Calciumbedarf Welpe

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    Hallo allerseits,


    ich barfe meinen 12 Wochen alten Welpe. Unseren früheren Hund haben wir nicht gebarft- bin also BARF-Neuling... Seit ein paar Tagen hat sie immer mal wieder etwas weicheren Stuhl, weshalb es zum Fleisch weichgekochte Karotte gibt. Allerdings wollte ich trotzdem auch nochmal prüfen dass ich genug Calcium gebe und habe dabei eine schockierende Entdeckung gemacht:


    Bevor wir sie geholt haben, hatte ich mir das "BARF für Hunde" vom GU Verlag gekauft. Den darin enthaltenen exemplarischen Futterplan für Welpen habe ich in excel übertragen, und Formeln hinterlegt, dass ich nur Gewicht und Alter eintragen muss und mir dadurch automatisch die Futtermenge und Mineralbedarf berechnet wird. Zur Kontrolle hatte ich den im Buch beispielhaft angegebenen Welpen mit gegebenem Gewicht und Alter eingetragen um die excel-Tabelle gegenzuprüfen- sprich - trage ich den Beispielwelpe des Buches ein, so müssen Futtermenge und Mineralbedarf aus excelTabelle und Buch übereinstimmen- Das war der Fall. Von der Seite ist also alles richtig.


    Nun habe ich aber mal den Calciumbedarf mit mehreren Onlinerechnern für diesen Welpe nachgerechnet und geschockt festgestellt, dass der im Buch aufgeführte Labradorwelpe (Aktuellgewicht 5 kg, Alter 2 Monate, Endgewicht 35 kg) 2925 mg Calcium pro Tag braucht. Dem gegenüber gibt das Buch an das solch ein Welpe gerademal 580 g Calcium pro Tag braucht !?!? Heisst also dass ich meinem Welpe basierend auf dem Buch viel zu wenig Calcium gefüttert habe loudly-crying-dog-faceloudly-crying-dog-faceloudly-crying-dog-face


    Ich bin mir zwischenzeitlich recht sicher, dass das Buch absoluter Quatscht ist. Wollte mir aber hier nochmal Bestätigung holen und direkt Futter umstellen.


    Meine Kleine wiegt Momentan 6 kg, Engewicht wird ca. 20 kg (Labrador-Collie Mischling) und ist 12 Wochen alt. Ich decke den Calciumbedarf zu 95% durch Knochenfütterung, damit der Calcium-Phospor-Gehalt stimmt (das tut er doch so, oder?).


    Futterplan sieht momentan so aus:


    -morgens: 40g Muskelfleisch + 20 g Innereien +20 g Gemüse/Obst + 0.5 TL Leinöl

    - vormittags: 60g Hüttenkäse oder Quark + 20 g Gemüse/Obst

    - nachmittags: 40g Muskelfleisch + 20 g Innereien +20 g Gemüse/Obst + 0.5 TL Lachsöl

    - abends: 50-60g fleischiger Brustbeinknochen


    Zudem gibt es einmal die Woche grüner Pansentag- da gibt es 3 mal 80g Pansen und abends ganz normal Brustbeinknochen


    Erklärung dazu:

    - Muskelfleisch ist meistens Rindfleisch, abwechselnd fettig oder mager, abundzu Huhn

    - Innereinen sind Hauptsächlich Rinderherzen, Rinderlunge und einmal die Woche Rinderleber

    - Gemüse und Obst ist abwechselnd Karotte, Eisbergsalat, Spinat, Apfel, Banane, Himbeeren, Rote Beete

    - hin und wieder gebe ich eine Priese Bierhefe, Dill, Oregano, Petersilie, Salz, Kokosflocken, Walnuesse, Cashews dazu.


    Leckerlies sind getrocknetes Lamm oder Emmentaler

  • ich glaube das Beste wäre, du wendest dich an eines der großen Institute und lässt dir einen professionellen Futterplan erstellen.


    Ich bin jetzt auch kein Barf-Experte, aber mir kommen die Mengen für einen Hund im Wachstum doch sehr sehr wenig vor..

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  • Hallo :winken:

    Ich bin definitiv auch für einen Ernährungsberater. Barf beim Welpen ist nochmal komplexer. Ich finde die Menge über den Tag auf den ersten Blick auch etwas wenig :denker:

    Ich bin zwar auch keine „Experte“, muss auf meiner Arbeit aber doch dazu beraten und vom Thema Welpe nehmen wir da auch Abstand und verweisen zum Ernährungsberater.

    Nur kurz dazu, schau dir genau an, welche Nüsse und Kräuter du zuführen darfst und in welcher Menge.
    Herz zählt meines Wissens auch zu Muskelfleisch und wäre damit keine Innerei.


    Wenn du dir ganz unsicher bist, mit dem Calciumgehalt über Knochen kannst du auch zu Supplements für Welpen greifen.
    Aber dazu kann dir ein Berater mehr sagen ;)

  • Das ist der Grund, warum ich bei meinen Hunden im ersten Lebensjahr weitgehendst auf Barf verzichtet habe - das mit dem Calcium ist echt nicht leicht.

    Ernährungsberater sind auch nicht unbedingt alle gleich. Ich hatte mir mal probehalber von 3en einen Plan für denselben Hund erstellen lassen und er war jedes mal komplett unterschiedlich.

    Es gibt ein ganz gutes Barf Buch von Swanie Simon über das Barfen bei Welpen.

    Und das Buch "Natural Dog Food" von Susanne Reinerth ist auch super, aber eher auf erwachsene Hunde ausgerichtet (es hat aber eine perfekte Übersicht über sämtliche Gemüse-, Obst- und Fleischsorten und sagt dir, was in welchen Mengen verträglich ist und wie viel Vitamine darin sind.

    Auf einen Pansen-Tag würde ich beim Welpen aber eher verzichten und würde den Pansen eher in die Tagesrationen einbauen, z.B. Dienstag und Donnerstag Mittag oder ähnliches. Welpen brauchen doch ordentlich Energie für die Entwicklung und einen Pansen-Tag vergleixhe ich gern mit einem Salat-Tag für Menschen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ernährungsberater sind auch nicht unbedingt alle gleich


    deswegen würde ich da auch unbedingt zu einem der anerkannten Institute raten und nicht zu einem selbsternannten Barf-Berater. Geschützt ist der Begriif nämlich nicht.


    Wenn ich will, kann ich mir das auf die Fahnen schreiben und morgen anfangen, Leute zu beraten. Völlig ohne Überprüfung meiner Kompetenz

  • Ernährungsberater sind auch nicht unbedingt alle gleich. Ich hatte mir mal probehalber von 3en einen Plan für denselben Hund erstellen lassen und er war jedes mal komplett unterschiedlich

    Welche waren das denn?

  • Ich decke den Calciumbedarf zu 95% durch Knochenfütterung, damit der Calcium-Phospor-Gehalt stimmt (das tut er doch so, oder?).

    Ob das Verhältnis von Calcium zu Phosphor stimmt, müsstest du ausrechnen, sonst kann man das nicht sagen. Beim ausgewachsenen Hund ist es übrigens so, dass der Calcium-Bedarf je nach Phosphorzufuhr unterschiedlich ist. Ob das beim Welpen auch so ist, weiß ich nicht, nehme es aber an. Vielleicht kommst du auch dadurch auf ganz unterschiedliche Zahlen für ein und denselben Welpen gerade.
    Ich würde mir das Frischfüttern eines Welpen gar nicht zutrauen ohne professionellen Plan. Welche Institute gemeint sind, können wir hier sicher noch aufführen, wenn du viel Geld in die Hand nehmen willst.

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