Erfahrungsberichte gesucht!! Genesung nach starker Speiseröhrenverletzung durch Fremdkörper

  • Hallo liebe Forumsmitglieder,


    ich bin neu hier & hoffe deshalb, dass ich den Thread nicht falsch eröffnet habe. Falls doch: gerne in die richtige Kategorie schieben! 😇


    Jetzt zu meinem Anliegen:


    Unsere 3 Jährige Französische Bulldogge (Männchen, Kastriert) hat vor knapp 2 Wochen ein riesiges Knochenstück verschluckt, welches leider erst eine Woche nach dem Füttern entdeckt wurde, da der Knochen an einer Stelle lag, welche man nicht ertasten konnte. Wir waren direkt nach dem Füttern beim Arzt, dort wurde aber nichts entdeckt, der Hund war soweit fit bis auf ein bisschen Erbrechen, also Mittelchen gegen Bauchweh & ab nachhause. Eine Woche später (keine Besserung + extremes Speicheln), ein zweiter Besuch & ein Röntgen bei unserem Haustierarzt später, gings also sofort in die Klinik, wo der Knochen endoskopisch entfernt werden sollte.


    In der Klinik dann der Schock; die Speiseröhre war extrem verletzt, teilweise nekrotisch und der Knochen war natürlich auch noch extrem spitz (da quadratisch..). Die Ärzte konnten sich weder vorstellen, wie unser Zwerg den Knochen reingepresst hatte (wir übrigens auch nicht), noch wie er nach so langer Zeit überhaupt noch leben konnte. Schlussendlich wurde entschieden, ihn direkt stationär aufzunehmen & am Abend zu operieren. Uns wurde aber auch sofort nahegelegt, dass seine Überlebenschancen extrem gering sind und wir uns schon mal darauf vorbereiten sollten. Am Abend häuften sich die Hiobsbotschaften, er hatte die OP zwar überlebt, der Knochen wurde in einem Stück entfernt und die Speiseröhre hatte gehalten, aber der Kehlkopf wurde angekratzt und Edgar war komplett zugeschwollen. Die Nekrosen in seiner Speiseröhre war noch extremer, als erwartet. Wir wurden vor die Wahl gestellt: Entweder wir lassen Ihn nicht mehr aufwachen o. wir geben ihn in Intensivbehandlung in den Wissen, dass er das Aufwachen nicht überleben könnte - die Überlebenschancen standen bei höchstens 5%. Die Frage, ob wir ihn schlafen lassen wollen, stand wegen der (geringen) Chance ausser Frage & so folgten vier sehr nervenaufreibende Tage, immer in der Angst er könnte es nicht schaffen.


    Am Samstag dann die Erlösung: Wir konnten ihn nachhause (unter absolutem Vorbehalt) holen, er hatte das Trinken & Fressen überlebt, sein Zustand blieb stabil. Mit winzig kleinen Futterportionen, einer Menge Antibiotika und Schleimhautschutz haben wir es dann geschafft, ihn wieder hochzupeppeln. Logischerweise sind wir sehr sehr vorsichtig. Heute musste er sich natürlich unbedingt plötzlich übergeben und der Kontrolltermin in der Klinik wurde zwangsmäßig auf heute morgen in den Notdienst verschoben. Gottseidank ohne schlechte Nachrichten. Seine Genesung läuft gut, seine Röntgenaufnahmen sehen von Mal zu Mal besser auf & eigentlich heilt Schleimhaut ja schnell, aber wie lange die Genesung dauern wird, kann uns niemand wirklich beantworten, weil die Ärzte so einen Fall schlicht noch nicht hatten. Keiner hatte damit gerechnet, dass er das schafft & 7 Tage nach der Not-OP ist er (bis auf den extremen Gewichtsverlust) fast wieder der Alte. Da mir aber niemand sagen kann, wie lange seine Heilung dauern wird, geschweige denn wie sie verlaufen wird, bin ich natürlich extrem unsicher.


    Deshalb wollte ich mal hier im Forum fragen, ob eventuell jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie es bei euch aussah mit der Genesung und ob jemand vielleicht ein paar Tipps & Tricks in solchen Situationen (bzgl. Gassi o.ä.)?


    Die Situation ist für mich gänzlich neu & ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu hören!


    Liebe Grüße in die Runde 👋🏻

    Mina

  • Eine Freundin, bzw deren Hund, hatte mal etwas Ähnliches. Allerdings war es ein Stöckchen. Hund wurde auch operiert und bekam Antibiose und Schmerzmittel. Die ersten Wochen kein rohes Fleisch und 6 Wochen das Trockenfutter einweichen. Nichts hartes zum Essen. Kein Toben mit dem Maul (zB mit anderen Hunden) und kein Spielzeug rumtragen. Generell die Wochen schonen.

    Sie haben sich auch super dran gehalten, ihr wurde aber auch gesagt, dass es jederzeit wieder "reißen" kann, und nach 2 Monaten hat sie wieder das "go", um wieder ganz normal mit ihrem Hund zu Arbeiten/Füttern, Spielen etc.. :)

  • Sie haben sich auch super dran gehalten, ihr wurde aber auch gesagt, dass es jederzeit wieder "reißen" kann, und nach 2 Monaten hat sie wieder das "go", um wieder ganz normal mit ihrem Hund zu Arbeiten/Füttern, Spielen etc.. :)

    Hey! :) Vielen Dank für sie schnelle Antwort. Die Erfahrung deiner Freundin scheint mir doch recht positiv zu sein. Macht aufjedenfall Hoffnung!


