Verunsicherung: Gassi-Gehen mit 5-Monate alten Hündin

  • ANZEIGE

    Hallo miteinander,


    ich habe seit Samstag ein Mischlingshündchen aus dem Tierschutz aus Rumänien übernommen. Sie wurde schätzungsweise Ende Mai geboren und wurde im Alter von ca. 4 Wochen aufgefunden mit ihrer Mutter und Geschwistern. Sie war seitdem in einem Tierheim. Zur Rasse konnte man mir nicht viel sagen. Rein optisch sagte der Tierarzt, dass sie etwas von Zwergpinscher und Langhaar-Chihuahua in sich trägt. Es werden aber wohl etliche Rassen mehr sein. Sie ist auf jeden Fall eine recht kleine Dame. Sie ist auch meiner erste Hündin und ich habe leider keine Erfahrung mit Hunden und lasse mir alles von Trainern, Büchern und auch schon den ersten Bekanntschaften an Hundebesitzern erklären, die ich bereits machen durfte.


    Nun ist es so, dass ich in einer Wohnung in einer großen Stadt wohne. Die Haustür des Wohnhauses führt direkt auf einen extrem stark frequentierten Platz (Kirche, Fußgängerzone, Lieferwägen, Straßenbahnen, Restaurants). Am allerersten Tag hat sie das komplett aus der Bahn geworfen, was vollkommen verständlich ist und ich habe sie den Reizen gar nicht ausgesetzt sondern bin nur Mitten in der Nacht mit ihr runter und hab ihr die unmittelbare Umgebung gezeigt.


    Jetzt nach inzwischen 6 kompletten Tagen, die sie bei mir ist, hat sie aber gefallen am Gassi-Gehen gefunden. Ich bleibe mit ihr nicht an diesem Platz vor dem Haus sondern trage sie zwei Straßen weiter zu einem kleinen Stück grüner Wiese. Dort kann sie sich auch lösen und wir haben die ersten Blick-Begegnungen mit Hunden gut überstanden. Nun ist es aber so, dass sie richtig übermütig wird und gar nicht genug vom Schnüffeln und Stöbern kriegen kann. Sie will jeden Tag weiter und weiter gehen. Wenn ich sie nicht stoppe, wäre sie gut eine Stunde unterwegs. Das darf sie natürlich nicht, das wurde mir mehrmals eingetrichtert, weil ihre Knochen noch so weich sind.

    Das wäre nicht das Thema, ich kann sie hochnehmen und nach Hause tragen und gebe ihr zu Hause einen Kong oder ein Schnüffelspiel um sie auszulasten, aber das Problem ist tatsächlich die Notdurft. Ich gehe ca. alle 4-5 Stunden mit ihr raus und sie verrichtet ihr großes Geschäft innerhalb von 10 Minuten. Sie läuft dann aber wirklich lange und braucht mindestens 30 Minuten bis sie dann Pipi macht. D.h. wenn ich sie früher einpacke und nach Hause trage, endet das meistens damit, dass sie zu Hause ein Unglück macht. Das stört mich jetzt per se nicht, aber ich weiß nicht, wie ich damit umgehen sollte? Sollte ich mit ihr draußen sitzen bleiben? Ist das alles zu viel Aufregung für sie, dass sie komplett drauf vergisst? Außerdem will ich nicht, dass sie sich merkt: "AHAAA wenn ich hier jetzt mein Geschäftchen mache, dann trägt Frauchen mich sofort nach Hause und das ist ja so viel langweiliger wie alles was hier passiert!! Also lasse ich mir jetzt immer extra viel Zeit, damit ich draußen bleiben darf."


    Habt ihr da vielleicht Tipps für mich?


    Vielen Dank!

  • Natürlich kannst du mal etwas länger draussen bleiben. Du sollst sie nur nicht stramm an der Leine laufen lassen.


