Autofähre nach Griechenland

  • Hallo an alle,

    wir fahren seit vielen Jahren mit der Autofähre von Italien nach Griechenland. Wir buchen unseren Urlaub quasi noch im Urlaub. So auch letztes Jahr im Sommer. Da war die Entscheidung für einen Hund schon lange gefallen aber da die Rasse hier in Deutschland eher selten ist, haben wir nicht damit gerechnet dass wir diesen Sommer schon mit Hund unterwegs sein könnten.


    Milo wäre dann im August 11 Monate alt. Ich habe keine Ahnung wie er sich bis dahin entwickelt. Wir haben gesagt, wir fahren nur wenn der Hund bis dahin gut mit Stress und Ortswechseln klarkommt. Wir planen einen kleinen Probeurlaub an Pfingsten um zu sehen wie er reagiert.


    War jemand schon mit einer Autofähre unterwegs? Ich sehe da immer sehr viele Hunde, frage mich aber erst jetzt wie die an Deck ihre Geschäfte erledigen? Ich habe mal jemanden gesehen der eine Wickelunterlage ausgebreitet hat. Aber das müsste ich ja vorher üben. Milo macht bisher nur wenn halt irgendetwas natürliches vorhanden ist. Auf der Fähre ist alles blankes Metall. Gibt es vielleicht doch irgendetwas wo die Hunde hin können?


    Dann frage ich mich ob es denn überhaupt sinnvoll ist diese Art von Urlaub zu machen oder ob es einfach besser wäre zu warten bis er älter ist.


    Gedanklich macht mir im Moment eigentlich nur die Fahrt auf der Fähre etwas Sorgen und wie er auf Salzwasser reagiert (falls er überhaupt rein geht, bis jetzt ist Wasser nicht sein Fall)

    Tierarzt und sogar eine Tierklinik wären zügig erreichbar und wir sprechen die Landessprache.

    Was muss ich noch auf meine „zu Bedenken“-Liste packen?

  • Was muss ich noch auf meine „zu Bedenken“-Liste packe

    Ich weiss nicht, wie es in Griechenland ist, ich würde an Prophylaxe für Mittelmeerkrankheiten denken in Form von Impfungen und Flohschutz (glaub Herzwürmer werden vom Sandfloh übertragen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe).



    Von welchem Hafen aus fahrt ihr? Weil, von Brindisi nach Patras waren es nur 8 Stunden, wenn ich es richtig in Erinnerung habe (ist schon so ewig her, ich war damals Teenager), von Bari war deutlich länger, und von Ancona aus war es glaub ich fast 24 Stunden. Falls es in Frage kommt, lohnt sich die Überlegung, möglichst weit mit dem Auto zu fahren (mit Stopps und Pausen) und dann im Absatz unten erst auf die Fähre zu gehen (außer es hätte sich inzwischen ganz viel geändert). Evtl lohnt es sich auch abends auf die Fähre zu gehen, falls dann welche fahren, nachts schläft der Hund und muss meistens nicht pieseln.

  • Ich war mit meiner ersten Hündin mal auf der Fähre nach Oslo, das waren glaub ich 14 Stunden. Lösen durften sich die Hunde nur auf dem Autodeck, das fand Maya auch sehr doof, es fühlte sich so "überdacht" und ohne Gras wohl nicht richtig an für sie, aber irgendwann hat sie da schon gepullert.


    Kennt Milo ein "Lösekommando"? Vielleicht wäre das auch hilfreich, das könnte ihn möglicherweise an so einem ungewöhnlichen Ort beim Lösen unterstützen/ ermutigen.

  • Von welchem Hafen aus fahrt ihr?

    Wir fahren von Ancona, die Überfahrt dauert 17 h, der größte Teil davon fällt auf die Nacht. Die anderen Häfen sind mir zu weit weg. Tagsüber auf den italienischen Autobahnen das ist schon heftig und auf den Raststätten ist dann auch die Hölle los. Die Strecke bis Ancona fahren wir komplett in der Nacht und das ist viel stressfreier.