    Liebe Grüße

  • Vor ... 21 Jahren hat sich meine Border Collie Hündin an einem gefunden Knochen, den sie runtergeschlungen hat verletzt. Der tierarzt meinte, das wäre knapp, die Speiseröhe auf voller länge angeritzt, wenn das reißt, könne er nichts machen. Sie durfte nur Wasser haben ein paar Tage, dann sind wir mit Brei angefangen und es ist so verheilt. Wurde auch nicht endoskopisch nochmal untersucht, war eben Glück gehabt. Nicht so ein technischer Aufwand wie heute.


    Wünsch euch ganz viel Glück, dass es weiter gut verheilt!!!!!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Was wurde denn konkret operiert?

    Wurde der Brustkorb eröffnet?


    Oder wurde der Fremdkörper endoskopisch entfernt/durchgeschoben?

  • Vor ... 21 Jahren hat sich meine Border Collie Hündin an einem gefunden Knochen, den sie runtergeschlungen hat verletzt. Der tierarzt meinte, das wäre knapp, die Speiseröhe auf voller länge angeritzt, wenn das reißt, könne er nichts machen. Sie durfte nur Wasser haben ein paar Tage, dann sind wir mit Brei angefangen und es ist so verheilt. Wurde auch nicht endoskopisch nochmal untersucht, war eben Glück gehabt. Nicht so ein technischer Aufwand wie heute.


    Wünsch euch ganz viel Glück, dass es weiter gut verheilt!!!!!

    Herrjee da hattet ihr aber auch eine ganz schön schlimme Erfahrung mit euerm Hund damals..Aber gottseidank ist das auch gut verheilt! Danke für deine Antwort & das Daumen drücken :)

  • Was wurde denn konkret operiert?

    Wurde der Brustkorb eröffnet?


    Oder wurde der Fremdkörper endoskopisch entfernt/durchgeschoben?

    Hey Bonadea,


    sein Brustkorb wurde nicht geöffnet. Der Knochen wurde in knapp 3 Stunden Feinarbeit endoskopisch durch den Mund wieder rausgeholt. Falls es weiterhilft, könnte ich noch seine Röntgenbilder hochladen.


    Liebe Grüße!

  • Liebe minacoli,

    wir haben aktuell das gleiche Problem. Unser Hund (Bolonka Zwetna, Rüde, 4 Jahre) hat vor zwei Wochen einen Ochsenziemer verschluckt, der auch in der Speiseröhre hängengeblieben ist.

    Die ersten Symptome waren das Ausspucken von weißem Schleim, der bestialisch gerochen hat.

    Fressen wollte er dann auch nicht mehr.

    Unser Besuch bei der der Tierärztin hatte dann zur Folge, dass erst einmal Zwingerhusten diagnostiziert wurde, obwohl wir sofort die Vermutung geäußert hatten, dass Franzl etwas verschluckt haben könnte.

    Somit ging uns wertvolle Zeit verloren.

    Am Wochenende (zwei Tage später) ging es ihm dann so schlecht, dass wir mit ihm auf schnellstem Weg in die Tierklinik gefahren sind.

    Er wurde dort geröntgt und man konnte sehen, dass etwas mit seiner Lunge nicht in Ordnung war. Dies war aufgrund der Diagnose "Zwingerhusten" auch naheliegend. Allerdings äußerten wir auch dort unseren Verdacht, dass er etwas verschluckt haben könnte.

    Zur Sicherheit und zum Glück haben wir ihn zur Beobachtung dort gelassen.

    Am nächsten Morgen bekam ich dann einen Anruf, in dem mir die Tierärztin mitteilte, dass sie und ihre Kollegen sich die Röntgenbilder noch einmal angeschaut hätten und dabei entdeckt hätten, dass sich ein Fremdkörper in der Speiseröhre befände.

    Am gleichen Tag wurde dann der Ochsenziemer per endoskopischem Eingriff entfernt. Die Speiseröhre war auch extrem angegriffen, sehr viel nekrotisches Gewebe und man konnte uns auch nicht sagen, ob das Ganze wieder heilen würde.

    Nach zwei Nächten in der Klinik konnte wir ihn dann wieder mit nach Hause nehmen.

    Die weitere Behandlung war dann ähnlich wie bei eurem Hund. Antibiotikum, Schmerzmittel und Schleimhautschutz.

    Gefüttert haben wir dann auch ganz kleine Portionen. Das hat ungefähr eine Woche lang auch ganz gut funktioniert.

    Dann wollte er wieder gar nicht mehr fressen, hat ständig gehustet, und sowohl sein Futter als auch die Medikamente wieder erbrochen. Allerdings war er ansonsten gut drauf, hat gespielt, ist gerne spazieren gegangen, also alles ganz normal.

    Seine Blutwerte waren den Umständen entsprechend auch noch in Ordnung und er hatte auch kein Fieber.

    In der letzten Woche waren wir dann fast jeden zweiten Tag in der Tierklinik, weil sein Husten immer schlimmer wurde und er auch überhaupt nichts mehr gefressen hat.

    Die endoskopische Kontrolluntersuchung war eigentlich für morgen anberaumt, aber nachdem es ihm so schlecht ging, wurde er heute morgen stationär aufgenommen und die Untersuchung vorgezogen.

    Die Speiseröhre ist so verengt, dass man sie noch nicht einmal mit dem Endoskop untersuchen kann, teilte mir die Ärztin mit.

    Sie überlegen nun, was man machen kann und ich nehme an, dass ich morgen über die weiter Planung informiert werde.

    Das Bangen, ob er es schafft, geht nun weiter.

    Mich würde interessieren, wie es Deinem Hund inzwischen geht und in welcher Klinik er behandelt wurde.

    Ich würde mich sehr freuen von Dir zu hören

    Liebe Grüße

    Stephanie


    PS: Dein Bericht hat mir Mut gemacht, dass das Ganze vielleicht doch noch gut ausgeht!

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