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Grumpeliger Dackelopa

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    Hallo liebes Forum,

    nun bin ich auch Mitglied und traue mich mal, etwas nachzufragen.

    Bei mir lebt seit 2.5 Jahren eine jetzt 7-jährige Mischlingsdame (kastriert) aus dem Tierheim.

    Seit anderthalb Wochen ebenfalls ein 14-jähriger Dackelrüde (intakt).


    Wo fang ich an…

    Der kleine Dackel wurde mir schon als ganz schön heiße Nummer präsentiert. Das Tierheim wollte einfach kein Risiko eingehen und wollte eben, dass ich möglichst genau weiß, was ich mir da „antue“. Dackel wurde mit 13 abgegeben, da die Besitzerin verstorben ist und die Verwandten konnten sich nicht weiter um ihn kümmern und er hat wohl alles und jeden gebissen. Im Tierheim hat er dann von Erzählungen her ganz schnell gelernt, dass er so nicht weiterkommt und hat alles gut mitgemacht. Gebürstet/Tierarzt etc. wurde mit Maulkorb absolviert. Uns wurde von vorn herein gesagt: Platz zuweisen, keine großen Privilegien, klare Struktur, sicheres Auftreten, kein Spielzeug, sehr dosierte Leckerlis und Zuwendung.

    Habe ich verstanden und das Ganze gewagt.


    Seit er bei uns ist läuft alles besser als ich dachte. Die Treppen hochtransportiert wird er in einer Tasche. Er lässt sich ohne Protest auf seinen Platz schicken. Stubenrein. Hat nach wenigen Tagen verstanden, dass er auf sein Futter warten muss und es erst freigegeben bekommt, wenn er ruhig ist. Muckt in der Wohnung nicht auf. Beim Spaziergang ist er stur, grumpelt etwas vor sich hin, wenn man ihn nicht aller halben Meter schnüffeln und pinkeln lässt, akzeptiert aber langsam, wenn man ihm stattdessen Löseplätze zeigt.


    Interessant ist, dass er eine Wirkung auf andere Hunde hat, die ich so noch nie erlebt habe. Er bekommt von nahezu jedem eins auf den Deckel. Im Tierheim wurde er auch kurz vor Übernahme gebissen. Wirklich jeder Rüde, egal ob kastriert oder intakt, rastet ihm gegenüber völlig aus. Der Dackel will eigentlich immer nur an jedem Hinterteil schnüffeln. Kann aber gut sein, dass er – so lustig das jetzt auch klingen mag – eine echt einschüchternde Energie hat.

    Er wirkt auf mich immer sehr entschlossen, willenstark und furchtlos.


    Nun aber zur eigentlichen Problematik und zur Frage, wie ich es angehen könnte: Anfassen.


    Er lässt sich streicheln. Er dreht sich, wenn man ihn zu sich ruft, auf den Rücken und grunzt wohlig vor sich hin. Wenn man allerdings an eine Pfote kommt, zieht er sehr eindeutig die Lefzen hoch. Beim Pfoten und Bauch abputzen nach dem Gassi ist er super angespannt und grumpelt ebenfalls vor sich hin. Es ist noch kein handfestes Knurren aber er ist schon angepisst.

    An Hochheben darf man gar nicht denken. Da knurrt er, wird richtig laut und würde auch beißen.

    Wir waren bereits mit ihm im Hundesalon und haben ihn von all dem Siff und Gestank befreien lassen sowie Augen/Maul freischneiden etc. Dort hat er alles, wenn auch angespannt, mitgemacht und hat sich auch heben lassen. Dort wurde uns dann gesagt, dass wir bei ihm wirklich keine Bedenken zu haben brauchen, er ist doch ganz lieb, es liegt nur an meiner eigenen Unsicherheit etc.

    Er wurde uns vom Tierheim als absolute Granate „verkauft“ und so gehe ich eben teilweise auch ran. Zumindest, wenn ich ihn anfasse. Ich meine, auf Bisse stehen tu ich nun mal auch nicht und unnötig provozieren wollte ich auch nicht.


    Wie würdet ihr es angehen bzw. hattet ihr auch schonmal so einen Kandidaten?


    Würdest ihr auf seine bereits 14 Jahre verweisen und eben akzeptieren, dass er es nicht leiden kann?

    Positiv verstärken und Schritt für Schritt mit Leckerlis/Tube arbeiten, während man die unliebsamen Berührungen durchführt?

