Ursachenforschung: Sekundäre Seborrhö beim Seniorhund

  • Ihr Lieben,


    es ist zum Verzweifeln, deshalb wende ich mich an euch. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen oder hilfreiche Tipps für mich/uns.

    Meine Hündin (Mischling aus der Türkei; Border Collie ähnlich, 13 Jahre, ohne Vorerkrankungen) hat seit Mai 2023 Hautprobleme:


    chronische Ohrenentzündung, Elefantenhaut in Leisten, Seborrhoe mit wandernden kahlen Stellen und Nervenzucken bei Berührung dieser Stellen (aktuell am Rücken und Schwanz) plus Verhaltensveränderung (Aggressives Bellen und Anknurren von Fremden in der Wohnung) und Energielosigkeit.

    Seit Mai 2023 suchen wir den Auslöser für ihre Hautprobleme. Diese kamen erst nach der Nutzung des Milben Spot-Ons (nach nachgewiesenem Räudemilbenbefall); Zufall oder Allergie/Schaden vom Medikament? Ausschlussdiät erfolgt (keine Besserung), Futterwechsel ohne Erfolg, Teppiche entsorgt, Hundebetten erneuert uvm.

    Beim letzten TA Termin haben wir die Schilddrüse checken lassen:

    TT4 Wert: niedrig normal (1,3 μg/dL)

    TSH: 0,78 (Der Normwert liegt zwischen 0,03 und 0,40)


    TSH Wert erhöht und T4 normal-niedrig. TA sagt alles ok. Wie schätzt ihr diese Werte hinsichtlich einer Schilddrüsenunterfunktion ein? Behandlungswürdig oder normal in dem Alter?

    Vielleicht habt ihr noch Ideen, die Ursache zu finden?


    Danke euch vielmals vorab!

  • Die Probleme kamen also nach der Anwendung des Spot On und ihr seid euch nicht sicher, ob das Spot On ursächlich ist? Wieso macht ihr da mit einem ohnehin angeschlagenen Hund noch Futterumstellungen usw. anstatt das Spot On sein zu lassen? Es gibt im Englischen den schönen Spruch, dass man Pferde vermuten sollte, wenn man Hufgetrappel hört, keine Zebras. Mir scheint, ihr hört sehr viele Zebras.

  • Jonah-2

    Ja, seit 12 Jahren ist sie bei mir. Imoxicate hat sie 3x bekommen (Mai, Juni, Juli). Danach waren die Räudemilben weg und die Seborröh da. Vielleicht aber auch unabhängig davon, das kann niemand sagen.

  • Ich denke da an den Schutzfilm der Haut, den man evtl. wieder helfen kann aufzubauen. Hast du da schon was verwendet? Sowas wie PinusFauna oä?


    Die Ohrentzündungen behandelst du aber? Ich kann verstehen, dass sie die Verhaltensänderungen zeigt, wenn sie Schmerzen hat und es evtl. ständig noch juckt. Ach mensch, das tut mir richtig leid, dass ihr keine Ursache findet.

  • Ja, ich habe auch das Gefühl, dass sich die natürliche Hautbarriere verändert hat und einfach nicht mehr klarkommt. Leider kann ich ihr keine künstlichen Vitamine zum Aufbau verabreichen, da sie zumindest vor 11 Jahren auf solche Zusätze allergisch reagiert hat. Wir benutzen ein spezielles Shampoo vom TA, aber es ist leider immer nur eine Symptombehandlung. Die Ohrenentzündungen sind immer Schubweise und stets in Behandlung.

  • Weil du Elefantenhaut erwähnt hast, habt ihr trotz des langen Zeitraumes mal wieder auf die MMK geguckt? Nicht das da irgendwas sich anbahnt?

  • Ja, an Mittelmeererkrankungen hatte ich auch gedacht. Nach so vielen jahren wäre Ehrlichiose denkbar, die kann lange unentdeckt bleiben und da werden in der Literatur auch neurologische Probleme genannt. Ich finds nicht sehr wahrscheinlich, es passt auch nicht unbedingt zur Hautgeschichte, aber den Test würde ich zur Sicherheit doch mal machen lassen.


    Habe dir den Hinweis mal rausgesucht.

    https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwi4xdSppvyDAxXSg_0HHXCGA4oQFnoECBIQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.idexx.de%2Ffiles%2Fvector-borne-disease-brochure-de-de.pdf&usg=AOvVaw1S48-d6S6YOyokO0kDf0m8&opi=89978449


    "...Im IDEXX

    Labor entpuppen sich des öfteren vermeintliche Bor-

    reliose- oder Anaplasmose-Fälle nach Labortests als

    Ehrlichiosen. Diese Hunde sind oft schon alt und haben

    teilweise eine lange Leidensgeschichte hinter sich (ver-

    schiedene Überweisungskliniken bis hin zu CT/MRT-

    Untersuchungen), weil ein früherer (auch lange zurück-

    liegender) Auslandsaufenthalt nicht berücksichtigt

    wurde. 4 – 5 Jahre oder länger zurückliegende Aus-

    landsaufenthalte sind keine Seltenheit und die Symp-

    tome erstrecken sich von muskuloskelettalen Schmer-

    zen (z. B. auch wechselnde Lahmheiten) und Müdigkeit

    bis hin zu ZNS-Störungen. Die Patienten mit der läng-

    sten Krankengeschichte waren ein 12 jähriger Hund,

    der als Welpe nach Deutschland gekommen war und

    seit Jahren eine Polymyositis hatte sowie ein 13 jähriger

    Hund, der mit einem Jahr aus Griechenland importiert

    worden war und ZNS Symptome zeigte...."

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