Barf - hundeernährung verunsichert

  • Hallo zusammen,

    Ich habe mir einen Ernährungsplan erstellen lassen und bin jetzt etwas verunsichert.

    Leider ist meine Beraterin diese Woche nicht greifbar, habe ihr aber auch bereits eine Mail geschrieben. Ich wollte nur langsam die Komponenten bestellen..


    Vll kann mir hier jemand helfen

    Der Ernährungsplan richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf des Hundes. Das hatte sich so für mich schonmal gut angehört und aus dem Grund habe ich den Plan dort erstellen lassen.


    Es handelt sich um eine Miniatur Bullterrier Mix Hündin, geb. März 2021, 42cm, 13kg.

    Als Zusätze werden folgende Sachen benötigt :

    Algenkalk

    Knochenmehl

    Blutmehl

    Elements

    Vitamin B Komplex

    Futteröl (omega 369)

    Meersalz

    Seealgenmehl

    Selenmethionin

    Vitamin E 100 E

    Ich habe die Berechnung mal in % ausgerechnet :

    72% tierischer Anteil

    (davon 76% Muskelfleisch, 7% Pansen, 2,8% Leber, 3,5% Niere, 3,5 % Milz, 3,5% Lunge, 3,5% Herz)

    28% Obst/Gemüse

    (davon 91% Gemüse und 9% Obst)

    Einmal in der Woche einen Fischtag.


    Mich verunsichern nur die vielen Zusätze aktuell und das Leber nur so einen geringen Anteil ausmacht.

    Ansonsten liest sich alles für mich gut und verständlich

    Falls die Ernährungsberaterin mitliest : Ich will dich die Woche nicht stören und hoffe es ist okay wenn ich hier frage..

    Lieben Gruß

  • Sieht ziemlich abstrus aus. Ich würde so nicht füttern.


    All dieses Zusatzgedöhns erschließt sich mir nicht. Bis auf Knochenmehl, wenn Du keine Knochen fütterst. Dass mal sehr wenig Leber gegeben werden soll, finde ich super. Was mir komplett fehlt, ist so was wie Nudeln oder Kartoffeln oder eine andere gescheite Kohlenhydratquelle. Obst würde ich auch nicht täglich geben. Ich möchte nicht, dass meine Hunde so viel Muskelfleisch bekommen und da ihre Energie draus ziehen müssen. Das geht mir zu sehr auf die Nieren. Und falls das Tierische gewolft ist, käme mir das nur gekocht in den Hund.

  • Also die Zusätze sind dafür da Nährwertlücken zu schließen. Zink schafft man z. B. kaum natürlich zu decken. Bei Kupfer kommt es auf die Leberart an. Wenn kein Getreide füttert wird z. B. auch Mangan knapp. Daher das Elements. Die anderen Zusätze könnte man teilweise schon über Lebensmittel abdecken.

    Lass dir von deiner EB einfach mal den Nährwertbedarf zeigen, wie gut er durch den Plan gedeckt ist und wenn es dich wirklich stört einfach Alternativen geben lassen. Blut statt Blutmehl, ein gutes Öl statt dem Vitamin E. B-Komplex braucht es meist nur beim Kochen. Roh kann man schon so füttern, dass da keine Vitaminzugabe nötig wäre

  • So Fleischlastig zu fressen, verträgt außerdem nicht jeder Hund. Hier wäre dein Plan eine mittelschwere Katastrophe.


    Und dass Kohlenhydrate komplett fehlen, finde ich nicht ausgewogen und relativ 'altbacken' von der Denke her.

  • Noch was zur Leber. Schau nicht auf die Prozente, sondern auf die Grammzahl. Die Empfehlung lautet maximal 0,5 g bis 1 g Leber pro kg Körpergewicht. Weil Leber zum einen sehr viel Vitamin A enthält und man schauen muss, dass es (dauerhaft) nicht zu viel wird und zum andern enthält Leber viel Bindegewebe, wie andere Innereien halt auch und kann bei "zu viel" einfach zu Verdauungsproblemen wie Durchfall kommen.

