Viele Schwierigkeiten mit meine Mini Aussie Hündin

  • Dreamy

    Auch wenn du bisher viel falsch gemacht hast aus Unwissenheit - du kannst noch viel, viel mehr richtig machen in den kommenden Jahren, mit deinem Hund :streichel:

    :bindafür: Ganz genau so ist es. Es ist ganz wichtig, dass ihr euch und dem Hund Zeit gebt. Setzt ihn bitte nicht weiterhin so unter Druck. Druck entsteht sehr schnell durch eine zu große Erwartungshaltung. Das spürt der Hund und das stresst ihn dann, obwohl ihr das Gegenteil erreichen wollt.

  • Liebe MiaSophie


    Erstmal ein großes Lob an dich. Sich um seinen Hund bemühen ist immer richtig, und das machst du von Anfang an. Du hast wochenlang super viel Zeit reingesteckt, obwohl der Spaß dabei immer weniger wurde. Das zeigt schon, dass du viel Willen und Durchhaltevermögen hast. Weiter so mit dem Stark bleiben, du packst das!

    Wie gesagt: mein Gassihund kam aus dem Tierschutz, der hat sein ganzes erstes Jahr nicht schön verlebt. Und trotzdem ist aus ihm ein super cooler, unkomplizierter Hund geworden. Klar hat er seine Ecken, aber ich kenne sehr wenig Hunde die perfekt “funktionieren“. Ich kenne übrigens noch weniger Menschen, die “perfekt“ funktionieren. Am Anfang, bevor eine richtige Bindung da war war ich manchmal genervt von ihm, aber irgendwann hat es “klick“ gemacht und er war der beste Hund, den ich mir vorstellen kann, selbst mit Ecken. Ich vermisse ihn so sehr (er wohnt jetzt in einer anderen Stadt).

    Also, hakt die Ohren steif, das wird schon! Das Gehirn ist plastisch und findet oft Strategien, mit Dingen umzugehen. Sonst wäre jeder, dem mal was blödes in der Kindheit passiert ist, “kaputt“. Ist aber nicht so. So bildet sich eben auch der einzigartige Charakter, bei Menschen und bei Hunden, den man so lieben lernt :streichel::bussi:

  • Ich feuer dich auch mal an - bleib dran, auch wenn es hart ist und das Gegenteil von dem, was du dachtest.


    ABER: Mit einer gescheiten Anleitung und Grundhaltung wird das gut. Und es wird dich und deinen Hund so eng zusammenschweißen, dass du keinen anderen jemals wieder willst.

  • Liebe MiaSophie


    ich habe auch einen Hund, der sehr dazu neigt, aufgeregt zu sein, es ist auch ein Hütehund. Weil ich mich mit diesem Hundetyp nicht auskannte, habe ich auch in der Welpenzeit und Junghundzeit einige Fehler gemacht. Heute ist Vicky 3 Jahre und 3 Monate alt. Wir haben beide zusammen unfassbar viel gelernt. Und stell dir vor: ich habe gerade einen anderen Hund zum sitten da und beide liegen rum und schlafen. Das wäre noch vor einem Jahr undenkbar gewesen. Also, was ich sagen will: es kann alles noch werden!

    Bedeutet das das mein Hund für immer so unruhig und aufgedreht sein wird?

    Nein. Das bedeutet vermutlich, dass du

    • jetzt und in den nächsten Monaten einiges dafür tun musst, dass dein Hund lernt, ruhig zu sein (Akuthilfe)
    • dass du in den nächsten Jahren immer um die "dünnen Nerven" des Hundes herumarbeiten musst. Da könnte aber wegen der Rasse eh der Fall sein!

    Besonders letzteres klingt jetzt natürlich scheußlich. Aber erstens ist es gar nicht so schlimm, es ist ja wie mit jeder Beziehung - man stellt sich aufeinander ein. Wenn du einen total faulen, schwer motivierbaren Hund hättest, müsstest du das ja auch tun! Und zweitens: deine Rasse ist nunmal von der aufgeregten Sorte. Das wäre sie aber auf jeden Fall!

    Wird agility später überhaupt möglich sein?

    Das kann man bei keinem Hund von vorneherein sagen. Manche Hunde schaffen es körperlich nicht so gut, manchen Hunden bekommt es nicht, weil sie dabei zu sehr "hochfahren", sprich, sich zu sehr aufregen.


    Aaaber: es gibt außer Agility noch ganz ganz viele andere tolle Sachen, die man mit Hunden und auch aufgeregten Hunden machen kann. Viele Beschäftigungen, die dem Hund auch dabei helfen, ruuuuhiiiger zu werden. Hast du denn schon mal Agility gemacht? Vielleicht gefällt es dir ja auch nicht...!

