Eigentlich ein ganz normaler Spaziergang.....

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 1.537 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Querida.

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    Hallo zusammen,


    ich bin momentan etwas angefressen und hoffe, daß mich hier jemand wieder etwas auf den Boden holen kann. Zum Hintergrund: Meine Frau und ich sind momentan mit unserer Hannah (2 1/2 Jahre alt, Mittelschnauzer) bei meiner Schwiegermutter in Sachsen. Natürlich halten wir uns in diesen Zeiten an alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen, aber die kleine Dame muss auch mal raus und sich etwas austoben. Sie liebt das schöne Wetter und die aufblühende Natur hier so sehr und wir erfüllen ihr diesen Wunsch nur allzu gerne.

    Gesagt, getan. Gestern sind wir mit ihr im Kirnitzschtal bei Sebnitz unterwegs gewesen, wo sie dann auf einer Wiese toben und laufen durfte. Sie hat es total genossen, gespielt, geschnüffelt und sich rumgewälzt. Dabei auch das eine oder andere Büschel Gras gefressen usw. Erst sehr viel später wurden mir die aufgewühlten Stellen auf der Wiese bewusst, die wohl von Wildschweinen stammten. Jetzt machen wir uns gerade total die Platte, ob sie sich mit dem Aujeszky-Virus angesteckt haben könnte. Es war nun kein Blut o.ä. zu sehen und soweit war auch alles trocken, aber trotzdem habe ich irgendwie ein schlechtes Gefühl. Was wenn an den Gräsern irgendwo, eingetrocknet oder nicht, noch Speichel dran war und sie hat sich das Zeug nun reingezogen oder die Nase reingesteckt ? Was haltet ihr davon und was würdet ihr nun tun ? Ich weiß, das Virus soll in Deutschland selten und vor allem anzeigepflichtig sein. Auf der anderen Seite gilt diese Pflicht doch nur für den Hausschweinbestand und nicht für jedes dahergelaufene Wildschwein, oder ?

    Wie gesagt, wir sind momentan echt niedergeschlagen und können nur noch hoffen, dass nichts passiert ist. Die kleine Maus ist fit und fröhlich, aber die Inkubationszeit soll 1-9 Tage sein und ich weiß jetzt schon, dass die nächsten Tage für uns die reinste Hölle sein werden. Vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann etwas zu unseren Bedenken sagen.


    Viele Grüße!

    Jens

  • Wenn ich mir da jedes Mal 'ne Platte machen würde, wenn mein Hund in Wildschweinspuren schnüffelt (wir leben am Wald), würde ich meines Lebens nicht mehr froh.


    Hätte euer Hund jetzt an einem toten Schwein geschnüffelt oder geknabbert, würde ich die Angst verstehen, aber so :ka:

  • Die Chance, dass sie sich angesteckt hat ist wirklich verschwindend gering.


    In Deutschland infizieren sich im Jahr nur eine Handvoll Hunde und das sind idR Jagdhunde die direkten Kontakt zu infizierten Schweinen hatten.


    Atmet durch und regt euch nicht auf sondern genießt die Spaziergänge mit eurem Hund.

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  • Guck mal, hier gibt es ein Interview mit Veterinär Dr. Thomas Müller, Leiter des nationalen Referenzlabors für die Aujeszkysche Krankheit am Friedrich Loeffler-Institut auf der Insel Riems.


    https://www.jagdverband.de/die…nden-bleibt-extrem-selten


    Zitat:

    "Nein, Schweiß ist nicht ansteckend. Das Virus breitet sich vorrangig im Nervensystem aus, nicht im Blut und gelangt so auch über das Nervensystem in die Sekrete. Der Schweiß bei der Nachsuche ist nicht das Problem......Bei allen vorliegenden Krankheitsfällen war immer ein Direktkontakt mit Schwarzwild ursächlich."

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Deute ich in dem Text richtig, dass man VOR Ausbruch der Symptome noch was machen könnte?

    Nein, denn es gibt keine Impfung und keine Heilung.

  • "Nein, Schweiß ist nicht ansteckend. Das Virus breitet sich vorrangig im Nervensystem aus, nicht im Blut und gelangt so auch über das Nervensystem in die Sekrete. Der Schweiß bei der Nachsuche ist nicht das Problem......Bei allen vorliegenden Krankheitsfällen war immer ein Direktkontakt mit Schwarzwild ursächlich."

    Danke für eure aufbauenden Worte. Der kleinen Maus geht es soweit gut und ich / wir hoffen, dass das auch so bleibt und wir uns umsonst Sorgen machen. Wegen Schweiß habe ich mir ehrlich gesagt auch keinen Kopf gemacht sondern eher um den Speichel der Tiere und da gibt es irgendwie widersprüchliche Infos. Auf der einen Seite soll nur der direkte Kontakt notwendig sein bzw. Blut, Aufbruch etc. Auf der anderen Seite habe ich gelesen, dass auch der Speichel ausreichen würde. Das verunsichert halt. Woanders liest man dann wieder, dass es auf die Menge ankäme. Man bekommt halt leider häufig wiedersprüchliche Infos, weil wohl kaum einer wirklich genau weiß wie es funktioniert. Das ist es, was einen dann so fertig macht.

  • Bei uns kommen die Wildschweine durch den Wald sehr weit herunter in die Weinberge und deshalb findet man hier viele Wildschweinspuren an den Spazierwegen. Die wühlen teilweise mitten auf den von Spaziergängern stark genutzten Nebenwegen hoch in den Wald. Ich habe noch nie davon gehört, dass sich ein Hund bei uns angesteckt hat.

  • Wir wohnen im/am Wald und selbst die Wege sind regelmäßig frisch von Wildschweinen durchwühlt. Aujetzky, so mein letzter Stand, kommt hier bei Wildschweinen vor.


    In den 12 Jahren, die ich hier lebe, hat kein einziger Hund der Gegend sich angesteckt - obgleich hier niemand den Spuren ausweicht (ginge gar nicht). Eure Angst halte ich daher für unbegründet.

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