Stubenrein vs. Inkontinenzmatte

  • Hallo ihr Lieben!

    Ich bin neu hier, lese seit einiger Zeit fleißig mit und komme jetzt nicht mehr darum herum, selber

    um Hilfe zu suchen. Ich habe viele Einträge zu dem Thema gelesen, bin aber dennoch einfach aktuell zu unsicher.

    Eikki ist ein finnischer Lapphund und ist vor 13 Tagen bei uns mit einem Alter von 14

    Wochen eingezogen. Somit wird er am Montag 16 Wochen.

    Er war es von Züchter gewöhnt, sein Geschäft auf einer Inkontinenzmatte zu erledigen, deshalb haben wir das

    bei uns auch erstmal übernommen. Nach 3 Tagen wurde er immer aufbrausender und setze vermehrt schon kleine Mengen Urin ab (3-4 Mini- Lackis in einer Stunde) deshalb brachte ich Urin zum Tierarzt, der hat eine Blasenentzündung festgestellt. Die ist jetzt allerdings ausgeheilt, laut Urinbefund vom Tierarzt.


    Aktuell gehen wir alle 2 Stunden mit ihm raus, mehrmals in den Garten, 3-4 x täglich sind wir dem Alter entsprechend noch Gassirunden unterwegs, aber gefühlt macht er sein Geschäft immer noch am liebsten drinnen. Egal ob klein oder groß. Im Garten kann er sich jetzt schon beruhigt lösen, was großartig ist, dennoch passiert es immer wieder, dass wir dann in die Wohnung kommen und er pinkelt erneut.

    Heute beispielsweise war es so, dass er von 22:30 bis 06:30 durchgeschlafen hat, was ja echt ein Traum ist. Wir sind dann sofort raus, er machte Lackerl, gefühlt eine ordentliche Menge. Wir kommen rein, und nach 20 Minuten pinkelt er wieder auf die Inkontinenzmatte, und bis zur geplanten Gassirunde um 08:30 dann noch 2x.

    Ich hab versucht die Matte nicht hinzulegen und die 2 Stunden einfach durchzuziehen, dann macht er auch ohne dieser Matte hinein.

    Hat jemand Tipps für mich, wie ich hier richtig agiere und vor allem reagiere. Ich putze die Geschäftchen kommentarlos weg, hab aber das Gefühl Eikki merkt es, dass ich aktuell ein wenig verzweifelt bin. Ich nehme es ihm absolut nicht übel dass er es in der Wohnung macht, schließlich hat er es so gelernt und 14 Wochen nichts anderes getan. Allerdings will ich nur das Beste für ihn und hab Angst, dass dennoch was nicht in Ordnung ist. Moment weiß ich nicht ob meine Herangehensweise Richtig ist oder nicht, vielleicht könnt ihr mir helfen. :pleading_face:

    LG, Silvia

  • Der Hund hat beim Züchter gelernt, dass er sich auf so blöden Matten versäubern soll/ darf. Das ist jetzt erst mal drin und jetzt muss er mühsam lernen, dass man sich nur draussen löst. Das geht nicht von heute auf morgen und da ist eure Geduld und Konsequenz gefordert.

    Ich würde so vorgehen, dass ich das Lösen draussen unter Kommando stelle uns bestätige. Also wenn der Hund Anzeichen zeigt, sich draussen zu lösen, ruhig und deutlich das Kommandowort drauflegen und nach Abschluss ebenso deutlich loben und bestätigen. Der Hund soll merken, dass er jetzt was gut und richtig gemacht hat.

    Drinnen würde ich diese Matte sofort rausschmeissen und den Hund unterbrechen, wenn er Anstalten macht, sich drinnen zu lösen. Ohne Geschimpfe oder Geschrei, sondern ruhig und konsequent. Ihn sofort rausbringen und warten, dass er draussen, was macht. Dann wieder vorgehen, wie oben beschrieben.

    Sinn ist, dass der Hund verknüpft, drinnen lösen findet mein Mensch nicht so gut und stört mich, draussen findet er gut und lobt.

    Kontraproduktiv ist allerdings, wenn ihr den Hund sichtbar drinnen belauert, ob und wann er denn was macht. Das könnte ihn verunsichern. Es gibt ja doch Regelmässigkeiten, wann sich Hunde lösen und sie zeigen das ja auch ein bisschen vorher an, z.B. durch suchendes Umherlaufen, Unruhe...

    Ich denke allerdings, dass wir eher von Wochen reden, in denen es konsequent so durchgezogen werden sollte, nicht von Tagen, bis der Hund relativ zuverlässig stubenrein ist.

    Ich finde, dass es der Züchter den Welpenkäufern nicht gerade einfacher macht, wenn er mit diesen Unterlagen arbeitet.

    Was ihr noch tun könntet ist, dass ihr die Unterlagen anfangs da draussen auslegt, wo er sich lösen soll, denn das könnte dem Hund einen Hinweis geben, was jetzt da von ihm erwartet wird. Ansonsten draussen vorgehen wie oben beschrieben.

    Wenn noch was in die Bude geht, was noch einige Zeit der Fall sein dürfte, die Pipi- Kotstelle so reinigen, dass keine Geruchsrückstände bleiben, weil auch das den Hund animieren könnte, an dieser Stelle erneut das Geschäft zu verrichten.

    Viel Erfolg.

  • Und wenn er vom draußensein nicht zur Ruhe kommt, sondern drinnen noch abrockt, muss er halt direkt nochmal raus. Die Zwei Stunden sind ne Richtlinie, kein Hunde müssen alle zwei Stunden und dann zwei Stunden nicht.

    Nach Aufregung, aufwachen, fressen, spielen ... gehts nochmal raus.

    Und das ist halt doppelt schwer, weil er gelernt hat, drinnen zu machen und weils ein Winterwelpe ist. ...

    Viel Durchhaltevermögen, wird einfach dauern. Daneben, dass nicht jeder Welpe schnell stubenrein wird. Gibt so Kandidaten, die brauchen bis 7,8,9 Monate ...

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