
Hund(e) und Baby - Plauderthread
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Gast66580 -
3. Oktober 2019 um 23:17 -
Geschlossen
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Ich weiß nicht, mir kommt es vor dass gerade bei der älteren Generation gerne zu allem die Meinung bekundet werden muss. Ob die Leute das hören wollen oder nicht. Sei es zur Figur, zur Kinderplanung, zum Job, zu Hobbies, zur Partnerwahl. Man muss immer etwas sagen.
Keine Ahnung woran das liegt aber es fällt mir auf dass sich das zum Glück ändert.
Ich versuche meinen Kindern vorzuleben dass sie als Personen mir wichtig sind und nicht irgendwelche anderen Sachen, dass unsere Liebe als Eltern weder von Schulleistungen noch von Äußerlichkeiten oder von Entscheidungen die sie treffen (bzw ob in unseren Augen richtig oder falsche) abhängen.
Naja, das ist der Plan, noch sind sie sehr klein.
Mich hätte es nämlich gefreut nicht ständig nur bewertet zu werden sondern so angenommen zu werden wie ich bin. Ein Mensch der das Recht hat seine eigenen Erfahrungen und Fehler zu machen ohne Fingerzeig und "hättest du doch nur..." zu hören.
Ich erlebe das nicht nur von der älteren Generation.
Aktuell sind es tatsächlich vorrangig Jüngere oder vor allem Frauen in meinem Alter, die mir die Welt erklären wollen. Den sie haben ja (Zitat:) alles richtig gemacht. Soll heißen: Hochzeit, Haus, Kinder. Die Kinder sind noch sehr jung und die Mütter fitzen sich logischerweise erstmal rein und versuchen, ihren Weg zu finden.
Aber trotzdem sind die der Meinung, sie müssten mir mit zwei erwachsenen Kindern erklären, dass sie alles viel besser machen und was ich angeblich falsch gemacht habe.
Perfekt war ich mit Sicherheit nicht.
Es ist aber auch echt anmaßend, wenn mich Leute rückwirkend belehren wollen, die noch bei Mami und Papi gewohnt haben und Taschengeld bekamen, als ich Alleinverdiener für zwei Kinder war.
Was mir nicht nur aber gerade sehr stark bei Jüngeren ebenfalls auffällt: Nach vorne übertrieben freundlich und du machst alles soooo toll. Sobald die Tür zugeht, geht das Lästern los. Da ist mir die direkte Art deutlich lieber. Wenn mir jemand nämlich seine Meinung sagt, kann ich etwas entgegen und es gibt einen Austausch. Wenn er erst hinter verschlossener Tür über mich herzieht passiert genau gar nichts.
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Ich weiß nicht, mir kommt es vor dass gerade bei der älteren Generation gerne zu allem die Meinung bekundet werden muss. Ob die Leute das hören wollen oder nicht. Sei es zur Figur, zur Kinderplanung, zum Job, zu Hobbies, zur Partnerwahl. Man muss immer etwas sagen.
Keine Ahnung woran das liegt aber es fällt mir auf dass sich das zum Glück ändert.
Ich versuche meinen Kindern vorzuleben dass sie als Personen mir wichtig sind und nicht irgendwelche anderen Sachen, dass unsere Liebe als Eltern weder von Schulleistungen noch von Äußerlichkeiten oder von Entscheidungen die sie treffen (bzw ob in unseren Augen richtig oder falsche) abhängen.
Naja, das ist der Plan, noch sind sie sehr klein.
Mich hätte es nämlich gefreut nicht ständig nur bewertet zu werden sondern so angenommen zu werden wie ich bin. Ein Mensch der das Recht hat seine eigenen Erfahrungen und Fehler zu machen ohne Fingerzeig und "hättest du doch nur..." zu hören.
Ich erlebe das nicht nur von der älteren Generation.
Aktuell sind es tatsächlich vorrangig Jüngere oder vor allem Frauen in meinem Alter, die mir die Welt erklären wollen. Den sie haben ja (Zitat:) alles richtig gemacht. Soll heißen: Hochzeit, Haus, Kinder. Die Kinder sind noch sehr jung und die Mütter fitzen sich logischerweise erstmal rein und versuchen, ihren Weg zu finden.
Aber trotzdem sind die der Meinung, sie müssten mir mit zwei erwachsenen Kindern erklären, dass sie alles viel besser machen und was ich angeblich falsch gemacht habe.