    Oder einfach Maulkorb drauf und Prinzip „musste halt durch“?

    (Letzteres war Methode im Tierheim)

    Wie reagiere ich richtig, wenn er Drohverhalten zeigt?


    Denkt ihr, es ist Angst/Unsicherheit oder Dominanz/seinen Willen bekommen und wie kann ich das ggf. feststellen?


    Im Endeffekt ist das alles kein mega Drama. Er macht unseren Alltag nichtsdestotrotz super mit. Trotzdem möchte ich wissen, wie ich mich in der Hinsicht ihm gegenüber verhalten kann, damit wir das Problem vielleicht auch nicht noch größer machen.


    Ich danke euch schon jetzt von ganzem Herzen!

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  • Ich kann leider gar nichts beisteuern, aber wollte nur sagen, dass ich es wahnsinnig toll finde, dass du einem alten Opi ein Zuhause, und damit nochmal einen schönen Lebensabend ermöglichst. Tiefsten Respekt! Ich hoffe das alles gut ausgeht :)

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  • Bei einem 14 Jahre alten Hund würde ich Schmerzen auch nicht ausschließen. Es kann aber auch sein, dass er schlechte Erfahrungen mit dem Festhalten der Pfoten gemacht hat.


    Ich kann mir vorstellen, dass er sich beim Hochheben ausgeliefert fühlt. Kleine Hunde werden ja eher mal hochgehoben als Große und man hat sie selbst dann unter Kontrolle wenn sie sich wehren weil sie einfach klein sind.


    Wenn der Hund gut in die Tasche geht würde ich ihn weiterhin in der Tasche die Treppe hochtragen.

    Er wirkt auf mich immer sehr entschlossen, willenstark und furchtlos.

    So sind sie die Dackel. Meinen Mix halte ich für etwas größenwahnsinnig.


    Die Hundekontakte würde ich gut auswählen und ihn nicht an jedem Hund schnüffeln lassen an dem er schnüffeln möchte.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG"
    - Balou (Dackel-Mix) * 08.03.2011
    - Mogli (JRT), * 21.10.2012
    - Hermann (Podengo-Mix) * 16.06.2014
    und von Selina


    Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein,müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gerne hätten.(SuzanneClothier)

  • Ob das Unsicherheit, Schmerzen oder "Angriff" ist, kann man so nicht sagen, da müsste man den kompletten Alltag sehen können.

    Ich würde es mit Leckerlies versuchen ihm das Pfotenputzen schmackhaft zu machen und dabei ganz langsam und schrittweise vorgehen. Alles andere was nicht unbedingt sein muss würde ich umgehen wie z.B. das Hochheben, da es ja mit Tasche funktioniert.

    Das mit den klaren Regeln ist sehr sinnvoll da ich vermute, dass der Hund bisher alles machen durfte was er wollte und damit durchkam.

    Ich denke auch, dass sich sein Verhalten noch zum Positiven ändern wird wenn er jetzt klare Regeln bekommt und sich besser eingelebt hat.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hi, ich schließe mich dem Respekt an und würde beim Tierarzt Mal auf Arthrose checken lassen. Bekommt er denn schon aus irgend einem Grund Schmerzmittel? Schmerzen könnten z. B. auch erhöhte Reizbarkeit erklären.

  • Danke euch allen für die lieben Antworten!


    An Arthrose oder andere Schmerzquelle haben wir auch gedacht. Er bekommt seit gestern Schmerzmittel für eine Wucherung am Zahnfleisch, die ihm nächste Woche entfernt wird. Dabei wird er auch nochmal eingehender untersucht. Schmerzen schliessen wir also nicht aus, ich bin deswegen echt vorsichtig.


    Jackyfan, du hast Recht, er dreht immer komplett ab, wenn die Füsse vom Boden abheben sozusagen. Vorher warnt er nur.


    @Dackelbenny ja also das mit den klaren Regeln checkt er immer sofort. Total krass. Den ersten Tag zB ist er noch komplett freigedrehtet als ich ihm das Futter hingestellt habe. Ich hab es dann eben erst freigegeben als er ruhig war. Am nächsten Tag geht er vorm Fressen SELBER in seinen Korb, legt sich hin und legt den Kopf ab. Ich war echt total baff wie schlau der ist.

    Ich werde es jetzt ganz langsam mit Paste probieren.


    Vielleicht habe ich ihm auch zu viel abverlangt gleich am Anfang.

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