    Wir machen uns wirklich Gedanken darum ob wir die nächsten Jahre so mit ihr leben können wenn sich das nicht mehr bessert :( es zehrt sehr an unseren Nerven und auch ihr geht es aktuell nicht gut damit. Man merkt richtig wie erschöpft sie ist von dem ewigen rumrennen, bellen, alles ankauen und beißen. (...) Wenn das ganze nach ein paar Wochen gegessen ist ist es ja kein Problem, aber wenn da Schäden entstanden sind und das so bleibt müssen wir eine Entscheidung treffen ob wir die richtige Familie für sie sind.

    Ja, da geht es euch vermutlich ebenso schlecht wie ihr. Ich kann eure Müdigkeit sehr sehr gut verstehen. Aber wollt ihr sie wirklich jetzt, wo sie euch braucht und wo ihr endlich erkannt habt, wie ihr ihr helfen könntet, alleine lassen? Wer soll den Hund jetzt nehmen, wer ihm helfen? Nein, da seid ihr jetzt dran.


    Es wird nicht nach ein paar Wochen alles "erledigt" sein, nein. Aber auch Hundeerziehung allgemein ist nicht nach ein paar Wochen "gegessen". Schon gar nicht bei einer etwas komplizierten Rasse wie deiner. Aber wenn ihr euch jetzt kompetente Hilfe holt, wird es Schritt für Schritt besser werden. Es wird Tage geben, wo ihr vor Stolz platzt und alles super lief, es wird Tage geben, an denen ihr verzweifelt, und es wird ganz viele Tage geben, an denen es einfach mal so läuft. Und die guten und die ruhigen Tage werden mehr werden.


    Welches Menschenkind hat denn immer super duper Bedingungen beim Großwerden? Auch nicht jedes. Trotzdem werden die allermeisten groß und wurschteln sich so durch.


    So oder so ist es eine Aufgabe, ein Hundekind groß zu kriegen. Es zu einem angenehmen Begleiter zu erziehen. Es auch mal auszuhalten, dass der Hund noch nicht all das kann, was man mit ihm machen will. Zurückzustecken. Und bereit zu sein, ständig zusammen dazu zu lernen und dafür Geld in die Hand zu nehmen für Trainer usw. Ihr müsst die akute Krise jetzt überstehen und da einen Weg hinaus finden, damit es euch allen besser geht. Ja. Aber ansonsten sehe ich da nicht soo riesige Unterschiede zwischen der Aufzucht und Erziehung eines Hundes mit optimalen Startbedingungen und eurer süßen Mia. Es gibt doch eh keine Garantie, dass immer alles easy läuft.


    Haltet die Ohren steif!

  • Hallo MiaSophie,


    du hast ja jetzt schon viele Tipps erhalten.

    Schön, dass du dich informierst und auch Tipps annimmst.


    Wir haben auch eine Aussie-Dame, haben diese jedoch aufgenommen als sie bereits 3 Jahre alt war.

    Als sie zu uns gekommen ist, war sie auch ziemlich durch den Wind, unter anderm auch dadurch, dass sie innerhalb von 2 Wochen bei drei Pflegefamilien war. Aber auch die Vorbesitzer haben einiges falsch gemacht, teilweise wurde sie überfordert und dann auch wieder unterfordert - sie hatte angefangen sich die Pfoten aufzubeissen und stand ständig unter Strom.


    Sie musste erstmal lernen runterzukommen, auch heute noch müssen wir sie oftmals ausbremsen, da sie sehr leicht hochspult.


    Sie ist sehr aktiv und ist auch mit Feuereifer dabei wenn wir was zusammen unternehmen, aber sie kann mittlerweile auch sehr gut damit umgehen, wenn mal nicht soviel Programm ist wie sonst.

    Es ist ein Lernprozess für dich und deine Kleine Aussie-Dame.


    Bleib dran und verzweifel nicht... bring ihr Ruhe bei.


    Ich wäre früher nie auf die Idee gekommen mir einen Aussie anzuschaffen, aber unsere Maya hat mir gezeigt was das doch für tolle Hunde sind wenn man sie in die richtigen Bahnen lenkt.


    LG

    Isi

  • Hallo miasophie,

    Ich habe auch eine kleine aussidame Aber normalgroß, 6 Monate wird sie bald also nicht viel älter als deine Mia. Sie ist mein erster eigener hund (ich bin 25) hatte aber Hunde bei meinen Eltern.

