    Auf der anderen Seite natürlich ein wirklich niederschmetternder Befund bei einem so jungen Hund, gegen den sich nicht allzu viel unternehmen lässt. Zumindest nicht mehr, als ihr eh schon tut. Im Endeffekt dient das ja nur den Züchtern als Hinweis...

  • Schon genial, dass der Orthopäde direkt am Anfang (also im 1. Post) die Bandscheibenproblematik erkannt hat! Finde ich wirklich erstaunlich von so wenig auf die richtige Problematik zu kommen.

    Also prinzipiell ja. Allerdings hat er dann eine Bewegunstherapie verordnet, die sich mit der Verdachtsdiagnose absolut gebissen hat (starke Extension Bergauf- Physio hat mir davon unbedingt abgeraten, weshalb ich dann auch abgebrochen habe und auch die TA heute hat gemeint: Nicht sinnvoll!).

    Auf der anderen Seite natürlich ein wirklich niederschmetternder Befund bei einem so jungen Hund, gegen den sich nicht allzu viel unternehmen lässt. Zumindest nicht mehr, als ihr eh schon tut. Im Endeffekt dient das ja nur den Züchtern als Hinweis...

    Naja klar wärs schöner, wenn nichts bei rausgekommen wäre:???: Aber so tragisch finde ich den Befund nun nicht. Immerhin wissen wir jetzt was los ist, die no-go's tangieren uns eh nicht und ich habe was an der Hand, um in schmerzhaften Phasen zu unterstützen, sollten sie wieder auftreten.

  • Wir gehen zum TA wenn sich unsere Fellnase nicht wohlfühlt, sich halt anders als gewöhnlich verhält oder es eindeutige Anzeichen einer Krankheit gibt. Alles weitere liegt dann bei unserer TÄ, der wir sehr vertrauen!

  • Wir gehen zum TA wenn sich unsere Fellnase nicht wohlfühlt, sich halt anders als gewöhnlich verhält oder es eindeutige Anzeichen einer Krankheit gibt. Alles weitere liegt dann bei unserer TÄ, der wir sehr vertrauen!

    Und das hat jetzt was genau mit meinem Thread zu tun?

  • Wir gehen zum TA wenn sich unsere Fellnase nicht wohlfühlt, sich halt anders als gewöhnlich verhält oder es eindeutige Anzeichen einer Krankheit gibt. Alles weitere liegt dann bei unserer TÄ, der wir sehr vertrauen!

    Und das hat jetzt was genau mit meinem Thread zu tun?

    Na ja, sie hat auf die Frage im Titel geantwortet, nehme ich an.

  • Wie gut, dass Eure Hündin jetzt doch im CT untersucht wurde und Ihr nun Klarheit habt. Auch wenn man sich doch Gesundheit für sein Tier wünscht, so ist es aber immerhin ein großer Vorteil, wenn man in Krankheitsfall weiß, womit man es zu tun hat.

    Auch wir haben einen orthopädisch sehr gehandicapten Hund, der diesbezüglich sehr gut durchuntersucht und behandelt ist. Aus meiner eigenen Erfahrung jedoch würde ich inzwischen jedem Hundehalter, dessen Hund phasenweise unrund läuft (sehr wahrscheinlich aus den bekannten orthopädischen Gründen) on top zu einer jährlichen Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes raten.

    Unsere Hündin läuft nie richtig rund, aber sie läuft fröhlich und manchmal gibt es Phasen, wo sie sich schwerer tut. Dieses phasenweise unrundlaufen bis humpeln habe ich bis vor 1.5 jahren auch stets ihren orthopädischen Erkrankungen zugeordnet. Bis es mir aber plötzlich komisch und anders vorkam. Irgendwie bauchig. Als ob der Schmerz dort säße.

    Die Ultraschalluntersuchung bracht dann einen großen Milztumor ans Tageslicht, der sofort entfernt wurde und zum Glück gutartig war.

    Seit der Milz-OP hat sich das Gangbild unserer Hündin so sehr zum positiven verändert, dass es mir noch heute in der Seele weh tut, dass vermutlich bereits seit langer Zeit der Milztumor Schmerzen, Abwehrspannungen und Unwohlsein im Bauchbereich und somit diese Schonhaltung verursacht hat. Von der Gefahr, die von ihm ausging, ganz zu schweigen.

    Worauf ich mit einem Post aufmerksam machen möchte: manchmal können es Läuse und Flöhe gleichzeitig sein. Oder manchmal kann es sogar 'nur' ein Problem an inneren Organen sein, was ein unsauberes Gangbild verursacht und ein orthopädisch vollkommen gesunder Hund aber orthopädisch fehlbehandelt wird. Das ist bei Euch nicht der Fall - doch es könnte halt auch irgendwann einmal ein organisches Problem unentdeckt bleiben, weil die Symptome fälschlicherweise den schon bekannten orthopädischen Befunden zugeordnet werden.

    Es war also meine ganz persönliche Lernerfahrung, bei Auffälligkeiten und Schmerzen im Bewegungsapparat durchaus auch die Organgesundheit im Auge zu haben.

  • Wir gehen zum TA wenn sich unsere Fellnase nicht wohlfühlt, sich halt anders als gewöhnlich verhält oder es eindeutige Anzeichen einer Krankheit gibt. Alles weitere liegt dann bei unserer TÄ, der wir sehr vertrauen!

    Und das hat jetzt was genau mit meinem Thread zu tun?

    Dieser User liest immer nur Threadtitel und schreibt dann eine Antwort dazu. Diskussionen lesen oder gar an ihnen teilnehmen scheint nicht sein/ihr Ding zu sein.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!