    Ich war mit meiner ersten Hündin mal auf der Fähre nach Oslo, das waren glaub ich 14 Stunden. Lösen durften sich die Hunde nur auf dem Autodeck, das fand Maya auch sehr doof, es fühlte sich so "überdacht" und ohne Gras wohl nicht richtig an für sie, aber irgendwann hat sie da schon gepullert.


    Kennt Milo ein "Lösekommando"? Vielleicht wäre das auch hilfreich, das könnte ihn möglicherweise an so einem ungewöhnlichen Ort beim Lösen unterstützen/ ermutigen.

    Lösen dürfen sich die Hunde ganz normal an Deck, da wäre mal zumindest kein Dach drüber. Lösekommando kennt er beim Pipi machen, aber vielleicht klappt der Rest ja dann auch. Sonst habe ich mir jetzt überlegt mal auf einem komplett gepflasterten Parkdeck gassi zu laufen um zu sehen ob er denn wirklich Gras etc. braucht. Und ich werde mal bei der Fährgesellschaft anrufen und fragen wie und wo die Hunde hin dürfen. Dort riecht es ja dann vielleicht ausreichend nach Klo.

  • Wir fahren regelmäßig Autofähre mit Hund, immer über Nacht, Strecken von 12-16h.

    Auf den italienischen Fähren ist es erfahrungsgemäß sehr locker. Haustierkabinen gibt es genug und Hunde dürfen überall aufs Außendeck. (Je nach italienischer Fährgesellschaft wird manchmal sogar innen mit ins Café/Restaurant mitnehmen toleriert)

    Meist gibt es draußen einen Kasten mit groben Split oder Lavagestein zum lösen. Wir haben aber auch schon erlebt das es einen extra abgeteilte Hundebereiche gibt (Fähre nach GB) oder das es gar nix gibt (Fahre nach Albanien)


    Mein mittlerweile verstorbener Rüde hat das all die Jahre immer sehr locker genommen und sich meist dafür entschieden komplett einzuhalten. Weil ich das wusste, gab es vor der Fähre eine große Löserunde, auf der Fähre nur wenig Futter (Wasser selbstverständlich zur freien Verfügung) und nach dem Verlassen der Fähre so schnell wie möglich die nächste Lösemöglichkeit.


    Mein jetziger Hund ist eher unsicher und möchte die Kabine nur ungern verlassen, kann dort aber gut entspannen.

    Die Hundebereiche findet er schrecklich und kann/will sich dort nicht einfach lösen. Wir suchen diese dann gezielt abends/nachts auf wenn keiner mehr da ist und laufen langsam und ruhig unsere Kreise. Bisher hat er es dann immer geschafft zu pinkeln, Häufchen wird eingehalten.

    Auch hier füttere ich nur wenig und leichte Kost und hab für den Notfall Tabletten gegen Durchfall dabei (hatten wir nur beim ersten Mal).


    Bei meinem ersten Hund hab ich ziemlich deutlich unterbunden das Laternenpfähle, Mauern etc. angepinkelt werden, im Alltag super, auf der Fähre extrem unpraktisch.

    Bei meinem jetzigen Hund hab ich das absichtlich nicht so trainiert, jetzt muss ich im Alltag aufpassen, dafür pinkelt er auf der Fähre halt auch nen Metallposten an wenn nix anderes da ist.


    Ancona ist übrigens recht chaotisch in seiner Abwicklung und war zumindest letztes Jahr noch eine große Baustelle.

    Da laufen alle Check-In's gleichzeitig in einem großen Terminal ab, ich würde mind. 45min dafür veranschlagen.

    Hund muss nicht mit zum Check-In und darf auch nicht ins Terminal (reicht wenn einer mit den ganzen Dokumenten rein marschiert und das abwickelt. Danach geht's dann direkt auf die Fähre.