    Wichtig wäre, dass du irgendwohin gehst, wo es etwas ruhiger ist und du sie am besten auch mal gefahrlos laufen lassen kannst (erst mal an einer langen, dünnen schleppleine).


    Dein Hund braucht freie ! Bewegung und Kontakt zu passenden Artgenossen (von der Größe her)

  • Danke für deine Antwort!


    Wir waren sogar gestern auf einer Hundewiese, weil wir dort wussten, welche Hunde vor Ort sein werden und da habe ich sie auch frei laufen lassen. Das hat ihr auch gefallen und die anderen Hunde hat sie auch beschnuppert, aber dort konnte sie sich nicht lösen. Es war aber auch das erste Mal in dieser Umgebung, das hat mich nicht verwundert, dass sie da zu nervös war.


    D.h. aber wenn ich sie nur schnüffeln lasse und sie eh nur ihre 5 Meter die Minute geht, dann muss ich kein schlechtes Gewissen haben? An der strammen Leine gehe ich mit ihr aktuell gar nicht bzw. kann sie das noch gar nicht. Laut Hundetrainerin soll ich mich aktuell darauf beschränken, dass sie eine Bindung zu mir aufbaut und sie ihre Umgebung, die voller fremder Geräusche und Reize ist, in ihrem eigenen Tempo erkunden soll.

  • ANZEIGE
  • D.h. aber wenn ich sie nur schnüffeln lasse und sie eh nur ihre 5 Meter die Minute geht, dann muss ich kein schlechtes Gewissen haben?

    Wenn das das Tempo ist, das sie von sich aus anbietet, dann mach doch jeden Tag "den Ausflug" zu einer festen Zeit, der gerne auch 1+ Stunde dauern kann. Und gerne viel rumstehen und gucken lassen. Und schnüffeln lassen, bis sie "fertig ist". Die anderen Male sind dann nur Löserunden, wo du am besten gar keine oder kaum Strecke machst, sondern einfach nur an langer Leine wartest/bummelst, bis sie so weit ist.


    Für "regelmäßige freie Bewegung" kannst du dich vielleicht bei Freunden/Bekannten einladen, die einen gut eingezäunten Garten haben?


    (Stimmen die 5 Monate überhaupt? Wer weiß, ob man das bei den Kleinen überhaupt so gut einschätzen kann. Wann hatte sie denn Zahnwechsel?)

  • Filz: Das ist eine gute Frage, ob sie ihr Alter perfekt eingeschätzt haben. Im Zahnwechsel ist sie aktuell noch. Sie kaut Kissen und kann mit festem Essen nix anfangen außer es zu lutschen, bis es weich ist. Die Zähne sind aber fast schon alle da.


    Leider kenne ich niemanden mit Garten, aber ich habe zumindest das Glück, dass ich nun zweimal die Woche auf eine verlassene Hundewiese kann. Die innerstädtischen Wiesen sind stark frequentiert und da traue ich mich (noch) nicht, dass ich sie dort laufen lasse - auch nicht an der Schleppleine :pleading_face: Vielleicht bin ich da zu sehr auf Sicherheit bedacht.


    Ich werde mal den Ansatz probieren, dass sie eine Gassi-Einheit komplett frei gestalten darf, am besten jene spät am Abend, wenn alles ruhiger ist. Ich will ihr auch immer so ungern die Freude verbieten.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Ich finde einmal am Tag länger unterwegs sein, mit hauptsächlich rumstehen, gucken und schnüffeln ok. Sie scheint es ja gut zu verkraften.

    Ich würde allerdings schauen, dass die Löserunden wirklich nur Löserunden sind, sonst wird es mMn zu viel. Du kannst auch versuchen ein Kommando einzuführen, also jedes Mal wenn sie sich hinhockt "mach Pipi" sagen (oder was auch immer). Für die Löserunden würde ich eine relativ ruhige Stelle suchen und da immer hin gehen. :smile:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!