Fragen zum Boxer

  • Hallo,
    ich habe zwar selbst keinen Boxer, war aber 9 Jahre die "Betreuungs-Erziehungstante" für den Boxerrüden meiner Freundin und für die Hündin eines Bekannten. Dadurch wurde ich aktiv in diversen Foren und lernte viele andere Leute + Boxer kennen.


    Ich mag Boxer sehr, die Clowns haben etwas sehr eigenes an sich, sie haben Power für 3 und immer eine bekloppte Idee im Kopf.
    Gerade mit dem Rüden hatte ich unheimlich Spaß, musste oft lachen -wo seinem Frauchen das Lachen langsam verging. :lol:


    Wenn Du Wert auf die Gesundheit legst, kauf beim anerkannten Züchter ( IBC ode BK), der seine Hunde gründlich checkt -und nach Möglichkeit auch arbeitet. Würde persönlich auf HD/ED, Spondylose und Herzultraschall achten.


    Mit Spondylose haben leider viele Probleme. Beim Lesen in den Foren und Gruppen habe ich recht häufig von Magen-Darm-Problemen und Allergien gelesen, eine wandernde Biotonne (wie zb mein Beagle) gibt´s wohl nicht so häufig. Der Rüde meiner Freundin hatte Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, vertrug nur recht fettarmes Futter.
    Ansonsten haben Boxer leider die Anlage für Mastzelltumore, Epuliden (gutartige Zahnfleischtumore) kommen auch häufig vor.


    Der Boxer-Rüde war sehr kurznasig und sehr hitzeempfindlich, im Sommer (alles über 20 Grad) war er platt. Vor dem Gassi in die Wasserschüssel, nach dem Gassi in die Schüssel, halbe Stunde hecheln auf dem kalten Fliesenboden..
    Ich fand das schon heftig -und auch traurig, er wollte ja auch gern mit in den Wald, an den See - aber der Fußweg bis dahin war für ihn dann schon arg anstrengend.


    Zur Züchtersuche könntest Du dich mal bei FB in der Gruppe Boxer in the House melden, da sind auch einige Züchter vertreten, die wirklich schöne Hunde haben.


    Zur Erziehung: Ich fand den Rüden zu Beginn (er war 1,5 Jahre) sehr stur und bollerig, er versuchte auch gerne, sich körperlich(rempeln, anspringen, zerren) durchzusetzen. Über absolute Konsequenz, viel Action, Spaß und meinen Dickkopf konnte ich ihn dann aber flott auf meine Seite bekommen. Frauchen musste etwas mehr kämpfen, er testete seine Grenzen deutlich. Im Kopf erwachsen (aber nicht öde) wurde er mit 3 Jahren. Da waren andere, gleichstarke Rüden dann auch (nach einem heftigen Beissvorfall mit einem Airedale) gar nicht mehr gern gesehen.


    Fremde Menschen & Hunde waren zu Beginn unserer Freundschaft ein großes Thema. Nicht wegen Aggression - nein, er freute sich ein Loch in den Bauch wenn ihn jemand ansah/ansprach. Dann explodierte er entweder in Luftsprüngen und Drehungen an der Leine, zog wie ein Ochse oder sprang denen eben mit seinen 38kg vor die Brust um das Gesicht zu knutschen. :pfeif: Bei fremden Hunden klatschte er sich auf den Boden (Hund noch gut 30-40m weg) und ließ sich nicht zum Weitergehen bewegen. :roll:

    • Neu

    Hi


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    • Du musst als Boxer Halter viel Humor haben. Wenn sie keine Lust haben sind sie meistens nicht einfach stur wie andere Molosser und ignorieren dich, sondern fangen an Blödsinn zu machen. Ich habe durchaus schon mal ein blaues Auge gehabt weil er im Überschwang der Meinung war er müsste mal hochspringen.


      So richtiger Kadavergehorsam ist auch nicht ihrs, sie haben wirklich Lust was zu tun und machen das auch gut, aber sie sind halt keine Schäferhunde. Aber man kann einfach wahnsinnig viel Spaß mit ihnen haben wenn man auch über sich und seinen Hund lachen kann weil viele Sachen einfach nicht klappen und der Hund stattdessen irgendeinen anderen scheiß macht wie sich wälzen oder im Kreis springen.