Perfekt war ich mit Sicherheit nicht.
Es ist aber auch echt anmaßend, wenn mich Leute rückwirkend belehren wollen, die noch bei Mami und Papi gewohnt haben und Taschengeld bekamen, als ich Alleinverdiener für zwei Kinder war.
Was mir nicht nur aber gerade sehr stark bei Jüngeren ebenfalls auffällt: Nach vorne übertrieben freundlich und du machst alles soooo toll. Sobald die Tür zugeht, geht das Lästern los. Da ist mir die direkte Art deutlich lieber. Wenn mir jemand nämlich seine Meinung sagt, kann ich etwas entgegen und es gibt einen Austausch. Wenn er erst hinter verschlossener Tür über mich herzieht passiert genau gar nichts.
Viele, so glaube ich, machen das, weil sie sich sonst damit auseinandersetzen müssten, selbst nicht alles richtig zu machen/gemacht zu haben.
Wenn jemand etwas anders macht, könnte er ja damit richtiger liegen als man selbst. Oder sie haben das schon erkannt und wollen sich das nicht eingestehen.
Ein anderer Weg das Leben zu leben hält einem also in gewisser Weise den Spiegel vor und man vergleicht. Der andere Weg darf da nicht richtig sein, weil sonst der eigene eventuell nicht richtig ist.
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Geht es euch besser?
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Und manche hätten dann gesagt "Ja, aber, wenn es deine eigenen sind. Da ist das ganz was anderes! Du hast einfach keine Ahnung!"
Ich hatte ja gleich mehrere Probleme. Meine Kinder sind nicht "meine". Ich hab sie nicht auf die Welt gebracht. Wie oft ich mir anhören durfte, dass ich sie deswegen nie so lieben werde, wie ein eigenes... Jo, hatte keinen Spaß während der Empfängnis und bei ihnen keine Wehen aber ich war vom ersten Tag an da. Immer. Und die haben die Windeln nicht weniger voll gemacht, nicht weniger geweint. Nicht weniger Krankheiten gehabt.
Bei mir gab es recht häufig Kommentare, ich solle mir doch endlich ein echtes Kind anschaffen. Dabei hatte ich schon zwei. Aber die zählen bei manchen nicht.
Ich war nicht so der „oooooohhhh ein Baaaaaabyyyyy“-Mensch.
Also ich mag Kinder, aber ich bekomme dann nicht gleich Herzchen in die Augen
Aber bei meinem eigenen Kind habe ich immer Herzchen in den Augen
Für mich ist das also schon irgendwie ein Unterschied.
Aber ich würde das absolut nicht davon abhängig machen, ob es mein eigenes (also biologisch eigenes) Kind ist, oder nicht.
Sondern einfach davon, wie gut ich das Kind kenne.
Und dazu muss es nicht „MEIN“ Kind sein.
Also wie bei Erwachsenen auch.
Es gibt viele Menschen, die mir viel bedeuten - aber deshalb falle ich in der Fußgängerzone nicht fremden Menschen um den Hals
Die Argumentation, weshalb ein aus biologischer Sicht eigenes Kind „besser“ sein soll, habe ich noch nie verstanden.
Wir hatten im Freundeskreis erst vor kurzem das Thema - ich hatte einen Bericht über vertauschte Kinder (die Eizellen wurden bei der künstlichen Befruchtung vertauscht) gelesen.
Nach 1 oder 2 Jahren kam das dann heraus und die Eltern haben sich dafür entschieden, die Kinder zurück zu tauschen.
Ich könnte das nicht.
Jonas ist mein Kind.
Und das würde auch so bleiben, wenn sich herausstellen würde, dass er nicht mein leibliches Kind wäre.
Es ist mir egal, wer mit mir verwandt ist, wer meine Gene hat usw.
Das (also meine Gene usw.) ist einfach nicht der Grund, weshalb ich mein Kind liebe.
(Zum Glück kann ich ein Vertauschen im KH ausschließen)
Es tut mir so leid, dass Du solche Sprüche zu hören bekommen hast
Und ich verstehe überhaupt nicht, wie man so etwas verletzendes sagen kann
Bis auf zwei Ausnahmen waren das immer junge Mütter, die Säugling bis Grundschulkind hatten.
