Tierheimhund lässt jetzt die Maske fallen

  • ui ich würde mich hüten bei einem neuen Hund von langweile auszugehen. Ich denke er wird maßlos überfordert. Ruhezeiten gibt es auch ws nicht viel ( im Zwinger hat er ja auch stress). Ich würde für mehr Erholung sorgen.

    Außerdem wer sagt dass der Zwinger kein Platz für Menschen ist. Wenn mein Hund beim alleine bleiben so viel Stress hat und aus Gründen nicht ins Haus kann würde ich halt vor oder im Zwinger schlafen.

    Der Stress muss mal weg ansonsten wird kein Training der Welt irgendetwas nützen.

    Auslastung ballspielen streichen.

    Einmal eine Stunde spazieren gehen reicht.

    Hund wird nicht mehr alleine gelassen. Großer Stressfaktor. Muss weg. Und wenn der Hund nicht zum Menschen kann muss der Mensch zum Hund.

    Und wenn der Stress weg ist und er nicht mehr überdreht kann man über Training nachdenken.

  • Ein Trainer der dir zeigt wie sich ein Hund ausdrückt, wäre sicher das beste. Direkt vor Ort kann dir denke ich wesentlich besser geholfen werden.

    Schwanzwedeln muss z.B. keine Freude bedeuten, aber das wird am deutlichsten, wenn jemand dabei ist und es dir direkt an deinem Hund mal zeigt.
    Der Zwinger müsste neu - positiver - ausgebaut werden damit er gerne hinein geht. Auch ein "nein" oder "aus" muss ein Hund erst lernen.

    Wenn der Hund aber eh mit dir im Haus leben soll, würde ich ihm einen Bereich absperren in dem er sich bewegen darf (und in dem er nichts kaputt machen kann/nirgends heran kommt) So kann der Hund bei dir sein und deine Einrichtung bleibt dennoch heile halo-dog-face Dann kann man auch wunderbar das Körbchen als Ruheort etablieren.
    Gegen Stress kann man auch gut Kausachen geben, die der Hund haben darf - wenn er seinen Korb anknabbert dann hol einen aus Hartplastik für den Anfang.

    Auf die ganzen "Troll" und "du liebst deinen Hund nicht" Kommentare würde ich hier im Forum nichts geben. Die Leute stürzen sich auf jeden kleinen Strohalm und erfinden sich dein Leben so, wie es in ihr Feindbild passt, nur um dich blöd an zu machen. Filter dir das wichtigste und hilfreichste heraus =)

  • Der TE ist schon längst weg und antwortet nicht mehr, guckt höchstens noch unangemeldet rein, nehme ich an.

    Deshalb erübrigen sich alle weiteren Anstrengungen.


    Ich für mich selber hoffe inständig, dass der Hund wieder zurück ins TH gebracht wird, denn da fehlt es dermassen an grundliegendem Hundewissen und -verständnis, dass wohl alle Ratschläge vergebens sind. Soviel Defizit kann man nicht durch ein paar Antworten in einem Hundeforum aufholen.

  • Puh, ich hoffe einfach der Threadersteller liest hier noch mit, im Interesse des Hundes. Muss man immer mit dem Holzhammer draufhauen ? Damit erreicht man in der Regel überhaupt nichts. Es gibt durchaus Regionen in denen noch eine reine Zwingerhaltung üblich ist, auch wenn das zunehmend abnimmt, zum Glück. Es braucht einfach Zeit um solche Haltungsbedingungen zu ändern. Da helfen auch keine Vorwürfe, sondern vorleben das es auch anders geht. Ich war hier die erste die große Hunde im Haus hielt, anfangs gab es Lästereien, aber die Leute haben schon wahrgenommen das meine Hunde viel mehr Begleiter waren als ihre reinen Zwingerhunde. Heute gibt es in unserem näheren Umfeld noch genau einen Hund der im Zwinger lebt und der verhält sich ähnlich wie der Hund der Threadersteller. Es ist ein ewiger Kreislauf, Hund stört bei der Gartenarbeit, sucht zu viel Nähe und ab in den Zwinger usw. Hier vermitteln auch Tierheime noch in reine Außenhaltung, ja es gibt sogar Hunde die werden definitiv nicht in Wohnungshaltung abgegeben . Also kommt es durchaus darauf an in welcher Region an lebt. Hundehaltung hat sich in den letzten Jahren verändert, das ist auch gut und richtig so.