    In Igoumenitsa war ich noch nicht, hab aber gehört das dort die Abwicklung auch nicht ganz unkompliziert ist, zumindest für WoMos mit starken Kontrollen verbunden (aber ihr Fahrt mit PKW ?)


    Bei uns wird die nächste Fährfahrt nach Sizilien gehen, ca 27h auf der Fähre. Mal sehen wie das so klappt.

  • Ancona ist übrigens recht chaotisch

    Oh ja das stimmt, wenn man sich da nicht auskennt dann ist das schon schwierig. Wir fahren aber da schon seit Jahren ab, das ist alles kein Problem.

    Was den Hafen in Igoumenitsa angeht, das kann ich bestätigen. Es wird sehr viel kontrolliert, vor allem Wohnwagen. (Wir sind mit dem PKW unterwegs.) Aber sie ziehen auch Autos raus und machen Stichproben. Beim Land verlassen noch mehr als beim ankommen. Da müssen auch Dachboxen geöffnet werden etc.


    Auf der Fähre haben wir eine Kabine, das sollte auch entspannt sein. Zum Pipi machen werde ich es dann eben auch auf die Nacht legen wenn es tagsüber nicht geht. Wobei er generell nicht so auf seine Privatsphäre achtet. Der kackt auch hin wenn um ihn rum Trubel ist. Vielleicht mache ich mir ja auch umsonst sorgen.

  • Darf ich ne Nebenfrage stellen: Griechenland hat ja viele Straßenhunde, wie macht ihr das dann mit Hund im Urlaub? Oder macht man dann eher an einem Platz Urlaub ohne große Ausflüge etc.? Sorry wenn OT, kann gerne woanders die Frage stellen 😊

  • Darf ich ne Nebenfrage stellen: Griechenland hat ja viele Straßenhunde, wie macht ihr das dann mit Hund im Urlaub? Oder macht man dann eher an einem Platz Urlaub ohne große Ausflüge etc.? Sorry wenn OT, kann gerne woanders die Frage stellen

    Diese Frage habe ich mir auch gestellt, ich habe aber in den ganzen Jahren wo wir da sind nur einen einzigen Straßenhund am Strand gesehen. Ich denke das ist wohl von der Region abhängig. Es gibt eher sehr viele Katzen.

    Wir sind immer am selben Ort, machen schon Ausflüge aber dieses Jahr werden es eher weniger sein. Bzw. werden wir dann vor Ort schauen was wir so machen können. Tatsächlich ist es einfach viel rumliegen, das Meer anschauen, essen, Wein trinken😄 und alte Bekannte treffen.

    Einfach die Seele baumeln lassen, da wir dort schon vieles gesehen haben ist der Drang nicht mehr so groß alles zu erkunden.

  • Bei uns wird die nächste Fährfahrt nach Sizilien gehen, ca 27h auf der Fähre. Mal sehen wie das so klappt.

    Von wo fahrt ihr denn ab? 27 h das ist schon echt lang.

    Von Genua nach Palermo, Abfahrt abends, Ankunft am nächsten Tag abends spät.

    Darf ich ne Nebenfrage stellen: Griechenland hat ja viele Straßenhunde, wie macht ihr das dann mit Hund im Urlaub?

    Wir hatten bisher auf Sardinien Kontakt mit freilaufenden Besitzerhunden und letztes Jahr in Albanien mit richtigen Straßenhund, war kein größeres Problem.

    Mein vorheriger Hund war unverträglicher, da musste man schon schauen und auch mal blocken. Bei Dino ist es meist sehr locker, der kommt ja aus Rumänien und weiß ziemlich genau wie man sich passend verhält, damit es kein Ärger gibt.


    Ich finde ja eher das es persönlich schwer auszuhalten ist wenn man Straßenhunde in sehr schlechtem Zustand trifft und nur stark eingeschränkt Hilfsmöglichkeiten hat. Das war dieses Jahr auch der Grund warum wir uns gegen Griechenland und für Italien entschieden haben. (Ich weiß das es dort auch nicht rosarot ist)

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