      Genau das würde ich mir wünschen. Ich mag es, wenn mein Hund mich zum lachen bringt. Mein Pü hat so viel Will to please, das ist zwar schon putzig, aber er ist so frustriert, wenn er was nicht hinbekommt (obwohl ich ihn niemals für sowas schimpfe oder so, aber er spürt halt, dass er nicht das eigentliche Ziel erreicht hat) und ich denk mir dann, zeig mir doch die Mittelkralle, ist für mich absolut okay! Dann halt das nächste Mal! Mittlerweile kennen wir uns und ich kann Sachen so aufbauen, dass er selten Grund hat gefrustet zu sein, aber er ist ja auch mittlerweile ein gut erzogener Senior :herzen1:


      @Querida ich muss sagen, bisher war ich ja in "normalen" Hundeschulen und hab noch nicht so viele Malis in Action gesehen. Bis auf einmal. Da war ich bei einem Seminar von Perdita Lübbe-Scheuermann und da war ein Mali, der war so unter Hochspannung, dass keine Blitze rausgeschossen sind war alles. Das hat mich beeindruckt, nachhaltig, aber auch abgeschreckt. Ich bin sehr sensibel und ein Hund, der permanent unter Hochspannung steht, wäre das falscheste, was ich mir zulegen könnte. Nicht zu verwechseln mit Energie und Tatendrang... Hach, ich denke, Du verstehst, was ich meine :muede: =) :lol: deshalb lieber ein kasperiger Quatschkopf. Trotzdem sind es faszinierende Hunde, für die richtigen Leute :respekt:


    • Ich bin sehr sensibel und ein Hund, der permanent unter Hochspannung steht, wäre das falscheste, was ich mir zulegen könnte. Nicht zu verwechseln mit Energie und Tatendrang... Hach, ich denke, Du verstehst, was ich meine :muede: =) :lol: deshalb lieber ein kasperiger Quatschkopf. Trotzdem sind es faszinierende Hunde, für die richtigen Leute :respekt:


      Wobei man auch ganz klar sagen muss, dass sportliche Ausbildung mit einem nicht mehr ideal veranlagten Hund furchtbar frustrierend sein kann, gerade für Einsteiger.
      Es muss nicht der High End Mali sein und es muss auch nicht auf höhere Sportziele gehen, aber wenn der Sport einem wichtig ist, sollte man überlegen, ob man nicht mit einer anderen Rasse glücklicher wird.


      Ich weiß wovon ich rede, ich habe mich auch lange mit einem Gebrauchsexoten durch die Ausbildung gequält und man muss schon wirklich extremer Rassefanat sein, um sich das auf Dauer anzutun. Auf Ortsgruppenebene meiner Meinunug nach sogar noch mehr als überregional und höher.

    • Der Kindheits- und Jugendtraumhund meines Mannes war auch ein Boxer und daher haben wir uns, als die Hundeanschaffung konkret wurde, zuallerst mit dieser Rasse beschäftigt. Da wir beim Umhören regelmäßig von kranken und frühzeitig verstorbenen Boxern berichtet bekamen, habe ich damals die Züchter-Homepages des Boxerclubs München ausgewertet bzw. deren „in Memoriam“-Rubriken.
      Danach haben wir uns vom Wunsch nach einem Boxer verabschiedet.


      Diese Recherche ist jedoch rund 13 Jahre her. Da wir inzwischen mit dem Wheaten Terrier unsere Rasse gefunden haben, haben wir das Thema Boxergesundheit nicht weiterverfolgt. Möglicherweise hat sich diesbezüglich einiges zum Besseren verändert, aber die Auswertung der HPs wäre auch heute noch mein erster Ansatz.

    • Huhu :)


      Ich habe keinen eigenen Boxer, aber habe mich sehr intensiv mit der Rasse auseinander gesetzt und stehe auch schon seit ein paar Jahren mit einer Boxerzüchterin und anderen Boxerleuten in Kontakt. Zudem habe ich seit ca. 2 Jahren eine Boxer Hündin die ich regelmäßig betreue und das seit Welpe an.