    Der Threadersteller fragt in einem Forum um Rat - das ist doch schon einmal was und Zeit den Willen etwas zu verändern. Man weiß nur nicht wie, das etwas falsch läuft hat er selbst schon gemerkt. Hier hat es viele gute Tipps gegeben. Ich kann nur raten zu versuchen den Hund ins Haus zu holen, es war schon so mancher überrascht wie sehr das den Hund verändert. Der Hund braucht eure Nähe. Ein Hundetrainer ist eine gute Idee. Achtet bitte bei der Auswahl darauf das er eine gute Ausbildung hat und mit positiven Methoden trainiert. Der Hund verhält sich einfach wie ein junger Hund, ihr müsst den Willen zur Veränderung mitbringen. Wenn Ihr das nicht wollt oder könnt ist das nicht der passende Hund für Euch und es wird besser für alle sein ihn abzugeben.

  • Selbst beim Schimpfen wedelt er freudig mit dem Schwanz.

    ...

    Schwanzwedeln kann einfach nur Beschwichtigen bedeuten, weil er grad überhaupt nicht versteht, was Ihr von ihm wollt!

    Ich erkläre: Wenn ich jemandem tausendmal erzählt habe, daß er beim Reinkommen in meine Wohnung bitte die Schuhe ausziehen möchte - dann kann ich irgendwann schimpfen, weil ich genau weiß, derjenige hats schon tausendmal gehört, nimmt mich halt einfach net ernst. Aber hab ich ihm das noch nie gesagt, und falle dann einfach schimpfend über ihn her (am besten auf Chinesisch!), wenn ich sehe, er steht mit Schuhen im Wohnzimmer - der KANN das gar nicht verstehen, und das ist ziemlich unfair..... Natürlich wird der dann erstmal beschwichtigen: "Oh, ich habe das doch gar nicht gewußt, daß diese Regel hier gilt, entschuldige, ich geh sie gleich ausziehen, ja, es tut mir echt leid - den Fleck im Teppich mach ich auch gleich wieder weg....." Logisch - oder? Beim nächsten mal wird er dran denken - aber nur, weil ich es ihm jetzt erklärt habe, UND er es verstanden hat. Komm ich zurück zum Hund: Falle ich einfach über den Hund her mit ner Schimpforgie, macht das nur eines: es verunsichert ihn, und es zeigt ihm, daß ich kein souveräner Hundeführer bin, nicht in der Lage, ihm die Welt zu erklären. Das verunsichert ihn, und er beschwichtigt verzweifelt, um weitere Strafen und Gemeckere zu entgehen. Er WILL es eigentlich richtig machen, davon mußt Du immer ausgehen - aber er KANN nicht, weil er nicht gezeigt bekommen hat, was richtig ist. Zumindest nicht so, daß er es verstanden hätte. Macht also der Hund einen Fehler - GANZ WICHTIG: dann geh DU erstmal davon aus, daß DU was falsch gemacht hast!

    Bei sowas denke ich immer: es ist toll, wenn jemand schonmal nen Hund gehabt hat. Aber: jeder hat seine eigenen Probleme, jeder vor allem Andre, zT natürlich auch rassebedingt, und was dem einen Hund guttut, tut nicht auch dem Andren gut oder hilft mir bei dem weiter. Und wenn meine Eltern mal nen Hund hatten, ich als Kind dabei war, heißt das auch nicht, daß ich deswegen mit jedem Hund gleich zurechtkommen müßte. Bei jedem Hund lernt man dazu, keine zwei sind gleich, und es ist keine Schande, zuzugestehen, daß man nicht weiterkommt. Ich denke, mit ein bisserl Verständnis dafür, wie ein Hund tickt, fällt es einem auch leichter, richtig zu reagieren, bzw. gar nicht erst zu reagieren, sondern so zu agieren, daß man dem Hund ein souveräner Halter wird, und ihn durch sein Leben bei Euch führen kann.