    Lass die Ration im Zweifel von einem Fachtierarzt durchrechnen, dann bist du auf der sicheren Seite :)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wenn ich so eine Menge Pulverzeugs brauche, um "Nährwertlücken" zu schließen, passt einfach die Rationsgestaltung nicht.

    Dazu wieder die typische Fleischmast und keine Kohlenhydratquelle.

    Sorry ist jetzt böse, aber egal was du für die Rationsgestaltung bezahlt hast, die war das Geld nicht wert.

  • Getreide hab ich vergessen, soll ich natürlich füttern :

    Folgende Kohlenhydrate sollten, entweder/oder mit in die tägliche Ration fließen

    Rundkornreis, Couscous, Bulgur, Amaranth, Nudeln, Buchweizen 30g

    Kartoffeln 120g

    Süßkartoffel 90g

  • Wenn dein Hund Innereien verträgt könnte man tatsächlich ein paar Zusätze streichen und die Kohlenhydrate könnte man so erhöhen dass es das Verhältnis ca 50/50 oder 60/40 ist.

    Zum Beispiel mehr Herz füttern und Blutmehl weg lassen, Selen zu supplementieren ist umstritten, du könntest ein Öl mit Vitamin E kaufen, dann muss man es nicht supplementieren und wenn du mehr Kohlenhydrate gibst hat man meistens genug Phosphor und könnte nur Calciumcitrat oder Algenkalk als Ca-Quelle geben.

    Elements, Seealgenmehl, Salz, eine Ca-Quelle und Öl macht durchaus Sinn je nach Futterplan KÖNNTE man das Elements ersetzen, aber kommt eben auf die restlichen Komponenten an. In deinem jetzigen Plan macht es wie gesagt Sinn.

    B-Vitamine supplementiere ich nicht bei rohen Rationen, schaden kann es aber nicht. Man muss halt nachrechnen, dass die B-Vitamine genügend gedeckt werden.

    Frag doch einfach mal nach oder frag nochmal jemand anderen an.

    Viele Grüße!

  • Moin,


    bei so einem Plan wäre ich überfordert - restlos.


    Wir barfen unsere Lütte auch schon seit 2 Monaten. Bei uns in der Nähe ist eine Firma, die alles für´s barfen herstellt. Dort habe ich mich beraten lassen.


    Unser bzw. Emmas (4 Monate) Futterplan besteht aus genau 4 Teilen.


    Fleisch - speziell für Welpen. Zwei Proteinquellen und klein geschnitten.

    Welpenkalk - enthält u.a. Grünlipmuschelkrams, Algenkalk...

    Lachsöl

    Flockenmix.


    Lässt sich alles wunderbar dosieren.

  • Mich verunsichern nur die vielen Zusätze aktuell und das Leber nur so einen geringen Anteil ausmacht.

    Ich schließe mich Dobby.2019 an, das kann man optimieren.


    Ich persönlich hab jetzt über 1,5 Jahre gebarft und immer einen ausgewogenen Innereien-Mix gekauft, das macht es wesentlich einfacher.


    Mir wärs auch zu viel Fleisch, ich füttere höchstens 60/40, damit ist der Proteinbedarf meistens gedeckt. Eigentlich sollte die EB Rücksicht darauf nehmen, was DU möchtest. Meine hatte damals zB gefragt, ob ich lieber mit oder ohne Zusätze Barfen möchte. Wenn man lieber ohne Zusätze arbeitet, gibts nur das nötigste, nämlich ggf. was zum Ca/Ph- Ausgleich, Seealge und Öl.


    Und ich durfte wählen, welches Verhältnis von tierisch zu pflanzlich, mit oder ohne Getreide usw. Außerdem hat sie abgefragt, was es sonst noch an Leckerlies und Kaukram gibt und das berücksichtigt.


    Ich würde an deiner Stelle nochmal mit der EB reden, dass du dir das so nicht vorgestellt hast und gerne einen Plan mit weniger Zusätzen hättest.


    Im Übrigen wäre die Frage: möchtest du unbedingt barfen? Es gäbe ja zB auch die Möglichkeit zu kochen und da mit Fleisch, KH, Öl und einer Mineralstoffmischung auszukommen. Nur mal so am Rande. Auch da kann eine EB idR helfen.

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