      Ich musste für mich feststellen, dass es leider keine Rasse für mich ist. Ich hab Boxer gerne um mich rum, aber ein Tag reicht mir da schon völlig aus, auf Dauer müsste ich so einen Clown nicht um mich haben :D


      Boxer sind mega lustig. Sie bringen mich stets zum lachen, es sind wirklich DIE Clowns unter den Hunden. Sie sind eigentlich immer fröhlich und haben viel Quatsch im Sinn. Das im übrigen auch bis ins hohe Alter, sie hören in der Regel nie auf clownig zu sein.
      Die Freude zeigt sich im ganzen Körper. Da wackelt nie nur die Rute, sondern der ganze Hund. Gerne wird dabei auch umher gehüpft wie ein Flummi.
      Kratzer und blaue Flecken sind quasi vorprogrammiert, Boxer sind sehr sehr körperlich und meist auch ziemlich distanzlos/respektlos, nicht nur gegenüber Hunden, sondern auch gegenüber Menschen. Ich glaube aber, dass das gar nicht böse gemeint ist, sondern dass sie einfach immer so energiegeladen sind und voller Freude, dass sie es einfach raus lassen müssen xD Bei meiner Sitterhündin sage ich auch immer, dass sie gleich vor Freude explodiert, vor allem bei der Begrüßung :fear:
      Sie können aber zuhause auch definitiv mal Ruhe halten, sofern sie vernünftig ausgelastet werden. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig.
      Auf Erziehung sollte man wirklich großen Wert legen und sich darauf einstellen, dass man den Hund immer mal wieder daran erinnern muss, wie er sich zu benehmen hat :pfeif:
      Boxer können unheimlich Stur sein, wenn die kein Bock haben, haben die kein Bock. (Und wenn sie Bock haben, dann bitte Jetzt sofort und im Eiltempo! :D)


      Zur Gesundheit... ich kenne leider gar keinen Boxer, der Geräuschfrei atmet. Es ist immer ein leises schnaufen zu hören bei den Böxis die ich so kenne, manche röcheln sogar richtig schlimm :verzweifelt: Meine Sitterhündin schnauft auch etwas und hat eine sehr platte Nase, ich vermute das wird im Alter dann noch schlimmer werden... es gibt aber auch durchaus Züchter, die Wert auf eine längere Nase legen.
      Ich kenne einige Boxer mit diversen Allergien und meine Sitterhündin hat schon ziemlich lang eine Schilddrüsenunterfunktion, ich weiß nicht, inwieweit das auf die ganze Rasse zutrifft.


      Zum Schutztrieb kann ich nichts sagen, ich kenne keinen Boxer, der einen hat.


      Artgenossen sind so ne Sache für sich, ich kenne Boxer die sind absolut unverträglich, ich kenne Boxer, die harmonisieren nur mit anderen Boxern (Boxer mit anderen Boxern zusammen ist ein Bild für die Götter! :cuinlove: ) und es gibt Boxer, die super gerne mit anderen Hunden interagieren würden, aber durch ihr Verhalten meist eher unbeliebt sind bei anderen Hunden. Eben dieses Respektlose, Distanzlose und extrem körperliche/laute mag nicht jeder Hund. Dazu kommt, dass viele andere Rassen den Boxer gar nicht "lesen" können wegen dem "deformierten" Kopf. Das verunsichert viele Hunde und sorgt eben auch dafür, dass nicht jeder Hund gut auf Boxer zu sprechen ist.

    • @Beeblebrox: Nein, sie war nicht mit ihm auf dem Platz. Eigentlich hatte sie das vor, ist in einem Haushalt mit Dobermann und Schäferhund aufgewachsen, ihr Vater war SD-Helfer. Die Vereine hier in der Gegend haben ihr aber nicht zugesagt, der Umgang mit dem Hund, die Art des Trainings.


      So war er, bis ich dann dazu kam, nur Gassihund ohne großartige Erziehung/ Auslastung. Er wäre aber ein klasse Zughund gewesen :roll: :lol:
      Ich habe dann viel an der UO mit ihm gearbeitet, da hatte er dann auch Spaß dran ( so lange man immer Abwechslung und Action reinbrachte). Mehr hat er nicht gemacht.



      Mit 5 Jahren begannen bei ihm auch dann die ersten gesundheitlichen Probleme. Er musste dann bald, bis zum Lebensende, Cortison bekommen um eine chronische Sehnenentzündung in Schach zu halten. Sport hatte sich damit erledigt.

    • Ich habe ja einen Boston Terrier und die werden gerne als Boxer in klein bezeichnet.
      Und ich muss sagen, das passt schon. Beide haben Energie ohne Ende, sind durch und durch Clowns und werden eigentlich nie wirklich erwachsen. :hurra:
      Das muss man wirklich mögen, sonst kann dieses hohe Energielevel sehr anstrengend werden.

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