    Was mich ein bisschen wundert, wo habt ihr eure denn her? Was haben euch die Züchter an Erfahrung und Ratschlägen mit auf den Weg gegeben? Wir haben eine ganze Welpenmappe bekommen in der auch genau solche Dinge stehen. Dinge allgemein zum aussie, wie wichtig es ist dass sie Ruhe lernen und auch wie man das am besten macht, Sachen zur Fütterung und wie man z.b. allein bleiben übt.

    Ich hab ein bisschen sorge, dass ihr, Grade weil aussies und Mini aussies leider auch Modehunde geworden sind nicht bei wirklich seriösen Züchtern gelandet seid sondern bei Leuten die vielleicht auch einfach schnell Geld machen wollten und sich auch bei der Paarung und Aufzucht und den ersten Wochen der Welpen nicht so viele Gedanken gemacht haben. Wir waren bei ca 10 Züchtern und "Züchtern" bis wir unsere gefunden haben, und sind für sie 5stunden einfache Fahrt gefahren.

    Gibt es noch Kontakt zu den Züchtern? Was sagen die denn?


    Wir hatten anfangs nachts die große Box, wenn sie zu sehr aufgedreht ist. Genauso haben wir die tagsüber benutzt wenn sie sich nicht beruhigen wollte. Meinstens war nach spätestens 10 Minuten Ruhe und sie Tür ging wieder auf. Mit der Zeit hat sie gelernt dass die Ruhe ihr gut tut und hilft. Die ersten Male gab's natürlich Theater mit bellen etc.

    Und es ist oft wirklich wie bei Kleinkindern. Nach müde kommt doof. Als wir Mal wegen Hochzeit viel Besuch und Action hatten, sie mit uns 5 Stunden draußen war (mit Hundewagen weil sie nicht so viel laufen sollte) da war sie so richtig doof und aufgedreht. Hund in die Box, natürlich Kam beschwerde aber nach nichtmal 5 Minuten war sie eingeschlafen.


    Vorletztes Wochenende waren wir drei Tage weg, da war sie bei Nachbarn mit Hund und kam auch überdreht und übermüdet zurück. Am nächsten Tag ging nichts mehr, kein von der Leine lassen. Sie war so unkonzentriert und nichts hat mehr funktioniert. Hat quasi zwei Tage durchgeschlafen dann war es wieder besser.


    Denke du musst wirklich bei Null anfangen. Ich hoffe euer welpenpanel kommt bald. Und dann braucht ihr vermutlich einen langen Atem bis sie lernt dort abzuschalten. Meine Züchter haben mir auf den Weg gegeben, selbst wenn sie noch so Theater macht nicht reagieren. Jede Reaktion, egal ob positiv oder negativ ist eine Belohnung für den hund, hat er doch sein Ziel (Aufmerksamkeit) erreicht.

    Mittlerweile kann Lovis wirklich gut runterfahren und schläft von sich aus viel. Die Box brauchen wir nur noch sehr selten. Z.b. wenn Besuch da ist und einfach viel Trubel und sie dann nicht von allein zur Ruhe kommt. Wobei auch da die Tür mittlerweile offen bleiben kann und man sie mit Kommando hinein schickt dann weiß sie es ist ruhe. Unser Weg war nicht so lang wie deiner sein wird, weil wir von Anfang an die Züchter an unserer Seite hatten und dadurch auch einiges an know how da war. Aber lass dich nicht unterkriegen, sie ist noch jung und viele Dinge können sich auch wirklich noch geben.


    Viele Grüße

  • Mal zum Thema Agility: Willst du Weltmeister werden? Selbst meine Tierschutzhündin macht Agility, ohne Turniere, für den Spaß. Wenn du also nicht große Turniere anstrebst, sondern rein aus Freude für dich und den Hund Hundesport betreiben willst, wird das bestimmt funktionieren (selbst kleinere Vereinsturnieren sind weniger dramatisch). Viele Hunde können Agility und haben Spaß daran. Dazu braucht man nicht das "Profimodell". Du musst allerdings Ruhe reinbringen, sonst wird das auf dem Hundeplatz schwierig. Denn wer überfordert ist, der kann leider nicht lernen. Also haltet durch, dann klappt das schon!