    Es gibt so viele Menschen, die jahrelang Hunde hielten, die einfach unkompliziert waren, und beim nächsten Hund dann merken, daß sie eigentlich in Sachen Hund (noch) GAR NIX wissen..... Weil der erste halt total unkompliziert und quasi selbst-erziehend war..... Ist halt so. Aber: gut, wenn jemand das dann anpackt. Laß Dich also nicht entmutigen, versuch, ihn besser zu verstehen, laß Dir alles von einem guten Trainer erklären. Nicht gleich aufgeben.


    Solltest Du aber befürchten, daß Du ihm aus zeitlichen Gründen genau das nicht geben kannst, oder das sogar wahrscheinlich sein, dann sei so fair und gib ihn echt zurück, damit er vom Tierheim eine neue Chance erhält, das zu kriegen, was er braucht. Denn auch für Euch wäre die Situation, sollte sie nicht änderbar sein durch äußere Umstände, auf Dauer nicht tragbar.... Geht ja nicht immer NUR um den Hund ;-) Auch wenn wir im Hundeforum sind.... *gg


    Viel Erfolg wünsch ich Euch jedenfalls!

  • Ich glaube, Du meintest wesentlich mehr? ;-)

  • Ihr seid doch immer die jenigen die sagen "ach wenn der Hund nicht hört muss man klare Grenzen setzen etc."

    Ja, die Fraktion gibt es.


    Hier schreiben aber viele einzelne Leute, es gibt kein "ihr". Jeder sitzt alleine vor seiner Tastatur. (Der Eindruck des "ihr" entsteht, weil die ersten Posts oft den Ton setzen, viele darin einstimmen, und andere, die anderer Meinung sind, das dann für sich behalten, weil man ja nicht widersprechen möchte - die meisten Menschen sind eher auf Harmonie und Anerkennung aus.)


    Hier war halt mal kein Vertreter der "Donnerwetter" Fraktion zuerst da. Aber ich bezweifle auch, dass diesmal jemand empfohlen hätte, es müsse mal "Knallen" oder "Krachen". Der Hund wird ja schon denkbar hart bestraft, nämlich mit Isolation. Allerdings so, dass der Hund die Strafe nicht versteht, und sein Verhalten ändern kann er auch nicht, weil er so gestresst und verstört ist - als Reaktion auf die Isolation und den enormen Stress, den er erlebt.


    Dass das ganze nicht funktioniert, sondern alles schlimmer macht, ist dem TE selbst ja auch schon aufgefallen.


    Das Problem ist einfach, dass man sich bewusst einen verkorksten, schwierigen Hund (und die Rasse BC im Mix ist auch nicht grad einfach) aus dem TH holt, aber nicht bereit ist, sich dann auch durchzubeissen und auf die Herausforderung einzulassen.


    Es sind eben nicht alle TS-Hunde lieb und dankbar. Und gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht.


    Die Haltung passt einfach nicht - Reizüberflutung, wenig Ruhe und Entspannung, wenig Sozialkontakt, vor allem wenig positiver Sozialkontakt, aber ganz viel Stress und Aufregung - 3 Stunden Gassi mit einem so jungen Hund einer reizoffenen Rasse, Ballspielen, auf den Garten aufpassen, rumrennen, dauernd geschimpft werden, stundenlang im Zwinger jaulen...


    All das steht so im Eingangspost, das hat sich niemand ausgedacht. Es wurde auch sehr gut erklärt, warum das für diesen Hund eine Katastrophe ist.

    Und da der TE selbst die Option "zurückbringen" genannt hat, liegt nichts näher als: Ja, tu das!


    Das ist doch nicht draufhauen. Es wurde bestätigt, was der TE selbst geschrieben hat: Es läuft katastrophal Sch***. Ein Ausweg wäre zurückbringen.

    Volle Zustimmung von allen Seiten.

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