Beschwichtigungssignale beim Streicheln

  • Hallo allerseits,


    zu allererst ein großes Danke an Alle hier. Ich konnte bereits so viel hier für mich bzw. meinen Hund mitnehmen.


    Aber jetzt muss ich mich doch einmal zu Wort melden, weil mir selbst Google keine Antwort auf meine Frage geben kann.



    Es geht – Überraschung – 😊 um meinen Hund namens Keks (Schäferhund/Labradoodel-Mischling – 7,5 Monate alt, ca. 60 cm/24 Kg)


    Ich will nicht sagen, dass Keks überhaupt nicht gestreichelt werden will, aber es muss dosiert sein, und besser gefällt ihm Kontaktliegen. Ich sehe wenn er genug hat und höre auf zu streicheln, entweder er bleibt dann einfach neben mir sitzen/liegen oder geht weg. Soweit so gut..


    So ziemlich jeder aus meinem Umfeld ohne Hund denkt, er muss Keks „durchkraulen“. So weit kein Thema.. Keks geht auf alle freundlich zu, setzt oder stellt sich neben die Beine desjenigen und lässt sich streicheln..


    ABER.. er kommt aus dem Beschwichtigen nicht raus.. (angelegte Ohren/Schnauze lecken/Gähnen/Kopf abwenden.. etc..) Aber er bleibt stehen/sitzen bzw. geht sogar immer wieder zu der betreffenden Person hin und erweckt den Eindruck, dass er unbedingt gestreichelt werden will (Hätte ich vorher auch gedacht bevor ich mich mit Hunden auseinandergesetzt habe). Ich würde ja eingreifen und sagen dass mit Streicheln aufgehört werden soll, aber mir fehlt eine Antwort.. und zwar die Antwort auf die Frage:


    WARUM GEHT ER NICHT WEG, wenn er’s doch eigentlich nicht will?


    Und da diese Frage kommen würde, hätte ich da gerne eine Antwort parat. Ich habe echt versucht das Internet zu bemühen aber wenn man in Google eingibt „Hund zeigt Beschwichtigungssignale beim Streicheln durch Fremde geht aber nicht weg“ oder so ähnlich 😊 kommt keine wirkliche Antwort.


    Kann mir jemand diese Frage beantworten?


    Lieben Dank vorab


    Tanja und Keks

  • Warum nimmst du ihn nicht aus der Situation raus?


    Wenn der Hund da deutlichen Streß zeigt, würde ich das den distanzlosen Knuddlern auch sagen und das unterbinden.


    Oft wird dann nämlich von oben auf dem Hund rumgetätschelt und der submissiv freundliche Hund hält es einfach aus und steht voll im Stress.


    Zeige ihnen wie es richtig geht oder lasse es nicht zu.


    Liebe Grüße

  • Hey.. 👋 Danke dir schonmal..


    Ja.. zT mach ich das.. Und bei komplett fremden Leuten sowieso.. Aber im konkreten Fall geht's um die Schwiegermutter, da fällt mir das etwas schwerer. Wir sehen sie jetzt nicht soooo oft, von daher denke ich immer Augen zu und durch. Es ist ein wenig schwierig jemandem etwas erklären zu wollen, der leider beratungsresistent ist und denkt ich hätte keine Ahnung (weil erster Hund). Muss dazu sagen, sie hatte bereits 4 Hunde, allerdings keine Ahnung davon. Das war allerdings vor meiner Zeit.. Aber was ich da an Erzählungen mitbekommen habe, lässt mich inzwischen einiges mit anderen Augen sehen..

    Deswegen hätte ich gerne ein Argument dafür warum er sich das trotzdem gefallen lässt..


    LG und danke 😊

  • Dein Hund kann nicht weggehen, da er mE in einem inneren Konflikt steht: Er will sich lieb Kind machen, klassisch bei Gruppentieren eben, aber findet es halt einfach doof. So wie frau mal immer mitlacht, auch wenn der Witz frauenfeindlich ist.

    Deshalb zeige Deinem Hund - sprich brings ihm bei - dass er bei Dir bleiben soll und nicht hingehen und die Krauler freundlich aber bestimmt mit irgendeiner Begründung abweisen. Nicht lange erklären à la ich sehe aber was was Du nicht siehst (Stress beim Hund, kommt auch in freundlichste Worte verpackt nicht so gut an :ugly: ), sondern sowas 'ich muss ihn noch erziehen'

  • mein Zwergpudel macht das auch...

    Er schwankt sichtbar zwischen Interesse und Angst, beschwichtigt total viel (bei Mensch und Hund). Ich halte es mittlerweile so, dass Abstand geboten ist beim ersten Kontakt zu Fremden. Ich unterhalte mich mit ihnen, aber Streicheln ist nicht. Trifft man diese Leute noch mal, erinnert er sich sehr gut und ist dann weniger ängstlich und beschwichtigend. So taste ich mich ran. Oft freut er sich richtig doll, wenn er jemanden wieder erkennt und ist dann nicht mehr beschwichtigend, zumindest nach 3 Sekunden.