Vielleicht war das einfach, weil sie dann erstmal mitbekommen haben, wie viel Kraft das zehren kann und wie viele Gefühle da beteiligt sind. Bei mir sah es angeblich "einfach" aus. Die meisten kannten meine erst, da waren sie schon im Kleinkindalter, weil ich sie dann eben immer überall mit hingenommen habe, wo es ging. Dass ich davor ganz genauso durchwachte Nächte hatte und Sorgen und nicht schlafen konnte, wenn einer irgendein Aua hatte... Da waren sie gerade zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt.
Das mit den Genen
Verstehe ich auch nicht. Für mich ist Liebe füreinander da sein und aufeinander eingehen. Nicht, wessen Spermium auf wessen Eizelle traf.
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Das "gefällt mir" ist für den letzten Absatz.
Der Rest ist total traurig
Ich kann das einfach nicht nachvollziehen - und gerade WEIL diese Menschen ja selbst Kinder hatten, hätten sie doch nachvollziehen können müssen, dass Liebe nicht auf biologische Elternschaft beschränkt ist und Elternschaft soviel mehr bedeutet, als die Zeugung und die Schwangerschaft
Bitte nicht falsch verstehen - natürlich entwickelt man in der Schwangerschaft bereits Gefühle für das Kind (wobei das für mich alles sehr abstrakt war - ich konnte mir so vieles einfach überhaupt nicht vorstellen), aber ich würde Jonas genau so lieben, wenn er nicht in meinem Bauch gewesen wäre.
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Geht es euch besser?
Danke, der Nachfrage. Ich schaue aktuell nur sehr unregelmäßig mal rein.
Also Julius geht es zwar gefühlt besser, das Fieber ist weg, aber er hat nach wie vor Durchfall und die Sauerstoffsättigung ist leider immer noch nicht wie sie sein sollte.
Noch dazu hat er seit gestern Husten.
Wir werden also noch ein paar Tage im KH bleiben müssen.
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Geht es euch besser?
Danke, der Nachfrage. Ich schaue aktuell nur sehr unregelmäßig mal rein.
Also Julius geht es zwar gefühlt besser, das Fieber ist weg, aber er hat nach wie vor Durchfall und die Sauerstoffsättigung ist leider immer noch nicht wie sie sein sollte.
Noch dazu hat er seit gestern Husten.
Wir werden also noch ein paar Tage im KH bleiben müssen.
Ich drücke euch weiter die Daumen. Gute Besserung.
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Geht es euch besser?
Danke, der Nachfrage. Ich schaue aktuell nur sehr unregelmäßig mal rein.
Also Julius geht es zwar gefühlt besser, das Fieber ist weg, aber er hat nach wie vor Durchfall und die Sauerstoffsättigung ist leider immer noch nicht wie sie sein sollte.
Noch dazu hat er seit gestern Husten.
Wir werden also noch ein paar Tage im KH bleiben müssen.
Oh nein - ich hatte so gehofft, dass ihr schon wieder entlassen wurdet.
Weiterhin alles, alles Gute!
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Ganz gute Besserung weiterhin!
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Bitte nicht falsch verstehen - natürlich entwickelt man in der Schwangerschaft bereits Gefühle für das Kind (wobei das für mich alles sehr abstrakt war - ich konnte mir so vieles einfach überhaupt nicht vorstellen), aber ich würde Jonas genau so lieben, wenn er nicht in meinem Bauch gewesen wäre.
Genau diese Vorstellung: Das Kind kommt auf die Welt und man hat schon die ultimativen Gefühle, erzeugt bei vielen ja auch einen extremen Druck, wenn sie nicht sofort absolute Liebe spüren. Echte Emotionen brauchen erstmal Zeit, um sich zu entwickeln. Aber vorher war halt alles abstrakt, wie du sagst.
Auch biologische Eltern und Kinder müssen sich erstmal kennenlernen und aufeinander einspielen, obwohl das Kind im eigenen Körper herangewachsen ist. Ist einfach so. Und ich würde mir da mehr Offenheit wünschen, damit diese Eltern nicht diesen Druck spüren oder sich selbst erzeugen.
Spoiler anzeigen
Ich hab übrigens auch biologische Kinder. Die kann ich aber nur an einer Stelle besuchen, der voller Blumen ist. Wehen kenn ich auch.
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