    Für "ein Hund, der überall mitkommt" hast du dir allerdings komplett die falsche Rasse ausgesucht. Dein Aussie ist, wie viele schon sagten, "reizoffen". Was heißt das? Sie sind schneller gestresst, da Situationen viele Sinne anknipsen. Mal eben durchs Shoppingcenter, quer durch die volle Stadt oder in Öffis rein, das alles kann zum Totalausfall führen -> Hund kriegt die Krise, ist gestresst, bellt alles zusammen und rastet einfach aus (selbst daheim dann noch). Ebenso Treffen mit Freundinnen, ein Besuch beim Strand oder durch den Tierpark. Zuviel davon, stresst solche Rassen, weshalb sie eben viel Ruhe brauchen und NICHT überall mitkommen können (oder sollten).


    Sei dir klar darüber. Selbst wenn du jetzt Ruhe übst, bleibt diese Rasse einfach wie sie ist. Und Menschen, die das nicht akzeptieren, haben dann diese klassischen "Knalltüten-Aussies", die einfach nur noch bekloppt im Kopf sind. Ihr müsst euch dem Hund anpassen, nicht umgekehrt. Also werdet euch bitte klar, was ihr möchtet. Nicht grundlos rät man vielen Hundeanfängern von dieser Rasse ab. Sie ist einfach etwas spezieller, man muss das mögen - viele lieben es. Euch hätte ich jetzt eher was ganz anderes empfohlen - eben was alltagstaugliches.

  • Hallo MiaSophie ,

    Jamie war für mich auch mein erster eigener Hund, meine Mama hatte nie Hunde und mein Vater ist halt mit den Hunden seiner Eltern aufgewachsen. Ich war damals 12 und es war klar, dass sollte schon hauptsächlich mein Hund sein. Vielleicht rückblickend betrachtet nicht beste Voraussetzung für einen Aussie.

    Ich habe mit Sicherheit viel falsch gemacht, immer neue Dinge ausprobiert, mal zu viel und mal zu wenig gemacht.

    Aber ich hatte das Glück, bei all den durchaus unpassenden Hundetrainern für mich und meinen Hund genau die richtigen herausfiltern zu können.
    Und genau das ist für dich und deine Mia jetzt so wichtig, dass ihr jemanden findet, der genau versteht was ihr braucht.

    Aussies sind keine Monster oder kleine Dämonen, die dir deine Seele rauben wollen.
    Aber sie sind nun mal auch nicht der Standard-Familien-Begleithund, auf den viele der Hundetrainer, auf die ich getroffen bin, "spezialisiert" waren.

    Mir wurde viel Gegenwind entgegengebracht, man wollte mich überzeugen in meinem Alter sei ich schlichtweg nicht in der Lage meinen Hund zu erziehen. Gott sei Dank hatte ich die Rückendeckung meiner Eltern und zweier Hundetrainer, die uns auf unserem Weg begleitet haben.

    3 Jahre lang stand ich bei jedem Wetter 2-3 Mal die Woche auf dem Hundeplatz, um unter fachmännischer Anleitung mir das zu erarbeiten, was ich heute spielerisch leicht abrufen kann.
    Ich weiß gar nicht wie oft ich ihn in der Zeit gerne auf den Mond geschickt hätte, weil er sich benommen hat wie :headbash::ugly::barbar:
    Aber alles in allem wollte ich nicht aufgeben! Ich wollte einen Hund haben mit dem ich klar komme und ich wollte den anderen beweisen, dass ich es eben doch schaffen kann.


    Heute habe ich einen immer-mit-dabei Aussie, der da keinen Stress mit hat und gerne mitkommt, egal wo hin es geht.

    Ich werde oft angesprochen, dass ich so einen tollen und ruhigen Hund hätte. Das hätte wohl vor 8 Jahren niemand geglaubt. Die kleine Anna, die von ihrem Aussie teilweise über den Platz gezogen wurde.

    Aber ich habe einen Aussie, der für Agility nicht gemacht worden ist. Bei dem Training hatte er einen Stress, mit dem er nicht umgehen konnte und den ich ganz klar nicht handeln konnte. Das hat keinem von uns beiden Spaß gemacht.

    Auch da haben wir ausprobiert was uns mehr liegt, wo er nicht so viel Stress hat und wir sind fündig geworden.

    Es muss nicht immer Ausbildungsmethode A und Hundesport A sein und auch mit Plan Y kann man glücklich werden.


    So werdet auch ihr beiden euren Weg finden können. Beiß die Zähne zusammen, such dir kompetente Hilfe und vertrau in dich und deine Mia. Und ich hoffe egal was ist, deine Eltern stehen hinter dir und deinem Hund.

    Lösungen findet man nicht von heute auf Morgen und die Umsetzung dauert noch viel länger.

    Aber es lohnt sich doppelt und dreifach!

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