    Zu Kindern sage ich: "Geh mal in die Hocke. Wenn er dann von sich aus zu Dir kommt, darfst Du ihn streicheln.". Macht er aber i.d.R. nicht, was ich vorher weiß ;-)

    Nur verhindere ich mit diesem Trick, dass die Kinder einfach so auf ihn zustürmen. Und sie lernen dabei ja auch, Tiere ernst zu nehmen und zu beobachten.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Aber im konkreten Fall geht's um die Schwiegermutter, da fällt mir das etwas schwerer.

    Oh ja.... schlimm!

    Meine Stiefmutter kam am Tag nach seiner Ankunft ungefragt vorbei und hat einen Terz gemacht! Wollte pausenlos Fotos und Videos machen, richtig ekelhaft. Und sie hat selbst zwei Hunde, sollte es also wissen.


    Nach dieser auf für mich unangenehmen Situation unterbinde ich solche Überfälle total. Ich weiß, dass einige in meinem Umfeld sagen, ich mache ein zu großes Geschiss. Aber es ist MEIN Hund und ICH muss dann damit leben, wenn er eine "Macke" bekommt.

  • Danke dir.. 😊


    Dahingehend muss ich mich auch noch erziehen.. 🙈


    Also ist das ein "ich will gut dastehen" vom Hund? Er denkt er muss das tun?


    Ich werde es auf jeden Fall versuchen, wir arbeiten da dran. Inzwischen bin ich so weit, dass er zu 99% keinen mehr anspringt. Aber das "nicht hin wollen" habe ich definitiv noch nicht im Griff.


    Lieben Dank 🥰

  • @

    Aber im konkreten Fall geht's um die Schwiegermutter, da fällt mir das etwas schwerer.

    Oh ja.... schlimm!

    Meine Stiefmutter kam am Tag nach seiner Ankunft ungefragt vorbei und hat einen Terz gemacht! Wollte pausenlos Fotos und Videos machen, richtig ekelhaft. Und sie hat selbst zwei Hunde, sollte es also wissen.


    Nach dieser auf für mich unangenehmen Situation unterbinde ich solche Überfälle total. Ich weiß, dass einige in meinem Umfeld sagen, ich mache ein zu großes Geschiss. Aber es ist MEIN Hund und ICH muss dann damit leben, wenn er eine "Macke" bekommt.

    Ja.. Genau das muss ich mir auch immer anhören.. "es ist nur ein Hund, was machst du so nen Aufriss.." ect..


    Ich versuche, ich mache, ich tue.. Aber alles auf einmal kriege ich halt nicht hin.. 🤷


    Fairerweise muss ich aber zugeben, dass ich vorher auch anders gedacht habe als ich noch keinen Hund hatte und mich nicht damit auseinander gesetzt hatte.


    LG. 😊

  • mein Zwergpudel macht das auch...

    Er schwankt sichtbar zwischen Interesse und Angst, beschwichtigt total viel (bei Mensch und Hund). Ich halte es mittlerweile so, dass Abstand geboten ist beim ersten Kontakt zu Fremden. Ich unterhalte mich mit ihnen, aber Streicheln ist nicht. Trifft man diese Leute noch mal, erinnert er sich sehr gut und ist dann weniger ängstlich und beschwichtigend. So taste ich mich ran. Oft freut er sich richtig doll, wenn er jemanden wieder erkennt und ist dann nicht mehr beschwichtigend, zumindest nach 3 Sekunden.


    Zu Kindern sage ich: "Geh mal in die Hocke. Wenn er dann von sich aus zu Dir kommt, darfst Du ihn streicheln.". Macht er aber i.d.R. nicht, was ich vorher weiß ;-)

    Nur verhindere ich mit diesem Trick, dass die Kinder einfach so auf ihn zustürmen. Und sie lernen dabei ja auch, Tiere ernst zu nehmen und zu beobachten.

    Bei Fremden ist das gar kein Thema, da sag ich "wir trainieren.." und Kinder trauen sich meist sowieso nicht, da großer schwarzer Hund.

    Allerdings.. ER HAT SICH Würde definitiv zu jedem hingehen, ängstlich in dem Sinne wirkt er nicht.

  • Ojej, Verwandtschaft.
    Ehrlich gesagt, wenn ihr sie nicht so häufig seht, würde ich auch auf Augen zu und durch setzen, da kriegt er keinen Knacks weg. Und ansonsten in weniger für den Menschen konfliktbehafteten Situationen weiter trainieren, dass hingehen 'nicht notwendig' ist, sprich ihm Alternativen antrainieren.

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